Chlor und Poolfundament
12.8.
-19.8.2026
15 Antworten
4 Autoren
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Das wird in erster Linie vom verwendeten Beton, der Betondeckung und der fachgerechten Verarbeitung abhängen. Üblicherweise sollte ein Pool mindestens in der Güteklasse "B2" hergestellt werden, und somit - bei Einhaltung aller Verarbeitungsrichtlinien - dem vorübergehenden Angriff durch Chloride (XD2) standhalten. |
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Ok, was bedeutet vorübergehend? Bleibt das Chlor nicht im Beton drinnen, wenn das Wasser dann wegtrocknet? |
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Vorübergehend heißt kein ständiger Wechsel zwischen nass und trocken oder dauerhaft dem chemisch behandelten Wasser ausgesetzt. |
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Grundiert man den Pool vor der Folie nicht normalerweise mit Flüssigkunststoff oä? |
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Mag sein, leider weiß ich nicht wie das damals vor über 20 Jahren gemacht wurde. Aber eure Message ist, ein paar Wochen Chlorwasser macht eher nix, wenn das Dichtigkeitsproblem dann behoben wird? |
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wenn das Leck gefunden wurde, macht es dann Sinn, vorm verschließen nochmals unchloriertes Wasser einzufüllen, quasi zu spülen? Und geht dafür nur Frischwasser oder auch das Poolwasser, sobald kein aktives Chlor mehr messbar ist (weil sich dieses abgebaut hat)? Was würde passieren, wenn die Armierung doch angegriffen wurde? Rostet die dann immer weiter, oder nur wenn erneut Wasser dazukommt? Wie merkt man das, sieht man ja unter der Poolfolie nicht direkt? |
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Wenn die Armierung frei liegt, sprich Luft dazukommt rostet es weiter, egal welches Wasser dort reingelaufen ist und wird dir mit den Jahren den Beton aufsprengen Reiß den Pool im Herbst raus, vergieß die Hohlstellen mit Epoxy (je nachdem Risse vorbehandeln bzw vorab ausfüllen sonst wird's teuer) |
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naja frei liegen tut die Armierung eigentlich nicht, die ist ja im Beton drinnen bzw. mit Beton bedeckt. welche Hohlstellen meinst du? Hier 2 Bilder vom Bau damals. |
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Nein! Zusätzliche Feuchtigkeit bringt Sauerstoff mit, der die Hauptverantwortung für die Bewehrungskorrosion trägt. |
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Bei Korrosion vergrößert sich das Stahlvolumen und es entsteht eine enorme Sprengkraft. Das führt zu Rissen über der Bewehrung und in weiterer Folge zur Abplatzung der Betondeckung.... Irgendwann wären Risse oder lose/abstehende Betonbrocken selbst durch die Folie spürbar/erkennbar. Vorausgesetzt einer ursprünglich fachgerechten Herstellung des Pools, wird dieses Szenario vermutlich nicht eintreten. |
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Ok, ich dachte das Chlor sei das Problem und nicht das Wasser an sich. |
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wie rasch würde sich das bemerkbar machen? Grundsätzlich habe ich jetzt die Wahl das Pool an der defekten Stelle reparieren zu lassen und vermutlich noch 2-3 Jahre weiter zu betreiben oder gleich alles neu zu machen. Nur wenn ich im Frühjahr alles neu mache und dann würde sich in 1-2 Jahren diese Abplatzungen ereignen, wäre es ja doppelt blöd. Wie gehe ich da am besten vor? Wenn ich das Pool neu machen lasse, wird man ja nach dem Entfernen der Folie nicht sehen, wie es der Armierung im Beton geht. |
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Alles gemeinsam ist das Problem. Chlor macht den Beton porös, wodurch sauerstoffreiches Wasser leichter bis zur Bewehrung eindringt, und die Korrosion einsetzt. Aber: Fazit: Wenn der Pool mit "B2" und unter Einhaltung aller Verarbeitungsrichtlinien hergestellt wurde, besteht kein Anlass zur Sorge. Wenn nicht: Werden vermutlich schon im Frühjahr braune (rostige) Flecken an der Betonoberseite sichtbar, und es besteht Handlungsbedarf. |
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aber wie würde ich diese Flecken sehen, wenn die Poolfolie drauf ist? Welcher Handlungsbedarf bestünde dann bzw. was kann man dann tun? |
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Korrosion braucht üblicherweise Sauerstoff oder Kontakt mit einem anderen Metall. Auch stehen bewehrte Bauteile (zB Hafenmauern im Meer) gelegentlich im Salzwasser und trotzdem halten sie Jahrzehnte. Im Vergleich dazu ist dein leckes Pool mit Chlorwasser deutlich harmloser. Wenn das Loch jetzt geflickt ist, sollte auch nichts weiter passieren. Ausserdem herrscht bei einem gefüllten Pool durch den Wasserdruck eher ein Gleichgewicht der Kräfte zwischen seitlichem Erddruck und Wasserdruck. Die Bewehrung sollte daher generell nicht stark belastet sein. Daher keine Panik. |
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