Der Haupteffekt der Energieeinsparung
bei Einbau einer Lüftungsanlage
besteht darin, dass die Wärmeenergie aus
der Abluft auf die Zuluft übertragen
wird. Diese Wärmeübertragung passiert
im Wärmetauscher. Je effizienter der
Wärmetauscher ist, desto weniger
Zusatzenergie müssen Sie für die
Erwärmung der hygienisch notwendigen
Luftmenge aufwenden
Für alle Varianten von Lüftungsgeräten
gilt: Vergleichen Sie nur Messwerte, die
von unabhängigen Prüfstellen ermittelt
wurden. Die Herstellerangaben weichen oft
erheblich ab, weil andere (günstigere)
Messverfahren verwendet werden. Folgende
Werte sind relevant:
Wärmerückgewinnungsgrad:
Bilanziert die Energie, die
tatsächlich aus dem Abluftstrom
entzogen wird in %. Je höher
desto besser.
Wärmebereitstellungsgrad in %:
Gibt an, wieviel Energie auf die
Zuluft übertragen wird. Je
höher desto besser. Da dieser
Messwert neben der
Abluftwärmemenge auch
übertragene Energie durch
Leckagen, Wärmeleitung,
elektrische Abwärme oder
eventuelle Beiträge integrierter
Wärmepumpen enthält, ist er
immer höher als der
Wärmerückgewinnungsgrad
Elektrisches Wirkungsverhältnis: Gibt
an, wieviel elektrische Energie
eingesetzt werden muss, um die
rückgewonnene Wärme bereit zu stellen.
Schließt Verbräuche zB. des
Ventilators, einer integrierten
Wärmepumpe und auch der Regelung ein.
Bei allen Plattenwärmetauschern wird die Luft
durch ein Paket aus parallelen, dünnen Platten
geführt (immer abwechselnd eine Lage Zuluft und
eine Lage Abluft). Die Energie wird von der
warmen Luft über die wärmeleitende PIatte an die kalte Luft
übertragen.
Keine beweglichen Teile, wartungsarm Einfacher konstruktiver Aufbau Konsequente Trennung der Zuluft und
Abluft, keine Vermischung Vorkehrungen für Frostgefahr sind
zu treffen (zB. elektrische Zuluftvorwärmung
oder Erdwärmetauscher),
da ansonsten anfallendes Kondensat zu Vereisung
führen könnte
Kreuzstromwärmetauscher: Beim Kreuzstromwärmetauscher werden die
beiden Luftströme (Zuluft und Abluft) über
Kreuz durch das Plattenpaket geführt. Diese
Bauweise wird bei Lüftungsgeräten recht häufig
angewendet.
Gegenstromwärmetauscher: Beim Gegenstromwärmetauscher werden die
beiden Luftströme parallel geführt, mit
entgegengesetzter Strömungsrichtung. Da hierbei
die Temperaturniveaus besser übereinstimmen, ist
der Gegenstromwärmetauscher prinzipiell
effizienter.
Variante
Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher: Der Kreuzgegenstromwärmetauscher ist
vom Prinzip her ein Gegenstromwärmetauscher und
weist dementsprechend gute Effizienz auf.
Rotationswärmetauscher:
Bei dieser Technik dreht sich ein Rotor, der
aus zahlreichen Kanälen parallel zur Drehachse
besteht (Aussehen ähnlich Wellpappe, jedoch aus
korrosionsbeständigem dünnem Blech oder Folie).
Jeder Kanal ist somit so lang, wie der Rotor dick
ist. Eine Hälfte des Rotors (zB. oben) wird von
der Abluft durchströmt, die andere Hälfte (zB.
unten) wird in umgekehrter Richtung von der
Zuluft durchströmt. Der Teil des Rotors, der
oben ist, wird also von der Wärme der Abluft
"aufgeladen" und dreht sich dann in die
kalte Zuluft. Somit wird jeder einzelne Kanal
eine halbe Umdrehung lang erwärmt und kann diese
Wärme dann wiederum eine halbe Umdrehung lang
abgeben.
Feuchtigkeit schlägt sich am kalten
Rotor nieder und wird von der Zuluft wieder
aufgenommen, somit weniger Probleme mit zu
trockender Luft (Rückfeuchtung der Luft) Keine Vorkehrungen für Frostschutz
notwendig Auch für großes Luftvolumen
geeignet Antriebsmotor und Dichtungen nötig,
somit eventuell etwas störanfälliger als
Plattenwärmetauscher Zusätzliche Energie für
Antriebsmotor nötig Theoretisch Verkeimung des Rotors
und damit der Zuluft möglich, weiters
geringfügige Luftvermischung mit
Geruchsübertragung möglich. Anders als zB. bei
Krankenhäusern sind aber diese Aspekte im
Privatbereich nicht relevant