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Heizen: E-Ausweis vs. tatsächlicher Bedarf (Zusammenfassung)

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10.2. - 27.2.2021
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Ich habe mich in den bald drei Jahren, die wir im Haus sind, zwangsläufig viel mit unserer Haustechnik auseinander gesetzt und diese nach Kräften versucht zu optimieren, da uns unser Installateur leider viele Mängel hinterlassen hat. Was mir bis dato noch keine Ruhe lässt, ist der eklatante Unterschied bei der Heizung zwischen Energieausweis und dem tatsächlichen Bedarf bzw. Verbrauch. 


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Dem gegenüber stehen folgende Verbrauchswerte:


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Diese Werte sind vom WP WP [Wärmepumpe]-Regler abgelesen und werden von der WP WP [Wärmepumpe] errechnet (geschätzt). Es gibt leider weder einen eigenen Sub-Zähler für die WP WP [Wärmepumpe] noch einen Wärmemengenzähler.

Ergänzend dazu:
 • Es wurde mit 50er Ziegeln plus Thermoputz gebaut
 • Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-WP über FBH FBH [Fußbodenheizung] (hydraulischer Abgleich selbst peinlich genau durchgeführt). 
 • EG und OG (jeweils ca. 80m2) werden großteils auf 22-22,5°C geheizt. Das KG (ebenfalls 80m2, aber nur ca. 2 Drittel davon geheizt) auf 21-21,5°C. Hier würden uns 19-20°C auch locker reichen, aber die FBH FBH [Fußbodenheizung] ist bereits auf das absolute Minimum eingedrosselt.
 • Warmwasser: 300L-Speicher, Zieltemperatur = 42°C, Nacherwärmungsdifferenz = 10K.
 • Es gibt eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], die durch die Ansaugung durch einen Kies-Luftbrunnen deutlich optimierte Bedingungen im Winter vorfindet. Tagsüber läuft sie mit ca. 125m3/h, nachts mit 180m3/h.

Unentdeckte Kältebrücken halte ich für ziemlich ausgeschlossen, die wären sicher schon durch Kondensat und Schimmel in Erscheinung getreten. Die letzten Winter waren alle sehr mild, die NAT von -14,7°C haben wir schon viele Jahre nicht mehr erreicht.

Beim Warmwasser ist unser Wärmeverbrauch trotz großen Boilers und erhöhten Verbrauchs (Regendusche mit großem Durchfluss, gelegentliche Vollbäder im Winter) sogar um 476kWh geringer, als vorab errechnet:
2.989 kWh/a Warmwasserwärmebedarf (E-Ausweis) vs. 2.513 kWh/a tatsächliche Produktion

Beim Heizen gibt es aber eine ziemlich gewaltige Abweichung von 5.726 kWh:
7.491 kWh/a Heizwärmebedarf (E-Ausweis) vs. 13.217 kWh/a tatsächliche Produktion

Ich kann mir diese Abweichung einfach nicht erklären. Wer weiß Rat?

Wie passen bei Euch E-Ausweis und tatsächlicher Verbrauch zusammen?

Im E-Ausweis werden 20°C Raumtemperatur als Berechnungsgrundlage angenommen, bei uns wird auf 22-22,5°C. Wie viel Einfluss kann das haben? Dem stehen allerdings auch Einsparungen aufgrund der milden Winter und dem tatsächlichen Betrieb der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] gegenüber.

Kann die von der WP WP [Wärmepumpe] errechnete Produktion so dermaßen falsch sein? Wenn ja: Kann ich das auch ohne Nachrüstung eines Wärmemengenzähler einigermaßen überprüfen? Wenn es wirklich an den Daten der WP WP [Wärmepumpe] liegt, dann hätte das natürlich auch gewaltige Auswirkungen auf die tatsächlich erreichte JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl]. Ein Gedankenspiel:

Tatsächlicher WW WW [Warmwasser]-Produktion: 2.513 kWh
Heizung laut E-Ausweis plus 20% plausible Abweichung: 8.989 kWh
SUMME: 11.502 kWh

Tatsächlicher Gesamtverbrauch: 4.658 kWH
Ergibt eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von miserablen 2,470

Wenn sich das bestätigen sollte, dann wäre ich bei allem, was ich bei meiner Mitsubishi-WP sonst noch alles an Problemen und Fehlern zu Tage gefördert habe, geneigt, von Absicht und nicht bloß einem Fehler auszugehen.

In der Diskussion wird der Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Energieausweis analysiert. Mehrere Teilnehmer berichten von Abweichungen zwischen den im Energieausweis angegebenen Werten und dem tatsächlichen Verbrauch. Unterschiedliche Raumtemperaturen, Heizstrategien sowie externe Faktoren wie Klima und Bauweise werden als Einflussfaktoren erwähnt. Zudem wird die Effizienz von Wärmepumpen und die Bedeutung exakter Messgeräte hervorgehoben. Einige kritisieren, dass Energieausweise oft ungenau sind und nicht alle relevanten Faktoren berücksichtigen. Zudem gibt es praktische Hinweise zur Nachrüstung von Subzählern für genauere Verbrauchsdaten.

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