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Wasserenthärtung vs Zisterne

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  •  Blumenbau
19.2. - 24.2.2026
22 Antworten | 9 Autoren 22
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Liebe Forum,

Natürlich geht es ums Sparen! Was ist weniger notwendig oder was ist empfehlenswerter? Für ein ehrliches Feedback können wir uns nur an die Nutzer wenden, da Installateure und Marketing leider gar nicht helfen.
Ad Zisterne: Eine Zisterne war schon immer mein Wunsch. Es ist sinnvoll, Regenwasser wiederzuverwenden, anstatt es einfach versickern zu lassen. Aufgrund der geringen Kanaltiefe kommt bei uns jedoch nur ein sehr dünner 7,5 m³ Plastiktank der marktführenden deutschen Firma in Frage. Mit dem vorgeschlagenen System könnte man Regenwasser für WC-Spülen, Gartenbewässerung und Waschmaschine nutzen und so einen Beitrag zur Umwelt leisten. Das weiche Wasser schont außerdem die Waschmaschine. Es gibt jedoch auch negative Aspekte. Unabhängig davon, wie ansprechend das Marketing das Thema präsentiert, wirkt das Regenwasser in unserer Stadt aufgrund der Luftverunreinigung mir persönlich nicht besonders attraktiv. Außerdem ist dieses Modell des Tankes leider sowohl dünn als auch teuer. Man spart zwar Wassergebühren, aber bei einem Wasserpreis von 2 € pro m³ (Wasser und Kanal zusammen) amortisiert sich eine solche Anlage erst nach 30-40 Jahren – vielleicht. 

Ad Wasserenthärter, kurzer gesagt: Ja, das Wasser hier ist ziemlich hart (~ 16 °dH), und das merkt man auch. Das Marketing ist dabei auch top. Die Werbung suggeriert, dass man nach der Wasserenthärtung kein Wasser mehr bekommt, sondern ein wundersames Heilmittel, das alles pflegt und schont – und natürlich erlaubt unermessliche Kostenersparnis. Aber ist es wirklich so? Ist es notwendig? Und zählt sie sich irgendwann aus? 

Momentan tendieren wir zu:
1. Die Zisterne einzubauen, einfach weil sie unter dem Carport platziert werden soll und das heißt es soll entweder jetzt oder nie. 
2. Den Einbau des Enthärters zu verschieben, da er nicht unbedingt notwendig erscheint und später, falls nötig und die zusätzlichen ~ 5.000 € verfügbar sind, nachgerüstet werden kann.

Allerdings macht die Zisterne bei uns wie gesagt möglicherweise keinen Sinn, da sich die Investition von etwa 8.000 € wahrscheinlich nie auszahlen wird..

Liebe Grüße

  •  TobiK
  •   Silber-Award
20.2.2026  (#1)
Ich würde immer die Zisterne machen. Leider wird man in Ö für die Regenwassernutzung finanziell nicht motiviert, aus ökologischen Gründen würde ich das immer machen. Die 8.000EUR kommen mir zu hoch vor. Wir bauen für 8.000EUR drei Zisternen à ca. 8m3, allerdings zzgl. Hauswasserwerk (günstig bekommst du das um 500EUR, mit Trinkwassernachspeisung um ca. 1800EUR).

Den Enthärter kann man immer vorbereiten und günstig nachrüsten. Auch da kommen mir 5k viel zu viel vor - du bekommst schon was < 1.000EUR.

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  •  Blumenbau
20.2.2026  (#2)
Hallo @Tobik,
ja wir würden die Zisterne sehr gerne machen aber ist finanziell nicht wirklich sinnvoll, wie geschrieben.
Und es geht nicht um die Preise des Wassers, die sollen niedriger bleiben, aber wieso eine Plastikschachtel so viel kosten sollte, ist mir nicht klar. Die sind aber die Preise, die wir bekommen.


_aktuell/20260220795160.jpg

Bei Zisterne kommen ~2000€ für die Installation (Bagger, Sand, Verdichten, etc.) und MwSt.
Was für Zisterne bekommst du?


_aktuell/20260220390510.jpg


 


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
20.2.2026  (#3)
Schau mal bei https://www.dieregensammler.at/

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
20.2.2026  (#4)
Zisterne hat hald den Nachteil, wenn's lang nicht regnet, was in Zukunft wohl öfter der Fall sein wird, musst erst auf Leitungswasser umstellen und hast das harte Wasser 

Zisterne macht ökologisch durchaus Sinn, aber als Substitution für eine Enthärtung muss sie ausreichend dimensioniert werden, da machen 8k Liter wenig Sinn

Enthärtung kostet je nach Wassermenge 500-1500 € und paar Sack Salz im Jahr je nach Verbrauch

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  •  ds50
  •   Gold-Award
20.2.2026  (#5)
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man da entweder/oder sagt. Für mich ist beides wichtig, und ich hab nur gute 14°dH. Der Unterschied bei der Enthärtung ist ja auch in der Dusche sichtbar, oder bei den Rohrleitungen selber, oder beim Wasserkocher, Kaffeemaschine, usw. usf.

Ob man allerdings für die Enthärtung 5000€ ausgeben muss, wenn es ein 700€ Gerät prinzipiell auch tut, steht auf einem anderen Blatt.

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  •  Blumenbau
20.2.2026  (#6)
TobiK schrieb: Schau mal bei https://www.dieregensammler.at/
ich schaue das gerne mal, sehr gute Preise!
Ich muss aber Fragen ober die eine Lösung hat, die bei uns passt.


zitat..
Lu1994 schrieb: machen 8k Liter wenig Sinn

Wir haben auch nicht so viel Dachfläche, rund 150m2.


zitat..
Lu1994 schrieb: Enthärtung kostet je nach Wassermenge 500-1500 €

zitat..
ds50 schrieb: Ob man allerdings für die Enthärtung 5000€ ausgeben muss, wenn es ein 700€ Gerät prinzipiell auch tut, steht auf einem anderen Blatt.

Es scheint, als müsste ich mich wieder einen Monat lang mit dem Studium beschäftigen, um die optimale Lösung selbst zu finden, da die Kompetenz der Installateure zu wünschen übrig lässt. 😞
Ich lese gerade im Forum, was für Geräte empfehlenswert sind und warum.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
20.2.2026  (#7)
Es geht weniger um die Dachfläche, als das Speichervolumen, wenn's mal ordentlich ein paar Tage regnet bekommst mit 150qm schon jeden Tank voll und kannst eher Trockenphasen überbrücken, außer du gießt dann exzessiv den Garten

Bzgl Enthärtung kann ich nur Aqmos empfehlen, einfach zu installieren und billig

-Preis und Infos zum genannten Produkt: Aqmos R2D2-72Anzeige
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  •  seebser
  •   Bronze-Award
21.2.2026  (#8)
Was hat  die Kanaltiefe mit der Größe der Zisterne zu tun?
Unter flach verstehst du oberflächennah?
Das ist eigentlich sogar positiv für die Größe. 

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  •  Akani
21.2.2026  (#9)
Wie sind den bei euch die Gegebenheiten wenn es so eine spezielle Zisterne sein soll?
Wie ist das GW? Darf hier entzogen werden?
Wir haben statt Zisterne eben wegen langer Trockenphasen, wo die Nachbarn längst wieder aus der Leitung Garten Gießen, eine Brunnen gebohrt.  
Kosten waren nicht höher als eine Zistern und der Brunnen schafft locker 6m3/h dauerleistung

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  •  Blumenbau
21.2.2026  (#10)
Cool!
Brunnen sind leider nicht erlaubt.

Die Zisterne wären zwei, da eine kleine 3 m³ verpflichtend als Retenzionsanlage ist. Es könnte dann eine 10 m³ sein, die Retention und Wassernutzung kombiniert, aber falls Rückstau (Kanalsohle 3 m tief) wird, dann alles kontaminiert, also kommen eventuell zwei getrennte Zisterne in Frage. Wegen Platz wäre 3 m³ + 7,5 m³ möglich.
GW bleibt 20 Meter tief im Lehm. Aufgrund der lehmigen Beschaffenheit besteht jedoch die Möglichkeit von Hangwasser. Daher kommen (soweit uns erklärt wurde) nur diese speziellen Modelle in Frage, die nicht schwimmen sollen.


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
22.2.2026  (#11)
Im Hang würde ich immer eine Beton-Zisterne nehmen. Die ist eh günstiger.

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  •  Akani
22.2.2026  (#12)
Ich dachte wegen Fels sind die speziell flach und aus Kunststoff.
Dann eh Betonzisterne, was soll da im Hang passieren? Kennen deine Gegebenheiten ja auch nicht. Hast evtl Pläne mit Draufsicht und Geländeverlauf

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  •  tekov
22.2.2026  (#13)
Grundsätzlich, wenn man WC's und Waschmaschine mit Regenwasser betreibt,muss die Kanal Gebühren trotzdem bezahlen.

Ich habe ca. 10m³ Nutzbare Zisterne, HWA im Keller mit Edelstahl Filtersystem (Korb und Filtersäcke) die muss ich dementsprechend tauschen muss, dafür ist das Wasser glasklar, hat null Geruch und ich habe nirgends Probleme mit Ablagerungen.
Das ganze ist 16 Jahre in Betrieb, 1 mal jährlich reinige ich die Zisterne, wenn sowieso wenig Wasser drinnen ist.

Finanziell muss man sich das sicher ansehen, aber wenn man danach geht, wäre es vernünftiger kein Haus zu bauen 😁



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  •  Blumenbau
23.2.2026  (#14)

zitat..
tekov schrieb: WC's und Waschmaschine mit Regenwasser betreibt,muss die Kanal Gebühren trotzdem bezahlen.

Landesabhängig vielleicht. Bei uns gibt es nur ein Wasserzähler, wie soll man Gebühren für Wasser die aus dem Dach kommt zahlen?


zitat..
tekov schrieb: dafür ist das Wasser glasklar

In Stadt oder am Land?


zitat..
tekov schrieb: Finanziell muss man sich das sicher ansehen, aber wenn man danach geht, wäre es vernünftiger kein Haus zu bauen 😁

Wir bedauern dies bereits 🤣


@Akani Ich schicke dir abends ein PN


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
23.2.2026  (#15)

zitat..
Blumenbau schrieb: Landesabhängig vielleicht. Bei uns gibt es nur ein Wasserzähler, wie soll man Gebühren für Wasser die aus dem Dach kommt zahlen?

In Ö werden Kanalgebühren i.d.R. nach der Grundfläche berechnet, in D zahlt man die Kanalgebühren nach Frischwasserverbrauch bzw. den Regenwasserkanal nach Fläche und kann einen geeichten Zwischenzähler am Hauswasserwerk installieren. Den Verbrauch dort kann man bei der Kanalgebühr abziehen (was viel ausmacht, da Abwasserkanal ein Vielfaches der Wasserkosten ausmacht). 

Unsere Gemeinde in NÖ fördert Regenwasserzisternen mit 100-150EUR/m3, vielleicht gibts sowas bei euch auch.


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  •  tekov
23.2.2026  (#16)

zitat..
Blumenbau schrieb:

Landesabhängig vielleicht. Bei uns gibt es nur ein Wasserzähler, wie soll man Gebühren für Wasser die aus dem Dach kommt zahlen?

───────────────

In Stadt oder am Land?

Das dürfte imho überall so sein, man belastet die Kläranlage ja genauso, das Wasser bezahlt ja aus der Zisterne nicht, der Kanal wird trotzdem verrechnet.

Eigener Zähler, ich würde da definitiv mit der Gemeinde / Stadt / BH oder sonstigen vorher reden, sonst kann's Ärger geben.

Am Land 🙂




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  •  tekov
23.2.2026  (#17)

zitat..
TobiK schrieb:

In Ö werden Kanalgebühren i.d.R. nach der Grundfläche berechnet,

Die Anschlussgebühren gehen nach der verbauten Fläche, ich kann mir schwer vorstellen das ein Reinhalte Verband o.ä. auf eine pauschale für die Kanal Gebühren einlässt.

Bei uns ist Verbrauch Wasser in m³ = Kanal Gebühr je m³


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  •  Msgruber
  •   Bronze-Award
23.2.2026  (#18)
Bei uns setzt sich die Kanalgebühr aus einer Pauschale für den Haushalt + Pauschale pro Person die darin wohnt zusammen.
Leider fließt die der Ortswasserleitung entnommene Wassermenge nicht in die Berechnung mit ein. Kenne aber die Berechnung der laufenden Kanalgebühren aus anderen Gemeinden even auch anders


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
23.2.2026  (#19)

zitat..
tekov schrieb: Bei uns ist Verbrauch Wasser in m³ = Kanal Gebühr je m³

Bei uns leider nicht (NÖ westlich Wien). Da zahlt man nach verbauter Fläche und Anzahl der Geschosse eine pauschale Kanalnutzungsgebühr. Für Regenwasser würde dann nochmal 10% on top kommen, wenn es denn einen RW-Kanal gäbe.


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  •  BungalowImGruen
  •   Bronze-Award
24.2.2026  (#20)

zitat..
Msgruber schrieb: Bei uns setzt sich die Kanalgebühr aus einer Pauschale für den Haushalt + Pauschale pro Person die darin wohnt zusammen.

Ist bei uns (SO-Stmk) auch so.


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  •  Blumenbau
24.2.2026  (#21)
Wasser:
wir zahlen fix Infrastruktur & Miete Wasserzähler + Preis pro m3
https://www.linzag.at/media/dokumente/wasser_2/wassertarife.pdf

Abwasser:
fix pro m2 (wieso?!?!) & Pro Klo
variabel pro Wasser m3.
Theoretisch könnte man das Wasser, das nicht in den Kanal fließt, beispielsweise für die Gartenbewässerung, messen und so etwas sparen. Eine Zisterne erledigt dies automatisch und ist eigentlich effizienter, da auch der Verbrauch von WC und Waschmaschine nicht berücksichtigt wird. Allerdings sind die Gebühren bei uns bisher relativ niedrig, nämlich 0,61 € pro Kubikmeter. 
https://www.linzag.at/portal/de/privatkunden/zuhause/abwasser_1/preise___tarife_1
Die Variabelkomponente ist beispielsweise in Wien viermal höher. (Quelle: https://www.wien.gv.at/pdf/wienkanal/sgb-v-entgelte.pdf)


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