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Sichtdachstuhl, Regenschall und PV teilen

27.8.2026 1 2026-08-27T17:04:33+02:00
  •  nicksda
27.08.2026
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Hallo zusammen,
ich bin gerade bei der Dachplanung für unser Einfamilienhaus (Sichtdachstuhl) und ehrlich gesagt ziemlich verwirrt von den vielen unterschiedlichen Interpretationen, wie man so ein Dach optimal aufbaut.

120qm, ca. 20° Neigung, 150qm, 45cm Überstand umlaufend.
Meine Wünsche sind eigentlich simpel: Kein lautes Prasseln bei Regen, nicht zu heiß im Sommer und natürlich preislich im Rahmen.

Angeboten wurden uns bisher bezüglich Dämmung:
  • Zweilagige Aufsparrendämmung (120 mm Holzfaser + 120 mm PU)
  • PavaPlus (40mm Holzfaser + 180 mm PU)
  • Zellulose-Einblasdämmung (300 mm – akustisch top, aber sehr massiv und beim Dachstuhl teurer; außerdem der Einwand eines befreundeten Tischlers, dass die Zellulose immer nachsackt und dann oben keine Dämmung mehr ist; wahrscheinlich übertrieben, aber grundsätzlich plausibel)

Nun zur Eindeckung und der PV Anlage: Laut einer Studie der Holzforschung Austria (HFA) dämmen schwere Ziegel oder Betonsteine den Luft- und Regenschall viel besser als ein Blechdach. Soweit, so logisch. Aber: Wir bekommen eine PV-Anlage. Bei Ziegeln müssen die Halterungen mit langen Schrauben durch die komplette Dämmung in die Sparren geschraubt werden.

Führt das nicht den ganzen Schallschutz ad absurdum, weil sich der Körperschall (Prasseln auf PV, Windvibrationen) direkt über die Schrauben in die Sparren überträgt?

Die Alternative wäre ein Doppelstehfalz-Blechdach. Da kann man die PV ohne Dachdurchdringung einfach aufklemmen. Nur trommelt der Regen auf Blech beim Sichtdachstuhl eben extrem. Eine Lösung wäre wohl eine schwere Beschwerung (z. B. Gipsfaserplatten) "unsichtbar" direkt auf die Sichtschalung zu packen.
Fragen an euch:
  • Hat hier jemand eine solche "Beschwerung" beim Blechdach auf Sichtschalung verbaut und hilft das wirklich gegen den Regenschall? Oder ist das mit Holzfaser bzw. Zellulose gar kein großes Problem?
  • Ist die Körperschallübertragung bei aufgeschraubter PV beim Ziegeldach in der Praxis wirklich so ein Problem?
Übrigens wollte ich mir die genauen Messwerte der HFA-Studie ("Schutz.aufs.Dach") dazu ansehen, aber die Details sind online leider nicht mehr abrufbar. Da werde ich wohl direkt bei der HFA nachfragen müssen.
Würde mich über eure praktischen Erfahrungen freuen! Preislich nehmen sich eine optimierte Blech-Variante und das teurere Zellulose-Angebot am Ende beim Dachstuhl ohnehin nicht viel.


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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
27.8.2026 17:04  (#1)
Wir haben die Thematik genau so umgesetzt wie du es dir wünschst und zwar folgendermaßen:
1) Tragende Dachbalken (Sichtsparen)
2) Brandschutzschalung (Sichtschalung)
3) Dampfbremse
4) Aufdachsparren (10x10er)
5) Isolierung Schicht 1
6) Aufdachsparren Querrichtung (10x10er)
7) Isolierung Schicht 2
8) Zugebrettert
9) Unterspannbahn
10) Konterlattung
11) Dachlattung
12) Dachziegel

Bei den Dachziegel haben wir für die PV-Halterung anstelle von normalen Ziegel Lüfterziegel genommen. Durch diese kannst du am Holz direkt die Montagehaken anbringen. 
Im Leben würde ich nicht bei einem neuen Haus die Dachziegel anbohren. 

Die doppelte Isolierung und die doppelten Aufdachsparren mögen vielleicht etwas übertrieben erscheinen aber genau diese sind es, dass es A) im Sommer nicht zu warm wird und B) der Schallschutz gegeben ist. Diesen Aufbau habe ich mir von einer lokalen Baufirma in Tirol abgeschaut, die hochwertige Chalets baut. 
Die Isolierung war wenn ich mich Recht entsinne von SteicoFlex. 

ABER und das muss erwähnt sein: Ein Sichtdachstuhl wärmt sich im Sommer trotzdem leicht auf. Aus diesem Grund würde ich jedenfalls die betroffenen Räume mit Klimageräten vorsehen. Sodann ist die Optik wie auch die Wohnlichkeit perfekt gewährleistet. 

Im Vorhinein gut überlegen muss man sich natürlich die Elektrik sollten Lampen etc. direkt integriert sein. 

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