erster Grundriss EFH - Bitte um Feedback
2.9.
-5.9.2026
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Schön, dass ihr jetzt mit der Planung starten konntet – der erste Grundriss ist immer ein spannender Schritt. 😊 Eine Frage hätte ich direkt vorweg: Welches Budget habt ihr euch für das Haus gesetzt? Knapp 180 m² Wohnfläche plus Vollkeller sind bereits eine Hausgröße, die ganz schön ins Budget gehen kann. Euer Raumprogramm ließe sich meiner Einschätzung nach auch auf unter 160 m² Wohnfläche sehr gut und ohne Verlust an Wohnqualität realisieren. Grundsätzlich gefällt mir der kompakte Baukörper. Die Überbauung der Garage würde ich aus Kostengründen allerdings hinterfragen – ebenso den schmalen Balkon im OG. In dieser Tiefe bietet er kaum echten Nutzwert, verursacht aber zusätzliche Baukosten und macht auch den Aufbau über dem beheizten Wohnraum darunter konstruktiv aufwendiger. Beim Erdgeschoss sehe ich vor allem Potenzial in der Flächeneffizienz: Rund 13 m² Diele bei gleichzeitig relativ wenig nutzbarer Schrankfläche sind sehr großzügig bemessen. Auch das Zimmer mit ca. 15 m² könnte problemlos etwas kompakter werden. Gleichzeitig fehlt mir im EG ein Abstell-/Vorratsbereich für Staubsauger, Putzzeug, Getränkekisten, Gefrierschrank etc. – gerade bei einem Haus dieser Größe würde ich dafür unbedingt Platz vorsehen. Der Wohn-/Koch-/Essbereich ist mit knapp 54 m² zwar großzügig, die Fläche wird für mich aber noch nicht optimal genutzt. Besonders die Position der Couch mit dem Laufweg direkt dahinter finde ich ungünstig: Einerseits entsteht dort reine Verkehrsfläche, andererseits fehlt dem Wohnbereich dadurch etwas Geborgenheit. Auch Stauraum für Bücher, Spielsachen und all die Dinge, die sich im Familienalltag ansammeln, würde ich stärker mitdenken. Im Obergeschoss steckt für mich das größte Einsparpotenzial: Über 12 m² reine Gangfläche ohne zusätzlichen Nutzen sind sehr viel. Gleichzeitig sind Büro und Kinderzimmer sehr großzügig dimensioniert. Auch beim Schlafzimmer würde ich noch einmal neu ansetzen. Der Schrankraum ist zwar vorhanden, verliert in der aktuellen Anordnung aber einen seiner großen Vorteile: als Pufferzone zwischen Schlafen und Ankleiden, sodass einer sich anziehen kann, ohne den anderen zu stören. Insgesamt glaube ich, dass man euer Raumprogramm deutlich kompakter und gleichzeitig funktionaler lösen könnte. Bei einem Haus dieser Größenordnung können 20+m² weniger Wohnfläche plus konstruktive Vereinfachungen schnell einen sechsstelligen Unterschied bei den Baukosten ausmachen. Genau deshalb würde ich jetzt, in dieser frühen Planungsphase, noch einmal sehr genau hinschauen, bevor ihr den Entwurf weiter vertieft. Falls ihr mögt: Ich war genau zu diesem Thema zu Gast beim Podcast Designgeflüster: https://open.spotify.com/episode/1bEEK4eBX5BWAO8Dw0pZS3 Da erkläre ich noch einmal ausführlicher, warum mehr Quadratmeter nicht automatisch mehr Wohnqualität bedeuten. 😊 Alles Gute für die weitere Planung. Liebe Grüße, Natalie | STUDIO navie |
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