EFH Angebote über 4.000€/m² – überlegen gerade umzudenken
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Ich behaupte mal, dass der Koordinationsaufwand für ein kleines Haus nicht weniger ist als für ein großes. Wenn die Haustechnik schon bei der Lieferung drin ist, ok - ein Stück weniger. Aber irgendwo muss das Haus auch an die Außenwelt angeschlossen werden. Fundament, Wasser, Kanal, Strom, Internet. Wie wird das Haus beheizt? Und bei der Erweiterung dann: Wie werden die Teile zusammengeschlossen, ohne dass es innen und außen gestückelt ist? Hat das neue Modul dann seine eigene Haustechnik? Muss man alle Leitungen außen nochmal neu verlegen? |
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Hallo Christoph - Danke für deine schnelle Rückmeldung ;) Ja, das stimmt natürlich – komplett ohne Koordination geht es sicher nicht. Fundament, Anschlüsse für Wasser, Kanal, Strom usw. braucht man ja immer, egal welche Bauweise. Was ich bisher verstanden habe ist eher, dass ein Teil der Gewerke wegfällt bzw. im Werk passiert (Installationen, Fenster, Dämmung usw.). Dadurch dürfte die Baustellenphase zumindest kürzer sein und man hat weniger einzelne Firmen zu koordinieren. Aber ich stecke da ehrlich gesagt noch mitten in der Recherche. Beim Thema Erweiterung habe ich mir ähnliche Fragen gestellt wie du. Soweit ich gelesen habe, werden die Module wohl so geplant, dass Leitungsschächte und Anschlusspunkte vorbereitet sind, damit man später ein weiteres Modul anschließen kann. Wie elegant das dann wirklich funktioniert, würde mich aber auch interessieren. Wir stehen aktuell mit 2 Anbietern im Gespräch und warten nun auf unser Erst-Angebot. Beide statten Ihre Häuser mit Fußbodenheizung und kompletter Technik (auch Klimaanlage) aus. Vielleicht hat hier ja jemand im Forum schon praktische Erfahrungen mit modularen Häusern und kann sagen, wie das in der Realität läuft. |
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Also in vielen Belangen (zB Anschluss Heizung) stelle ich mir das ziemlich holprig vor. Und vor allem, mit demselben Dämmstandard ist sowas doch niemals günstiger als ein konventionelles Haus... |
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Soweit ich bisher verstanden habe (bin selbst noch am Recherchieren), wird viel davon schon im Werk vorbereitet und die Module werden vor Ort nur noch verbunden. Wie reibungslos das wirklich funktioniert, würde mich aber auch interessieren – deshalb frage ich hier nach Erfahrungen. Für mich ist der Gedanke momentan vor allem wegen der Planbarkeit spannend. Und auch, weil man nicht gleich ein 160-200 m² Haus bauen „muss“, sondern z.B. mit 90–100 m² starten und später erweitern kann. Bei Freunden stehen teilweise Zimmer leer bis Kinder kommen, aber der Kredit läuft schon über die volle Größe. Und bei ein paar Bekannten (Egtl. bei allen!) ist während der Bauphase auch noch einiges teurer geworden. Bei den modularen Konzepten wirkt es zumindest so, als wäre mehr vorher fix kalkuliert. Aber vielleicht sehe ich das auch zu optimistisch – hat hier jemand tatsächlich schon modular gebaut oder geplant?“ |
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Gegenfrage, hast schon Angebote fürs Modulhaus? Wie soll man zB den Luftdichten Anschluss im Holzhaus machen, muss man dann die Fassade zurückbauen bei Erweiterung, muss man dann einzelne Fenster nachher wegschmeißen, hast dann einen 20m langen Gang... Fragen über Fragen. Bei Baukosten in der Größenordnung landet man heute leider schnell, vor allem wenn man nur begrenzt Eigenleistungen einbringen kann und noch dazu bei einem GU ausschreibt... |
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Vieles von der beschriebenen Koordination kannst du dir mit einem FTH FTH [Fertigteilhaus] sparen. Das kommt mit Fenstern, Dach, Fassade und ist dicht. Haben wir so gemacht, weil mich Details wie Fensterbänke oder Garagendach+Attika überfordert hätten. Innen mache ich jetzt dafür fast alles in Eigenleistung und wir sparen uns einen Haufen Geld. |
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Angebote (wie oben erwähnt) bekomme ich gerade erst, deshalb kann ich zum Preis noch nicht viel sagen. Für mich ist es aber logisch, dass der Bau eines Hauses in einer homogenen Umgebung, ohne große Anfahrten und Lieferungen von Unternehmern, ohne Wetterabhängigkeit etc. effiziente rund somit kostengünstiger läuft. Für mich geht es aber nicht daraum einen niedrig-utopischen m2 Preis zu bekommen, als mir Stress und Sorgen mit Banken und finanziellen Druck aufzuhalsen. Themen wie luftdichter Anschluss oder Erweiterung sind für mich auch noch offene Fragen – soweit ich bisher gelesen habe, hat jedes Modul seine eigene Dämm- und Luftdichtungsebene und die Module werden dann mit Dichtbändern/Membranen miteinander verbunden. Und ja, in der Größenordnung landet man, wenn man selbst weder die Zeit noch unbedingt das handwerkliche Können hat, viel mitzuwirken. Ich glaube, so geht es heute aber vielen Häuslbauern – Zeit und oft auch das handwerkliche Geschick fehlen einfach. Zeit auch deshalb, weil man ja parallel ganz normal arbeiten muss. 😉 |
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Das stimmt natürlich – wenn man vieles selbst machen kann, ist das ein riesiger Vorteil. Dann kann man wirklich viel Geld sparen. Aber das Privileg haben leider nicht viele. Zeit, handwerkliches Können und manchmal auch die passenden Helfer fehlen halt oft. 😉 |
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Du könntest da auch ein FTH FTH [Fertigteilhaus] beschreiben 🙂 Der finanzielle Vorteil ist auf jeden Fall da, er wird nur leider selten an die Endkunden weitergegeben. In meinen Augen ist der qualitative Unterschied aber relevant. Das ganze Haus in einer Halle zu bauen bedeutet, dass der ganze Prozess wie am Fließband funktioniert und Fehler weniger wahrscheinlich werden. |
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Ich habe bewusst ich geschrieben. Zu 90% arbeite ich alleine. Das handwerkliche Können wird ziemlich überschätzt. Die Handwerker kochen auch nur mit Wasser. Mit dem richtigen Werkzeug kann das jeder. Und Zeit habe ich für mich so gerechnet: Im Haus wohnen kostet pro Monat ungefähr 1000€ weniger als in der aktuellen Mietwohnung. Für jeden gesparten Tausender kann ich also ein Monat länger brauchen als die Professionisten. Wenn bei euch noch keine Kinder da sind, habt ihr fast sicher mehr Zeit als ich aktuell 😅 |
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Wo in NÖ plant ihr denn? & was habt ihr denn bisher kalkulieren lassen? Wir haben einen der "Standard"-Typen vom GU gerade anbieten lassen (W-NÖ) und sind bei knapp 160m2 schlüsselfertig inkl. Bodenplatte unter 500k (knapp unter 3k/m2) ist zwar keine Antwort auf deine Frage... aber ev würdet ihr ohne super speziellen Grundriss auch glücklich sein und hättet aber alles direkt fertig |
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Du schreibst: Die meisten Angebote liegen irgendwo bei 3.800–4.200 €/m² schlüsselfertig. Wenn man das auf unser geplantes Haus mit etwa 160 m² hochrechnet [...] Das heisst ihr habt ja noch gar keine detailierten Angebote eingeholt, oder? Wenn man zumindest teilweise Gewerke selbst koordiniert und vergibt anstatt GU kann man sicher einiges sparen. Gleiches bei der Ausstattung (Böden, Fliesen, Fenster, Armaturen, ...). Dass es ohne Küche, Aussenanlagen,... gar nicht unter 4000/m2 geht kann ich mir fast nicht vorstellen. Bin sowieso überhaupt kein Freund von diesen "pro m2" Formeln - also ob der Preis wirklich linear in der Wohnfläche skalieren würde...Aber ich meine unter 600-700k wirds wahrscheinlich trotzdem sehr sehr schwer wenn man nix selbst macht...ist halt teuer das Bauen... Ich kenne wen der einen Anbau mit so einem Container gemacht hat...mit den technischen Details kenne ich mich nicht aus...aber sieht halt aus wie ein Container. Die Idee mit dem evtl später anbauen wäre für mich auch nix. Erstens hat man (ist zumindest meine höchst-persönliche Erfahrung) nach dem Bauen auf absolut gar nichts weniger Lust als jemals in den nächsten 20 Jahren wieder zu Bauen. Den Stress bräuchte ich nicht wenn dann Kinder kommen wieder damit anzufangen. Wenn, dann lieber gleich später bauen. Und was ist wenn die Container Firma in der Zwischenzeit im Konkurs ist? Habt ihr schon das Grundstück? |
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Ich denke der größte Vorteil Eurer Idee ist, dass man vielleicht im Endeffekt garnicht so groß baut sondern drauf kommt dass man mit weit weniger Platz genauso glücklich oder sogar glücklicher ist. Ich kenne so ein Projekt, da hat man einen Würfel als Eingangsbereich mit auf der linken Seite den Wohnbereich mit einem Schlafzimmer Gästebad und einem Büro, Rechts ist einfach eine Türe nach draußen. Erweitert man das Haus, stellt man die weiteren Module mit zwei Zimmern und Bad dort hin und nimmt die Türe weg. Haustechnik sind Klimaanlagen und Wärmepumpen fürs Warmwasser. Da gibt's mehr Firmen als man Denkt für solche Projekte. Klar hat man Abstriche im Vergleich zu einem konventionellen Haus, aber ich fand die idee irgendwie nicht so verkehrt und auch spannend. Also ich persönlich würde die idee weiter verfolgen, muss ja nicht immer alles Standard sein. Ein Freund hat sich jetzt im Tullnerfeld ein Tiny House gekauft. Kam in einem Stück und was soll ich sagen, er hat auch alles was man braucht ... hat glaub ich 130k gezahlt und 20k fürs drum herum. Plan B, gut gebraucht kaufen. LG |
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Hallo michthaler26, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: EFH Angebote über 4.000€/m² – überlegen gerade umzudenken |
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Dann darfst aber auch nicht jammern, dass ein Haus so teuer ist, haben letztes Jahr angefangen und kommen inkl Küche und Erdarbeiten auf <3k am Quadratmeter, dann musst dir eine Wohnung kaufen, wennst eh nix selbst machen kannst kommt das langfristig sicher deutlich günstiger |
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In der Stadt ist so ein Phasenmodell unmöglich. Jahrelange Verfahren jedesmal und dann änderns dir zwischendurch die Vorschriften. Ausserdem in 10 Jahren wird wahrscheinlich eh wieder alles viel teuerer als jetzt plus Zinsen für die Zeit.. |
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Vielleicht ist dieses Baukastensystem interessant für euch: https://www.lukaslang.com/einfamilienhaeuser/ Ich hatte mehrmals Kontakt bezüglich Consulting für Haustechnikintegration, insbesondere Lüftung. |
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MM dazu. Selbst Modulhausbau, bri gleicher Qualität wird nicht günstiger am m2 sein wie ein konventionell gebautes Haus. Ihr werdet Abstriche machen müssen. Aber generell ist modulbau sehr interessant. Wichtig dabei. Schaut euch Wandaufbauten sehr gena an. Lasst euch die Daten geben und prüft diese im Ubakus nach |
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Großeltern haben das EG gebaut und irgendwann kam dann OG & DG, als es eng wurde. Die Küche war dafür immer winzig im Vergleich zum Rest... aber Wohnküche war damals out. Heute könnte man das Dach wahrscheinlich anheben und ein OG dazwischen schieben. Auch temporäre Wande sind viel einfacher (oder ein Kasten...) |
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Wir haben selbst eine zeit lang überlegt, ein Modulhaus zu bauen. vom qm-preis her liegen die bei sehr guten wandaufbauten über einem konventionell gebautem haus. 5000€/qm sind da gar keine seltenheit, wenn du auf wohnkomfort wert legst. viele modulhäuser sind nicht für die ganzjährige nutzung gedacht, zb: ferienwohnungen, personalwohnung etc. wir waren im sommer mal in einem modulhaus und die hitze war unerträglich, also wie schon beschrieben, gut auf den Wandaufbau achten. Ja, es ist extrem viel arbeit, gewerke zu koordinieren und genau deshalb bin ich so froh, wenn ich das jetzt mache und dann lange zeit nicht mehr, vielleicht nie mehr. was ich jetzt sehe, ist, dass man sich so wenig wie möglich von einem anbieter abhängig machen lassen sollte. manchmal melden sie sich einfach nicht mehr, sie haben vielleicht durch ihre eigene kalkulation ein minus auf der baustelle eingefahren, dann kommen sie auch nicht mehr gerne oder den modulhausanbieter gibt es in ein paar jahren nicht mehr. dann kannst du es unter umständen nicht einfach so erweitern. ich würde eher in eine andere richtung denken: was ist euch wichtig u was muss das haus alles nicht können. was muss ich nicht sofort haben u kann es nachrüsten. OG vielleicht erst später fertigstellen. teilbarkeit des gebäudes und eine andere nutzung mitdenken, zb OG abtrennen u später vermieten. vielleicht bringt ihr einen guten grundriss mit 140qm hin, bei dem alles untergebracht ist, was ihr euch erwartet. und abstriche sind beim hausbauen ja ganz normal. eigenleistung ist übrigens auch schön u nicht nur mühsam. und was man zu dieser zeit wahrscheinlich nicht hören mag, wertstabiler ist das konventionelle haus auch. man weiß nie, wie es kommt. |
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War bei uns in den 70/80ern üblich. Bei meinem Elternhaus war anfangs auch nur das EG bewohnbar, das OG kam dann erst gute 10 Jahre später dran. |
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Stimme hier christoph1703 absolut zu. Wir haben unser Haus belagsfertig bauen lassen, habe mir aber den Installateur und Elektriker selber ausgesucht. Bei diesen Gewerken kannst du sehr viel Geld sparen wenn du Arbeiten machst die zeitaufwendig sind aber nicht unbedingt kompliziert. Elektriker hat mir angezeichnet wo die Leitungen verlaufen sollen und ich habe die Mauern geschlitzt und die Schläuche verlegt. Auch der Installateur war über jede Arbeit froh die ich ihm abgenohmen habe, weil er eh wenig Zeit hatte. Ich habe mir auch einen Bodenleger organisiert der in den eher aufwendigen Bereichen den Parkett gelegt hat, habe ihm auf die Finger geschaut und Tipps geholt und die einfachen Räume habe ich dann selber gemacht. Fliesen habe ich komplett legen lassen, die waren so schnell und gut, dass ich mir das nicht antun wollte. Auch die Lüftungsanlage habe ich vom Leitwolf planen lassen und selber umgesetzt. Das waren alles Arbeiten die ich maximal zu zweit gemacht habe. Natürlich braucht man Einarbeitungszeit und ist nicht so schnell wie der Profi, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man öfters eine bessere Qualität abliefert als der Profi. Grundsätzlich halte ich von Angeboten wo mit m² Preisen gerechnet wird überhaupt nichts, weil das absoluter Unsinn ist. Such dir jemanden der das Bauprojekt als ganzes berechnet und nicht jemanden der m² * xy Preis rechnet. |
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