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Flüssigkunststoff - Der Stoff für die Ewigkeit?

   
  •  BirnbauMax
1.6. - 12.6.2026
3 Antworten | 3 Autoren 3
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Liebe Forum,

ich habe neuerdings mein Flachdach vom Schwarzdecker dämmen und abdichten lassen. Soweit bin ich auch sehr zufrieden mit seiner Arbeit. 
Der Aufbau vom Flachdach:

  • 22cm Betondecke (natürlich mit BKA BKA [Betonkernaktivierung]😜)
  • Voranstrich Titianol S 
  • SikaShield E-ALGV-4K
  • 20-30cm EPS-F+ Gefälledämmung 2%
  • SikaShield E-4 SK
  • SikaShield E-KV-5K Premium, beschiefert (höherer Polymeranteil, minimal teurer)
  • Schutzvlies 300 g/m²
  • 6cm Kies 16/32

Die Spengelerarbeiten waren etwas spezieller, da unser Haus zum gekoppelten Nachbarhaus mit Verblechung angeschlossen wurde. Erschwert wurde das Ganze dadurch dass das Nachbarhaus nicht ganz an der Grundgrenze steht, und damit die Verblechung weiter hinüber gezogen werden musste. (etwa 30cm)

Die Unterkonstruktion der Verblechung habe ich aus 22mm 3S Platten hergestellt, und wurde von mir auch mit Injektionsankern auf unseren beiden Häusern verdübelt. 5% Gefälle einmal zum Nachbarn hin, und 5% im Waagrechten teil zu unserem Flachdach in.


2026/20260601870567.jpg


Unter der Verblechung befindet sich nur im "waagrechten" Teil unterhalb die 2 lagige Bitumen-Abdichtung.
Zuerst wollte der Dachdecker nur die steilen Stücke verblechen, und im oberen Teil die Bitumenbahn frei belassen. Aufgrund von Sonne/Bewitterung habe ich jedoch auf eine komplette Verspengelung des Anschlusses bestanden. - immerhin wurde eine Pauschale für die Anschlussverspengelung vereinbart.

Die Abdichtung auf meinem Flachdach werde ich mit Kiesschüttung etwas vor der Hitze/Sonne schützen.
Der Hochzug/Atikka durfte aufgrund der Bauordnung nicht höher ausfallen. Hier weiß ich dass das zu niedrig ist. - angeblich wären 15cm ideal gewesen.


2026/20260601682117.jpg


Zu meiner Überraschung wurde der Übergang vom waagrechten Stück zu den Dachflächen mit Flüssigkunststoff hergestellt. 
Soweit ich erfahren und erkennen konnte mit Triflex ProDetail und Vlieseinlage.

Lt. Aussage vom Spengler wäre hier kein Falz möglich gewesen. 
Nachdem die beiden Bleche jedoch thermisch aufgrund der jeweiligen Länge von etwa 4m einer sicher nicht zu vernachlässigenden Längenänderung unterliegen sehe ich den Anschluss zueinander nur mit Flüssigkunststoff kritisch.

Der Dachdecker hat mir auf Ansprache auf diese Stelle nur versichert, dass der Flüssigkunststoff uns alle überdauern werde, und ich mir keine Sorge für diese Stelle machen müsse. 

Nun frage ich in die Runde:

  • Wie sind eure Erfahrungen mit der Dauerhaftigkeit von Flüssigkunstoff in freier Bewitterung?
  • Denkt ihr es wäre hier wirklich keine Blechfalzverbindung möglich gewesen?

Rechnung habe ich noch nicht beglichen. - sonst war die Arbeit meiner Einschätzung nach aber sehr in Ordnung.
Ich bin mir nun nicht sicher ob ich auf einen Blechanschluss bestehen soll, oder ob ich mir nur schriftlich bestätigen lassen sollte, dass der Flüssigkunststoff die gleiche Lebensdauer wie die Verblechung aufweist, und keiner regelmäßigen Sichtkontrolle/Wartung zu unterziehen wäre.

Die Lichtkuppel wurde übrigends auch mit Triflex angedichtet - hier würde nach Aussage des Schwarzdeckers das Bitumen nur kurze Zeit kleben. 

Das dreieckige Reststück von unserer Außenwand, welches zum Nachbarn schaut werde ich mit 20cm Mineralwolle Putzträgerplatten dämmen und verputzen - der Rest der Fassade führe ich in Holz + Mineralwolle aus. Falls jemand die Unterkonstruktion der Attika interessiert:
https://www.energiesparhaus.at/forum-diy-holzfassade-projektdoku/85279

Danke euch :)

LG BirnbauMax

  •  Dirm
  •   Bronze-Award
1.6.2026  (#1)
Bei uns haben sie damit auch einen alten Falz abgedichtet, weil sie sonst die ganze Gaube neu machen hätten müssen. Hält seit 10 Jahren.

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  •  Panorama
  •   Silber-Award
3.6.2026  (#2)
Übergänge zu Terrassentüren, aufgehende Wände oder Lichtkuppeln werden i.d.R. mit Flüssigkunstoff ausgeführt. Das entspricht den Fachregeln.

Ich bin kein Spengler, aber ich hätte erwartet, dass der Übergang ähnlich ausgeführt wird wie die Verbindungen des Attikablechs. Das Problem ist halt, dass man soetwas ohne die Einschätzung eines Fachmanns schlecht durchsetzen kann. Wenn ein anderer Spengler daneben steht und sagt: "...das ist Murks, wir machen dass immer so und so...", dann hat man die Argumente auf seiner Seite.

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
12.6.2026  (#3)
Allzugroße Sorgen würde ich mir nicht machen. In Summe sieht die Arbeit sehr ordentlich aus, das habe ich schon deutlich schlechter gesehen.

Der Teil ist gut einsehbar und Schäden sind sofort erkennbar und selbst wenn da ein paar Tropfen einsickern, kann das (soweit ich das aus den Bildern verstehe) auch wieder ausdampfen. Der Übergang ist zwar schwierig, aber man hätte da schon einen Falz machen können, dieser hätte schräg (nach unten) auf das Nachbardach laufen müssen. Zugegeben da kriegt man beim Planen einen Knopf in's Hirn emoji

Selbst wenn man da in 10 Jahren nacharbeiten muss, geht die Welt nicht unter und mit einem Flachdach ist man Wartung eh gewohnt 😜

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