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LWWP, Pufferspeicher und Vermietung teilen

9.9.2026     4 Antworten    3 Autoren 4 2026-09-09T23:22:03+02:00
  •  JanRi
  •   Gold-Award
09.09.2026
4
Hallo in die Runde,

um keinen anderen Thread zu zerreden, trenne ich das Thema mal ab.

Warum man keinen Pufferspeicher und keine ERR ERR [Einzelraumregelung] in einer WP WP [Wärmepumpe]-Installation haben will, ist für mich 100% klar. Wir heizen seit 2019 unser EFH sehr erfolgreich mit einer SWWP Nibe F1155-6PC (an TB) an einer auf 29C ausgelegten FBH FBH [Fußbodenheizung] natürlich ganz ohne Puffer und ganz ohne irgendwelche ERR ERR [Einzelraumregelung] - einfach nur sauber abgeglichen mit einer wunderschönen Heizkurve. Im Heizbetrieb bringt das eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von knapp 6 - passt also prima. Bei meiner Schwester läuft ein sehr ähnliches Setup an einer S1155-6PC an einem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] mit vergleichbarer Effizienz. 

Das neue Projekt ist die Sanierung meines Elternhauses (siehe Thread zu FBH FBH [Fußbodenheizung] auf Balkendecke mit Dielen), wo es höchstwahrscheinlich eine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] werden wird - ob an FBH FBH [Fußbodenheizung] oder HK, wird sich noch zeigen.

Wenn ICH da wohnen würde, würde ich das natürlich ohne ERR ERR [Einzelraumregelung] und ohne Puffer bauen bzw. im Fall von Heizkörpern ohne Thermostate und maximal einem Serienpuffer im Rücklauf, damit genug Volumen da ist für das Abtauen. In dem Fall soll das Haus aber vermietet werden und das verbietet natürlich sowohl das Demontieren der Thermostate als auch die Befreiung von der ERR ERR [Einzelraumregelung]-Pflicht. Ebenso kann man dem Mieter nicht vorschreiben, wie genau er seinen Strom verballert. Belehren würde ich ihn natürlich, aber inwiefern sowas Früchte trägt, ist eine ganz andere Frage, denn viele Leute wollen ja was haben, an dem sie rumdrehen können, auch wenn das eigentlich vollkommen sinnfrei ist.

Damit sind gruselige Betriebszustände (fast alle ERR ERR [Einzelraumregelung]/Thermostate zu o.ä.) also nicht auszuschließen und die Anlage muss so gebaut werden, dass sie auch dann sicher funktioniert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein 0815-Heizungsbauer in dem Fall freudestrahlend einen großen Puffer als "hydraulische Entkopplung" einbaut und das Effizienzdisaster damit vorprogrammiert ist.

Die spannende Frage ist, wie man das vermietungskompatibel besser hinbekommt. Meine bisherige Idee ist, bei einem nicht zu kleinen, im Rücklauf seriell eingebundenen Puffer zu bleiben und zusätzlich ein passend (Druck? Durchfluss?) gesteuertes Ventil einbauen, mit dem ein ausreichender Volumenstrom sichergestellt ist. Das würde dann bedeuten, dass im Normalbetrieb das Ventil zu ist und der Puffer wirklich nur im RL RL [Rücklauf] ist, während bei zu vielen abgestellten Heizkreisen (ERR/Thermostat zu) eine passende Menge Wasser vom VL VL [Vorlauf] direkt in den Puffer geht. Bei passener Hysterese sollte das zumindest Extremtakten vermeiden und eine Abtauung möglich machen, ohne die Kosten in Form niedriger Effizienz und diversen Geraffels aus Mischern und Pumpen zahlen zu müssen.

Was denkt ihr? Hat jemand Erfahrungen mit einem vermietungskompatiblen Setting?

Viele Grüße,

Jan

  •  christoph1703
9.9.2026 22:30  (#1)
Mit einem kleinen Puffer wird auch bei großer Hysterese das Takten keine Grenzen kennen.

Ich würde als erste Maßnahme mal stromlos offene Stellantriebe einbauen und den Mietern zeigen, welchen LS sie abdrehen müssen, damit sie effizient heizen. Dann brauchen sie aber eine Einstellmöglichkeit für die Heizkurve.

Als zweite Maßnahme die ERR ERR [Einzelraumregelung] etwas intelligenter steuern, dass zumindest ein Raum immer voll offen bleibt und alle anderen proportional abregeln und nie gleichzeitig schließen. Dazu die VLT absenken, wenn die Wärmeanforderung gering ist.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
9.9.2026 22:33  (#2)

zitat..
JanRi schrieb: Rücklauf seriell eingebundenen Puffer zu bleiben und zusätzlich ein passend (Druck? Durchfluss?) gesteuertes Ventil einbauen, mit dem ein ausreichender Volumenstrom sichergestellt ist.

So wurde das bei uns verbaut. Ein Bypass Ventil. Ist wohl Standard bei Installateuroptimierten-Installationen. Im schlechtesten Fall heizt dann halt den Puffer und sonst nix.

Bypass habe ich aber zugedreht.

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  •  JanRi
  •   Gold-Award
9.9.2026 22:58  (#3)

zitat..
christoph1703 schrieb: Ich würde als erste Maßnahme mal stromlos offene Stellantriebe einbauen und den Mietern zeigen, welchen LS sie abdrehen müssen, damit sie effizient heizen. Dann brauchen sie aber eine Einstellmöglichkeit für die Heizkurve.

Noch gibt es ja weder Mieter noch die Heizanlage. Ich stimme mit dir vollkommen überein, dass einsichtige Mieter, die das System verstehen, die Ideallösung sind. Nur ist das nicht sichergestellt und kann sich bei Mieterwechsel auch schnell ändern. Darum muss die Anlage so gebaut sein, dass sie auch bei unvernünftiger Nutzung (ERR zum Temperatureinstellen) zumindest betriebsfähig ist und sich nicht komplett tot taktet.


zitat..
christoph1703 schrieb: Mit einem kleinen Puffer wird auch bei großer Hysterese das Takten keine Grenzen kennen.

Platz ist nicht unbedingt das Problem... aber das hilft natürlich auch nur in Grenzen.


zitat..
christoph1703 schrieb: Als zweite Maßnahme die ERR ERR [Einzelraumregelung] etwas intelligenter steuern, dass zumindest ein Raum immer voll offen bleibt und alle anderen proportional abregeln und nie gleichzeitig schließen. Dazu die VLT absenken, wenn die Wärmeanforderung gering ist.

Wenn ich da selbst wohnen würde, wäre das kein Thema. In dem Fall liegen aber 500+ km zwischen mir und dem Haus. Manches kann man - je nach Anlage - sicher remote steuern, aber die Optimierung, die man im selbstbewohnten Haus hinbekommt (kenne ich ja von unserem EFH - da passt alles so perfekt, dass wir im Winter maximal 0,2 K von der Zielinnentemperatur abweichen), ist in dem Setting schlicht nicht umsetzbar. Mit kooperativen Mietern (mit entsprechendem Eigeninteresse und Mitwirkung) sicher kein Thema, aber ob man die bekommt, weiß man natürlich nicht.




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  •  christoph1703
9.9.2026 23:22  (#4)
Du hast mich glaub ich missverstanden. Mit

zitat..
christoph1703 schrieb: die ERR ERR [Einzelraumregelung] etwas intelligenter steuern

meine ich, dass der Regler das automatisch so macht - also nicht einfach Bimetallthermostate in den Räumen, sondern Sensoren und eine zentrale Steuerung. Da muss man natürlich einmal etwas Zeit investieren, aber dafür hat man am Ende eine voll funktionsfähige ERR ERR [Einzelraumregelung], die nicht die WP WP [Wärmepumpe] killt.

Das Konzept einer ERR ERR [Einzelraumregelung] ist ja gerade in Mietobjekten mit sich ändernden Anforderungen durchaus legitim. Nur die übliche Umsetzung mit dummen Thermostaten ist halt nicht sinnvoll. 

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