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Deckenkühlung bei Ziegeleinhängedecke teilen

15.4. -1.10.2026    11 Antworten    6 Autoren 11 2026-10-01T11:27:00+02:00    4 Empfehlungen
Zusammenfassung
  •  ROENG
15.04.2026
15
Liebes Forum,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum nachdem ich lange stiller Mitleser war und ich schon sehr viel von den Erfahrungen und Tipps in meine Sanierung einfliesen lassen konnte. Vorab hierzu ein riesiges Dankeschön dass es dieses Forum gibt. 

Wir sanieren aktuell ein EFH aus 1976 und haben dieses auch um ein paar qm erweitert (Zubau). 

Hauptsächlich geht es mir hierbei um die Deckenkühlung bzw. Heizung im Bestand. Es ist/wird ein RGK RGK [Ringgrabenkollektor] mit KNV Wärmepumpe und Helga erarbeitet aktuell den Plan für die Verlegung der FBH FBH [Fußbodenheizung], Deckenheizung, Wandheizung etc. 

Die Wände und Decken sind alle vom alten Putz befreit und die Zwischenwände sind auch soweit aufgemauert, dass man aber trotzdem den Bund Verbundrohr noch von Raum zu Raum bekommt ohne zu stemmen. 

Das Bild zeigt grob den aktuellen Stand, mittlerweile sind die Fenster aber schon montiert und ich habe mit der Elektroinstallation begonnen.


2026/20260415491836.jpg


Die Herausforderung beginnt jedoch mit der Deckenkühlung, da bereits 3 Putzer, welche in der Gegend aktiv sind, Bedenken geäußert haben, dass bei der Ziegeldecke die dickere Putzschicht für die Deckenkühlung zu Problemen führen kann. Entsprechend bin ich auf der Suche nach einer Lösung hierfür. 

Meine Ideen bis dato sind:

Idee 1:

  • Heraklith mit Einfräsungen versehen (CNC vorhanden)
  • Verbundrohr einlegen und verspachteln
  • "normaler" Putzaufbau auf Heraklith

Vorteile:
  • "normaler" Putzaufbau auf Heraklith

Nachteile/Gedanken: 
  • Befestigung Heraklith an Decke (Klebespachtel plus alle 60cm verschrauben)
  • Heraklith zu abrasiv beim Fräsen für normale Fräser (Verschleiß?)

Idee 2:

wie Idee 1 jedoch mit Maxit Strohbauplatte

Vorteile:

  • Einfräsungen sind leichter herzustellen, da kein Zementanteil

Nachteike/Gedanken:

  • Befestigung Strohbauplatte an Decke (Klebespachtel pluss alle 60cm verschrauben)
  • Eignung als Putzträger für ein Nasssystem?

Idee 3:

  • Holzfaserplatte einfräsen
  • Wärmeleitbleche
  • 12,5mm Rigips
  • Spachteln malen

Vorteile: 

  • Einfräsungen sind leicht herzustellen

Nachteile/Gedanken:

  • Weniger Speichermasse?
  • Vermutlich teurer weil Wärmeleitbleche und zusätzlich Rigips (Putzer vs. Maler sehe ich kostenneutral)
  • Mehraufwand weil zusätzlich Rigips
  • eventuell Lattung zwischen Holzfaser notwendig?
  • Ausgleich Unebenheiten?

Welche Variante oder jede andere Idee ist ebenso willkommen, würdet ihr wählen? Hat jemand Erfahrung mit dem Fräsen von Heraklith hinsichtlich Standzeit der Fräser? 

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße

Robert

  •  TiM
  •   Gold-Award
15.4.2026  (#1)
Warum nicht einfach mit einem fertigem System a la https://www.variotherm.com/de/systemloesungen/deckenkuehlung-heizung-trockenbau
Wegen der Aufbauhöhe? 

1
  •  ROENG
15.4.2026  (#2)
Hallo TiM,

das hat mehrere Gründe:

Ein fertiges System habe ich mir für die rund 110m² im Bestand anbieten lassen, jedoch  aus Kostengründen ausgeschlossen.

Auch würde ich gerne die vielen Verbindungen vermeiden. 

Viele Grüße

Robert

1
  •  uhim
  •   Bronze-Award
15.4.2026  (#3)
Heraklith BM ist mineralisch gebunden, ohne Zement. Fräserverschleiß (normaler 16mm HM Fräser) war überhaupt kein Problem. Optisch gabs Unterschiede von einer zur nächsten Platte (ausfransen), das hatte aber nichts mit dem Fräser oder den Schnittwerten zu tun sondern sind einfach Unterschiede von Platte zu Platte.

Was die Klebespachtel bringt kann ich nicht beurteilen, aber alle 60cm verschrauben ist in Ziegel viel Aufwand. Du musst ja jedes "Feld" der Platte zwischen den Rohren verschrauben, zumindest bei dünnen Heraklith Platten.

1


  •  ROENG
15.4.2026  (#4)
Hallo uhim,

ok, dass wäre dann eine gute Option zu den normalen C-Platten von Heraklith. 

Eine Frage zu deiner Frässtrategie: Hast du die 16mm "einfach" in einem Zug volle Breite gefräst? Würdest du mir auch grob deine Fräsparameter nennen, falls du sie noch weißt? 

Für das Verschrauben dachte ich an einen 6mm Multicutbohrer (Bohren ohne Schlag) und dann die Befestigung mit Betonschrauben MULTI MONTI Plus 7,5 mm oder ähnliche mit passendem Teller. Die zusätzliche Klebung hätte ich einfach als doppelte Sicherheit gemacht. 

Viele Grüße

Robert

1
  •  uhim
  •   Bronze-Award
15.4.2026  (#5)
Ja, 16mm Fräser mit voller Zustellung (14mm), Vorschub war glaube ich bei 3m/min in etwa, ca. 250Hz. Die Übergänge zwischen den Platten habe ich etwas erweitert, weil man ja immer minimal Versatz hat. Aufpassen auf den Mindestbiegeradius vom Verbundrohr, und wenn der Radius die Richtung wechselt (an den Omega-förmigen Köpfen) immer eine kurze Gerade einfügen. 

Betonschrauben in einer Ziegeldecke würde ich persönlich nicht trauen, habs aber nicht ausprobiert. Ich habe bei mir Gewindestangen mit langen Siebhülsen (von Hilti, anreihbar) mit Injektsionsmörtel eingeklebt, CD Profile abgehängt und darauf die Heraklith Platten verschraubt. Unter https://www.energiesparhaus.at/forum-vebesserung-schallschutz-durch-abgehaengte-decke/62787 findest du ein bisschen was dazu.

1
  •  christoph1703
21.5.2026  (#6)
Bei mir ist gerade Variante 3 in Arbeit, allerdings mit OSB statt Holzfaser. Einerseits weil man das einfach kaufen kann, andererseits bringt es etwas Masse rein. Stand heute würde ich vermutlich die Variante mit Heraklith bevorzugen, weil da der Wärmeübergang sicher besser ist.

Eine Frage habe ich: Wo habt ihr eure Fräsen stehen? Meine steht in der Garage und den Lärm hört man in der ganzen Nachbarschaft.

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Hallo ROENG,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Deckenkühlung bei Ziegeleinhängedecke

  •  leitwolf
  •   Gold-Award
21.5.2026  (#7)
Mir wäre dazu nur Ziegelgitter (Rabitzgitter) eingefallen, dass man an der Decke befestigt. Eventuell kann man hier gleich die Schienen für die Rohre als Befestigungsbehelft für das Gitter mitnutzen. Das Gewicht einer Putzstärke von 3-4 cm darf nicht unterschätzt werden.

1
  •  ROENG
30.9.2026  (#8)
Hier noch die Auflösung und ein kurzer Erfahrungsbericht zur Deckenkühlung. 

Es wurde die Variante mit zementgebundenem Heraklith mit 25mm Stärke. Nach einer Probeplatte war relativ schnell klar, dass der Verschleiß am Fräser eigentlich kein Thema ist. Dennoch habe ich den Fräser nach circa 20 Platten immer gewechselt, da es danach vermehrt zu Schrittverlusten gekommen ist. Auch musste ich feststellen, dass meine Fräse weit nicht so potent wie uhims ist. Die Parameter mussten relativ weit nach unten korrigiert werden. Das Optimum für mich waren dann normaler 16mm HM-Fräser 1500mm/min Vorschub, Zustellung maximal 5mm und 3 Durchgänge pro Bahn. Der erste Durchgang war "nur" 4mm da nicht alle Platten 100% gleich dick sind. Auch gibt es Unterschiede in der Menge an Zement in den Platten weshalb es bei mehr Zustellung oder älterem Fräser zu Schrittverlusten gekommen ist. Sieht man auch teilweise auf den Bildern. Eine Platte hat so im Schnitt 18 Minuten gedauert. Insgesamt wurden 106 Platten gefräst. 

Hier seht ihr mein Setup. Fräse ist eine Lowrider CNC V2. Kein Hochleistungs oder Präzisionswunder, aber sie hat ihren Dienst getan. 


2026/20260930188458.jpg

Ich habe immer versucht ein bis zwei Räume an Platten als "Vorrat" zu haben damit die Montage parallel durchlaufen konnten, auch wenn es mal zu Problemen bei der Fräse kommt. Hat sich als richtig herausgestellt, da zwei Endschalter und ein Fräsmotor defekt wurden. Zum Glück war aber alles auf Lager, sodass es nicht all zu lange verzögert hat. 

Die Platten haben wir auf anraten dann vollflächig verklebt und mit dem Plattenheber an die Decke gedrückt. Danach zusätzlich mit 5x70 Schrauben und Duopower Dübel verschraubt. Damit wir schneller voran kommen haben wir zuerst nur den Randbereich verschraubt. 5 Mal pro Seite. Das ausrichten der Platten zueinander funktionierte eigentlich problemlos solange die erste Platte korrekt im Raum ausgerichtet war. Zu zweit haben wir circa 25 bis 30 m² geschafft pro Tag. 

Da ich ja die Zwischenwände nicht ganz nach oben gemauert habe, und die Kreise teilweise raumübergreifend sind, haben wir auch versucht 2 Räume durchgängig zu verlegen. Das ist aber eher nicht zu empfehlen, da sich Fehler durch kleinen Versatz über die Länge ziemlich aufsummieren und das eindrücken des Rohrs dann ziemlich mühsam ist. Versatz begradigen hat aber mit einem Multitool aber auch sehr gut geklappt. 

Das Eindrücken der Schläuche war fast meine größte Sorge, aber auch unbegründet. Mit etwas Druck geht der Schlauch in die Nut und hält dort auch sehr gut. Eine Verlegehaspel hat das ganze auch ziemlich erleichtert. Einige Räume habe ich alleine gemacht, aber zu zweit ist es definitiv schneller.

Hier ein paar Bilder wo die Schläuche schon verlegt sind. Teilweise wurde auch parallel mit dem aufmauern der Zwischenwände begonnen. Dadurch dass man für die Fräse ohnehin alles zeichnen muss, habe ich direkt die Ausparungen für KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], Licht und Präsenzmelder eingefräst.


2026/20260930462749.jpg

2026/2026093015796.jpg

2026/20260930184610.jpg

Wie es aber in einer Sanierung nun mal so ist, läuft nicht alles rund. Beim Schlafzimmer haben wir erst kurz vor der Montage den Putz an der Decke entfernt und bei der Montage wurde dann ziemlich deutlich sichtbar, dass eine Ecke 6cm nach unten hängt. Da ich das nicht so lassen wollte, habe ich die Höhenunteschiede mit dem Laser herausgemessen und den betroffen Teil herausgstemmt, Bewehrung in den Träger mit Hilti hit eingeklebt, Korb gebunden, doppelt bewehrt und dann samt den Heraklith-Platten des betroffenen Teils eingeschalt und betoniert. Hat uns schlussendlich auch ingesamt einen Tag gekostet, aber zumindest ist die Decke jetzt gerade mit +-1,5cm.

Hier sieht man den betroffenen Teil. Wir haben die Platten montiert, da es auf der Rohdecke nicht so schlimm ausgesehen hat, aber mit den Platten war es dann noch besser sichtbar. 


2026/20260930875735.jpg


2026/20260930583477.jpg

Von der Bewehrung und der Schalung habe ich leider keine Bilder gemacht. 

Alles in allem hat uns die ganze Sache zwei Wochen gekostet und die arbeit geht eigentlich locker von der Hand.

Kostenmäßig lag das Material bei 22€/Platte für Heraklith, 8 Fräser á 12€, neue Oberfräse (defekt) 120€, CNC-Fräse 650€ und 2€ pro Meter Rohr.  Insgesamt komme ich so auf 5.180€ (wenn man die CNC Fräse mit einrechnen möchte und nur für die Deckenkühlung kauft und nicht wieder verkauft) oder auf rund 40€ pro m² (inklusive CNC) oder 35€ pro m² (exklusive CNC).

Und um auch noch die Frage von @­christoph1703 zu beantworten mit der Lautstärke. Meine Fräse steht im Keller und ja es ist laut. Der größte Lärmverursacher bei mir ist der Fräsmotor selbst und die Absaugung. Beides zusammen macht schon richtig Lärm. Beim Arbeiten an der CNC habe ich Kopfhöhrer getragen. Außerhalb des Hauses hört man sie, aber nur leise. Würde es als nicht störend beschreiben.
 

4 

5
  •  mariof
  •   Bronze-Award
30.9.2026  (#9)

zitat..
ROENG schrieb:

Hier noch die Auflösung und ein kurzer Erfahrungsbericht zur Deckenkühlung. 

Es wurde die Variante mit zementgebundenem Heraklith mit 25mm Stärke. Nach einer Probeplatte war relativ schnell klar, dass der Verschleiß am Fräser eigentlich kein Thema ist. Dennoch habe ich den Fräser nach circa 20 Platten immer gewechselt, da es danach vermehrt zu Schrittverlusten gekommen ist. Auch musste ich feststellen, dass meine Fräse weit nicht so potent wie uhims ist. Die Parameter mussten relativ weit nach unten korrigiert werden. Das Optimum für mich waren dann normaler 16mm HM-Fräser 1500mm/min Vorschub, Zustellung maximal 5mm und 3 Durchgänge pro Bahn. Der erste Durchgang war "nur" 4mm da nicht alle Platten 100% gleich dick sind. Auch gibt es Unterschiede in der Menge an Zement in den Platten weshalb es bei mehr Zustellung oder älterem Fräser zu Schrittverlusten gekommen ist. Sieht man auch teilweise auf den Bildern. Eine Platte hat so im Schnitt 18 Minuten gedauert. Insgesamt wurden 106 Platten gefräst. 

Hier seht ihr mein Setup. Fräse ist eine Lowrider CNC V2. Kein Hochleistungs oder Präzisionswunder, aber sie hat ihren Dienst getan. 

Ich habe immer versucht ein bis zwei Räume an Platten als "Vorrat" zu haben damit die Montage parallel durchlaufen konnten, auch wenn es mal zu Problemen bei der Fräse kommt. Hat sich als richtig herausgestellt, da zwei Endschalter und ein Fräsmotor defekt wurden. Zum Glück war aber alles auf Lager, sodass es nicht all zu lange verzögert hat. 

Die Platten haben wir auf anraten dann vollflächig verklebt und mit dem Plattenheber an die Decke gedrückt. Danach zusätzlich mit 5x70 Schrauben und Duopower Dübel verschraubt. Damit wir schneller voran kommen haben wir zuerst nur den Randbereich verschraubt. 5 Mal pro Seite. Das ausrichten der Platten zueinander funktionierte eigentlich problemlos solange die erste Platte korrekt im Raum ausgerichtet war. Zu zweit haben wir circa 25 bis 30 m² geschafft pro Tag. 

Da ich ja die Zwischenwände nicht ganz nach oben gemauert habe, und die Kreise teilweise raumübergreifend sind, haben wir auch versucht 2 Räume durchgängig zu verlegen. Das ist aber eher nicht zu empfehlen, da sich Fehler durch kleinen Versatz über die Länge ziemlich aufsummieren und das eindrücken des Rohrs dann ziemlich mühsam ist. Versatz begradigen hat aber mit einem Multitool aber auch sehr gut geklappt. 

Das Eindrücken der Schläuche war fast meine größte Sorge, aber auch unbegründet. Mit etwas Druck geht der Schlauch in die Nut und hält dort auch sehr gut. Eine Verlegehaspel hat das ganze auch ziemlich erleichtert. Einige Räume habe ich alleine gemacht, aber zu zweit ist es definitiv schneller.

Hier ein paar Bilder wo die Schläuche schon verlegt sind. Teilweise wurde auch parallel mit dem aufmauern der Zwischenwände begonnen. Dadurch dass man für die Fräse ohnehin alles zeichnen muss, habe ich direkt die Ausparungen für KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], Licht und Präsenzmelder eingefräst.

Wie es aber in einer Sanierung nun mal so ist, läuft nicht alles rund. Beim Schlafzimmer haben wir erst kurz vor der Montage den Putz an der Decke entfernt und bei der Montage wurde dann ziemlich deutlich sichtbar, dass eine Ecke 6cm nach unten hängt. Da ich das nicht so lassen wollte, habe ich die Höhenunteschiede mit dem Laser herausgemessen und den betroffen Teil herausgstemmt, Bewehrung in den Träger mit Hilti hit eingeklebt, Korb gebunden, doppelt bewehrt und dann samt den Heraklith-Platten des betroffenen Teils eingeschalt und betoniert. Hat uns schlussendlich auch ingesamt einen Tag gekostet, aber zumindest ist die Decke jetzt gerade mit +-1,5cm.

Hier sieht man den betroffenen Teil. Wir haben die Platten montiert, da es auf der Rohdecke nicht so schlimm ausgesehen hat, aber mit den Platten war es dann noch besser sichtbar. 

Von der Bewehrung und der Schalung habe ich leider keine Bilder gemacht. 

Alles in allem hat uns die ganze Sache zwei Wochen gekostet und die arbeit geht eigentlich locker von der Hand.

Kostenmäßig lag das Material bei 22€/Platte für Heraklith, 8 Fräser á 12€, neue Oberfräse (defekt) 120€, CNC-Fräse 650€ und 2€ pro Meter Rohr.  Insgesamt komme ich so auf 5.180€ (wenn man die CNC Fräse mit einrechnen möchte und nur für die Deckenkühlung kauft und nicht wieder verkauft) oder auf rund 40€ pro m² (inklusive CNC) oder 35€ pro m² (exklusive CNC).

Und um auch noch die Frage von @­christoph1703 zu beantworten mit der Lautstärke. Meine Fräse steht im Keller und ja es ist laut. Der größte Lärmverursacher bei mir ist der Fräsmotor selbst und die Absaugung. Beides zusammen macht schon richtig Lärm. Beim Arbeiten an der CNC habe ich Kopfhöhrer getragen. Außerhalb des Hauses hört man sie, aber nur leise. Würde es als nicht störend beschreiben.

Klasse arbeit, bin gespannt wies dann schlussendlich funzt!


1
  •  uhim
  •   Bronze-Award
1.10.2026  (#10)
Super, danke für die Rückmeldung!

Man sieht viele Wege führen nach Rom. Meine Fräse schafft mehr Zustellung und Vorschub, dafür musste ich bei jeder 125cm Platte einmal umspannen, während du eine 200cm Platte in einer Aufspannung schaffst. Und privat ist die eigentliche Fräszeit ja egal solange man nicht davor stehen muss.

Ich habe die Rohre als Mäander verlegt, da sind die meisten Platten Standard (gerade oder Umlenkung am Ende) und nicht jede einzelne individuell wie bei deiner Velegung als Schnecke. Bei einer Fußbodenheizung spürt man vielleicht den Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur wenn man über den Boden geht, aber bei der Deckenheizung finde ich ist der Unterschied sogar ein Vorteil, der warme Vorlauf an den Fenstern und Außenwänden, der kältere Rücklauf an den Innenwänden. 

Warum hast du eigentlich die zementgebundenen Herklith Platten verwendet? Da hatte ich wegen Staubentwicklung und Fräserverschleiß Bedenken und hab mich für die mineralisch gebundenen entschieden.

LG Michael

1
  •  ROENG
1.10.2026  (#11)

zitat..
mariof schrieb:

Klasse arbeit, bin gespannt wies dann schlussendlich funzt!

Danke sehr. Ja ich bin auch schon sehr gespannt. Ausgelegt wurde das Ganze System auf Fußboden und Decke gleichzeitig, wobei man gewisse Bereiche wie Badezimmer sperren kann sollte es doch zu warm oder kalt werden. Ingesamt liegen dann rund 2000 Meter Rohr im EG des Bestandgebäudes. Dachboden wird auch vorbereitet für die Decke und Fußboden und Keller wird mit Fußbodenheizung ausgestatt. Bin also guter Hoffnung, dass die Temperaturen im Sommer erträglich bleiben. 


zitat..
uhim schrieb:

Super, danke für die Rückmeldung!

Man sieht viele Wege führen nach Rom. Meine Fräse schafft mehr Zustellung und Vorschub, dafür musste ich bei jeder 125cm Platte einmal umspannen, während du eine 200cm Platte in einer Aufspannung schaffst. Und privat ist die eigentliche Fräszeit ja egal solange man nicht davor stehen muss.

Ich habe die Rohre als Mäander verlegt, da sind die meisten Platten Standard (gerade oder Umlenkung am Ende) und nicht jede einzelne individuell wie bei deiner Velegung als Schnecke. Bei einer Fußbodenheizung spürt man vielleicht den Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur wenn man über den Boden geht, aber bei der Deckenheizung finde ich ist der Unterschied sogar ein Vorteil, der warme Vorlauf an den Fenstern und Außenwänden, der kältere Rücklauf an den Innenwänden. 

Warum hast du eigentlich die zementgebundenen Herklith Platten verwendet? Da hatte ich wegen Staubentwicklung und Fräserverschleiß Bedenken und hab mich für die mineralisch gebundenen entschieden.

LG Michael

Den Doppelmäander als Schnecke habe ich gewählt, weil ich mir anfänglich dachte, dass ich die Planung dann auch direkt am Fußboden umsetzen kann. Im Zuge der Erstellung der CAD Zeichnung ist mir dann aber klar geworden, dass ich kein Licht und KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Auslässe am Boden brauche. Da war die Planung aber dann schon zu weit fortgeschritten, als dass ich nochmals neu begonnen hätte. Das gute beim Mäander, wie bei dir, wäre sicher auch, dass man viel weniger Fräsdateien hat. Ich hatte 106 Verschiedene. Würde ich es nochmals machen, würde ich es auch so wie du machen. 

Beim Heraklith wurde mir die Entscheidung etwas abgenommen. Ich wollte eigentlich auch die mineralisch gebundenen verwenden, aber für die ersten Probeplatten waren nur Zementgebundene adhoc verfügbar. Mit einer Absaugung (Zyklon und Staubsauger) funktionierte Absaugung aber sehr gut, weshalb ich dann der Einfachheit wegen weiter bei den Zementgebundenen geblieben bin. Preislich sind die Zementgebundenen etwas günstiger, aber das war eigentlich nicht ausschlaggeben. 

Was mich bei den Zementgebundenen gestört hat war, dass sie nicht sehr konsistent in der Zusammensetzung sind. Das hat man alleine schon beim Heben der Platten sehr gut gemerkt. Einige waren eher leicht und einige sehr schwer. Die jenigen welche schwerer waren, haben deutlich mehr Zement enthalten und entsprechend hat sich die Fräse auch schwerer getan. Nachteilig war, dass die Probeplatten eher von der leichten Sorte waren und ich anfänglich doch deutlich höhere Werte gefahren bin. Bei den "neuen" zwei Paletten musste ich dann auf die oben genannten Parameter reduzieren. Auch hier würde ich beim nächsten Mal wohl auch auf die mineralisch gebundenen gehen in der Hoffnung, dass die Streuung nicht so hoch ist. 

Viele Grüße

Robert




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