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Positionierung Zu- und Abluft KWL

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  •  Pfista
18.3.2026
3 Antworten | 3 Autoren 3
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Hallo zusammen,

mein Bruder und ich sind gerade dabei ein Haus zu bauen. (Mehrfamilienhaus; 3 Stöcke + Keller; Top1: EG + Hälfte vom 1OG, Top2: Hälfte vom 1OG und 2OG) Wir wollen auch eine Wohnraumlüftung verbauen und werden eine Wernig Q600 dafür nehmen. (Installateur verwendet ausschließlich Wernig, deshalb haben wir beim Hersteller nicht lange überlegt)

Bis jetzt habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, aber nächste Woche wird die erste Decke betoniert bzw. morgen die ersten Lüftungsschläuche für den Keller verlegt und deshalb habe ich gedacht, ich schau mal kurz, wie das die anderen so machen. Nun bin ich über zahlreiche Beiträge gestolpert und bin nun unsicher, ob die Positionierung der Zu und Abluft so korrekt ist, bzw. zumindest in den richtigen Räumen vorgesehen ist. Die Planung dazu hat Wernig gemacht und die DN75 Schläuche und die Verteiler sind schon vor Ort.
Das KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Gerät steht im Keller im Technikraum und dort an der Decke sind alle Verteiler angebracht. Von dort gehen dann 7 Schläuche in den Keller (eine Abluft ist in der Skizze nicht vorhanden, da nachträglich noch ein Technikraum dazugekommen ist.)
Die restlichen 26 Schläuche gehen über einen Technikschacht dann in die verschiedenen Stöcke. 

Nun wäre es sehr hilfreich für mich, wenn ihr mir kurz eure Meinung dazu sagen könntet und ob ich an der Platzierung etwas verändern sollte. Ich weiß nicht, ob an der Anzahl der Zu- und Abluftschläuche noch etwas verändert werden kann, da wie gesagt die Verteiler schon hier sind.

Im Anhang sind einmal die Skizze von Wernig und Fotos vom Plan, in denen ich die Zu- und Abluftauslässe eingezeichnet habe, wie ich sie von Wernig bzw. vom Installateur vorgeschlagen bekommen habe.

Danke vielmals schon für eure Hilfe!
Viele Grüße,
Markus


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Hier noch die Bilder von der Platzierung, die mir vom Installateur gegeben wurde (hier wurde noch ein älterer Plan verwendet; im KG noch kein Technikraum2 und 2OG andere Raumaufteilung)


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
18.3.2026 18:27  (#1)
Joa jetzt hast eh schon verloren, 75mm Rohre sind jetzt nicht so geil was die Lautstärke betrifft, bzw klingt das nach einer ziemlichen Materialschlacht mit 26 Schläuchen, da verdienen Werning und Insti sicher brav

Die Betondecken werden dann wohl auch entsprechend dicker ausgeführt werden, kostet auch extra

Die Positionierung allein ist ziemlich wertlos bzw egal je Raum, wichtiger wäre welche Luftmengen mit welchem Rohrdurchmesser angenommen wurden

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  •  christoph1703
18.3.2026 20:22  (#2)
So direkt wollt ichs nicht schreiben, aber die Anlage wird ziemlich sicher entweder sehr laut oder mit viel zu wenig Luftdurchsatz betrieben. 75er Schläuche sind schon... suboptimal.
Als "Optimierung" fällt mir nur ein, die Auslässe möglichst weit von Ruhezonen (Bett, Couch, ...) zu positionieren, dass man dort zumindest eine Spur weniger Lärm hat.

Ich würde trotzdem noch versuchen, da irgendwie rauszukommen. Notfalls das Material auf willhaben verscherbeln an irgendeinen Ahnungslosen, der sich darüber freut. Das Lüftungsgerät selber schaut ja brauchbar aus, das kann man behalten.

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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
18.3.2026 20:22  (#3)
Die 75er Schlauchsysteme sind eigentlich gedacht für den Wohnbau mit einem Geschoß, wo die Schlauchlängen kurz sind und der Anspruch an die Lautstärke nicht so hoch sind. Ich habe selbst so ein System in meiner Mietwohnung und kann die Lüftung nachts nur auf kleinster Stufe betreiben. Ich habe sehr viele solcher Anlagen schon untersucht und ich kann diese nicht empfehlen.

Beim EFH mit mehreren Geschoßen ist so ein System alles andere als ideal. Die wichtigsten Nachteile sind:

- sehr hoher Verlegeaufwand (geschätzt 400 m Schlauchlänge)
- hoher Strömungswiderstand 1-1,5 Pa/m
- nur max. 20 m³/h pro Schlauch (25 bis 30 wären eigentlich mindestens notwendig)
- schlechte Einregulierbarkeit aufgrund hoher Druckunterschiede zwischen der kürzesten und längsten Leitung
- eine Erhöhung des Volumenstroms ist ohne akustische Beeinträchtigung nicht möglich (nachts ist der Nennvolumenstrom erforderlich, um die Schlafräume ausreichend zu versorgen)
- Reinigungskosten sind sehr hoch. Es ist fraglich, ob man die langen Schläuche überhaupt reinigen kann, wenn mehrere scharfe Umlenkungen stattfinden (Reibungswiderstand des Reinigungswerkzeuges)
- doppelt so hoher Strombedarf wie notwendig (aber verschmerzbar)

Grundsätzlich werden solche Systeme von Anbietern vertrieben, die am Material verdienen und nicht an der Qualität.

Die Position der Zu- und Abluftventile ist so ziemlich der unwichtigste Teil der Planung. Die Planung sollte so aufgebaut sein, dass die Lüftung gut funktioniert, Druckverluste gering und die Unterschiede nicht zu hoch sind.

Es tut mir leid, dass du erst jetzt ins ESH ESH [Energiesparhaus]-Forum schaust. Bei diesem Doppelhaus wäre etwas wesentlich besseres möglich gewesen.

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