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Automatische Bewässerung Rahmenbeete teilen

5.8. -7.8.2026    7 Antworten    3 Autoren 7 2026-08-07T00:12:48+02:00
  
Zusammenfassung
  •  mattmein
  •   Silber-Award
05.08.2026
7
Ich habe dieses Jahr Holzrahmen/Hochbeete je (3 x 1,2 x ca. 0,3m) nach der "no dig" Methode mit reinem Kompost angelegt (Foto nicht aktuell).


2026/20260805356452.jpg


Ich habe auch noch zusätzlich Knoblauch/Erbeerbeete (1,5 x 1,2m) und einige Obstbäume/Sträucher. Außerdem hab ich zwecks Regenwassernutzung drei 1000l IBC Tanks gekoppelt und mit einer Pumpe versehen.
 
Ich will über die Jahre expandieren und immer mehr große Beete dazubauen. Mit der Dürre und den hohen Temperaturen (wir hatten heute !!41°C!! in Wien) kam die Idee nach einer langlebigen, wartungsarmen, zuverlässigen, arbeitsminimierenden Bewässerungslösung. Zuerst bin ich auf Perlschläuche gekommen, ich habe die Idee aber schnell verworfen, da ich keine Altreifenprodukte samt den ganzen Schadstoffen im Beet haben will.
 
So bin ich dann auf Tröpfchenbewässerung gekommen. 
Derzeit tendiere ich für die Rahmenbeete zu 4 parallelen Reihen mit 30cm Abstand und 30cm Tropfabstand im 16mm Rohr und ca. 2 l/h. Header und Footer (Sammelschiene aus Verlegrohr, T-Stücken und Winkeln am Anfang und Ende) und Kugelhahn, damit ich die Beete auch individuell absperren kann. Die Zuleitung hätte ich unterirdisch mittles 25mm PE HD Rohr und T-Stücken auf 16mm bei jedem Beet geplant. Diese würde ich dann in der Ecke von jedem Beet hochführen und eben mittels Kugelhahn an der Oberfläche in den Header überführen.
 
Mulchen würde ich dann mit Rasenschnitt, Stroh, etc. wie bis jetzt auch schon, aber dann über den Rohren.
 
Ich habe versucht zur Visualisierung ein Biid von der KI erstellen zu lassen, das hat aber leider sehr viele kleine Fehler, aber ich glaube es hilft trotzdem beim Verständnis. 


2026/20260805510534.png


Gedacht ist, diese ganzen "Matten" beim jährlichen "no dig" 5cm Kompost ausbringen einfach anzuheben, damit sie wieder obenauf liegen. Ich habe auch kurz überlegt die Tropfrohre gleich einzugraben, aber wurzelfeste Rohre sind deutlich teuerer und dann weiß ich auch nichtmehr wo genau sie sind, muss beim Pflanzen aufpassen und erkenne Lekagen auch nicht so leicht.
 
Für die Bäume/Sträucher würde ich einen zweiten Wasserkreis mit 25mm PE Rohr legen und dort Baumringe (T-Stück, das kreisförmig verbunden ist) bei den Baumscheiben abzweigen, das hat aber derzeit noch niedrige Priorität. 
 
Hat jemand so etwas in der Art schon umgesetzt, funktioniert das so wie ich mir das vorstelle? Gibt es Verbesserungs- und Vereinfachungspotential, irgendwie fühlt es sich ein bisschen nach "overengineeering" an. Wie bewässert ihr eure Beete/Bäume/Sträucher automatisch? Welche Produkte verwendet ihr und wie zufrieden seid ihr? Ich tendiere derzeit beim Rohr zum Rainbird XFD, hat damit jemand Erfahrung?

Ich habe gelesen @Scout13 ist ein Profi 😉

  •  ds50
  •   Gold-Award
5.8.2026 23:11  (#1)
Blumat.

Automatische Tröpfchen Bewässerung nach Erdfeuchte, komplett ohne Elektronik oder Pumpen.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
5.8.2026 23:56  (#2)
Ich empfehle Dir, die Tropfschläuche wie einen Kamm anzuordnen. Die "Zinken" kannst Du für Erdarbeiten wie Auffüllen & Durchmischen einfach hochklappen.

Wie Du bereits richtig festgestellt hast, sollte jedes Beet über einen Kugelhahn im Bedarfsfall abgesperrt werden können. Ev. kann es auch Sinn machen einen weiteren Kugelhahn einzusetzen, um nur eine Hälfte des Beets zu bewässern. Das Gute ist, dass Du das ja jederzeit selber ändern/ergänzen kannst.

Du findest viele Infos zu meiner Lösung in diesem Thread: https://www.energiesparhaus.at/forum-hochbeet-wie-viel-wasser-wie-lange-und-wie-oft-giessen/83104

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  •  mattmein
  •   Silber-Award
6.8.2026 0:00  (#3)

zitat..
ds50 schrieb:

Blumat.

Danke für den Hinweis low tech find ich grundsätzlich gut. Hab mich mal eingelesen und glaube aber, dass das für meine Anforderungen leider nicht das richtige System ist.
Soweit ich das verstehe, deckt ein Tropf-Blumat mit fünf angeschlossenen Verteiltropfern einen Bereich von 40 x 50 cm ab. Pro Beet bräuchte ich dann 3 x 6 = 18 Stk. von denen samt 18 x 5 = 90 Stk. Verteiltropfer, das ist leider nicht wirtschaftlich.

Heißt es nicht eigentlich auch, man soll selten, aber dafür viel und durchdringend gießen, um ein tiefes/weites Wurzelsystem zu fördern? Dann wäre das "zizerlweise" gießen mit Blumat ja eigentlich kontraproduktiv.

Außerdem steht, dass man die für eine lange Lebensdauer frostsicher lagern sollte und neu befüllen muss, das wäre mir bei der Anzahl zuviel Arbeit. Ein klassisches Tropfrohr kann man meines Wissens nach mitm Kompressor ausblasen und übern Winter einfach liegen lassen.

Für einzelne Pflanzen/Töpfe ist das Blumat System aber sicher super.


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  •  mattmein
  •   Silber-Award
6.8.2026 0:30  (#4)

zitat..
MissT schrieb:

Du findest viele Infos zu meiner Lösung in diesem Thread: https://www.energiesparhaus.at/forum-hochbeet-wie-viel-wasser-wie-lange-und-wie-oft-giessen/83104

@­MissT Danke super! 
Welchen Grund hat es, dass der Kamm bei dir so angeordnet ist, dass er "kurze Zinken" hat, also der header/Verteilleitung die ganze Länge entlangläuft und dann die einzelnen Stichleitungen/Kammreihen in die Beetbreite gehen? Umgekehrt wäre es doch wesentlich materialsparender in Bezug auf die Fittinge und insgesamt wären es weniger Verbindungen, also weniger potentiell undichte Stellen?

Also so wie ich das lese hast du quasi einen 18 x 33cm Tropfraster, ich hätte nur einen 30 x 33cm Raster bei 1,2m Breite und 4 Rohren
Meinst du das reicht oder sollte ich zB 6 Rohre machen, das wäre dann 20 x 33cm.

Ich hab auch gelesen, dass du sowohl XFD als auch XFS im Einsatz hast, wo hast du den Tropfschlauch in der Erde liegen und wieviel weniger Wasser braucht es dann im Vergleich zu oberirdisch (+Mulch)? Sonst hat unterirdisch ja eigentlich nur Nachteile (teurer, man kommt nicht zu den Leitungen) oder?

zitat..
MissT schrieb:

Ich empfehle Dir, die Tropfschläuche wie einen Kamm anzuordnen. Die "Zinken" kannst Du für Erdarbeiten wie Auffüllen & Durchmischen einfach hochklappen.

Die Idee von der beidseitigen Verteilleitung war, dass wenn ein Tropfrohr an einer Stelle verstopft ist, das Wasser auch von der anderen Seite zufließen kann. Auch dass ich den ganzen Rahmen hochklappen kann um ihn nicht zu begraben, wenn ich jedes Jahr die neue Kompostschicht auffülle.

Materialsparender sind die "Zinken" aber jedenfalls. Ich könnte ja mal eines mkt Zinken machen und eines mit Verteilleitungen auf beiden Seiten und vergleichen. Die Verteilleitung am Ende kann ich ja immernoch nachträglich dazubauen.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
6.8.2026 10:11  (#5)
Ad Kamm längs oder quer: Das hat mit der Bepflanzung zu tun - die Reihen laufen bei mir immer über die kurze Seite. Wir haben idR nicht so viele Pflanzen einer Art und können so auch die Reihenabstände leichter anpassen. Weiters wären längs die mittleren 1-2 Reihen schlechter zu bearbeiten, wenn außen schon etwas wächst. Ich bilde mir ein, dass es auch für die Belichtung ein bisschen besser sein könnte, weil bei uns die Längsseite Süden ist.

Unsere Bewässerung ist jetzt 5 oder 6 Jahre in Betrieb: Bei den Rainbird-Tropfrohren gab es noch nie eine Verstopfung. Bei den Einzeltropfern schon, die kontrolliere ich auch immer am Anfang und manchmal auch in der Mitte jeder Saison. Betreffend Fittinge: Die einfachen Steckverbindungen sind billiger, schneller angebracht, brauchen weniger Platz und wurden noch nie undicht. Ich hatte es in der Anfangszeit aber 1-2x, dass eine Verbindung komplett auseinander gegangen ist. Die Schraubverbindungen von Rainbird sind deutlich teurer, sind mehr Arbeit anzubringen, ich bringe das Gewinde nur mit Teflonfaden dicht und die Schläuche verdrehen sich gerne etwas beim Zudrehen. Ich habe noch recht viel davon, weil ich das Material mal auf Verdacht bzw. auf Lager bestellt habe. Ich verwende es heute bewusst dort, wo Verbindungen stärker belastet werden und/oder deren Größe egal ist.

20x33cm (versetzte Löcher!) passt als Raster gut, 30x33cm wäre mir deutlich zu groß. Es passt auch gut zu meiner üblichen Bepflanzung in den Hochbeeten: Bei kleinen Pflanzen wie Radieschen, Rucola, Karotten u. dgl. ist Reihe neben Reihe, bei größeren Pflanzen bleibt eine Reihe dazwischen frei, ggf. auch noch versetzte Anordnung. Mein Ziel war/ist eine in der Fläche möglichst gleichmäßige Wasserversorgung der Bepflanzung. Es sollen auch die großen Pflanzen den kleinen nicht übermäßig das Wasser wegnehmen.

Betreffend XFD vs. XFS: Ich wüsste jetzt nicht mal mehr, dass ich beides habe - hab ich das tatsächlich wo geschrieben? Vielleicht habe ich mal das unterirdische Rohr bestellt, weil ich vorhatte die Schläuche in den Staudenbeeten unter dem Mulch zu verstecken? Dazu ist es aber nie gekommen, weil es unpraktisch ist und mich die braunen Rohre optisch nicht wirklich stören. 

Noch etwas: Es wäre natürlich auch möglich, den Bewässerungs-"Kamm" oder die "-Matte" durch lösen des Fittings zur Versorgungsleitung einfach vom Beet runter zu geben fürs Auffüllen u. dgl., weil ein bisschen nerven die hoch- oder umgeklappten "Zinken" schon. Bei mir ist es aber so, dass die Hochbeete quasi nie völlig leer sind: Da hat das Hochklappen auch seine Vorteile.

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  •  mattmein
  •   Silber-Award
6.8.2026 22:27  (#6)
@MissT Sollte das nicht eigentlich prinzipiell egal sein, wie die Reihen ausgerichtet sind und wie die Rohre liegen? Wird durch die regelmäßigen Tropfer und das im Hochbeet normalerweise humose Substrat nicht alles relativ gleichmäßig feucht? Merkst du, dass Pflanzen die näher an den einzelnen Tropflöchern liegen besser wachsen/Ertrag bringen?

Karotten hab ich heuer auch in Querrichtung angebaut, das sollte ja auch funktionieren, wenn die Tropfrohre in längsrichtung liegen? Ein in längs- und querrichtung ca. homogener Raster (eben zB 30x33cm bei 4 Rohren oder bei 5 Rohren 24x33cm) erscheint mir für eine gleichmäßige Durchfeuchtung am logischsten, da sich die "Wasserzwiebel" ja kreisförmig ausbreiten sollten. Oder ist der Effekt so stark, dass es direkt beim Tropfer sehr nass ist und je weiter weg, die Feuchtigkeit rapide abnimmt, sodass es in den Randbereichen nur sehr trocken bleibt und deshalb eine stärkere Überlappung besser ist? Irgendwoher werden die standardmäßigen 33cm Tropfabstand ja kommen oder?

Ich denke auch, die Wurzeln werden schon so wachsen, dass sie ans Wasser kommen, wenn regelmäßig an den selben Stellen gewässert wird. 

Großes Danke für den Hinweis mit den versetzten Löchern, da muss ich dann beim Basteln genau drauf schauen um eine gleichmäßige Überlappung hinzubekommen.

In dem von dir verlinkten Thread hast du in Post #8 geschrieben:

"Ja, es handelt sich um das Rainbird XFD- bzw. XFS-Tropfrohr: 2,3L/h, 33cm Lochabstand."

Dann werde ich das unterirdische System auch vergessen, wenn es kaum Vorteile hat.

Hmm vielleicht ist dann eine Hybridlösung das Beste:
Beim Kugelhahn ein Quick Lock Fitting, an dem die ganze "Matte" einfach abgenommen werden kann und dann eine möglichst biegesteife Matte mit normalen günstigen Steckverbindern und einer Kappe/Ventil zum entleeren. Wenn ich noch nach 1m und bei 2m eine (nicht wasserführende) Querverbindung zwecks Abstandshaltung und Aussteifung über alle Tropfrohre schaffe, hab ich eine richtige Matte und könnte mir ja auch die Bodenanker sparen denk ich? Ich hab noch nie mit dem Material gearbeitet und kann's mir schwer vorstellen, was da praktikabel ist. Am besten wird sein einfach mal zu probieren, was für mich funktioniert und dann zu adaptieren.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
7.8.2026 0:12  (#7)

zitat..
mattmein schrieb:

@MissT Sollte das nicht eigentlich prinzipiell egal sein, wie die Reihen ausgerichtet sind und wie die Rohre liegen? Wird durch die regelmäßigen Tropfer und das im Hochbeet normalerweise humose Substrat nicht alles relativ gleichmäßig feucht? Merkst du, dass Pflanzen die näher an den einzelnen Tropflöchern liegen besser wachsen/Ertrag bringen?


Möglich ist vieles, aber ich fände es sehr unpraktisch, wenn die Reihen quer zu den Tropferrohren wären. Wie willst Du da denn vernünftig Furchen ziehen oder Pflanzabstände einhalten? Bei meiner Anordnung wird alles recht gleichmäßig feucht und entsprechend wachsen die Pflanzen. 


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