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Bauanschlussfuge Ausführungsmöglichkeiten

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  •  rofi0000
24.3. - 26.3.2026
14 Antworten | 6 Autoren 14
14
Liebe Forums-User,

ich muss die Fenster für unseren Neubau bestellen. Im EG wurde ein 50er Ziegel verwendet und im OG ein gefüllter 38er Ziegel.

Die Maueröffnungen für die Fenster und Türen haben wir damals eigentlich sogar sehr detailliert geplant und dennoch passt es für mich jetzt nicht so ganz.

Wir haben im EG zwei Fixfenster 2x2m mit STUK 2,42m und zwei große Terassentür-Fixelement-Kombinationen mit 3x2,4 (BxH) und STUK 2,44m (wegen L/300). Ziel war eigentlich bei diesen 4 Fenstern eine Architekturlichte von 2,40m zu erreichen. 

Wir würden gerne das Alufenster von Josko einbauen (Josko One). Dieses hat einen ca 8cm breiten Rahmen, wovon aber 2cm eingeputzt werden. Diese 2cm wurden leider bei der Planung der Sturzhöhe nich berücksichtigt.

Das Fenster soll so eingebaut werden, dass es in der äußeren Hälfte der Laibung sitzt und somit direkt unterhalb der sich hinter dem Raffstore befindenden, aber derzeit noch nicht angebrachten Sturzdämmung (8cm) liegt. 

Meine Frage wäre jetzt, ob man hier an der Fensteroberseite mit der später ausgeschäumten Einbauluft in die Dämmung rauf gehen kann, um so später annähernd die Architekturlichte von 2,40 zu erreichen.

Unser Fensterverkäufer warnt mich davor, dass dies unüblich sei und man das Dichtband bzw die Apu nicht mehr ordentlich anbringen kann. Für spätere Probleme wie Risse im Putz, brauch ich mich dann nicht bei ihm melden. 

Mir geht es auch darum, dass die 2,42 bzw 2,44 ja eigentlich von vorn herein von ihm falsch geplant wurden und er den Einputzrand vom Fenster nicht berücksichtigt hat. 

Im EG ist das Problem, dass wir aufgrund baurechtlicher Vorgaben nur eine STUK von 2,10 realisieren konnten. Auch hier würde ich gerne zumindest die Fenstereinbauluft in die Sturzdämmung versetzen um so das Maximum an Höhe rauszuholen. Zu welchen Problemen könnte es hierbei kommen? Könnte das Dichtband abreissen, etc? Würdet ihr davon abraten, wegen ein paar cm auf oder ab, das Rad neu zu erfinden und Mängel zu riskieren? Bin leider ein Monk, was das betrifft.

Danke

Lg Rofi

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
24.3.2026  (#1)
Wieso macht ihr da bitte 8cm Sturzdämmung drauf, Standard bei mir waren 6cm und wenn die Maurer mitgedacht hätten, hättens das EPS mit Christbäumen gleich mitbetoniert, dann müsstest nix kleben bei den Unterzügen, war zumindest bei mir so

Wennst von 8 auf 6 cm Dämmung gehst hättest dich eigentlich schon gewonnen 

Wie sehen denn die Überlager im EG aus? Innen 2 Stürze und außen ein Sturz + EPS Streifen, oder sieht's wie im OG nur mit 4 Stürzen aus?

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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#2)
@rofi0000


Ich gehe davon aus, dass du die Fenster beim Fachhändler bestellst und dieser diese auch einbaut.
Weiters nehme ich an, dass Du die Detailplanung selbst machst und die Gewerke vergibst.
Stell doch bitte den Detailplan ins Forum, damit wir uns Dein Problem bildlich besser vorstellen können. Sonst macht die Diskussion was jetzt besser wäre und wie man es lösen kann keinen Sinn


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  •  rofi0000
24.3.2026  (#3)
@Lu1994 
Du hast recht. Oberhalb vom Raff-Kasten sollten es die 6cm sein, aber dahinter sind es 8cm (25cm - 17cm Raffkasten -8cm Dämmung). Ich vermute, die Dämmung wurde dort wegen dem Elektroanschluss für die Raffs ausgelassen? Sonst haben wir eh überall die Christbäume.

Ich hab mich vorhin vertippt. Im EG wurde der Sturz bei den besagten 4 Fenstern betoniert. Im OG haben wir 3 Stück Thermosturz wegen dem gefüllten 38er Ziegel mit STUK 2,10. Dieser Stufensturz wird genau so gedämmt wie im EG. Die Kältebrücke die sich anscheinend dennoch außen wegen der Thermostürze ergibt, könnten wir aber später noch überdämmen, da das OG eine Holzschalung bekommen soll.

@Squawvally 
Ja wir vergeben jedes Gewerk selber. Fenster werden beim Josko Partner bestellt und bei ihm auch die Montage beauftragt. Ich hab versucht mein Hirngespinst mit einer Skizze zu veranschaulichen. Ich hoffe es ist so verständlicher was ich meine. Anbei auch noch der Plan vom Fensterbauer. Ich bin leider beim Fensterthema bzw. was die Montage betrifft noch ziemlich planlos und möchte gerade deshalb nicht gleich jede Aussage von den Professionisten so hinnehmen, ohne noch an anderer Stelle um Rat zu fragen. 😂 Auch wenn es in dem Fall nur um lächerliche 1,5-2cm geht.

EG:

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OG:


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Plan:


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Skizze laut Plan:


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Meine Idee: Fenster größer bestellen als STUK vorgibt und mit der Einbauluft raufgehen Richtung den 8cm EPS. Wieviel Einbauluft sollte zwischen dem EPS und Fensterrahmen sein? Ist die Anbringung des Dichtbands und APU in diesem Fall dennoch ausreichend möglich? Oder sollte man mit der Einbauluft vielleicht sogar besser unterhalb von der STUK bleiben, damit man Innen auch noch eine Laibungsdämmung anbringen kann oder macht das weniger Sinn?


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Danke euch vielmals!

Lg



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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
25.3.2026  (#4)
Super für die Pläne

Die sollten immer Grundlage einer Diskussion sein.

Wenn man deine Fotos betrachtet, ist der Sturz für die geplante Einbauvariante noch nicht geeignet. Das Aufbringen und Spacheteln der Dämmung fehlt noch.

Deine Idee, die Elemente höher zu setzten ist Grundsätzlich nicht verkehrt.
Du wirst aber einen Kompromiss zwischen Optik, Technik und Sinnhaftigkeit eingehen müssen.

Aber schau Dir alle 3 Zeichnungen genau an.
Auf der Werkszeichnung ist erkennbar, dass der Raff F mittels Winkel an der Leibung befestigt werden muss. Hier hast Du aber die Dämmung aus XPS, welche nicht druckbeständig ist. Somit ist ein unterfüttern des Tragewinkels zwingend notwendig.

Das gleiche Problem hast auch bei der Rahmenbefestigung am XPS. Dass muss ausgeschnitten und satt unterfüttert werden.
Wenn du, wie vom Händler geplant, das Fenster unter der Mauerkante setzt, könnte er evtl. die Laschen am Sturz befestigen. Das wäre statisch die bessere Variante. Auch ist das raumseitige abdichten und dämmen besser. Du vermeidest so mögliche Fehlerquellen.  Den Putz im Sturzbereich kannst eh anpassen sodass das Bild entsteht, dass der Rahmen im Sturz verschwindet.

Ihr verwendt offenbar einen klassischen Rahmen. Wenn du dir die Werkszeichnung ansiehst, erkstennst du, dass der Rahmen raumseitig ca. 20mm Holz hat. Auf dieser Fläche kommt üblicherweise die Anputzleiste hin. Somit bleibt dir sehr weniug Luft zum verputzen Sturz.
Im Sinne der regelmäßigen Wartung bwz. auch der Nutzung würde ich seitlich und oben einen breiteren Stock machen, damit der vertig verputze Stock die auf der Zeichung ersichtliche Rahmenbreite hat (macht Einstellarbeiten viel einfacher; Verschmutzungen an der Laibung werden auch verhindert).


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  •  rofi0000
25.3.2026  (#5)
Hm. Wir haben uns wie gesagt für ein reines Alu Fenster von Josko entschieden, also kein Holz. Mit der Montage betreffend Raffs hab ich mich derzeit noch garned so befasst. Stellt sich die Frage ob, man dann überhaupt schon vor Montage das EPS drauf kleben soll?

Würdest du eher davon abraten, den Fensterstock bis zur Höhe vom STUK gehen zu lassen, so dass unterm Sturz nur mehr die 2cm Einputzrand vom Fenster zu sehen sind, die aber später verputzt werden? Es geht mir ja eigtl nur um die Erreichung von 1-2cm mehr Glashöhe bzw. dass das Fenster später verputzt wirklich auf 240 Oberkante liegt. Lässt sich da noch vernünftig ein Dichtband anbringen? Ist eine APU zwingend erforderlich? Speziell im OG mit den "niedrigen" Fenstern hätt ich auch gern alles ausgereizt was geht. Ist das technisch überhaupt vertretbar die Fenster quasi an der oberen Seite ohne Einbauluft direkt unters EPS auf Höhe STUK zu verbauen?

Danke
LG 

1
  •  RePu
  •   Bronze-Award
25.3.2026  (#6)
Was soll das alles bringen?
Die 2cm wird niemandem je auffallen.
Ich würde das wie der Josko Vetreter vorgeschlagen hat machen.
Außerdem ist dein Josko Sturzdetail nicht das richtige für deine Stufensturzausführung.Dämmung s
hinter dem Raffstore wird vor Montage geklebt und verspachtelt.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
25.3.2026  (#7)
Wegen den Winkeln auf der Dämmung, nimm hald Purenit, das ist auch bei allen bodentiefen Fenstern unten drangeschraubt

1
  •  Elohtihs
25.3.2026  (#8)

zitat..
Lu1994 schrieb:

Wegen den Winkeln auf der Dämmung, nimm hald Purenit, das ist auch bei allen bodentiefen Fenstern unten drangeschraubt

UND spoiler alert... Beim Bauhau* am günstigsten mit Abstand


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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
25.3.2026  (#9)
@Elohtihs

zitat..
Elohtihs schrieb: ND spoiler alert... Beim Bauhau* am günstigsten mit Abstand

Das war´s aber auch schon.
Purenit hat zwar eine sehr gute Druckbeständigkeit, aber keine so gute Zugfestigkeit.
Und wenn du die Zeichhnung von RePu ansiehst; da wirkt eine Zugbelastung ein.


zitat..
rofi0000 schrieb: Würdest du eher davon abraten, den Fensterstock bis zur Höhe vom STUK gehen zu lassen, so dass unterm Sturz nur mehr die 2cm Einputzrand vom Fenster zu sehen sind, die aber später verputzt werden?

Wennst mich fragst: Ich würde es so ausführen, wie es der Werksplan vorsieht. 




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  •  rofi0000
25.3.2026  (#10)
Danke für eure Antworten.

1) Hat nicht Purenit eine deutlich schlechtere Dämmwirkung als EPS?

2) Klar ist es irgendwo lächerlich wegen 2cm auf oder ab. Aber ich frage mich dennoch, wozu ich überhaupt auf der Oberseite vom Fenster eine Einbauluft brauche, wenn sich dort an der Position eigentlich gar kein Mauerwerk befindet, dass auf das Fenster Druck ausüben könnte 🤔 Die Frage ist halt, besteht dann iwie die Gefahr, dass das Dichtband abreißt oder der Putz abreisst. Versteh irgendwie den Sinn nicht, da jetzt nochmal Einbauluft einzukalkulieren bei der Fenstergröße, wenn oberhalb eh die 8cm Dämmung sind. Das Fenster hst ja glaub ich nur eine Einbautiefe von 7cm.

3)Würdet ihr die Dämmung aber vorab nur hinter dem Raffstore anbringen oder? Also die mit den 8cm EPS? Der Spalt oberhalb vom Raff wird nachträglich ausgedämmt? Und wozu sollte die Raffsordämmung eigentlich gespachtelt werden, das hab ich auch noch nicht verstanden.

4) Eine Frage zu dem Thema brennt mir noch auf der Zunge. Unter den Außenmauern wurde ja die Adichtungsbahn geflämmt, diese läuft bei den bodentiefen Maueröffnungen durch. Der Fenstermann hat gemeint, die müssen wir wegschneiden. Einlagig wäre zwar zugelassen um Fenster drauf zu stellen, aber an manchen Stellen sieht man schon deutlich, wie sich die Stützen der Deckenschalung reingedrückt haben. Kann halt sein, dass die Terassentür später mal zwickt, wenn die sich das Fensterelement wo geringfügig absenkt deswegen. Wie würdet ihr vorgehen? Drauf lassen oder wegschneiden? Aber womit dann Abdichten an der Stelle? 

Danke.

1
  •  RePu
  •   Bronze-Award
25.3.2026  (#11)

zitat..


3)Würdet ihr die Dämmung aber vorab nur hinter dem Raffstore anbringen oder? Also die mit den 8cm EPS? Der Spalt oberhalb vom Raff wird nachträglich ausgedämmt? Und wozu sollte die Raffsordämmung eigentlich gespachtelt werden, das hab ich auch noch nicht verstanden.

Spalt oberhalb wird nachher von dir oder dem Aussenputzer ausgedämmt.
Dort kommt ja in der Regel auch der Leerschlauch raus für den Antrieb.(sieht man auf deinen Fotos nicht)
Spachteln um kleine Spalte zu schließen bzw. auch wegen Ungeziefer.


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
25.3.2026  (#12)
Jo Purenit dämmt schlechter, aber irgendeinen Tod musst du sterben, da hab ich lieber eine stabile UK für das Fenster/Raffstore wo nach Jahren vielleicht Mal was nachgibt als 2€ weniger Heizkosten pro Jahr

Bei den 50er Wänden hast sowieso eine Wärmebrücke sobald die Fenster nicht außen bündig angeschlossen werden, außer du klebst seitlich in die Laibung 2cm EPS, dann wärst Safe, ist zb mein Hauptärgernis, hätte ich das bei der Planung gewusst hätte ich die Fenster statt 107 auf 113 gesetzt, jede Seite 2cm EPS und allein dadurch hat man quasi schon eine perfekte gerade Fläche + keine Wärmebrücke, aber das weißt auch erst danach

1
  •  HAR80
  •   Bronze-Award
25.3.2026  (#13)
@Squawvally wenn dir Purenit zum unterfüttern nicht gefällt, was würdest du dann nehmen? Holz da hinten ist ja auch nicht sooo toll, wobei es dafür in Beton verankert wenigstens Schrauben gäbe: Multimonti Timberconnect oder Multimonti-plus Therm (wobei ich annehme dass die auch mit Purenit funktionieren). Aber in Ziegel und Holzfrei fällt mir auf die schnelle nichts ein ohne da eine komplette Kältebrücke aufzureißen. Wobei hat Purenit nicht ähnliche Eigenschaften wie Holz?

Aus Phonotherm (eh das gleiche wie Purenit) gibt es Dämmzargen mit denen dann die Fenster in die Dämmebene versetzt werden. Micht würde es wirklich interessieren warum Purenit dann hier nicht gehen soll ... nachdem ich nächste Woche Phonotherm besorgen wollte ...

1
  •  Squawvally
  •   Gold-Award
26.3.2026  (#14)
@HAR80 
Purenit zur Vorwandmontge ist State of the Art. Compactfoam ist dem ebenbürdig.
Ich meinte aber für die gegebene Einbausituation, dass hier Purenit bei einer Schraubenmontage in Bezug auf die Auszugsfestigkeit der Befestigung nicht ausreichend ist. Werden, wie auf der Zeichnung ersichtlich, Montagelaschen verwendet, passt es.
Allerdings würde ich es für mich so wie auf der Werkzeichnung ersichtlich ist lösen. Von der Dämmung mit 80mm XPS her das Beste und mit ausreichend Laschen ebenfalls.

Die Vorwandmontage wurde zu den Anfangszeiten der Passivhäuser eingeführt und ist eher ein Nischenprodukt. Wärmetechnisch hat man in der Praxis nicht die planerische Effizienz, von der Ausführung (Anschluss der Gewerke) gibt es Schwachstellen und die Befestigung/ Lastabtragung ist aufweniger. In Summe kostet es mehr und der planerische Vorteil in Bezug auf Dämmoptimierung ist nicht wirklich vorhanden.
Die klassische Montage auf das Mauerwerk bringt im EFH am meisten und die Fehlerquote ist meiner Erfahrung nach am geringsten. Sollten dennoch Fehler passieren, wirkt sich dad nicht so schlimm aus wie es bei einer Vorwandmontage der Fall sein kann.

Es will zwar keiner hören aber das größte Problem am Bau derzeit ist die mangelhafte oder fehlende Detailplanung, mangelnde Kommunikation der Beteiligten gepaart mit Selbstüberschätzung des/der Bauherren (innen).

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