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Vorlauftemperatur bei Ölheizung absenken – Praxistest für spätere Wärm teilen

12.9.2026     3 Antworten    3 Autoren 3 2026-09-12T18:03:03+02:00
  •  Willwissen
12.09.2026
3
Hallo zusammen,
wir überlegen, unsere bestehende Ölheizung mittelfristig durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zu ersetzen. Bevor ich mich aber auf irgendwelche Berechnungen oder Aussagen eines Installateurs verlasse, möchte ich diesen Winter einmal ganz praktisch testen, mit welcher Vorlauftemperatur unser Haus tatsächlich auskommt.
Ein paar Eckdaten:
  • Doppelhaushälfte, ca. 150 m² Wohnfläche plus Keller
  • bestehende Ölheizung, Hoval aus Ende der 90er
  • Ölverbrauch ca. 1.800 Liter/Jahr
  • Normaußentemperatur bei uns –12,3 °C
  • Heizkörper Typ 22 aber relativ groß dimensioniert
  • keine Fußbodenheizung
  • im Wohnzimmer steht zusätzlich ein Holzofen, der an wirklich kalten Tagen auch später zur Verfügung stehen würde
Mein Plan wäre, bei der bestehenden Heizung zunächst die maximale Vorlauftemperatur auf 55 °C zu begrenzen und dann schrittweise weiter herunterzugehen, z. B. auf 50 °C, 45 °C und eventuell noch tiefer.
Dabei würde ich Außentemperatur, tatsächliche Vorlauftemperatur und die erreichten Raumtemperaturen beobachten und dokumentieren. Interessant wird es natürlich erst, wenn es draußen wirklich kalt wird.
Was meint ihr zu diesem Vorgehen?
Vor allem würde mich interessieren:
  • Ist so ein Test mit der bestehenden Ölheizung aus eurer Sicht aussagekräftig?
  • Sollte ich besser die maximale Vorlauftemperatur begrenzen oder hauptsächlich über die Heizkurve arbeiten?
  • Thermostatventile während des Tests ganz öffnen und Nachtabsenkung möglichst vermeiden?
  • Wie lange würdet ihr eine Einstellung testen, bevor ihr weiter heruntergeht?
  • Ab welcher Vorlauftemperatur bei NAT würdet ihr sagen: Das schaut für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe schon vernünftig aus?
Und falls sich im Winter beispielsweise herausstellt, dass das Haus auch bei niedrigen Außentemperaturen mit 45–50 °C Vorlauf gut warm wird: Welche Wärmepumpen bzw. Hersteller würdet ihr für so einen Bestand aktuell näher anschauen?
Mir geht es vorerst weniger darum, sofort ein konkretes Gerät auszuwählen. Ich möchte zuerst herausfinden, was das Haus und die vorhandenen Heizkörper tatsächlich brauchen. Wenn sich dabei herausstellt, dass nur ein oder zwei Heizkörper zu klein sind, wäre ein Tausch dieser Heizkörper natürlich auch eine Option.
Der Holzofen soll übrigens nicht dazu dienen, den Test schönzurechnen. Bei normalen Wintertemperaturen möchte ich sehen, ob es ohne ihn funktioniert. Bei den wenigen wirklich extrem kalten Tagen wäre er aber später durchaus als Unterstützung vorhanden.
Bin gespannt auf eure Erfahrungen – vielleicht hat ja jemand genau so einen Test vor dem Umstieg von Öl oder Gas auf Wärmepumpe gemacht.
DANKE!!

  •  Berndi
  •   Silber-Award
12.9.2026 16:39  (#1)
Also ich kann dich beruhigen.
Ich kam vom Gas, und meine NAT liegt bei -13,1°C. Sonst ziemlich selbe Ausgangssituation.  Außer vielleicht, unser Haus ist aus Mitte der 90er, aus 38s-Ziegel und 5cm Außendämmung.
Unsere VLT liegt nun bei max. 45°, haben wir aber auch im vergangenem, kalten, Winter nicht benötigt. Wichtig dabei ist, den Durchfluss des Heizungswassers so hoch wie möglich zu wählen. So kommt auch trotz niedriger VLT genügend Energie ins Haus. Und ja, alle Thermostate ganz öffnen und einen thermischen Abgleich solltest du noch machen. Am Besten noch im kommenden Winter damit beginnen.

 Aber ich habe auch den unseren letzten Gas-Winter mit max. 50° VLT verbracht. Hat alles gepasst. Hatten damit nur 14000 anstatt der üblichen 22000 kWh verbraucht.
Unsere angestrebte Raumtemperatur liegt übrigens bei 22°.

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  •  IngoSE
12.9.2026 16:41  (#2)
Alle ERR ERR [Einzelraumregelung] offen UND den hydr. (therm.) Abgleich dabei nicht vernachlässigen.
Manche Ventile sind dafür geeignet, bzw. nachrüstbar. Ggf. kann man auch die
Thermostate gegen Handräder austauschen und dort die Drosselung einstellen.
In Eigenregie lassen sich mit IR-Therometer die Temperaturunterschiede der
VL/RL erfassen und mit Geduld die HK auf ein gemeinsames Delta einregeln.
Das bedeutet viel Laufarbeit und die Berücksichtigung der Heizkurve, des
anlageseitigen VL VL [Vorlauf]/RL und die Erfassung / Justage des Volumenstromes.

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  •  Ebe95
12.9.2026 18:03  (#3)
Wenn du mittelfristig eine Wärmepumpe willst würde ich auch gleich noch in einen Wärmemengenzähler investieren, das Optimum wäre es wie Balu88 das umgesetzt hat, dann weißt du wie groß deine Wärmepumpe sein muss.

https://www.energiesparhaus.at/forum-suche-waermemengenzaehler/68966

Gibt zur Auswertung auch günstigere Alternativen als Loxone, zb von smart-maic.

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