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Erfahrungen mit der Lambda Eureka EU20L teilen

25.10.2026 1 2026-10-25T20:15:10+01:00
  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
25.10.2026
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Falls es hier im Forum Interesse zu der Lambda Eureka EU20L gibt (Ich habe nicht viel zu dieser WP WP [Wärmepumpe] gefunden), kann ich in diesem Thread meine laufende Erfahrung mit diesem Modell hier zusammenschreiben und weitergeben:

Kontext und Ausgangssituation:
Ein Haus in Wien, mit 3 Wohnungen, in 2 Stockwerken plus Dachausbau. Ca. 350 qm Wohnnutzfläche + 130 qm Keller (Die Garage hat einen Heizkörper) Gebaut in den 1940er Jahren, thermisch saniert in den 1990er Jahren, neue Fenster in 2006. War bis 2025 angeschlossen am zentralen Heizwerk einer Siedlung, welches in den nächsten Jahren außer Betrieb gehen wird, daher der Wechsel. Beheizt wird aus einem zentralen Wärmeübergangspunkt im Keller und von der horizontalen Hauptleitung im Keller gehen 5 vertikale Steigleitungen zu den Heizkörpern, die tw durch alle Stockwerke gehen. War halt scheinbar in den 50-60er Jahren die einfachste Form, nachträglich Heizkörper einzubauen. Insgesamt gibt es 28 Stk Heizkörper in unterschiedlichen Größen, davon sind 3 noch die alten schweren Gußeisernen. Die max. Heizlast wurde mit 14,4 kW berechnet (Kompaktheit des Hauses = 0,59). Berechneter Heizwärmebedarf für das Gesamtobjekt: ca. 27.000 kWh / Jahr.

Geschichte
Der Wechsel zur WP WP [Wärmepumpe] begann letztes Jahr und verlief nicht so wie ich es mir damals vorstellte. Langer Rede, kurzer Sinn: Eine 12 kW Wärmepumpe (R290) wurde voriges Jahr installiert und hatte ein so erratisches und ineffizientes Verhalten im Winter, daß ich mir das ein Wärmepumpenleben lang nicht antun wollte. Nach recht viel Diskussionen mit dem Hersteller und seinem Kundendienst hat er die WP WP [Wärmepumpe] schließlich zurückgenommen. Nachdem es in diesem Thread um die Lambda geht, möchte ich keine Aufrollung dieser Vergangenheit hier diskutieren, kann aber die technischen Probleme und die daraus gelernten Erfahrungen gerne weitergeben. Persönliche Erfahrungen, die meine Selektion für meine zweite WP WP [Wärmepumpe] innerhalb von 12 Monaten natürlich beeinflussten. 

Was waren die Kernprobleme in ersten Anlauf ?
1) Die Häufigkeit des Abtauvorganges (3000x in einer Saison, bis zu 40x pro Tag). Es wurde auch noch im April abgetaut.
2) Mit Punkt (1) verbunden, eine signifikante Reduktion der Netto-Wärmemenge, die für das Haus zur Verfügung stand. Bei 40 Abtauvorgängen pro Tag im Winter, stehen halt nur 7,5 kW durchschnittliche Heizleistung statt den beworbenen 12 kW zur Verfügung (-40%)
3) Die vom Hersteller vorgegeben Hyraulikschaltung war - sagen wir es so - ineffizient. Klassisch, aber ineffizient.
4) Keine Chance im Winter bei den vielen Abtauvorgängen (40 pro Tag) eine Heizkreistemp von über 39 Grad zu erreichen. 
5) Aufgrund des Wärmebedarfs des Hauses habe ich mit 7-8.000 kWh /Jahr gerechnet, es wurden aber aufgrund der oben genannten Themen dann doch 10.000 kWh. Nur für die Heizung. Mit entsprechend häufiger Heizstabnutzung (6kW).  Warmwasser wird mit einer getrennten Wärmepumpe gemacht (die ist mit 500 kWh/Jahr für 270 lt sehr effizient)

Der zweite Anlauf
Basierend auf den Erfahrungen im letzten Winter haben sich einige "alte WP WP [Wärmepumpe] Weisheiten" für mein Projekt als nicht zutreffend erwiesen, bzw. wurden technische Aspekte auf einmal wichtig, die normalerweise nicht in Prospekten und technischen Unterlagen einem evaluierenden Kunden zum Zeitpunkt der Entscheidung zur Verfügung stehen.
Bewaffnet mit 12 Monaten Erfahrungen, die noch recht frisch waren, habe ich mir die 3 Hersteller aus dem Tiroler WP WP [Wärmepumpe] Bermudadreieck in Kirchbichl genauer angesehen und in die engere Wahl gezogen (Heliotherm, Ovum und Lambda) und mir alle Daten von 12 - 20 kW reingezogen.

Bis es schließlich die Lambda Eureka EU20L wurde. Warum?
1) Ich wollte wieder einen österreichischen Hersteller (bzw. einen größeren österr. Importeur) haben.
2) Die WP WP [Wärmepumpe] sollte bei tieferen Temperaturen noch Reserven haben, damit die spezifische "Belastung" des Verdampfers wegen der Abtauhäufigkeit vglsw. niedrig bleibt. Und der Bivalenzpunkt eher weiter oben als unten ist, damit der Heizstab endlich ein fades Leben hat.
3) Sie sollte eine großen Modulationsbereich haben, damit die Anzahl der Takte in der Übergangszeit nicht aus dem Ruder läuft. (Die 20 kW Lambda kann weiter runtermodulieren als der 12kW Vorgänger).
4) Eine "stabile" Steuerung, die auch PV erkennt und leicht anprogrammierbar ist.
5) ... und falls ich es vergessen habe: Einfach bei Bedarf so heizen, daß man sich nicht dauernd mit der Heizung beschäftigen muß. (Ich hoffe, daß ist nicht zu viel verlangt emoji )

Die ersten Zahlen
Nachdem die Heizung erst seit kurzer Zeit läuft, anbei die Zahlen der vergangenen Woche als ersten Anhalt. Die wichtigen (kalten) Zeiten kommen erst.

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LG und bei Interesse more to come,
Andy

  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
25.10.2026 20:15  (#1)
Was hattest du für ein Vorgängermodell? So eine Abtauorgie ist natürlich nicht schön, hoffe das bleibt mir erspart...
Die Lamda spielt halt preislich in einer anderen Liga, meine 12 kW Midea hat inkl. 5 Monteurstunden 6K gekostet. Da nehme ich den schwächeren Cop gerne in kauf, da ich davon ausgehe, dass ich in 10 Jahren wieder eine neue benötige. 

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