Entwurfsplan, Grundriss EFH - Feedback
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Um einen Grundriss wirklich beurteilen zu können, ist für mich immer auch das verfügbare Budget relevant. Was mir bei eurer Beschreibung sofort auffällt: Ihr baut aktuell weitgehend so, als hättet ihr ein ebenes Grundstück. Dadurch entstehen vermutlich einige aufwendige Geländeanpassungen, Stützmauern und Erdarbeiten. Ich finde es immer schade, wenn die Qualitäten eines Hanggrundstücks nicht stärker in die Planung integriert werden. Eventuell könnte ein Konzept mit Schlafen auf der unteren Ebene und Wohnen darüber deutlich effizienter werden. Dadurch ließe sich das Haus möglicherweise besser in den Hang integrieren und gleichzeitig Fläche sparen. Oder ihr gebt zumindest das Gästezimmer ins UG mit natürlichem Tageslicht. Ohne Höhenplan und Informationen zur umliegenden Bebauung ist das natürlich schwer abschließend zu beurteilen. Grundsätzlich würde ich mir außerdem die Frage stellen: Ihr plant einen Keller und zusätzlich einen Dachboden. Braucht ihr das wirklich? Eure Rechnung: Wir sparen uns ein Garagentor und machen dafür einen Keller und einen Dachboden, wird sich nicht ganz ausgehen Außerdem möchte ich euch noch einen Gedanken zum Thema Fensterflächen mitgeben: Ich verstehe eure Sorge bezüglich sommerlicher Überhitzung sehr gut. Aus meiner Sicht wird hier aktuell jedoch etwas zu stark darauf reagiert. An mehreren Stellen entstehen dadurch Räume, die relativ wenig natürliches Licht erhalten. Natürliches Tageslicht beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als man oft denkt. Helle Räume wirken großzügiger, freundlicher und werden im Alltag meist deutlich lieber genutzt. Gegen Überhitzung gibt es heute viele wirksame Maßnahmen wie außenliegenden Sonnenschutz, ausreichend dimensionierte Terrassenüberdachungen oder – je nach Energiekonzept – auch eine Bauteilaktivierung. Aus meiner Sicht sollte man daher nicht aus Angst vor sommerlicher Überhitzung auf Wohnqualität und natürlich belichtete Räume verzichten. Die Kunst liegt darin, die Fenster dort zu platzieren und zu dimensionieren, wo sie den größten Mehrwert für den Alltag schaffen. Zum Grundriss: EG
Es steckt viel Fläche im Haus, gleichzeitig wird diese nicht dort eingesetzt, wo sie den größten Mehrwert für die Wohnqualität bringt. Ich würde daher zunächst das grundsätzliche Konzept (Hangnutzung, Ebenenaufteilung, Keller/Dachboden) hinterfragen, bevor einzelne Räume optimiert werden. Liebe Grüße, Natalie | STUDIO navie |
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Hallo Natalie, danke für das Feedback, das ist wirklich hilfreich! Das Budget liegt bei 700-750k ohne Grundstück. Das mit der Ebenenaufteilung ist ein verständlicher Gedanke, wir kennen sowas auch von Bekannten mit Haus im Hang, aber wenn man die Gegebenheiten vor Ort kennt, ist das keine Option. Beide Nachbarn im Westen und Osten haben aufgeschüttet, das heißt bei uns wäre Haus und Garten dann in einer Senke dazwischen. Zudem ist Carport und Nebengebäude des Nachbarn im Osten direkt an der Grundgrenze, wenn wir dann einen Meter unter seinem EG-Niveau landen wirkt die Betonmauer noch gewaltiger... Danke für den Einwand mit den Fenstern und der Belichtung - kann durchaus sein, dass wir etwas zu viel Angst vor der Sommerhitze haben, das haben wir auch schon diskutiert. Im OG könnte man die Belichtung mit Dachflächenfenstern relativ einfach verbessern oder? Der schlecht nutzbare Raum im Bad und Schlafzimmer/Schrankraum sind sehr gute Einwände, danke! Das WC im EG werden wir kompakter planen. Bezüglich Küche wäre unsere ursprüngliche Version im vorherigen Plan, dass diese durch einen semitransparenten Raumtrenner abgetrennt wird, dann würde die Kücheninsel nicht mehr so dastehen wie jetzt. |
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