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Kostenersparnis durch gemeinsame Nutzung? teilen

22.9. -25.9.2026    14 Antworten    8 Autoren 14 2026-09-25T08:20:41+02:00
     
Zusammenfassung
  •  kouku
  •   Bronze-Award
22.09.2026
14
Liebes Forum, mich würde interessieren, ob es jemanden gibt, der sowas schon mal gemacht hat.
Ich habe mich gefragt, ob man beim Hausbau Kosten sparen könnte, wenn man vorhandene Infrastrukur mitnutzt?
Mir geht es um die 3 Bereiche Strom, Wasser, Heizung.
Kann man bei einem Neubau Kosten sparen, wenn man vom Haus am Nebengrundstück (klarerweise ein Verwandtenverhältnis) zb die Heizung mitnutzt? Aber dafür ja Erdleitungen legen müsste, anstatt dass man eine eigene Heizung einbaut? 
Kann man von der Photovoltaik irgendwie mitprofitierern?
Und kann man zb 2 Häuser an einem Brunnen anschließen, und so Wasseranschluss und laufende Kosten sparen?

Was meint ihr? Oder sind die Kosten für die Herstellung (Leitungen legen, graben etc.) annähernd gleich groß, dass sich sowas gar nicht rentiert?

Danke!

  •  mani11
  •   Bronze-Award
22.9.2026  (#1)
An eine vorhandene Heizung drann hängen und 2 Haushalte mit einer Heizung, die für einen Haushalt ausgelegt ist, heizen, wird nicht klappen.

Aber wenn Haus A beschließt eh eine neue Heizung zu bauen kann man sich ja mit Haus B absprechen.

Wie das technisch dann funktioniert keine Ahnung.
Die Abrechung wird allerding auch tricky.

1
  •  TobiK
  •   Silber-Award
22.9.2026  (#2)
Immer dran denken: was ist, wenn man sich nicht mehr so grün ist... Ich halte die potenzielle Ersparnis für eher gering.

1
  •  Fadergeschmack
22.9.2026  (#3)
Ich hatte das Thema Mal beim Wasseranschluss.

Selbst im Verwandtschaftsverhältnis war es trotz Wasseruhr je Wohneinheit mehr als mühsam bei der innerfamiliären Abrechnung.

Weiters sehe ich zwei Punkte:
Passt die Dimension/Auslegung des Anschlusses für mehrere Wohneinheiten?

Im Verkaufsfall einer der Immobilie entsteht auf jeden Fall ein Aufwand. Egal ob's die versorgenden Immobilie ist oder die zu versorgende. Kommt man mit dieser Abhängigkeit zurecht?

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  •  geld26
22.9.2026  (#4)
würde ich nur bei unproblematischen Dingen machen, wie z.B. dem Glasfaser-Internet o.Ä.
Ein Leerrohr zwischen den Häusern und einfach ein Kabel rüber ziehen, alternativ Richtfunk. 
Das kannst im Nachhinein dann eher einfach zurückbauen.

Beim Rest wirds schon kritisch/aufwändig mMn.

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
22.9.2026  (#5)
1) Würde dir generell davon abraten. 
2) Beim Strom, inkl. PV geht das rein rechtlich gar nicht. Es dürfen keine Stromleitungen über die Grundstückgrenze zur Versorgung von anderen Immobilien hinaus verlegt werden - ist mein Kenntnisstand. 
3) Denke immer daran, dass mit jeder Generation der Verwandtschaftsgrad auseinerdriftet. Sind es am Anfang Brüder, Schwestern, sind es in der nächsten Generation Neffe und Nichte. Und je weiter auseinander umso schwieriger wird das zusammenleben. Die Fälle, in denen es gut funktioniert werden leider immer weniger. Wasser ist ganz kritisch!!! Wenn man keine gesicherte Wasserversorgung nachweisen kann, gibt es keine Baubewilligung. In diesem Fall muss ein Dienstbarkeitsvertag abgeschlossen werden. In diesen wird auch stehen, dass die Dienstbarkeit auf die Rechtsnachfolger beider Seiten übergeht - eigentlich immerwährend.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
22.9.2026  (#6)

zitat..
geld26 schrieb:

würde ich nur bei unproblematischen Dingen machen, wie z.B. dem Glasfaser-Internet o.Ä.
Ein Leerrohr zwischen den Häusern und einfach ein Kabel rüber ziehen, alternativ Richtfunk. 
Das kannst im Nachhinein dann eher einfach zurückbauen.

Beim Rest wirds schon kritisch/aufwändig mMn.

Internet ist doch genauso  problematisch wie alles andere? Hier allerdings aus anderen Gründen:

  • Man teilt sich einen Anschluss, also eine IP-Adresse. Bei rechtlich problematischen Themen ist immer der Anschlussinhaber dran. Man muss sich ja nicht selbst strafbar machen, aber was ist. wenn z.B. das WiFi wegen unsicherer Konfiguration von Fremden mitgenutzt wird
  • Wie sauber die Netze trennen? Das geht schon, da bräuchte der Anschlussinhaber eben noch eine eigene Firewall o.ä. und der Router vom Anbieter ist quasi der Aufschaltepunkt für beide Nutzerfamilien
  • Will man davon abhängig sein, dass der Anschlussinhaber den Router ordentlich betreibt (Stromausfall, Stecker mal ziehen, Updates, etc.)


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  •  kouku
  •   Bronze-Award
22.9.2026  (#7)
ich liebe dieses Forum :D 90% der Zeit wird alles andere diskutiert, nur nicht die Ursprungsfrage ;)

Natürlich habt ihr recht, dass die Heizung entsprechend dimensioniert sein muss, auch gilt es einige Meter zu überwinden :). Und das Verhältnis zur Verwandtschaft muss gut sein und auch geklärt werden was passiert wenn jmd stirbt/verkauft. Bzgl Strom ist die Frage ob man anders als mit einem direkten Anschluss vom Strom profitieren kann. Energiegemeinschaft? 

Ich frag mich einfach ob eine grosse Kostenerersparnis möglich wäre, bis man zb dann autonom werden kann und Geld wieder da ist, oder ob diese Verbindung so viel kostet dass es zb den Kauf einer neuen Heizung beinahe aufwiegt. Mir geht also  um die Kosten und ob man es darf. 



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  •  TobiK
  •   Silber-Award
22.9.2026  (#8)

zitat..
kouku schrieb: Energiegemeinschaft

Das wäre aus meiner Sicht die einzig sinnvolle Möglichkeit. Ab Oktober auch mit P2P und reinem Vertrag möglich. Werden wir fix auch in der Nachbarschaft anbieten. Sparen kannst du damit aber bei den Installationskosten nichts.


zitat..
Ich frag mich einfach ob eine grosse Kostenerersparnis möglich wäre, bis man zb dann autonom werden kann und Geld wieder da ist, oder ob diese Verbindung so viel kostet dass es zb den Kauf einer neuen Heizung beinahe aufwiegt. Mir geht also  um die Kosten und ob man es darf.

Vielleicht mit einer Fernwärme-Wohnungsstation beim "Empfängerhaus" + zusätzlichen Heizkreis beim "Senderhaus". Dazwischen Fernwärmeleitung. Kann mir nicht vorstellen, dass das viel Geld spart. Du sparst dir die WP WP [Wärmepumpe], die ca. 15k kostet, dafür hast du aber 4-5k Mehraufwand für die Fernwärme. Das Senderhaus muss eine entsprechend größere WP WP [Wärmepumpe] einbauen. Kostet auch ein paar k mehr und dann Rückrüstung / Neuanschaffung wenn man das System zurückbaut.

P.S.: 

zitat..
kouku schrieb: ich liebe dieses Forum :D 90% der Zeit wird alles andere diskutiert, nur nicht die Ursprungsfrage ;)

Ja, passiert hier schon öfters, ich kann aber nicht wirklich viel OTOT [Off Topic] hier erkennen...




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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
22.9.2026  (#9)

zitat..
TobiK schrieb: Das wäre aus meiner Sicht die einzig sinnvolle Möglichkeit. Ab Oktober auch mit P2P und reinem Vertrag möglich. Werden wir fix auch in der Nachbarschaft anbieten.

Energiegemeinschaft geht nur über das EVU-Netz. Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte der TE die PV über ein Verlängerungskabel über den Gartenzaun mitnutzen 😀. Und zu 99% ist das rechtlich nicht möglich. Das verstößt gegen das Elektrizitätswirtschaftsgesetz. Was gesetzteswidrig, aber technisch möglich ist, werden wir hier nicht diskutieren wollen - oder doch.  Ich habe eine PV-Insellösung, aber keine E-Kiste. Der Nachbar hat eine E-Kiste, aber (noch) keine PV.  Obwohl die Insellösung komplett vom öffentlichen Netz getrennt ist, darf ich offiziell kein Kabel zu seinem Grundstück zum Autoladen hinüberwerfen. Aber ich kann es ab und zu bis zur Grundstücksgrenze legen. 😀
Es mag ja ein seeeeehr gutes, friktionsfreies Zusammenleben unter der Verwandtschaft geben, aber einer Illusion sollte man sich nicht hingeben. Wir standen auch vor einigen Jahren vor einer sehr ähnlichen Entscheidung. Sind 4 EFH. Alle untereinnander verwandt. Davon hat einer eine Landwirtschaft mir recht viel Wald. Idee war, dass er eine größere Hackschnitzelheizung macht, und alle anderen daran anschließen. Wurde viel untereinnander freundschaftlich, aber ehrlich und realistisch diskutiert. Ergebnis war, das der Landwirt die komplette Heizungsanlage mit den Fernwärmeleitung errichtet, die Kosten und Wartung der Fernwärmeleitung jeder für sich übernimmt. Heizkosten mit einem Wärmemengenzähler erfasst werden und zu den örtsüblichen Preisen mit Minius 20% abgerechnet werden. Keine Backuplösung bei Ausfall des Heizkessels. Die Lösung wurde dann wieder verworfen. Gab auch Stimmen, wie ...da kann es sein Holz mit max. Profit verwerten. Ich sag den Leuten immer: Egal wie das momentane Verwandtschaftsverhältnis ist, macht die Vertäge "Enkelfit". Und da schaue ich mir dann an, ob der Bruder, Schwester, Nichte, Neffe mit Anhang gleich mal ein immerwährendes Wasserrecht erteilt!  Aber Ausnahmen bestätigen manchmal die Regel.  Ich bin aber Realist und kein Fantast.

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
22.9.2026  (#10)
Ich hatte den gleichen Gedanken, da Eltern nebenan

Wasser und Kanal waren dann aber kein Thema, da die Leitungsführung dann sehr unglücklich gewesen wäre

Internet hab ich dann auch A1 und nögig zu mir gelegt, zumindest die Mikrorohre in PE Schläuchen

Ich hab aber sehr wohl ein 125er KG Rohr zwischen den Häusern verlegt, darin hab ich ne Glasfaser, KNX Kabel und vielleicht ein wenig Kupfer 🤔

Bzgl Heizung hab ich stark überlegt, da wir vorsorglich für die Eltern einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verlegt haben, Problem war ganz einfach, dass die Heizung der Eltern Dank Hochwasser neu ist und sie nicht jetzt schon reinvestieren wollen

Es wär dann ein kleines Technikhaus im Garten an der Grundgrenze geworden, dort wären beide RGK RGK [Ringgrabenkollektor] gebündelt worden und ne größere WP WP [Wärmepumpe] wäre gelaufen, das Problem ist einfach die stark abweichende Energieeffizienz der Gebäude, Eltern machen jetzt erst WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem], daher ist ihr RGK RGK [Ringgrabenkollektor] auch auf 14kw ausgelegt zur Sicherheit

Würde dir auch ein KG Rohr zwischen den Gebäuden empfehlen, alles andere wird eher mühsam

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  •  kouku
  •   Bronze-Award
24.9.2026  (#11)
ok Energiegemeinschaft sollte klappen.
Im Brunnen ne zweite Pumpe und fertig?
Und für die Heizung ein Rohr? Steuerung bleibt im alten Haus. 

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
24.9.2026  (#12)

zitat..
kouku schrieb:

ok Energiegemeinschaft sollte klappen.
Im Brunnen ne zweite Pumpe und fertig?
Und für die Heizung ein Rohr? Steuerung bleibt im alten Haus.

Brunnen würde ich erst nach der Pumpe teilen, sonst könnte es sein, dass ihr ihn leersaugt


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  •  ds50
  •   Gold-Award
25.9.2026  (#13)
Es gibt sehr wohl Beispiele, wo bei einem Doppelhaus die jeweils verbliebene Rasenfläche für einen Kollektor alleine zu knapp gewesen wäre. Also haben beide Eigentümer einen Ringgrabenkollektorgraben über beide Grundstücke gezogen - und in diesen dann 2 RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohre reingelegt. So hat praktisch gesehen jeder sein eigenes RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohr, an das er sich mit der eigenen kleinen WP WP [Wärmepumpe] draufhängt, aber die Wärme wird gemeinschaftlich geerntet.

Wenn man das größer denkt dann kommt man unweigerlich in Richtung Anergienetze - kalte Nahwärme.

Wie z.B. ein Familienverbund mit 3 Grundstücken und 2 Häusern nebeneinander. Auf einem (großen) kam der gut dimensionierte RGK RGK [Ringgrabenkollektor], welcher derzeit die 2 Häuser mit super Soletemperaturen 😉 versorgt. Baut die Tochter dann beim 3. Grundstück, dann kann ganz easy an die an die Grundgrenze verlegten Anschlußrohre für die Erdwärmequelle angedockt werden.

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
25.9.2026  (#14)

zitat..
ds50 schrieb:

Es gibt sehr wohl Beispiele, wo bei einem Doppelhaus die jeweils verbliebene Rasenfläche für einen Kollektor alleine zu knapp gewesen wäre. Also haben beide Eigentümer einen Ringgrabenkollektorgraben über beide Grundstücke gezogen - und in diesen dann 2 RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohre reingelegt. So hat praktisch gesehen jeder sein eigenes RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohr, an das er sich mit der eigenen kleinen WP WP [Wärmepumpe] draufhängt, aber die Wärme wird gemeinschaftlich geerntet.

Wenn man das größer denkt dann kommt man unweigerlich in Richtung Anergienetze - kalte Nahwärme.

Wie z.B. ein Familienverbund mit 3 Grundstücken und 2 Häusern nebeneinander. Auf einem (großen) kam der gut dimensionierte RGK RGK [Ringgrabenkollektor], welcher derzeit die 2 Häuser mit super Soletemperaturen 😉 versorgt. Baut die Tochter dann beim 3. Grundstück, dann kann ganz easy an die an die Grundgrenze verlegten Anschlußrohre für die Erdwärmequelle angedockt werden.

Das macht aber doch aus Effizienz wenig Sinn, gerade in der gleichen Künette hast ohnehin Streitpotenzial für künftige Generationen, da kannst gleich einen großen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] bauen und dann mittels Splitter in die Gebäude


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