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Wärmepumpe fertig mit WW – wohin geht die Restwärme? teilen

15.9.2026     2 Antworten    2 Autoren 2 2026-09-15T07:47:19+02:00
  •  alexKNX
15.09.2026
2
Hallo zusammen,
ich möchte eine Beobachtung und eine Frage zur Diskussion stellen, die nicht direkt mit der üblichen Taktungsdiskussion zusammenhängt.
Bei meiner M-TEC WPS-618 mit getrenntem Puffer für Warmwasser und FBH FBH [Fußbodenheizung] interessiert mich der Ablauf nach Beendigung einer Warmwasserladung.
Da eine Wärmepumpe sowohl Warmwasserbereitung als auch Niedertemperatur-Heizbetrieb bedienen muss, entstehen unterschiedliche Anforderungen an die Leistungsabgabe. Meine Frage betrifft aber nicht die Verdichterstarts, sondern die Nutzung der bereits vorhandenen Wärme nach Ende einer WW WW [Warmwasser]-Ladung.
Bei meiner Anlage läuft der Ablauf nach einer WW WW [Warmwasser]-Bereitung aktuell so:
  • Die Warmwasser-Solltemperatur bzw. Cut-Temperatur wird erreicht.
  • Der Verdichter stoppt.
  • Kurz danach beginnt das 3-Wege-Umschaltventil vom Warmwasser-Kreis Richtung Heizbetrieb zu fahren.
  • Der Stellmotor benötigt bei meiner Anlage ungefähr 15 Sekunden für den Umschaltvorgang.
  • Die Umwälzpumpe läuft anschließend noch weiter.
  • Damit stellt sich für mich die Frage:
    Wäre es nicht sinnvoll, das Umschaltventil noch für eine konfigurierbare Zeit im Warmwasser-Kreis zu belassen, um die Restwärme aus Wärmetauscher und Primärkreis noch in den Warmwasserpuffer zu übertragen?
    Nach dem Verdichterstopp ist weiterhin eine relevante Wärmemenge im System vorhanden. Diese wird aktuell durch die Umschaltung des Ventils nicht mehr dem WW WW [Warmwasser]-Puffer, sondern dem FBH FBH [Fußbodenheizung]-Kreis zugeführt.
    Während der Heizperiode ist diese Wärmeabgabe in den FBH FBH [Fußbodenheizung]-Kreis unproblematisch. Im Sommer ist sie jedoch kontraproduktiv, da ich auch passive Kühlung nutze.
    Mir geht es dabei ausdrücklich nicht darum, den Verdichter länger laufen zu lassen oder die Taktung zu beeinflussen. Es geht ausschließlich um die Nutzung der bereits vorhandenen thermischen Energie nach Abschluss der WW WW [Warmwasser]-Ladung.
    Meine Anlage:
    • M-TEC WPS-618
    • KEBA/KeEnergy-Regelung
    • getrennte Puffer für WW WW [Warmwasser] und FBH FBH [Fußbodenheizung], passive Kühlung vorhanden
    • Zugriff auf interne Variablen über HTTP vorhanden
    Ich habe bereits nach entsprechenden Möglichkeiten gesucht:
    • M-TEC-Dokumentation
    • KEBA/KeEnergy-Unterlagen
    • HTTP-Strukturen (APPL.CtrlAppl.sParam)
    • Modbus-Variablenlisten
    Bisher habe ich keinen dokumentierten Parameter gefunden, der die Umschaltsequenz des WW WW [Warmwasser]-/FBH-Ventils beeinflusst.
    Daher meine Frage:
    Kennt jemand die interne Regelungslogik der KEBA/KeEnergy-Steuerung oder hat bereits einen Parameter gefunden, mit dem die Verzögerung der WW WW [Warmwasser]→FBH-Umschaltung beeinflusst werden kann?
    Alternativ: Hat jemand bei einer anderen Wärmepumpe mit ähnlicher Hydraulik eine solche Nachlaufstrategie umgesetzt?
    Viele Grüße
    Alex

    •  wuschi
    •   Bronze-Award
    15.9.2026 7:09  (#1)
    Da gibts halt viele grundsätzlich Probleme in der Praxis. 
    1) funktioniert schlecht, weil wenig Temperaturgefälle zwischen verdichter und ww-wärmetauscher besteht
    2) funktioniert überhaupt nicht mehr, wenn in der nachlaufzeit warmwasser bezogen wird. Dann zieht man ggf. sogar den ganzen Speicher runter, wenn die UWP läuft

    Aber wenn es nur darum geht, dass bei der passivkühlung keine wärmeeintrag entsteht, wäre es eventuell sinnvoll zu warten bis die paar liter abgekühlt sind. Aber selbst da bezweifle ich den Nutzen, denn das haus "heizt" während dieser zeit ja auch das stehende wasser in den kühlflächen.
    Aber wenn du es genau wissen willst, mach halt eine thermische energiebilanz 

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    •  ds50
    •   Gold-Award
    15.9.2026 7:47  (#2)
    Milchmädchenrechnung: Bei 10l/min sind es in 15 Sekunden 2,5l. Wenn 2,5l Wasser auf 50°C aufgeheizt sind, dann sind das verglichen zu 20°C 87Wh, oder auch 0,087kWh. Dafür läuft meine passive Kühlung bei 1,5kW Dauerabgabeleistung ca 200 Sekunden, also vielleicht 3-4 Minuten 
    --> komplett egal. Ich verbuche das als "Einschwingverluste", und selbst wenn das eine halbe Stunde dauern sollte, wäre das bei 22h Laufzeit immer noch komplett egal.

    Wenn du dein System wirklich effizienter bekommen willst, dann würde ich viel eher den Puffer für die Heizung rausschmeißen und alle Heizkreise direkt anfahren (natürlich ohne ERR ERR [Einzelraumregelung]). Da ist bedeutend mehr zu holen.

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