Funktionsweise der PV-Anlage: Aus Sonnenlicht wird direkt
elektrischer Strom erzeugt. Dies
geschieht mittels Solarzellen
(=Photovoltaik-Modul bzw. kurz:
PV-Modul). Damit unterscheiden sie sich
grundsätzlich von den thermischen
Solaranlagen, die mit Hilfe der Sonne
Wasser oder Luft erwärmen. Solarzellen
erzeugen eine Gleichspannung (wie eine
Batterie) und damit Gleichstrom. Diese
wir meist in Wechselspannung umgewandelt
und ins Stromnetz (230 V, 50 Hz)
eingespeist bzw. im Haus verbraucht.
Die Umwandlung der Gleichspannung in
Wechselspannung geschieht im sogenannten
Wechselrichter. Nur in Ausnahmefällen
(wenn kein Stromnetz vorhanden ist) wird
die Energie in Batterien gespeichert.
Solarzellentypen
und Wirkungsgrade:
Die meiste Verwendung finden heute
Silizium-Solarzellen:
amorph
(Dünnschichtzelle):
kostengünstigste Herstellung,
Wirkungsgrad 5-8 %, der mit der Zeit noch
abnimmt (wird v.a. in Kleingeräten wie
Uhren usw. verwendet)
Es gibt noch viele weitere
Solarzellentypen, die oft noch im
Laborstadium sind, aber einen
Wirkungsgrad bis zu 30 % erzielen.
Wirkungsgrad und tatsächlicher
Ertrag:
Die Angabe des Wirkungsgrades sagt noch nicht
sehr viel über den tatsächlichen Solarertrag
aus. Bei eher diffusem Licht (=bewölkter Himmel)
erzeugen Dünnschichtzellen sogar mehr Energie
als poly- oder monokristalline Zellen. Auch wenn
die Anlage nicht optimal ausgerichtet werden kann
ist es möglich, dass die billigeren
Dünnschichtzellen in etwa so viel Strom wie
kristalline Zellen erzeugen. Deshalb können z.B.
bei großen Fassadenanlagen oft sehr
kostengünstige Solarzellen eingesetzt werden,
ohne den jährlichen Energieertrag zu schmälern.