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Grundstück mit oder ohne Makler verkaufen [OÖ]  teilen

23.8. -24.8.2026    12 Antworten    8 Autoren 12 2026-08-24T11:50:52+02:00
Zusammenfassung
  •  opa12
  •   Bronze-Award
  •  [OÖ]
  •  [Oberösterreich]
23.08.2026
12
Hallo,
wir haben im Familienverbund ein Grundstück (Baugrund) zu verkaufen.  In der Geschwisterrunde stellt sich jetzt die Frage mit oder ohne Makler.
Primär geht es in der Diskussion um die rechtliche Sicherheit beim Verkauf. Hat der Makler diesbezüglich überhaupt eine Verantwortung oder liegt diese sowieso beim Anwalt / Notar? 
Wer erstellt eigentlich den Kaufvertrag Makler oder Anwalt / Notar?
Danke schon mal im Vorraus

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
23.8.2026 23:41  (#1)
Den Vertrag erstellt der Käufer und zahlt das auch 

Bei einem reinen Grundstück würd ich mir keine Gedanken machen, da kann auch jeder selbstständig besichtigen ohne Begleitung, würds einfach auf Willhaben stellen 

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  •  christoph1703
24.8.2026 7:09  (#2)
Der Verkauf geht nur zwischen Käufer und Verkäufer über die Bühne. Für die Rechtssicherheit ist der Notar zuständig, der die Identität aller Beteiligten festgestellt und die Änderung im Grundbuch eintragen lässt. Wir haben von unserer Rechtsanwältin ein Treuhandkonto einrichten lassen. Da haben wir das Geld eingezahlt und nach erfolgter Eintragung ist das Geld an den Verkäufer ausgezahlt worden. Möglichkeiten zur Absicherung gibt es also genug. Der Makler hat in der Hinsicht nichts mit der Sache zu tun.

Fotos von einer Wiese auf willhaben stellen kann man auch selber, das seh ich wie @Lu1994. Der Preis ist die interessantere Frage. Makler sind halt dafür bekannt, den Preis bis auf die Spitze zu treiben mit diversen Methoden. Privat wirst du dir vielleicht einen Preis setzen und den bekommen. Dafür kann der theoretisch auch eine Spur höher sein, weil kein Makler mitschneidet.

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  •  Designo
24.8.2026 8:10  (#3)
Wie schon erwähnt wird dir ein Makler in dieser Hinsicht keinen Vorteil bieten. Imho das einzige Pro in Bezug auf Makler ist die simple Tatsache, daß er sich um die Besichtigungen kümmert. Das war es dann aber auch schon. Und selbst das ist erfahrungsgemäß eine Zumutung, weil sich die Herrschaften halt Null antun. War bei unserer Suche so und aktuell sehe ich es auch bei meiner Nachbarwohnung, die zum Verkauf steht. Mittels KI gefälschte Fotos im Inserat, alleine herumstreunende Interessenten (denen der Makler einfach die Adresse gegeben hat, ohne selber zu kommen) und wenige "Sammeltermine", wo alle verbliebenen Kaufwilligen im 10-Minuten-Takt durch das Gebäude getrieben werden. Dafür würde ich echt nicht bezahlen, weder als Verkäufer noch als Käufer.

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  •  MiMo2402
  •   Bronze-Award
24.8.2026 8:26  (#4)
Ein Notar bietet aber nur Rechtssicherheit im Hinblick auf Verkauf und Übertrag, oder?!

Wie sieht es mit den Bodenbeschaffenheiten aus? Grundwasserspiegel, Belastung mit z.B. Radon,... Bestehen da beim Privatverkauf keine Offenlegungsverpflichtungen?
Ein Foto von der grünen Wiese wird wohl zu wenig sein, um als Verkäufer wirklich abgesichert zu sein?!
Wenn ich als Käufer nach ein paar Jahren auf etwas draufkomme von dem ich annehmen kann, dass es die Vorbesitzer wussten, dann wird das nicht folgenlos bleiben ... Privatverkauf hin oder her ...

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  •  christoph1703
24.8.2026 8:32  (#5)

zitat..
MiMo2402 schrieb: Wie sieht es mit den Bodenbeschaffenheiten aus? Grundwasserspiegel, Belastung mit z.B. Radon,... Bestehen da beim Privatverkauf keine Offenlegungsverpflichtungen?

Wenn Probleme bekannt sind, natürlich. Aber es muss niemand vor dem Verkauf ein Bodengutachten machen lassen, insofern sind diese Belastungen im Normalfall nicht bekannt. Und Radon gibts eh quasi überall bzw kann man sich auf den entsprechenden Karten vor dem Kauf ein Bild machen.
Finanzielle Belastungen dürfen natürlich nicht verschwiegen werden, die sind aber im Grundbuchauszug ersichtlich, der normalerweise dem Vertrag beigelegt wird.
Und das alles ist auch mit einem Makler nicht anders.

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  •  AndiBru
  •   Gold-Award
24.8.2026 8:46  (#6)
Hallo, wenn der Verkauf problemlos ist, dann kannst du dir den Makler sparen, ABER sollte es vielleicht doch ein "Thema" geben, niemals ohne Makler, weil dann kannst du im Fall der Fälle sagen, "ich habe "diesen Nachteil, dieses Problem," dem Makler gesagt, streiten sie bitte mit ihm.

Die 1,5% vom Kaufpreis sind da sehr gut investiert und der Makler holt im Normalfall mehr raus, und wie gesagt du bist rechtlich abgesichert.

Ein Beispiel du machst eine Zusage, "so darf man bauen, oder das paßt schon", und dann stellt sich heraus es geht doch nicht.

Also nimm dir einen seriösen Makler wie auch guten Installateur und du fährst sicher besser.

LG

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  •  MiMo2402
  •   Bronze-Award
24.8.2026 8:48  (#7)
Ok, man muss es nicht machen lassen, sondern nur warten bis ein Käufer kommt, dem´s (vorerst) auch egal ist.

Zum Thema Makler: hab beim Grundstückskauf ein ca. 20 Seitiges Dokument vom Makler bekommen, in dem Bodenbeschaffenheit, Grundwasserstand, diverse (Nicht-)Belastungen,... angeführt waren.
Bin davon ausgegangen, dass das eh irgendwie "Standard" ist. Ich will ja wissen was ich kaufe ... Aber vielleicht ist da meine Erwartungshaltung einfach zu hoch?!

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  •  christoph1703
24.8.2026 8:54  (#8)

zitat..
AndiBru schrieb: dann kannst du im Fall der Fälle sagen, "ich habe "diesen Nachteil, dieses Problem," dem Makler gesagt, streiten sie bitte mit ihm.

Wenns sowas gibt, dann gehört das in den Vertrag. Egal ob mit oder ohne Makler. Wenn du das dem Makler nicht nachweislich mitgeteilt hast, wird sich der auch abputzen und von nichts gewusst haben.


zitat..
AndiBru schrieb: Die 1,5% vom Kaufpreis sind da sehr gut investiert

Vor allem weil du sie nicht zahlst...


zitat..
AndiBru schrieb: du machst eine Zusage, "so darf man bauen, oder das paßt schon", und dann stellt sich heraus es geht doch nicht.

Zu solchen Themen solltest du auf gar keinen Fall was sagen und stattdessen an die Gemeinde oder Bauordnung verweisen.




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  •  geld26
24.8.2026 10:34  (#9)

zitat..
AndiBru schrieb: Die 1,5% vom Kaufpreis

sind das nicht eher immer 3,6 % inkl. USt?


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  •  AndiBru
  •   Gold-Award
24.8.2026 11:16  (#10)
Verkäuferseitig sogar bis zu 6% möglich.

Hab aber die Erfahrung gemacht dass sich fast alle Makler mit denen ich zu tun hatte bei einem Allein Vertrag mit 1 oder 1,5% zufrieden gaben.

Meine persönliche Erfahrung lg

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
24.8.2026 11:22  (#11)
Makler haftet für nichts, Baugrundrisiko liegt vereinfacht gesagt beim Käufer. Stellt alle Unterlagen und Informationen, die euch vorliegen zur Verfügung. Die Regelung über Haftung macht nicht der Makler, sondern der Notar im Kaufvertrag.

Käufer bevorzugen Abwicklung ohne Makler (ist meine Erfahrung und auch eigene Erfahrung als Käufer). Makler im Privatumfeld sind i.d.R. sehr nervige Menschen ohne nennenswerte Kompetenz im Bereich Immobilien/Bauen (Ausnahmen gibt es natürlich). Ich würd die "Wiese" einstellen und wenn es euch um Preismaximierung geht, fang doch einfach mal sehr hoch an und schau, was geht. Der Aufwand dafür ist minimal und du sparst dem Käufer die Maklerkosten und hast einen Mehrwert für den Verkauf eures Grundstücks geschaffen.

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  •  mkurzmann
24.8.2026 11:50  (#12)
Und im Vertrag als Verkäufer für keine Bodenbeschaffenheit, Bebauungsmöglichkeit usw haften, sondern nur die Lastenfreiheit garantieren. So ist das mE üblich.

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