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Ist die Viessmann Vitocal 250-A A08 für mein Haus richtig dimensionier teilen

2.9.2026 1 2026-09-02T09:38:31+02:00
  •  johnWayne
02.09.2026
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Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Meinung dazu hören, ob meine Wärmepumpe von der Leistung her, basierend auf dem Energieausweis, für dieses Haus ausreichend bzw. passend dimensioniert ist.

Der vorliegende Energieausweis ist allerdings nur vorläufig, da zusätzlich noch eine ca. 40 m² große Garage beheizt werden soll. Die Garage wird allerdings nur gelegentlich beheizt. Der endgültige Energieausweis wird erst erstellt, wenn das Haus fertiggestellt ist. (Ort Graz Umgebung)

Der Installateur hat mir folgende Anlage vorgeschlagen:
  • Viessmann Vitocal 250-A A08, 230 V
  • Vitotrol 100-EH
  • Vitocell 100-B CVBC 300 l S2
  • Temperatursensor NTC
  • Ausdehnungsgefäß für Wasser, 18 l / 10 bar
  •  
Grundsätzlich habe ich von mehreren Installateuren Angebote eingeholt, und alle haben mir eine Wärmepumpe mit ungefähr derselben Leistung vorgeschlagen, allerdings von unterschiedlichen Herstellern (Viessmann, Wolf, Panasonic und iDM). Die iDM-Anlage war dabei allerdings etwa 4x
so teuer wie die anderen Angebote.

Daher meine Frage: Ist die vorgeschlagene Leistung der Viessmann Vitocal 250-A A08 eurer Meinung nach für das Haus passend, oder wäre sie möglicherweise über- bzw. unterdimensioniert?

Vielen Dank im Voraus!


2026/20260902120750.png

  •  ds50
  •   Gold-Award
2.9.2026 9:38  (#1)
Hallo Steiermark Kollege 😉,

puh.

Zu deiner Hauptfrage: Aufgrund deines EAWEAW [Energieausweis] komme ich eher auf eine reale Heizlast des Hauses von ca. 4 kW (!). Das heißt, viel mehr als 4kW wird dein Haus bei -12,5 AT AT [Außentemperatur] nicht benötigen, um die 22°C Innentemperatur zu erhalten. So gesehen wäre eine LWP LWP [Luftwärmepumpe], welche minimal um die 2kW liefert, schon ordentlich überdimensioniert, da sie in über 60% deiner Heiztage takten wird, siehe folgendes Bild:


2026/20260902344537.jpg


Aber:

zitat..
johnWayne schrieb: da zusätzlich noch eine ca. 40 m² große Garage beheizt werden soll. Die Garage wird allerdings nur gelegentlich beheizt.

Sowas ist wie ein bißchen schwanger sein.

Warum?
Der Estrich in der Garage benötigt etliche Stunden bis Tage, bis der von "kalt" auf "warm" geschalten hat. Da ist nix mit "schnell mal für 2h einheizen". Außerdem werden für dieses Aufheizen Unmengen von Energie benötigt, welches dir dein Heizkonzept gleich mal komplett über den Haufen hauen kann.

Und ich stelle mir weitere Fragen: 
Wie ist diese Garage denn "gedämmt"? Von wievielen Tagen reden wir hier eigentlich?

Du solltest halt wissen, dass der EAWEAW [Energieausweis] als das wichtigste Planungselement für die energetische Beurteilung deiner kompletten Haustechnik hergenommen wird. Eine schlecht gedämmte Garage kann ähnlich wie "die Temperierung" eines schlecht gedämmten Kellers ein schwarzes energetisches Loch darstellen, welches die Heizlast gleich mal um 50% nach oben treibt. 

Ich verstehe schon, dass du mit Einberechnung der Garage die gesetzlichen Vorgaben des EAWEAW [Energieausweis] (zu Recht!) nicht einhalten kannst. Aber ich persönlich würde da die Garage wirklich gesondert betrachten, sie ist ja schließlich nicht Teil der thermischen Hülle deines Hauses, nehme ich an.

Für stundenweises Heizen werde ich bei mir z.B. eine Split Klima drinnen vorsehen. Damit kann ich sie im Sommer kühlen (wird auch als Lagerraum benutzt), aber auch im Winter relativ kostengünstig (stundenweise) heizen. Oder auch notfalls ein IR Panel direkt über der Werkbank, welche nur selten genutzt wird.

Ich gebe außerdem zu bedenken, dass eine Nacht bei -10°C bei unabsichtlich offen gelassenem Garagentor reichen kann, um die Fußbodenheizungsrohre auffrieren zu lassen und deine Heizung zu zerstören. Streng genommen müsste deswegen die FBH FBH [Fußbodenheizung] mit Frostschutzmittel betrieben werden, welches wiederum einen Systemtrennung beinhaltet und die ganze Heizung unnötig verkompliziert.

zitat..
Vitotrol 100-EH

Brauchst du nicht, ebensowenig wie Einzelraumregler. Eine WP WP [Wärmepumpe] stellt man über die Heizkurve passend zum Haus einmal ein, und das wars. 

Meine grundsätzliche Frage wie immer hier lautet: Warum ist bei dir eigentlich keine Erdwärme möglich? Kein Grund vorhanden? Schon den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] angesehen? emoji

EDIT: Den Energieausweis erst nach Erstellung des Hauses zu erstellen zeigt leider davon, dass das riesige Potential eines EAWEAW [Energieausweis] nicht erkannt wurde, nämlich ihn als Planungstool zu verstehen. Abgesehen davon, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass man ohne einen vorab eingereichten EAWEAW [Energieausweis] in der STMK keine Baugenehmigung bekommt. emoji Zumindest darf der im Nachhinein "auf Realität" gerechnete EAWEAW [Energieausweis] keine Schlechterstellung zum eingereichten EAWEAW [Energieausweis] beinhalten.

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