Wieviel konstruktive Beschattung ist sinnvoll
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Wir hatten vorher keinen Dachüberstand und direkte Sonne auf den Fenstern (Allerdings alte). Das Licht war schon schön, aber durch oft geschlossene Außenjalousien erst wieder dämmrig. Jetzt im neuen Haus mit Dachüberstand, Wenig Dämmung da alt, aber Fenster neu. OG-Fenster sind im Sommer im Schatten. Keine Jalousien mehr nötig. Finde ich schon angenehm. Außerdem kann man die Fenster auch öffnen wenn es leicht regnet. Fassade und Fensterbretter bleiben ebenfalls öfter trocken. Plus großer Laubbaum der auch im EG etwas Schatten am Vormittag bringt. Finde das schon sehr angenehm. Obwohl die 3-fach verglasten Fenster schon sehr viel Hitze abhalten. |
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Wir haben noch keine Erfahrung damit, da gerade erst gebaut wird, aber das ist aus meiner Sicht schon ein wichtiger Bestandteil des gesamten bauphysikalischen Konzepts: ![]() Dachüberstand im EG südlich ist ca. 2,3m, westlich ca. 0,95m. Wie viel Dachüberstand habt ihr? |
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Auf der Terrasse obligatorisch aber für alles andere gibt es heutzutage WP WP [Wärmepumpe] Kühlung über BKA BKA [Betonkernaktivierung] oder eben Aktive Kühling über Split Klima und PV die auch entfeuchtet. Wenn die Hütte und die Luft mal durcherwärmt ist, gehts nur mehr so. Also unbedingt eine konstruktive Verschattung überall in die Architektur einzubinden (um ein wenig die Überhitzung zu minimieren), wird dir dann teurer kommen als die obigen Punkte. Auskragungen sind natürlich komplex und thermisch aufwendiger aber eine fixe, massive Überdachung schlägt natürlich alles über Längen. Wir hatten eine Auskragung + Segel, welches aber dann im Endeffekt einer Überdachung gewichen ist= ein Wohnraum im Sommer mehr und im Winter trotzdem genügend Licht durch die vorab Simulation. Innen wird mit Split Klima gekühlt bzw entfeuchtet. https://www.energiesparhaus.at/forum-leichtbau-pergola-ueberdachung/70458 auf der Terrasse sind dann auch Lamellen zur Lichtlenkung dazugekommen. https://www.energiesparhaus.at/forum-lamellen-saeulen-als-optisches-fassaden-element-welcher-werkstoff/68274 |
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Ich kann nur dazu etwas sagen: Nach Westen haben wir ein sehr großes, bodentiefes Fenster und keinerlei konstruktive Verschattung. Im Winter wird hier der Wohnraum miterwärmt über die Sonne, was sehr angenehme ist. Wenn die Sonne stark scheint, ists aber auch im Winter zu viel. Im Sommer ab dem Nachmittag muss man die Raffstores runter. Das Gute: Man sieht ja trotzdem raus, auch wenn Raffstores unten sind, solange diese nicht komplett zugemacht sind und das ist erst nötig, wenn das Sonnenlicht flacher einfällt, im Sommer also erst am späteren Nachmittag. Richtung Süden ist unsere Terrasse, dort haben wir 3m Überstand durch das OG. Im Winter fällt durch den flachen Sonnenstand trotzdem Sonne ins Esszimmer, im Sommer garnicht, es wirkt dadurch aber keinesfalls "zu dunkel", diese Befürchtung hatten wir anfangs bei so viel Überstand, ist aber nicht der Fall. Meine persönliches Conclusio: Wenn einem das von der Architektur her gefällt, kann man sicher eine Überstand machen. Vor der Sonne schützen tut er aber nicht, sobald das Licht etwas schräger einfällt, auch nicht wenn du 2m Überstand machst. Du benötigst also sowieso eine Verschattung bei den Fenstern, ich würde wieder Raffstores nehmen, weil man diese nach unten fahren kann und trotzdem noch raus sieht. Dass Verschattung alleine im Sommer ausreichend ist, ist leider nicht der Fall, deshalb haben wir voriges Jahr eine Klimaanlage im EG und OG nachgerüstet. Diese würde ich auf jeden Fall auch gleich einplanen, also jedenfalls die Verrohrung für den Kondensatablauf, sodass man diese später einfach nachrüsten kann. Zum Thema aktive od. passive Kühlung via BKA BKA [Betonkernaktivierung], Erdwäreme usw. gibts hier aber eh schon viele Threads. |
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Ja, bei 20-35°C Lufttemperatur über Tage/Wochen heizt sich das Haus auch indirekt auf. Also Kühlung wird sicher übrrall ein Thema. Aber durch Beschattung möglichst mit Abstand nimmt man schon viel extra Hitze raus. Ein großer Baum lässt sich halt nicht einfach hinstellen. Bei uns ist der leider auch am öffentlichen Nachbargrund. Wir hoffen der hält noch lange durch. 1m, aber die Dachunterkante endet knapp über der Fensterhöhe. Die Fenster gehen auch nicht bis zum Boden. Altes Haus. Der Boden kann sich halt aufheizen und du hast einen riesen Wärmespeicher, der die ganze Nacht glüht. Das hatten die Großeltern auch. (Allerdings auch ur-alt Glasfront usw...) |
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Das stimm sicher für die Häfte der Terrasse, gerade im Sommer so die Sonne hoch steht wird die Hälfte näher zur Hebeschiebetür (Eingang in den Wohn/Essbereic) von der Sonne aber garnicht erreicht. Sozusagen eine konstruktive Verschattung ;) Das funktioniert natürlich nur nach Süden, weil die Sonne im Süden ja am höchsten steht, also hier bringt konstruktive Verschattung am meisten. Gegen Westen hin wenig weil da die Sonne am Nachmittag tiefer steht und soweiso reinscheint auch bei viel konstruktiver Verschattung. Deshalb ja mein Hinweis, dass man auf jeden Fall auch Raffstores (oder eine andere Form der Verschattung) am Fenster bracht, speziell wenn die Fenster nach Westen sind. |
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Oder man hat dort Bäume. Also im Westen. Klar kannst das auch mit Raffs machen. Finde Bäume persönlich fast am schönsten gegen die tiefstehende Sonne die blendet. Wir haben auch eine Südwest-Terrasse. Jedoch mit einer 4m Überdachung. Nach Süden haben wir mit unserem 1,5m Dachvorsprung das recht gut abgedeckt. Im Winter kommt sie aber genau dort im Giebelbereich rein in den Wohnraum. Im Sommer bleibt sie durch die 1,5 Vorsprung draußen. Und nein, wir haben keinerlei Raffs im Haus verbaut, trotz riesiger Glasflächen. Wir haben das konstruktiv gelöst und bei einem Südfenster mit 'Schiebeladen'. Was die Helligkeit betrifft: Nur weil ihr eine große Überdachung habt, bedeutet das nicht automatisch das man wie in einer Höhle im Dunkeln sitzt. Außer man hat kleine Fenster. Bei großen Fensterflächen ist es gefühlt nie 'dunkel'. Selbst an drüben Tagen. |
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Giebel liegt Richtung Süden. Mit 'Offener' Verschattung. Mit 'geschlossener' Verschattung. Durch die 6,5m lange Glasfront nach Westen auf die Terrasse, fühlt es sich trotz geschlossener Verschattung nicht beengt und eingeschlossen im inneren an. Es bietet eher sogar noch einen zusätzlichen Sichtschutz von der Straße aus gesehen bis wir dort Hecke und Zaun das Thema lösen. |
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