Überdruck Wohnraumlüftung
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Die unterschiedlichen Drücke entstehen vermutlich durch die Filter. Bei Zu & Abluft ist jeweils ein F7 filter verbaut. Aber bei jedem Abluftventil sitzt nochmal ein G4 Filter. |
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Ich habe das ausgerechnet: Eine Differenz von 7 m³/h bezogen auf ein Gebäudevolumen von angenommenen 400 m³ und einem n50-Wert (Luftstrom bei 50 Pa Druckdifferenz) von 0,6/h ergibt überschlägig einen Überdruck von 0,2 Pa. Eine minimale Windgeschwindigkeit von 1 m/s = 3,6 km/h erzeugt am Gebäude einen Staudruck von 0,7 Pa. Du musst dir also keine Sorgen machen, der Winddruck und die Thermik durch den Temperaturunterschied zwischen innen und außen erzeugen deutlich höhere Druckunterschiede im Gebäude. Außerdem ist nicht gesagt, dass die angezeigten Werte stimmen. Die Messunsicherheit der Volumenstrommessung liegt bestenfalls bei +/-5% Der Strömungswiderstand = Druckverlust der Abluft-Fortluftseite ist auffällig hoch. Dieser sollte unter 100 Pa liegen. Bei optimierten Anlagen unter 50 Pa. |
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Vielen Dank, dass beruhigt schon mal! Ich habe heute den F7 Abluftfilter in der Anlage getauscht, jetzt ist der Druck bei Fortluft auf 117Pa und bei der Zuluft auf 73Pa. Woran kann es liegen, dass der Druck bei der Abluft so hoch ist? Sind die Abluftventile eventuell falsch eingestellt bzw. zu gering geöffnet? Sobald ich eines der Abluftventile komplett entferne, stellt sicher der Druck auf 68Pa ein. Nochmal mittels Anemometer einstellen? Wie wäre hier der korrekte Vorgang? Alle Ventile komplett öffnen, oder nur das mit der längsten Leitung? LG |
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Vielen Dank, dass beruhigt schon mal! Ich habe heute den F7 Abluftfilter in der Anlage getauscht, jetzt ist der Druck bei Fortluft auf 117Pa und bei der Zuluft auf 73Pa. Woran kann es liegen, dass der Druck bei der Abluft so hoch ist? Sind die Abluftventile eventuell falsch eingestellt bzw. zu gering geöffnet? Sobald ich eines der Abluftventile komplett entferne, stellt sicher der Druck auf 68Pa ein. Nochmal mittels Anemometer einstellen? Wie wäre hier der korrekte Vorgang? Alle Ventile komplett öffnen, oder nur das mit der längsten Leitung? LG |
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Alle Abluftventile so weit öffnen, wie es optisch noch akzeptabel ist. Dann mit einem Messtrichter und Anemometer messen. Das Ventil, das prozentuell am wenigsten Luft liefert im Verhältnis zum Sollwert, bleibt unverändert. Alle anderen auf den Sollwert abgleichen. |
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Zwischenfrage: was kostet ein vernünftiges/günstiges Anemometer mit Trichter? |
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Ein weiteren Punkt wo es sich lohnt mal einen Blick darauf zu werfen: Ist ein Siphon verbaut? Wenn ja, richtig angeschlossen? Bei mir war ein falscher Siphon verbaut: Durch den Enthalpietauscher gabs so gut wie keine Flüssigkeit die abgeführt werden musste, daher trocknete der Siphon aus. Der Effekt war dass die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Luft über den Kanal angezogen hat, dadurch waren höhere Drehzahlen notwendig um die gleichen Luftstrom zu erzielen... Erklärt vielleicht nicht den Druck... oder keine Ahnung wo der Sensor dafür genau im Gerät ist? |
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Sehr dichte Gebäude erreichen n50-Werte unter 0.1h-1 dadurch ergeben sich dann (je nach Volumen) schon mehr als 1Pa, auf einer 2m² Tür dann 2N, das kann man schon merken, Problem ist das immer noch keins. Meine Tochter hat ein Haus mit 'nicht messbarem' n50-Wert, der Schätzwert liegt bei 0.03h-1 und da werden diese Überdrücke (temperaturabhängig) dann schon eher lästig. Die Dame, die den Blowerdoortest gemacht hat, meinte "das habe ich auch noch nicht gesehen" |
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Das Testo 417-1 kostet um die 450-500€. |
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Siphon wurde verschlossen wie wir auf den Enthalphie WT gewechselt haben. Aber guter Tipp! |
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Ok perfekt, dann war dass der Fehler beim einmessen. Wird das bei den Zuluftventilen auch so gehandhabt? |
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bauleitung by @taliesin ? 🙏 |
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Ja genau, einfach jede Fuge geplant und in Eigenregie abgedichtet. So kompliziert wie viele tun, ist das nicht und wenn man vorher darüber nachdenkt auch nicht so viel Arbeit. Luft- und Wasserdichtheit sind eine Bauherrenleistung |
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Je dichter die Gebäudehülle, desto besser der Schutz vor bauschädlichen Leckagen. Daher wäre auch ein höherer Überdruck von mehreren Pa auch kein Problem. Problematisch sind Gebäude mit einzelnen gröberen Leckagen in der Leichtbaukonstruktion und hoher Luftfeuchte aufgrund nicht vorhandener KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]. |
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Bei uns hatte der Techniker auch Probleme mit der Messung. Im Prüfbericht hat er dann einen Wert von n50 = 0,06 1/h angegeben. |
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Angeber 😜 Bei mir steht der BDT noch aus, aber so wie die angeblich renommierte FTH FTH [Fertigteilhaus]-Firma da gepfuscht hat, wird das kein so rosiges Ergebnis. Gestern erst wieder sowas gefunden, wo sie einfach durch die Dampfbremse getackert haben. Habs dann mühsam freigelegt (Schnitte sieht man eh schon am Bild) und abgeklebt... Sorry wegen OT OT [Off Topic], der Ärger musste leider raus 👿 |
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Eh klar, man merkt halt an jeder Außentür den Druck, interessanterweise temperaturabhängig. Möglicherweise ist da auch die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Anlage nicht optimal, ist eine NIBE, Typ weiß ich jetzt nicht genau. Ein paar so kleine Durchdringungen sind nicht soo schlimm, klar am Ende ist die Summe der Dinge. Und ergänzend ... bei meinen Kids musste ich gar nicht so viel Bau leiten, bei meinem Sendungsbewusstsein müssen die sich ja die Dichtheitsgeschichte schon seit dem Kleinkindalter anhorchen |
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Ich habe nun die Lüftungsventile alle erneut eingemessen und eingestellt. Nun habe ich bei 160m³ Zu-/Abluft einen Druck von Zuluft = 75Pa & Abluft = 88Pa. Bei 180m³ Zu-/Abluft einen Druck von Zuluft = 91Pa & Abluft = 106Pa. Die 180m³/h sind unser "normaler" Luftwechsel. Also Standardstufe. Wie sieht deine Meinung hierzu aus? Besser? Wir haben in der Viessmann Vitovent 300-W einen Enthalpie Wärmetauscher mit F7-Filter bei der Zuluft und nach der Lüftungsanlage nochmal einen M5-Aktivkohlefilter (aufgrund der Gerüche) und bei der Abluft habe ich bei jedem Abluftventil eine G4-Filter und in der Anlage einen M5- Filter verbaut. Hast du eine Vermutung, wieso der Druck bei der Abluft immer höher ist als bei der Zuluft? Woran kann dies liegen? LG |
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Nimm Mal alle Abluftfilter aus den Ventilen heraus. |
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Habe ich gemacht, aber der Druck verändert sich nur minimal. Ohne filter liegt er bei 180m³ Zu-/Abluft einen Druck von Zuluft = 86Pa & Abluft = 96Pa. @leitwolf Gibt es noch andere Gründe für einen hohen Druck? Zwei für mich wichtige Fragen hätte ich noch. 1.) Muss mann bei einem Enthalpie Wärmetauscher tatsächlich einen M5 oder laut Viessmann sogar einen F7 Filter auch bei der Abluft verwenden? 2.) Wenn mann einen F7 Filter bei der Abluft einsetzt, statt bisher einen G4 oder M5, müssen dann die Abluftventile wieder neu eingestellt/eingemessen werden, oder ist es für die Ventile egal welcher Filter im Gerät verbaut ist? Weil dann müsste ich die Abluftventile ja auch mit den eingesetzten G4 Abluftfiltern einstellen, oder? Danke! LG. |
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Der höhere Druckverlust liegt am Luftverteilsystem, vermutlich ein Schlauchsystem? Wird der Druck wirklich inklusive Filter gemessen, oder strömungsseitig danach? Unterschiede von 10-20% sind aber normal und auf die unterschiedlichen Leitungslängen, Anzahl der Umlenkungen, Ventileinstellungen zurückzuführen. Eine gute Anlage für ein EFH hat unter 50 Pa Druckverlust vom Gerät bis zum Luftauslass. Bei Ventilatoren mit Konstantvolumenstromregelung ist der Volumenstrom unabhängig vom Druckverlust bis zur max. Ventilatordrehzahl. D. h. man kann an den Ventilen die Verteilung auf die Räume verstellen, der Gesamtvolumenstrom ändert sich aber nicht. |
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