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Hinterlüftete Holz-Fassade - Wind-Probleme?

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
15.1. - 16.1.2026
10 Antworten | 8 Autoren 10
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Guten Morgen,

wir sind gerade in der Finalisierung und Beauftragung der Zimmerei und planen eine hinterlüftete Fassade (geschlossen). Der Planer hat das Thema Winddichtheit angebracht und sagte, dass bei einem Aufbau mit z.B. Egger DHF es insbesondere bei den Anschlüssen zu Windundichtheiten kommen kann und da auch die Dampfbremse nicht hilft. Daher wäre die Empfehlung, die Fassade zu verputzen und dann zusätzlich die Holzfassade zu montieren. Er sagte, dass er bereits einige Projekte hatte, bei denen es ohne Putz später zu Windzug gekommen ist.

Ich habe das zum ersten Mal gehört und war etwas verwundert. Ich wäre davon ausgegangen, dass eine Holzfaserweichplatte wie Egger DHF + entsprechende Verklebung der Anschlüsse für Winddichtheit sorgt. Ist das nicht so und habt ihr hier Erfahrungswerte?

Der geplante Aufbau wäre:

_aktuell/20260115163554.png

Danke & LG,
Tobi

  •  PhilippG
  •   Bronze-Award
15.1.2026  (#1)
Falls das durch BD Test bestimmt werden kann: Dann habe zumindest ich definitiv keine Probleme damit (auch hinterlüftete geschlossene fassade und egger DHF und n50<0,15). kenne andere bauherren mit exakt demselben aufbau und mindestens genauso gutem BD test.

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  •  christoph1703
15.1.2026  (#2)

zitat..
PhilippG schrieb: Falls das durch BD Test bestimmt werden kann

Nein, der prüft die luftdichte Ebene (also Dampfbremse oder Innenputz). Die winddichte Ebene verhindert, dass der Wind kalte Luft durch die Dämmung drückt und diese dadurch ineffektiv wird. Deshalb müssen auch außen alle Anschlüsse abgeklebt (bzw beim Ziegelmassivhaus verputzt) werden.


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  •  PhilippG
  •   Bronze-Award
15.1.2026  (#3)
ja gut die anschlüsse werden natürlich abgeklebt und lt Egger HP kann das als winddichte Ebene verwendet werden....windzug habe ich bis jetzt keinen bemerkt (Thermographie auch gut)...

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  •  bautech
  •   Gold-Award
15.1.2026  (#4)
Hat die DHF Nut und Feder?
Wäre flächig beim Verkleben schon etwas beruhigend...
Die Anschlüsse oben / unten sollten wirklich gut durchdacht sein, für solche Eigenkonstrukte kannst quasi alle Anschlussdetails mit den vorgekauten Standards gegenprüfen und eventuell neu erfinden...

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  •  PhilippG
  •   Bronze-Award
15.1.2026  (#5)

zitat..
bautech schrieb:

Hat die DHF Nut und Feder?
Wäre flächig beim Verkleben schon etwas beruhigend...
Die Anschlüsse oben / unten sollten wirklich gut durchdacht sein, für solche Eigenkonstrukte kannst quasi alle Anschlussdetails mit den vorgekauten Standards gegenprüfen und eventuell neu erfinden...

Auf der Egger HP steht "Mit dem dicht schließenden Nut-Federprofil ist die Plattenebene ohne zusätzliche Maßnahmen winddicht". Ich kenn mich ja nicht so gut aus aber mir scheint das ziemlich Standard zu sein und bin daher etwas skeptisch bzgl der Aussage, dass man hier Probleme mit Winddichtheit haben soll. Vielleicht war es in den betroffenen Fällen einfach nicht ordentlich gemacht und/oder es gab noch andere Themen? 

Und würde Verputzen nicht den diffusionsoffenen Wandaufbau zerstören (Achtung: gefährliches Halbwissen!)?

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
15.1.2026  (#6)
Bevor du da verputzt kannst du auch eine zusätzliche Winddichtfolie auf der außeren Holzplatte anbringen, das ist sicher billiger und auch in Eigenregie machbar, halte ich aber für unnötig, wenn sie ordentlich abgeklebt ist:




Ich hätte noch 2 Empfehlungen beim Aufbau:
1. die innere OSB-Platte dicker machen, hier bringt Masse etwas (sommerlicher Hitzeschutz und Schallschutz), zumindest 22mm, 2x15mm auch denkbar.
2. vor der Dampfbremse (in der Installationsebene) 4cm Dämmung einbringen, das bringt noch mehr Dämmung (Stege entschärft) und eine Verbesserung beim sommerlichen Hitzeschutz (Tiefpass 2. Ordnung emoji ). Mit ubakus nochmal prüfen, sollte aber gut sein.

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  •  bluefox
  •   Bronze-Award
16.1.2026  (#7)
Wir bauen gerade an einer hinterlüfteten Holz-Fassade mit Egger DHF. Die Platten haben eine Nut und Feder und können daher dicht gestoßen werden. Die stumpfen Stöße, Ecken, Anschlüsse etc. haben wir so wie im oben gezeigten Video sauber abgeklebt.

Zum Wandaufbau - kennst du Stegträger (https://www.steico.com/de/produkte/konstruktion/stegtraeger/steicojoist)? Wir haben bei unserer Dämmung das System adaptiert und so die Stege noch etwas entschärft.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
16.1.2026  (#8)
Wir haben eine Fassadenbahn verwendet, bei Kabeldurchlässen habe ich alukaschierte Manschetten verwendet.
Bei einer geschlossenen Fassade würde ich auf die Folie verzichten, von mir aus Stöße und Anschlüsse abkleben und eben die Kabel mit den Manschetten abdichten, und fertig.

Wenn es eine offene Holzfassade ist, würde ich eine komplette Fassadenbahn machen.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
16.1.2026  (#9)
Danke für eure Tipps! Dann werde ich das mit der Zimmerei besprechen. Konnte mir nicht vorstellen, dass ein Produkt, das am Markt etabliert ist, etwas verspricht (Winddichtheit), was dann nicht funktioniert. Das scheinen dann ja Ausführungsfehler gewesen zu sein.

zitat..
bluefox schrieb: Zum Wandaufbau - kennst du Stegträger (https://www.steico.com/de/produkte/konstruktion/stegtraeger/steicojoist)? Wir haben bei unserer Dämmung das System adaptiert und so die Stege noch etwas entschärft.

Nein, das kannte ich noch nicht. Schaut interessant aus - ich möchte die Zimmerei jetzt aber auch nicht mit noch mehr Änderungen überfordern. Der Wandaufbau von oben ist ja auch auf Dataholz zertifiziert und scheint gängig zu sein.


zitat..
MalcolmX schrieb:
Bei einer geschlossenen Fassade würde ich auf die Folie verzichten, von mir aus Stöße und Anschlüsse abkleben und eben die Kabel mit den Manschetten abdichten, und fertig.

Passt, danke dir. Es wird eine geschlossene Fassade.




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  •  precision
  •   Bronze-Award
16.1.2026  (#10)
Wir haben eine offene Holzfassade mit Fassadenbahn. Das funktioniert tadellos.

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