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Automatische Bewässerung Rahmenbeete teilen

5.8. -6.8.2026    4 Antworten    3 Autoren 4 2026-08-06T00:30:02+02:00
  •  mattmein
  •   Silber-Award
05.08.2026
4
Ich habe dieses Jahr Holzrahmen/Hochbeete je (3 x 1,2 x ca. 0,3m) nach der "no dig" Methode mit reinem Kompost angelegt (Foto nicht aktuell).


2026/20260805356452.jpg

Ich habe auch noch zusätzlich Knoblauch/Erbeerbeete (1,5 x 1,2m) und einige Obstbäume/Sträucher. Außerdem hab ich zwecks Regenwassernutzung drei 1000l IBC Tanks gekoppelt und mit einer Pumpe versehen.
 
Ich will über die Jahre expandieren und immer mehr große Beete dazubauen. Mit der Dürre und den hohen Temperaturen (wir hatten heute !!41°C!! in Wien) kam die Idee nach einer langlebigen, wartungsarmen, zuverlässigen, arbeitsminimierenden Bewässerungslösung. Zuerst bin ich auf Perlschläuche gekommen, ich habe die Idee aber schnell verworfen, da ich keine Altreifenprodukte samt den ganzen Schadstoffen im Beet haben will.
 
So bin ich dann auf Tröpfchenbewässerung gekommen. 
Derzeit tendiere ich für die Rahmenbeete zu 4 parallelen Reihen mit 30cm Abstand und 30cm Tropfabstand im 16mm Rohr und ca. 2 l/h. Header und Footer (Sammelschiene aus Verlegrohr, T-Stücken und Winkeln am Anfang und Ende) und Kugelhahn, damit ich die Beete auch individuell absperren kann. Die Zuleitung hätte ich unterirdisch mittles 25mm PE HD Rohr und T-Stücken auf 16mm bei jedem Beet geplant. Diese würde ich dann in der Ecke von jedem Beet hochführen und eben mittels Kugelhahn an der Oberfläche in den Header überführen.
 
Mulchen würde ich dann mit Rasenschnitt, Stroh, etc. wie bis jetzt auch schon, aber dann über den Rohren.
 
Ich habe versucht zur Visualisierung ein Biid von der KI erstellen zu lassen, das hat aber leider sehr viele kleine Fehler, aber ich glaube es hilft trotzdem beim Verständnis. 


2026/20260805510534.png

Gedacht ist, diese ganzen "Matten" beim jährlichen "no dig" 5cm Kompost ausbringen einfach anzuheben, damit sie wieder obenauf liegen. Ich habe auch kurz überlegt die Tropfrohre gleich einzugraben, aber wurzelfeste Rohre sind deutlich teuerer und dann weiß ich auch nichtmehr wo genau sie sind, muss beim Pflanzen aufpassen und erkenne Lekagen auch nicht so leicht.
 
Für die Bäume/Sträucher würde ich einen zweiten Wasserkreis mit 25mm PE Rohr legen und dort Baumringe (T-Stück, das kreisförmig verbunden ist) bei den Baumscheiben abzweigen, das hat aber derzeit noch niedrige Priorität. 
 
Hat jemand so etwas in der Art schon umgesetzt, funktioniert das so wie ich mir das vorstelle? Gibt es Verbesserungs- und Vereinfachungspotential, irgendwie fühlt es sich ein bisschen nach "overengineeering" an. Wie bewässert ihr eure Beete/Bäume/Sträucher automatisch? Welche Produkte verwendet ihr und wie zufrieden seid ihr? Ich tendiere derzeit beim Rohr zum Rainbird XFD, hat damit jemand Erfahrung?

Ich habe gelesen @Scout13 ist ein Profi 😉

  •  ds50
  •   Gold-Award
5.8.2026 23:11  (#1)
Blumat.

Automatische Tröpfchen Bewässerung nach Erdfeuchte, komplett ohne Elektronik oder Pumpen.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
5.8.2026 23:56  (#2)
Ich empfehle Dir, die Tropfschläuche wie einen Kamm anzuordnen. Die "Zinken" kannst Du für Erdarbeiten wie Auffüllen & Durchmischen einfach hochklappen.

Wie Du bereits richtig festgestellt hast, sollte jedes Beet über einen Kugelhahn im Bedarfsfall abgesperrt werden können. Ev. kann es auch Sinn machen einen weiteren Kugelhahn einzusetzen, um nur eine Hälfte des Beets zu bewässern. Das Gute ist, dass Du das ja jederzeit selber ändern/ergänzen kannst.

Du findest viele Infos zu meiner Lösung in diesem Thread: https://www.energiesparhaus.at/forum-hochbeet-wie-viel-wasser-wie-lange-und-wie-oft-giessen/83104

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  •  mattmein
  •   Silber-Award
6.8.2026 0:00  (#3)

zitat..
ds50 schrieb:

Blumat.

Danke für den Hinweis low tech find ich grundsätzlich gut. Hab mich mal eingelesen und glaube aber, dass das für meine Anforderungen leider nicht das richtige System ist.
Soweit ich das verstehe, deckt ein Tropf-Blumat mit fünf angeschlossenen Verteiltropfern einen Bereich von 40 x 50 cm ab. Pro Beet bräuchte ich dann 3 x 6 = 18 Stk. von denen samt 18 x 5 = 90 Stk. Verteiltropfer, das ist leider nicht wirtschaftlich.

Heißt es nicht eigentlich auch, man soll selten, aber dafür viel und durchdringend gießen, um ein tiefes/weites Wurzelsystem zu fördern? Dann wäre das "zizerlweise" gießen mit Blumat ja eigentlich kontraproduktiv.

Außerdem steht, dass man die für eine lange Lebensdauer frostsicher lagern sollte und neu befüllen muss, das wäre mir bei der Anzahl zuviel Arbeit. Ein klassisches Tropfrohr kann man meines Wissens nach mitm Kompressor ausblasen und übern Winter einfach liegen lassen.

Für einzelne Pflanzen/Töpfe ist das Blumat System aber sicher super.


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  •  mattmein
  •   Silber-Award
6.8.2026 0:30  (#4)

zitat..
MissT schrieb:

Du findest viele Infos zu meiner Lösung in diesem Thread: https://www.energiesparhaus.at/forum-hochbeet-wie-viel-wasser-wie-lange-und-wie-oft-giessen/83104

@MissT Danke super! 
Welchen Grund hat es, dass der Kamm bei dir so angeordnet ist, dass er "kurze Zinken" hat, also der header/Verteilleitung die ganze Länge entlangläuft und dann die einzelnen Stichleitungen/Kammreihen in die Beetbreite gehen? Umgekehrt wäre es doch wesentlich Materialsparender in Bezug auf die Fittinge und insgesamt wären es weniger Verbindungen, also weniger potentiell undichte Stellen?

Also so wie ich das lese hast du quasi einen 18 x 33cm Tropfraster, ich hätte nur einen 30 x 33cm Raster bei 1,2m Breite und 4 Rohren
Meinst du das reicht oder sollte ich zB 6 Rohre machen, das wäre dann 20 x 33cm.

Ich hab auch gelesen, dass du sowohl XFD als auch XFS im Einsatz hast, wo hast du den Tropfschlauch in der Erde liegen und wieviel weniger Wasser braucht es dann im Vergleich zu oberirdisch (+Mulch)? Sonst hat unterirdisch ja eigentlich nur Nachteile (teurer, man kommt nicht zu den Leitungen) oder?

zitat..
MissT schrieb:

Ich empfehle Dir, die Tropfschläuche wie einen Kamm anzuordnen. Die "Zinken" kannst Du für Erdarbeiten wie Auffüllen & Durchmischen einfach hochklappen.

Die Idee von der beidseitigen Verteilleitung war, dass wenn ein Tropfrohr an einer Stelle verstopft ist, das Wasser auch von der anderen Seite zufließen kann. Auch dass ich den ganzen Rahmen hochklappen kann um ihn nicht zu begraben, wenn ich jedes Jahr die neue Kompostschicht auffülle.

Materialsparender sind die "Zinken" aber jedenfalls. Ich könnte ja mal eines mkt Zinken machen und eines mit Verteilleitungen auf beiden Seiten und vergleichen. Die Verteilleitung am Ende kann ich ja immernoch nachträglich dazubauen.


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