Holzfenster wegen der Feuchte nicht abkleben, weil sich dahinter mehr Feuchte sammeln kann als ohne Abklebung. Besser soll es sein, den Estrich mit einer Folie abzudecken in der Zeit wo nicht gelüftet werden darf. Damit kann der Estrich abbinden und die Feuchte wird nicht in den Raum abgegeben.
Würde die Folie erst dann weggeben, wenn die Heizung funktioniert.
Die Auskunft war, das die Anstriche heutzutage natürlicher sind und die Feuchte einige Tage zurückhalten aber dann beginnt sich das Holz mit Feuchte vollzusaugen. Verarbeitet wird das Holz bei einer Holzausgleichsfeuchte von 13-14 Volumensprozent. Bei 20 % gehen die Verbindungsstellen auf und das Fenster ist defekt.
Die Tabelle zeigt, welche Holzfeuchte sich bei welcher relativen Luftfeuchte bei einer bestimmten Temperatur auf Dauer einstellt.
Wir haben seinerzeit mit Besorgnis festgestellt, dass bei unseren Holzfenstern die Gehrungsfugen immer größer wurden. Unser Verkäufer/Monteur meinte damals, dass sich das wieder zurückbilden wird. Es hat zwar etwas gedauert, aber es hat sich bewahrheitet - die Fenster haben weder optische noch technische Fehler davongetragen.
Die halten das aus. Im Winter eh optimal mit Lüften, Ausheizen etc. Falls zuviel Wasser am Rahmen steht einfach regelmässig abwischen damit die Feuchtigkeit nicht dauerhaft bei kleinen Fugen reinkriechen kann. Haben auch Fichte lasiert und selbst die Gehrungen haben sich nicht sichtbar bewegt. Zu trocken ist eher der Feind der Verbindungen...
Bei uns hat der Haustürrahmen Blasen geworfen, sind dann aber mit zunehmender Trockenheit im inneren wieder weggegangen ... der Lack scheint mir nur ein wenig rauher als zuvor.
Verhindern hätten wir das glaub ich nicht können ... weder durch Abkleben, Abhängen oder sonst was ... Estrichfeuchte ist eine echte Ausnahmesituation für die Fenster.
Das einzige was ich jetzt nachträglich noch anders machen würde: sobald der Estrich irgendwie begehbar ist - vorsichtig reingehen und 2x am Tag alle Fenster/Rahmen trocken wischen.
Lt. Verkäufer war das Problem, dass der Türrahmen, anders als die anderen Elemente, aus Massivholz gefertigt ist, welches eher dazu neigt, Wasser einzulagern
Habe von einem Fall gehört, der hat die Fenster zum Schutz abgeklebt und hat damit die Lage noch verschlechtert und die Fenster mussten getauscht werden. Eine Idee ist, die Fenster im gekippten Zustand abzukleben und so eher dem Außenklima auszusetzen als dem Innenklima - aber wer will sich als Versuchskaninchen melden?
Normal sind Fenster dazu ausgelegt, diesen Ausnahmezustand zu überstehen.
Wie gesagt, müsste ichs nochmal machen würde ich: - vorher Fenster ganz sauber putzen, damit nicht irgend eine Brühe wo rein läuft. - Estricher fragen, wie oft und lang man lüften darf - und das dann zumindest ausschöpfen und ggf. zB einmal zusätzlich 5min lüften am Anfang. Gerade in der Anfangszeit ist da wirklich Tropenklima drinnen - sobald der Estrich irgendwie begehbar ist ohne Fussabdrücke -> rein und Fenster trocken wischen, mind. 2x täglich
weiß jemand ob man die Fenster dem normalen Winterklima aussetzen darf? Haus mit Innenputz und Fenster aber ohne Heizung aber auch ohne starke Feuchtequellen im Haus - sprich Minusgrade im Haus möglich