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Tipps und Vorschläge zu Sanierungsprojekt (Zusammenfassung aus 78 Antworten von 19 Autoren)

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  •  CoolS
9.9.2022 - 29.5.2025
78 Antworten von 19 Autoren
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier deshalb kurz zu mir, ich bin der Simon und komme aus Oberösterreich nahe Linz. 
Zusammen mit meiner Partnerin möchte ich ein Haus umfassend umbauen und renovieren, da wir sowas noch nie geplant oder ausgeführt haben würden wir uns sehr freuen wenn die erfahrenen User hier ein paar Tipps und ihre Meinung zu dem Vorhaben geben könnten.

Das Haus ist Anfang der 80er erbaut worden und derzeit ein Zweifamilienhaus. Im Zuge des Umbaus soll es auf ein Einfamilienhaus umgebaut werden. Die Wohnfläche beträgt 240m2 aufgeteilt auf zwei Stockwerke. Dazu kommt noch eine Vollunterkellerung. Beheizt werden derzeit nur die Wohnräume mit Radiatoren, versorgt von zwei Gasthermen. Zusätzlich soll noch das jetzt unbeheizte Stiegenhaus und der Eingangsbereich mitbeheizt und in den Wohnraum integriert werden. 

Der letzte Energieausweis wurde vor gut 20 Jahren erstellt als einige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Er weist eine Heizlast von gut 10kW und einen HWB von 65kWh/m2/a aus. Gedämmt ist die Außenfassade (30cm Ziegel) mit 10cm, die Kellerdecke mit 5cm und der Dachboden mit 20cm EPS. Da die Dämmung erst 20 Jahre alt ist und ich den Kosten/Nutzen Faktor einer Aufdopplung bzw von einer neuen Dämmung als eher gering einschätze, möchte ich diese so belassen.

Neben einer geänderten Raumaufteilung sollen folgende Umbauten vorgenommen werden:
-Nachrüstung von Fußbodenheizung und Estrich im gesamten Wohnbereich
-Ausmauern der Heizkörpernischen (sind nur noch im Erdgeschoß) 
-Umstieg von Gas auf LWP LWP [Luftwärmepumpe] oder WP WP [Wärmepumpe] mit RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (1000m2 Garten oder ev. benachbarter Acker für Kollektor) Brauchwarmwasser soll ebenfalls von der WP WP [Wärmepumpe] erzeugt werden.
-Tausch der gut 20 Jahre alten Fenster mit Zweifachverglasung (U-Wert weiß ich noch nicht) auf neue mit dreifacher Verglasung. 
-Tausch der Kellerfenster (jetzt einfach-verglast und undicht)
-Tausch der Haustüre (jetzt ungedämmt da kalter "Windfang")
-Anbringung einer PV Anlage mit 15-20kWp und einem Speicher
-Neuausführung der gesamten Elektrik mit KNX 

Bei der Heizung bin ich noch unschlüssig ob der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] den Mehraufwand wert ist, auch wenn ich die Idee sehr interessant und sinnvoll finde. Gerade in Hinblick auf die PV, die den Mehrverbrauch einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] zumidest theoretisch wieder gut machen sollte. 
Ich vermute, dass man die Fenster noch drinn lassen könnte aber da jedenfalls el. Rollos bzw. Raffstores eingebaut werden sollen denke ich, dass ein Tausch der kompletten Fenster am meisten Sinn macht um für die nächsten Jahrzehnte "sauber" zu sein. Zumal die Fenster optisch nicht mehr wirklich ansprechend sind.

Ich frage mich ob es klug ist den Keller kalt zu lassen (wie er die letzten 40 Jahre war) oder zumindestest moderat mitzuheizen. Der Keller ist nur an der Decke innen und am Kellersockel mit 5cm außen gedämmt, im Erdreich gar nicht. In zwei Kellerräumen gibt es leichte Feuchtigkeitsprobleme, wobei hier noch nicht klar ist ob diese Probleme auf Dauer bestehen. Die zwei Räume waren die letzten 14 Jahre total vollgeräumt, wodurch vermutlich zu wenig Luft zu der Wand kam. Die Kellerräume ohne Gerümpel sind trocken.

Das Dach ist mit Ziegel gedeckt und "erst" 30 Jahre alt, das möchten wir lassen da eine Neueindeckung keine große Baustelle mehr ist und das Dach noch zumindest 20 Jahre halten sollte.

Wir werden uns noch unfassend Beraten lassen, aber mich würden die unabhängigen Meinungen hier im Forum sehr interessieren. Gerade bei Firmen schwebt immer der Gedanke mit, dass sie mir einfach nur was verkaufen möchten. Das soll natürlich keinesfalls ein Vorwurf sein und ich weiß, dass es auch Firmen mit ehrlicher und kompetenter Beratung gibt. Ich würde trotzdem gern selbst Wissen mitbringen um nicht alles glauben zu müssen.

Die Arbeiten sollen zum Großteil in Eigenleistung ausgeführt werden, da ich selbst unter anderem gelernter Elektriker bin und in der Familie noch viele weitere Handwerker vetreten sind. Einzig Estrich und Förderungsrelevante Systeme wie die Heizung sollen auf jeden Fall von Firmen ausgeführt und geplant werden. 

Was würdet ihr anders oder noch zusätzlich machen? Übersehe wir was in der Planung? Ärgert ihr euch bei euren Projekten im Nachhinein etwas bestimmes nicht gleich mit gemacht zu haben? 

Momentan stehen wir quasi noch am Start und nichts ist fix, somit kann jetzt noch alles geändert/umgeplant werden.
Los gehen solls dann sobald die genaue Planung der Architektin fertig ist, wobei wir das Haus über den Winter noch mit Gas temperieren möchten. (gerade genug das es keine Feuchtigkeitsprobleme gibt) Bis ins Frühjahr werden somit nur Arbeiten möglich sein, die das Heizsystem nicht beeinflussen. Das ganze noch vor dem Winter durchzuziehen wird sich zeitlich kaum ausgehen, da allein für den Fußboden viel Arbeit nötig ist. Lieferzeiten hab ich da noch gar nicht bedacht, die werden vermutlich auch nicht ohne sein. 

Ich hoffe ich bin mit meinen Fragen nicht zu Früh drann, aber das ganze ist wirklich Neuland für mich und ich möchte schon in der Planung nichts übersehen das ich später bereue. 

Riesiges Danke für eure Hilfe!

In der Diskussion wird über Renovierungs- und Planungsfragen eines Hauses gesprochen. Themen sind Energieberatung, Heizlastberechnung, Fenster- und Raumgestaltung sowie Dämmung. Es wird empfohlen, einen Energieberater hinzuzuziehen und auch den Keller auf Feuchtigkeit zu überprüfen. Zudem wird über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Heizsystemen sowie Lüftungslösungen diskutiert. Interessierte teilen Erfahrungen zu Kosten von Sanierungsmaßnahmen und Funktionen der Installationen. Der Austausch betrifft auch die Einbindung smarter Technologien in die Modernisierung sowie die Budgetkalkulation für das Projekt, das umfassende Renovierungsarbeiten umfasst.


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