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EFH Angebote über 4.000€/m² – überlegen gerade umzudenken

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  •  michthaler26
14.3.2026
11 Antworten | 4 Autoren 11
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Hallo zusammen,

ich lese hier schon eine Weile still mit und habe mich jetzt endlich registriert, weil ich langsam wirklich nicht mehr weiter weiß.
Meine Frau und ich planen seit über einem Jahr ein Einfamilienhaus in Niederösterreich und haben in den letzten Monaten einige Angebote eingeholt. Ich muss ehrlich sagen, wir sind gerade ziemlich frustriert. Die meisten Angebote liegen irgendwo bei 3.800–4.200 €/m² schlüsselfertig.
Wenn man das auf unser geplantes Haus mit etwa 160 m² hochrechnet, landet man schnell bei über 640.000 € nur fürs Haus – und da sind Grundstück, Außenanlagen, Küche, Vorzimmer usw. noch gar nicht dabei. Irgendwie fühlt sich das inzwischen alles kaum mehr leistbar an.
Wir haben deshalb begonnen umzudenken. Anstatt gleich das „fertige Endhaus“ zu bauen, überlegen wir, zumindest etwas kleiner zu starten und später zu erweitern. Dabei sind wir auf modulare Häuser / Modulbauweise gestoßen.
Die Idee wirkt für uns eigentlich ziemlich logisch:
zuerst z.B. 90–100 m² bauen, komplett fertig, und wenn in ein paar Jahren mehr Platz gebraucht wird, ein weiteres Modul dazustellen. Gleichzeitig scheint es so, als wären die Kosten besser planbar, weil vieles vorgefertigt wird.
Und ehrlich gesagt: Wenn ich mir befreundete Paare anschaue, die gerade bauen und was auf deren Baustellen teilweise alles passiert – Verzögerungen, Nachträge, Koordination von zig Gewerken – wirkt diese Variante für uns im Moment auch deutlich entspannter.
Was ich mich jetzt frage:
Hat hier jemand Erfahrungen mit guten Modulhausherstellern, die in Niederösterreich planen und bauen bzw. liefern?
Uns wäre wichtig, dass es kein Container-Look ist, sondern wirklich wie ein normales Haus wirkt mit Satteldach, nur eben modular gedacht.
Freue mich über jede Erfahrung oder Empfehlung.

lg Michael

  •  christoph1703
14.3.2026 15:42  (#1)
Ich behaupte mal, dass der Koordinationsaufwand für ein kleines Haus nicht weniger ist als für ein großes. Wenn die Haustechnik schon bei der Lieferung drin ist, ok - ein Stück weniger. Aber irgendwo muss das Haus auch an die Außenwelt angeschlossen werden. Fundament, Wasser, Kanal, Strom, Internet. Wie wird das Haus beheizt?
Und bei der Erweiterung dann: Wie werden die Teile zusammengeschlossen, ohne dass es innen und außen gestückelt ist? Hat das neue Modul dann seine eigene Haustechnik? Muss man alle Leitungen außen nochmal neu verlegen?

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  •  michthaler26
14.3.2026 15:48  (#2)

zitat..
christoph1703 schrieb: Ich behaupte mal, dass der Koordinationsaufwand für ein kleines Haus nicht weniger ist als für ein großes. Wenn die Haustechnik schon bei der Lieferung drin ist, ok - ein Stück weniger. Aber irgendwo muss das Haus auch an die Außenwelt angeschlossen werden. Fundament, Wasser, Kanal, Strom, Internet. Wie wird das Haus beheizt?

Hallo Christoph - Danke für deine schnelle Rückmeldung ;)
Ja, das stimmt natürlich – komplett ohne Koordination geht es sicher nicht. Fundament, Anschlüsse für Wasser, Kanal, Strom usw. braucht man ja immer, egal welche Bauweise.
Was ich bisher verstanden habe ist eher, dass ein Teil der Gewerke wegfällt bzw. im Werk passiert (Installationen, Fenster, Dämmung usw.). Dadurch dürfte die Baustellenphase zumindest kürzer sein und man hat weniger einzelne Firmen zu koordinieren. Aber ich stecke da ehrlich gesagt noch mitten in der Recherche.
Beim Thema Erweiterung habe ich mir ähnliche Fragen gestellt wie du. Soweit ich gelesen habe, werden die Module wohl so geplant, dass Leitungsschächte und Anschlusspunkte vorbereitet sind, damit man später ein weiteres Modul anschließen kann. Wie elegant das dann wirklich funktioniert, würde mich aber auch interessieren.
Wir stehen aktuell mit 2 Anbietern im Gespräch und warten nun auf unser Erst-Angebot. Beide statten Ihre Häuser mit Fußbodenheizung und kompletter Technik (auch Klimaanlage) aus. 

Vielleicht hat hier ja jemand im Forum schon praktische Erfahrungen mit modularen Häusern und kann sagen, wie das in der Realität läuft.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.3.2026 15:50  (#3)
Also in vielen Belangen (zB Anschluss Heizung) stelle ich mir das ziemlich holprig vor.
Und vor allem, mit demselben Dämmstandard ist sowas doch niemals günstiger als ein konventionelles Haus...

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  •  michthaler26
14.3.2026 15:55  (#4)

zitat..
MalcolmX schrieb: Also in vielen Belangen (zB Anschluss Heizung) stelle ich mir das ziemlich holprig vor.
Und vor allem, mit demselben Dämmstandard ist sowas doch niemals günstiger als ein konventionelles Haus...

Soweit ich bisher verstanden habe (bin selbst noch am Recherchieren), wird viel davon schon im Werk vorbereitet und die Module werden vor Ort nur noch verbunden. Wie reibungslos das wirklich funktioniert, würde mich aber auch interessieren – deshalb frage ich hier nach Erfahrungen.
Für mich ist der Gedanke momentan vor allem wegen der Planbarkeit spannend. Und auch, weil man nicht gleich ein 160-200 m² Haus bauen „muss“, sondern z.B. mit 90–100 m² starten und später erweitern kann. Bei Freunden stehen teilweise Zimmer leer bis Kinder kommen, aber der Kredit läuft schon über die volle Größe.
Und bei ein paar Bekannten (Egtl. bei allen!) ist während der Bauphase auch noch einiges teurer geworden. Bei den modularen Konzepten wirkt es zumindest so, als wäre mehr vorher fix kalkuliert.
Aber vielleicht sehe ich das auch zu optimistisch – hat hier jemand tatsächlich schon modular gebaut oder geplant?“


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.3.2026 15:59  (#5)
Gegenfrage, hast schon Angebote fürs Modulhaus?

Wie soll man zB den Luftdichten Anschluss im Holzhaus machen, muss man dann die Fassade zurückbauen bei Erweiterung, muss man dann einzelne Fenster nachher wegschmeißen,  hast dann einen 20m langen Gang... Fragen über Fragen.

Bei Baukosten in der Größenordnung landet man heute leider schnell, vor allem wenn man nur begrenzt Eigenleistungen einbringen kann und noch dazu bei einem GU ausschreibt...

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  •  christoph1703
14.3.2026 16:06  (#6)
Vieles von der beschriebenen Koordination kannst du dir mit einem FTH FTH [Fertigteilhaus] sparen. Das kommt mit Fenstern, Dach, Fassade und ist dicht. Haben wir so gemacht, weil mich Details wie Fensterbänke oder Garagendach+Attika überfordert hätten.
Innen mache ich jetzt dafür fast alles in Eigenleistung und wir sparen uns einen Haufen Geld.

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  •  michthaler26
14.3.2026 16:08  (#7)

zitat..
MalcolmX schrieb: Gegenfrage, hasz schon Angebote?

Angebote (wie oben erwähnt) bekomme ich gerade erst, deshalb kann ich zum Preis noch nicht viel sagen. Für mich ist es aber logisch, dass der Bau eines Hauses in einer homogenen Umgebung, ohne große Anfahrten und Lieferungen von Unternehmern, ohne Wetterabhängigkeit etc. effiziente rund somit kostengünstiger läuft. Für mich geht es aber nicht daraum einen niedrig-utopischen m2 Preis zu bekommen, als mir Stress und Sorgen mit Banken und finanziellen Druck aufzuhalsen. 
Themen wie luftdichter Anschluss oder Erweiterung sind für mich auch noch offene Fragen – soweit ich bisher gelesen habe, hat jedes Modul seine eigene Dämm- und Luftdichtungsebene und die Module werden dann mit Dichtbändern/Membranen miteinander verbunden.
Und ja, in der Größenordnung landet man, wenn man selbst weder die Zeit noch unbedingt das handwerkliche Können hat, viel mitzuwirken. Ich glaube, so geht es heute aber vielen Häuslbauern – Zeit und oft auch das handwerkliche Geschick fehlen einfach. Zeit auch deshalb, weil man ja parallel ganz normal arbeiten muss. 😉


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  •  michthaler26
14.3.2026 16:10  (#8)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Vieles von der beschriebenen Koordination kannst du dir mit einem FTH FTH [Fertigteilhaus] sparen. Das kommt mit Fenstern, Dach, Fassade und ist dicht. Haben wir so gemacht, weil mich Details wie Fensterbänke oder Garagendach+Attika überfordert hätten.
Innen mache ich jetzt dafür fast alles in Eigenleistung und wir sparen uns einen Haufen Geld.

Das stimmt natürlich – wenn man vieles selbst machen kann, ist das ein riesiger Vorteil. Dann kann man wirklich viel Geld sparen.
Aber das Privileg haben leider nicht viele. Zeit, handwerkliches Können und manchmal auch die passenden Helfer fehlen halt oft. 😉


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  •  christoph1703
14.3.2026 16:13  (#9)

zitat..
michthaler26 schrieb: Für mich ist es aber logisch, dass der Bau eines Hauses in einer homogenen Umgebung, ohne große Anfahrten und Lieferungen von Unternehmern, ohne Wetterabhängigkeit etc. effiziente rund somit kostengünstiger läuft.

Du könntest da auch ein FTH FTH [Fertigteilhaus] beschreiben 🙂
Der finanzielle Vorteil ist auf jeden Fall da, er wird nur leider selten an die Endkunden weitergegeben. In meinen Augen ist der qualitative Unterschied aber relevant. Das ganze Haus in einer Halle zu bauen bedeutet, dass der ganze Prozess wie am Fließband funktioniert und Fehler weniger wahrscheinlich werden.


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  •  christoph1703
14.3.2026 16:17  (#10)

zitat..
michthaler26 schrieb: Zeit, handwerkliches Können und manchmal auch die passenden Helfer fehlen halt oft. 😉

Ich habe bewusst ich geschrieben. Zu 90% arbeite ich alleine. Das handwerkliche Können wird ziemlich überschätzt. Die Handwerker kochen auch nur mit Wasser. Mit dem richtigen Werkzeug kann das jeder. Und Zeit habe ich für mich so gerechnet: Im Haus wohnen kostet pro Monat ungefähr 1000€ weniger als in der aktuellen Mietwohnung. Für jeden gesparten Tausender kann ich also ein Monat länger brauchen als die Professionisten. Wenn bei euch noch keine Kinder da sind, habt ihr fast sicher mehr Zeit als ich aktuell 😅


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  •  Mxxxxx
14.3.2026 16:34  (#11)
Wo in NÖ plant ihr denn? 
& was habt ihr denn bisher kalkulieren lassen? Wir haben einen der "Standard"-Typen vom GU gerade anbieten lassen (W-NÖ) und sind bei knapp 160m2 schlüsselfertig inkl. Bodenplatte unter 500k (knapp unter 3k/m2) 

ist zwar keine Antwort auf deine Frage... 
aber ev würdet ihr ohne super speziellen Grundriss auch glücklich sein und hättet aber alles direkt fertig

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