Liebes Forum
Ich bin Bau- und Forumsneuling und hoffe daher, dass ihr nachsichtig mit mir und meiner Anfrage seid.
Wir bauen gerade unser Einfamilienhaus. Betonfundament/-platte mit Holzriegelbauweise und Massivholz-Zwischengeschoss-Decke.
Jetzt diskutieren wir gerade (mit Holzbaufirma, Estrichleger, Architekten) etwas im Kreis bezüglich des Bodenaufbaus. Vor allem bezüglich des Bodenaufbaus der Massivholzdecke zwischen EG und OG. Vorweg: Uns ist hier ein besonders guter Trittschallschutz wichtig, da die Kinderzimmer über dem Eltern-Schlafzimmer liegen. Und ich Schichtarbeit habe. Gleichzeitig ist aber die Raumhöhe - und somit die Bodaufbauhöhe - auf Grund von Bauvorschriften sehr begrenzt. Gleichzeitig liegt die Baustelle sehr schlecht zugänglich und weit von der Straße entfernt, so dass zb alles was gepumpt werden muss (Schüttungen, Estrich, Beton) über lange Strecken (ca 120m) gepumpt werden muss. Daher scheidet - zumindest laut unserem Estrichleger - eine gebundene, schwere Splitschüttung aus (weil er diese nicht so weit pumpen kann). Daher sind wir - laut Estrichleger - an die vorgeschlagene Ausgleichsschüttung (EPS Granulat mit ThermoBinder Rapid Fa Baumit) "gebunden".
Der Vorschlag der Holzbaufirma und dem Estrichleger zum Bodenaufbau ist aktuell:
Belag (Parkettboden) 15mm
Anhydrit-Fließestrich 65mm
PE-Folie 0,2mm (?)
Rolljet Fußbodenheizungsmatte (Uponor Tacker Rolle DES 30-2) 30mm
Ausgleichsschüttung (EPS Granulat mit ThermoBinder Rapid Fa Baumit) 70mm
Massivholzdecke 120mm
Unser Gegenvorschlag - mit unserer Meinung nach verbessertem Trittschallschutz - wäre:
Belag (Parkettboden) 15mm
Anhydrit-Fließestrich 65mm
PE-Folie 0,2mm (?)
Austrotherm Trittschallrolle 650 Alu 30mm (anstatt der Uponor Tackerplatte)
Austrotherm PE-25 5mm (als Trennschicht und zusätzliche Trittschalldämmung)
Ausgleichsschüttung (EPS Granulat mit ThermoBinder Rapid Fa Baumit) 65mm
Massivholzdecke 120mm
Meine Frage an euch wäre, ob unser Gegenvorschlag Sinn macht. In Bezug auf Ausführung generell und vor allem in Bezug auf Trittschalldämmung. Die Trittschalldämmung im Holzbau ist ja nicht "nur" addieren von Trittschallreduktions-Werten. So ist zb auch die "Masse" die man auf die Decke bringt, relevant für die Trittschalldämmung. Und Masse hat die Ausgleichsschüttung natürlich mehr als die Trittschallrolle oder die PE Folie.
Dann kam auch zwischenzeitlich der Vorschlag des Estrichlegers, nur eine sehr dünne Ausgleichsschüttung (zb 40 mm) aufzubringen (das sollte die wenigen Bodenleitungen gut überdecken können). Und stattdessen zusätzlich Trittschalldämmplatten (unter die die Trittschall-Fußbodenheizungs-Rolle) aufzulegen. Also in dieser Form ca:
Belag (Parkettboden) 15mm
Anhydrit-Fließestrich 65mm
PE-Folie 0,2mm (?)
Austrotherm Trittschallrolle 650 Alu 30mm (anstatt der Uponor Tackerplatte)
Austrotherm EPS T650 Trittschalldämmplatte 25mm
Ausgleichsschüttung (EPS Granulat mit ThermoBinder Rapid Fa Baumit) 40mm
Massivholzdecke 120mm
Ich habe aber keine Ahnung, ob das einen Mehrwert bringt? Der Allergrößte Vorteil hier wäre für mich, dass ich mir etwas Geld sparen könnte und die EPS Trittschalldämmplatten selber verlegen könnte. (wäre aber nicht die Welt an Ersparnis).
Habt ihr hier Erfahrungen oder Empfehlungen? Oder auch "ganz andere" Ideen?
Die Isolierung/Wärmedämmung ist für uns zwischen den beiden Geschossen (EG zu OG) nicht wirklich wichtig. Ist alles beheizt und bewohnt.
Und so generell war meine Frage noch: Wo brauchen wir bei diesem Bodenaufbau überall Trennschichten? Zwischen Ausgleichsschicht und Trittschallrolle? Und auch zwischen Trittschallrolle und Fließestrich? Nicht oder? Nur dann zwischen Fließestrich und Parkettboden, oder?
Ich freue mich über eure Inputs und bin schon jetzt sehr dankbar!
Liebe Grüße
Hörbs