Hallo,
Bei uns wird in ein paar Wochen die Fassade gedämmt. Das Gebäude ist von 1920 und wurde 95 bis auf eine Wand bei der Straße erneuert (Betonplatte, Hochlochziegel, ..). Wir haben das Haus komplett entkernt , Fußbodenheizung, neue Fenster eingebaut sowie den Dachboden gedämmt. Sanierungsbonus ist beantragt weshalb nun auch 20 cm Styropor auf die Fassade müssen. Die alte Wand an der Straße macht uns nun Kopfzerbrechen. Wir wohnen bereits seit einem Jahr im Haus und hatten davor und bis jetzt kein Feuchteproblem. Da ich aber immer schon aufgrund de alten Mauer vorsichtig war haben wir beim Innenausbau bereits atmungsaktiven Putz und Spachtelmasse verwendet. Weiters wurde eine Wohnraumlüftung vorbereitet falls man doch feuchtere Luft hätte.
Die alte Wand war noch von 1920 verputzt. Der Putz war schon in sehr schlechtem Zustand. 1970 wurde dann eine Vorsatz Eternitverkleidung darüber montiert. Wir haben die Eternitverkleidung und den alten Putz vollständig entfernt. Zum Vorschein kam nun ein Steinfundament das ca. 1 meter aus dem Boden ragt. Es wurde 1920 auch schon eine Art Sperrschicht aus Bitumen aufgetragen und anschließend kommen die Mauerziegel. Es gibt auch einen kleinen Teil (ca. 2 Meter länge) hier gingen damals offensichtlich die Ziegel aus da wurde fast bis unters Dach mit Steinen gemauert. Siehe Bilder.
Gedämmt wird von einer namhaften Firma aus der Region. Vom Fassaderer vorgeschlagen wurde den Sockel noch 30cm tief ins Erdreich freizulegen. Danach die Wand zu Reinigen und mit Tiefengrund zu stabilisieren. Danach werden XPS Platten im Sockelbereich bis zur Bitumengrenze geklebt und gedübelt. Es soll hier keine Abdichtung des Steinsockels erfolgen. Danach ein Trennblech und der Rest wird mit der Styropordämmung geklebt und gedübelt. Jedoch kam vom Fassaderer der Hinweis lieber auch noch einen Baumeister zu fragen.
Nun habe ich einen Baumeister angerufen welcher vorgeschlagen hätte den Steinsockel überhaupt nicht zu dämmen.
Man solle das Styropor 20 cm über die Bitumenbahn kleben um die Kältebrücke etwas zu reduzieren und anschließend den Rest des Sockels verputzen. An die 20 cm Sockelsprung könne man sich ja gewöhnen laut ihm.
Optisch gefallen würde mir diese Lösung jedoch nicht.
Bin jetzt unsicher welche Lösung hier die Bessere ist oder ob ich wie im Neubau nicht doch das Fundament von Außen mit Bitumenspachtel abdichten sollte.
Hätte hier jemand Ideen wie man das Ganze umsetzt ohne sich ein größeres Problem zu schaffen?
Danke für eure Hilfe. LG
Nachfolgend die Fotos
alter Putz Bitumengrenze (hier weiß ich nicht ob der Putz bereits vor der Eternitfassade durch Schlagregen so zugerichtet wurde oder ob es Feuchtigkeit von innen ist. Die angeschraubten Dachlatten der Eternitwand waren jedoch nicht abgemodert.)
Bitumensperrbahn:
Detailansicht Sockel:
Detailansicht Sockelabschnitt nur mit Felsen ohne Sperrbahn
Gesamtansicht:
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