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Energieausweis vs. Heizlastberechnung (Installateur)

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12.2.2018 - 18.8.2020
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Werte Forengemeinde,

Bzgl. der Auslegung einer Tiefenbohrung habe ich mich schon ein wenig eingelesen. Wo es bei mir aktuell hakt ist: Energieausweis --> Heizlastberechnung durch Installateur --> Auslegung Tiefenbohrung durch Geologen.

Den Energieausweis habe ich. Dieser spricht (siehe Bild unten) von einer Heizlast von 6,7kW unter Berücksichtigung der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung].
Die Heizlastberechnung vom Installateur wirft mir 4,2kW aus (+ dann noch 1kW für Warmwasser) --> 5,2kW in Summe. Die Differenz macht bei der Tiefenbohrung natürlich schon ein paar Meter aus. Das ist natürlich erfreulich, aber hat sich hier eh kein Fehler eingeschlichen?
Danke für Eure Hilfe!

DITC101

Energieausweis:








Heizlastberechnung:





13.2.2018 ( #1)
Bei der Heizlastberechnung wurde kein Luftwechsel aufgrund von Undichtheiten berücksichtigt glaub ich. ("Mindest Luftwechsel")

12.5.2018 ( #2)
hallo Markus,

der EA EA [Energieausweis] berücksichtigt bei der heizlast die solaren & inneren gewinne nicht, nur bei der wärmebilanz.

die heizlastberechnung liegt gut.
du wirst real bei 4-5kw heizlast liegen...

wenn du es noch genauer wissen willst müßtets du in der leistungsklasse mit phpp rechnen.

13.5.2018 ( #3)


dyarne schrieb: wenn du es noch genauer wissen willst müßtets du in der leistungsklasse mit phpp rechnen.


Wieso ist das nicht standard.
Frage ich mich wirklich jedes mal, wenn ich lese "wenn du es noch genauer...".
Jo na ned.
Sicha will ich es genau, wenn ich schon dafür blechen muss.



13.5.2018 ( #4)


Casemodder schrieb: Bei der Heizlastberechnung wurde kein Luftwechsel aufgrund von Undichtheiten berücksichtigt glaub ich. ("Mindest Luftwechsel")


Doch, wurde berücksichtigt.
Und zwar 147W für Infiltration.
Eine  Angabe für den Mindestluftwechsel ist aus meiner Sicht ohnehin nicht notwendig.
Der kommt nur zum Tragen, wenn der eingesetzte Wert für den KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Raum-luftaustausch noch kleiner ist. Dann würde der Mindestluftwechsel-Wert anstelle der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Luftrate für diesen Raum für die Berechnung verwendet werden.

Ich denke die Heizlastberechnung schaut am ersten Blick richtig aus.
Im EA EA [Energieausweis] wurde nur 70% Wirkungsgrad für die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] angenommen.
Ich denke das macht den Unterschied.

Was wurden für Luftwechselraten bei der HLB angenommen?!

13.5.2018 ( #5)


BoZm schrieb:
__________________
Sicha will ich es genau, wenn ich schon dafür blechen muss.




Leider ist man in der Baubranche nicht bei wünsch Dir was sondern so isses !

Mit Standards ist es ein schwieriges Thema. Neue Erkenntnisstände brauchen lange lange lange bis sie in den Standards ankommen. Insbesondere wenn sich mit den nicht angepassten Standards beruhigt Geld verdienen lässt.

13.5.2018 ( #6)
Aja, bzgl. PHPP:
Das ist sicher nett zu wissen, aber soweit ich das bei mir mitbekommen hab, wird für die TB-Einreichung eine klassische Heizlastberechnung gefordert. Daher passt das schon so, wie gemacht

Wobei.... Die 1KW Warmwasser kannst vielleicht noch weg-argumentieren?!
Stehn ja eh nicht der Berechnung,oder?!
Dann sind ein paar Bohrmeter weniger

13.5.2018 ( #7)
servus BoZm,


BoZm schrieb: Wieso ist das nicht standard.
Frage ich mich wirklich jedes mal, wenn ich lese "wenn du es noch genauer...".
Jo na ned.



jedes programm rechnet mit vereinfachungen:
einmal werden innere & solare gewinne vernachlässigt, also so gerechnet als ob die häuser unbewohnt wären und bei -16° keine sonne scheinen würde.

luftwechsel und warmwasserbedarf werden nach der gebäudegröße berechnet, realistischer ist die personenanzahl...

ob das haus von DITC jetzt 4,2 oder 5,2kw heizlast hat macht kaum einen unterschied in der planung und auslegung des wärmeerzeugers. man bewegt sich hier in einem bereich in dem das nutzungsverhalten schon bedeutend wird.

die wp deines herstellers gibt es bsplw unter 10kw gerade in 2 größen.

also ich würde mich hier mit der p-real abschätzung aus dem EA EA [Energieausweis] begnügen...


dyarne schrieb: du wirst real bei 4-5kw heizlast liegen...


in den meisten fällen sieht das ganz anders aus, weil nicht jeder der eine software hat diese auch bedienen kann oder überhaupt einen bezug zu dem hat was hinten rauskommt.

ich habe gerade ein projekt am tisch da kommt laut EA EA [Energieausweis] raus
-> p-tot -> 7,0kw
-> p-real -> 4,5kw

so weit so gut und durchaus typisch für den unterschied zwischen vereinfachter und realer heizlast inkl solarer & innerer gewinne.

jetzt kommts!
-> die heizlastberechnung ergibt 13,2kw

hier ergeben allein die lüftunsgverluste 5,4kw, weil die gebäudedichtheit falsch angenommen wurde.

vereinfachungen sind schon ok, nur muß man wissen was man tut und was das bedeutet.

wenn ich weiß daß die normative heizlast eine worstcase berechnung ist die allein von der temperaturverteilung her nur an einer handvoll tage überhaupt auftritt und 90% der zeit die aktuelle heizlast bei der hälfte und weniger liegt brauch ich nicht noch eine warmwasserlast draufzuschlagen wenn mir ohnehin die hälfte der leistung dafür als reserve zur verfügung steht.

der EA EA [Energieausweis] rechnet da dual normheizlast und realen wärmebedarf nach einer aufwändigen simulation, ganz ähnlich wie phpp.
da wird der exakte standort mit nebel-/sonnenlage genauso berücksichtigt wie der solare nutzungsgrad der verbauten fenster und ob ein balkon diese beschattet.

das ist sehr sehr wertvoll zum planen, kann aber immer nur so gut sein wie die eingetragenen werte.

wenn der EA EA [Energieausweis] wenig mit dem bauwerk zu tun hat weil der bauwerber halt um € 200,- der lästigen verpflichtung der beilage eines zettels nachkommt kann nicht viel rausschauen.

wenn man den EA EA [Energieausweis] mit dem realen bauwerk befüllt ist er ein großartiges planungswerkzeug...

auch hier hat die branche viel aufholbedarf. es liegt aber an den bauwerbern danach zu fragen ...

2
13.5.2018 ( #8)


Brombaer schrieb: Leider ist man in der Baubranche nicht bei wünsch Dir was


Ich zahle, ich bestimme. Punkt.



dyarne schrieb: realistischer ist die personenanzahl...


Hab ich schon vor paar Jahren geschrieben.
Jedoch soll nicht übertrieben werden.

Nur weil gerade zwei Erwachsene und zwei Kinder und die Oma und eine Tante vielleicht in dem Gebäude geplant sind, wird dies nicht immer so sein.
Oma stirbt, die Tante findet endlich ein Kerl und die Kinder hauen mit 18 ab.
Danach kommt die Scheidung weil in Midlife-Krise und auf einmal ist nur noch eine/r da.

So, genug positive Gedanken für den Moment.

13.5.2018 ( #9)
das waren jetzt deine worte zum muttertag ...

13.5.2018 ( #10)


BoZm schrieb: Wieso ist das nicht standard.


naja, man braucht es nicht.
phpp ist ja noch mehr und noch genauer. (und auch teurer.)

wir diskuttieren hier ja "nur" um die heizlastabschätzung. und da gibt der e/a einen einfach zu berechnenden wert aus.
wenn ein installateur (in planungsfunktion) zb ww zuschlag zu einer heizlastabschätzung laut e/a dazurechnet, hat er vieles nicht verstanden oder nicht verstehen wollen. dieser person hilft auch phpp nicht.

ich hätte dafür plädiert, den e/a leicht zu erweitern/modifizieren. eben um ein paar selbst bestimmbare alternativen, wo derzeit fixe werte oder fixe prozente verwendet werden.
bspw. je größer (m2) das haus, desto höher werden die innere gewinne angenommen, weil ein prozentueller pauschalbetrag aus der m2 fläche gerechnet wird. jedes haus mit keller hat plötzlich mehr innere gewinne. (hat jetzt wieder nichts mit heizlastworstcase berechnung zu tun)

aber wie arne schreibt..


dyarne schrieb: das ist sehr sehr wertvoll zum planen, kann aber immer nur so gut sein wie die eingetragenen werte.


und


dyarne schrieb: wenn man den EA EA [Energieausweis] mit dem realen bauwerk befüllt ist er ein großartiges planungswerkzeug...


das habe ich selbst aber erst später erkannt. primär ging es mir darum, den e/a zu haben für baubewilligung und landesförderungsdarlehen.

13.5.2018 ( #11)


dyarne schrieb:
der EA EA [Energieausweis] rechnet da dual normheizlast und realen wärmebedarf nach einer aufwändigen simulation, ganz ähnlich wie phpp.
da wird der exakte standort mit nebel-/sonnenlage genauso berücksichtigt wie der solare nutzungsgrad der verbauten fenster und ob ein balkon diese beschattet.

das ist sehr sehr wertvoll zum planen, kann aber immer nur so gut sein wie die eingetragenen werte.

wenn der EA EA [Energieausweis] wenig mit dem bauwerk zu tun hat weil der bauwerber halt um € 200,- der lästigen verpflichtung der beilage eines zettels nachkommt kann nicht viel rausschauen.

wenn man den EA EA [Energieausweis] mit dem realen bauwerk befüllt ist er ein großartiges planungswerkzeug...

auch hier hat die branche viel aufholbedarf. es liegt aber an den bauwerbern danach zu fragen ...


Stimmt, nur am Beginn  weiß man als Bauherrschaft halt so vieles noch nicht, auch nicht, dass man den EA EA [Energieausweis] gezielt für die energetische Optimierung eines Gebäudes nutzen kann. Wir sind da glücklicherweise so hineingestolpert durch unsere Gemeinde, die allen Bauwerbern noch vor Planungsbeginn eine gründliche Energieberatung aufs Aug drückt
Bei uns wurde vorzu der aktuelle Planungsstand in den Energieausweis eingearbeitet, so hatten wir jederzeit Einblick darin, wie sich welche Maßnahme auswirkt. (Allerdings hat unser EA EA [Energieausweis] nicht 200€ gekostet ...)

26.5.2019 ( #12)
@dyarne: hallo bin ziemlich neu und habe oft im forum mit gelesen. Kann mir jemand wem empfehlen bezüglich Heizlastberechnung weil über den EA EA [Energieausweis] werde ich nicht klüger und viele sagen dies wäre nicht ausschlaggebend! Lg vetko88

27.5.2019 ( #13)
Hallo Vetko88, vergiss das mit der Heizlastberechnung gemäß EN12831 (siehe dazu https://www.energiesparhaus.at/forum-fbh-nach-tichelmann/53890_2#508880 Problem wurde von dyarne sehr gut beschrieben). Der EA EA [Energieausweis] passt schon, stell in halt hier mals rein.

29.5.2019 ( #14)
HALLO berhan, hier mein EA EA [Energieausweis] habe die Dämmung im Dachgeschoss von 16cm auf 18cm Alpor Dachdämmung erhöht und der W-Wert ist sogar besser statt 0,038 auf 0,031 verbessert. Vielen lieben Dank.













29.5.2019 ( #15)
Da fehlt mir noch was, stell mir bitte mal diese Seite rein https://www.energiesparhaus.at/forum-energieausweis-falsch/53783_1#507093

Bist du noch in der Planungsphase?

31.5.2019 ( #16)
Hallo dieses vl.?



31.5.2019 ( #17)
berhan meint wahrscheinlich jene Seite, auf der die Heizlast deines Hauses angegeben ist.
In den älteren Energieausweisen steht
Gebäude-Heizlast Abschätzung (in kW)
Darunter steht gern eine Fußnote mit einer niedrigeren Heizlast , wo dann schon die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] miteingerechnet ist.
In den neueren Energieausweisen steht
Benötigte Heizleistung (in kW)
https://www.energiesparhaus.at/forum-hilfe-berechnung-rgk-amstetten/53955_2#509774

31.5.2019 ( #18)
Nein, wäre nicht die richtige Seite, aber ich kann mir daraus die Heizlast berechnen. Ich werde dir versuchen den EA EA [Energieausweis] ein bisschen näher zu bringen.

Der EA EA [Energieausweis] wird für zwei Klimastandorte berechnet. Ein mal für das Referenzklima (Ref oder RK) und ein mal für das Standortklima (SK). Das Referenzklima dient der Vergleichbarkeit der Gebäude damit die Gebäude einer gleichen Beurteilung unterliegen. Für deine Energiekosten bzw. Heizlast gilt aber das Standortklima.

Deine letzte gepostete Seite beschreibt den Energiebedarf über das Jahr für das Referenzklima, für dich ist jedoch das Standortklima relevant. "Außen" beschreibt die durchschnittliche Außentemperatur des Monats am Standortklima, "QT" sind die Transmissionswärmeverluste des betreffenden Monats, "QV" sind die Lüftungswärmeverluste des betreffenden Monats, "eta Qs" die solaren Gewinne des betreffenden Monats und "eta Qi" die inneren Gewinne des betreffenden Monats.

Deine Heizlast können wir z.B. über den Jänner mit
Heizlast = (QT*(-Norm-Außentemperatur+Raumtemperatur))/(31 Tage *24 Std. * (-Jänner Außentemperatur+Raumtemperatur)) + (QV*(-Norm-Außentemperatur+Raumtemperatur))/(31 Tage *24 Std. * (-Jänner Außentemperatur+Raumtemperatur))
Heizlast = (1280*(--12,4+20))/(31*24*(--1,53+20))+(1102*(--12,4+20))/(31*24*(--1,53+20))
Heizlast = (1280*32,4)/(31*24*21,53)+(1102*32,4)/(31*24*21,53)
Heizlast = 2,59 kW + 2,23 kW
Heizlast = 4,82 kW (Dieser Wert sollte sich auch im Energieausweis finden)

Praktischerweis könnten wir noch die inneren Gewinnen und solaren Gewinne abziehen. Die inneren Gewinne (ist die Wäreenergieabgabe deiner Verbraucher wie Lampen, Kühlschrank, Computer, ....) beträgt gemäß EA 1,1 kW. Diese kann sich natürlich je nach Ausstattung ändern. Die Heizlast mit 4,82 kW würde eigentlich für ein unbewohntes Haus gelten, bei einem bewohnten Haus kannst du eigentlich die 1,1 kW nochmals abziehen. Selbiges gilt für die solaren Gewinne (Standortklima 0,41 kW).

Deine reale Heizlast wird daher zwischen 3 und 3,5 kW liegen.

2
3.6.2019 ( #19)
Hallo berhan, habe dies noch im EA EA [Energieausweis] gefunden kann man hier noch mehr ableiten? Weil am Anfang hiess es mein Haus wäre nicht gut gedämmt. Ist das dann eine Fehl info gewesen.
Vielen dank für die mühe! 




3.6.2019 ( #20)
Ja, dein Haus ist nicht gut gedämmt. Wenn ich die Flächen alle auf einen U-Wert von 0,1 senke, dann wären die Transmissionswärmeverluste bei Auslegetemperatur statt bei 2,59 kW bei ca. 1,51 kW. Und wenn wir eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] einbauen fallen die Lüftungswärmeverluste von 2,23 kW auf ca. 0,8 kW. Wäre dann eine Heizlast von 2,31 kW.

Hier mal meine Werte vom Referenzklima. Mit deinen 29,69 kWh/m²a benötigst du in etwa vier mal so viel Energie p. m² wie ich (7,15 kWh/m²a).




3.6.2019 ( #21)
Also mit eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] wäre dies dann um einiges verbessert? 
Welche LUFT/wasser bzw Sole/wasser würdest du mir empfehlen? Wie tief müsste ich für eine TIEFENBOHRUNG bohren und wäre ein Ringgrabenkollektor eine Alternative!?

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