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RGK vs. TB in Linz (sehr kleines Stadtgrundstück)

15 Beiträge | letzte Antwort 18.5.2018 | erstellt 14.5.2018
Servus Leute,

wie bereits in folgendem Faden angedroht (https://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=49143_1), hier der Faden für die Diskussion um einen möglichen RGK auf einem kleinen Stadtgrundstück in Linz.

Zuerst mal zur TB: Wir haben ein Angebot von ca. 7.400 inkl. Märchensteuer unverhandelt für die Bohrung inkl. Betonit und Einreichunterlagen für Linz. Über die Thematik RGK hab ich mich schon eingelesen und auch früher mit dem Trenchplanner herumgespielt. Lt. Forumsinsti (und KNV via arne) ging es ja auf unserem Grundstück; nur der Verlegeablauf macht mir ein wenig Bauchweh.

Anbei mal der Auszug aus unserem Bodengutachten:
RGK vs. TB in Linz (sehr kleines Stadtgrundstück)

Und der Plan für den RGK:
RGK vs. TB in Linz (sehr kleines Stadtgrundstück)

Vom groben Ablauf her müssts ja von der Reihenfolge her so machbar sein:
- BCD - könnt man vorab vergraben
- AEFGH - während Kelleraushub/Rohbau

Ich werd mich heut am Abend mal mit dem Trenchplanner hinsetzen und noch 1-2 Details reinzeichnen (Zuleitungen, akt. Brunnenposition, ...). Generell wie schätzt ihr die praxistechnische Durchführung ein? Vor allem wie ist die Meinung von den Leuten, die selbst schon RGK gelegt haben, wenn ihr unsere Situation so seht/einschätzt?

Danke!

14.5.2018 14:45
Servus.

Im Prinzip machst du B+C fertig und lagerst dann die Rohre an den beiden Grabenenden zwischen.
Danach kann mit dem Aushub der Kellerbaugrube begonnen werden.
Sobald hier alles klar für das Verfüllen ist, machst du einen Stich (C) in die Baugrube rein und formst da dann die Schleifen.
Evtl. kannst schon einen Teil von C früher machen... Je nachdem wie die Rohre bei der Terrasse stören würden...

Bei A muss man schauen wenn es am besten passt.
Welche Heizlast werdet ihr haben?

SG
Michael
14.5.2018 17:42
Ich finde das Kollektor-Design recht einfach, es sieht auch zum Verlegen nicht besonders kompliziert aus.
Geht sich dieser Kollektor in Relation zu eurer Heizlast aus?
14.5.2018 18:33
das war unsere seinerzeitige interne studie. ginge nur unter einbeziehung der einfahrt. damals wußten wir noch nicht wie gut der boden ist.

jetzt gibts ein bodengutachten ...

mit der einfahrt gehts locker, sonst muß man optimieren...


14.5.2018 18:47


dyarne schrieb: sonst muß man optimieren...


Kennen wir das irgendwoher? 
14.5.2018 18:49
gutes stichwort ...
14.5.2018 20:39


mike82 schrieb: Servus.

Im Prinzip machst du B+C fertig und lagerst dann die Rohre an den beiden Grabenenden zwischen.
Danach kann mit dem Aushub der Kellerbaugrube begonnen werden.
Sobald hier alles klar für das Verfüllen ist, machst du einen Stich (C) in die Baugrube rein und formst da dann die Schleifen.
Evtl. kannst schon einen Teil von C früher machen... Je nachdem wie die Rohre bei der Terrasse stören würden...

Bei A muss man schauen wenn es am besten passt.
Welche Heizlast werdet ihr haben?

SG
Michael


Hi Mike,

danke für deinen Input; ad Heizlast - lt. EA kommen wir auf 4,5 kW und unter Berücksichtigung KWL auf 3,9 kW - wobei hier nur EG + OG als beheizt angenommen worden sind; wir werden aber noch zwei Kellerräume (1x 28 m² und 1x 10 m² beheizbar machen). Lt. zwei Instis sollten wir schauen, dass die Entzugsleistun bei ca. 5 kW liegt - dann haben wir sowohl beim Heizen als auch beim Kühlen kein Problem. Quelle kann man ja getrost überdimensionieren, Wärmepumpe wirds ne KNV 1155-06 PC.







dyarne schrieb: das war unsere seinerzeitige interne studie. ginge nur unter einbeziehung der einfahrt. damals wußten wir noch nicht wie gut der boden ist.

jetzt gibts ein bodengutachten ...

mit der einfahrt gehts locker, sonst muß man optimieren...


Jop das stimmt, das einzige wo wir aufpassen müssen ist, dass in der Zufahrt auch die ganzen Zuleitungen (Kanal, Strom, Wasser etc. liegen werden). Hab hier aber schon öfters gelesen, wenn man zwischen RGK und der Wasserleitung XPS dazwischenpackt, dann hat sich dieses Thema auch erledigt.

Zum Zeichnen im Trenchplanner bin ich noch nicht gekommen, aber soweit ich das weiß sollt es sich mit dem aktuellen Plan schön ausgehen. Ich frag mich noch ob man den Abschnitt D nicht auch als vertikale Slinkeys abbilden könnt und ich mir dann den Teil bei der Zufahrt sparen kann; dann hätt sich das Zuleitungsthema auch verabschiedet und wär nochmals a Spur einfacher. Muss ich mir im Planner mal ansehen.

Eigentlich spricht ja jetzt nichts mehr gegen die Umsetzung des RGK's - vielleicht lässt sich ja hier im Forum auch bei uns eine motivierte Helfertruppe finden, die uns da evtl. unter die Arme greifen kann :)

lg evo

*Update*

Hab unsren Plan und die Zuleitungen mal in den Planner reingeklopft und schaut sehr gut aus, mit Lehm komm ich auf 5,6 kW (auch wenn Abschnitt D als gerader Kollektor gemacht wird). und bei Ton/Schluff komm ich auf 6.1 kW. Hab in meiner Version für die Zuleitungen ein bissl "Weg frei gemacht" :)

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=g67bb24PYccO1sCICoB4

Gibts von eurer Seite noch irgendwo Bedenken oder heißts einfach: go for it? :)
15.5.2018 13:43
Hallo Evo,

anbei ein Planungsvorschlag von mir.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=60SGsrt5Ow0fQAA4Msub
Habe die Einfahrt eingezeichnet und hier sinkt die Leistung etwas in diesem Bereich, hier solltest du sickerfähiges Pflaster einbauen.  Den ersten Grabenteil habe ich außerdem etwas nach links geschoben um mehr Abstand zur Wasserleitung zu bekommen. 
Den Teil D als senkrechten Teil ausgeführen um etwas Leistungsplus zu erhalten.
Bezüglich der Abminderung bei überbauten Kollektoren: Hier hat crink in der Berechnung einen Faktor angenommen, wenn man hier z. B. eine Versickerung vorsieht steigt die Enzugsleistung wieder auf den Wert wie ohne der Versiegelung. 
  

Wolfgang
15.5.2018 14:13


Christiano schrieb: Hallo Evo,

anbei ein Planungsvorschlag von mir.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=60SGsrt5Ow0fQAA4Msub
Habe die Einfahrt eingezeichnet und hier sinkt die Leistung etwas in diesem Bereich, hier solltest du sickerfähiges Pflaster einbauen.  Den ersten Grabenteil habe ich außerdem etwas nach links geschoben um mehr Abstand zur Wasserleitung zu bekommen. 
Den Teil D als senkrechten Teil ausgeführen um etwas Leistungsplus zu erhalten.
Bezüglich der Abminderung bei überbauten Kollektoren: Hier hat crink in der Berechnung einen Faktor angenommen, wenn man hier z. B. eine Versickerung vorsieht steigt die Enzugsleistung wieder auf den Wert wie ohne der Versiegelung. 
  

Wolfgang


Danke für deinen Entwurf Wolfang; die Zufahrt wird versickerungsfähig gestaltet; wir werden hier Rasengittersteine mit ordentlichem versickerfähigen Unterbau; d.h. das sollt gut funktionieren.
15.5.2018 18:13
was ist eigentlich das spitzerl unten, kann es nicht genutzt werden?
die zuleitungen würde ich nicht zuerst an grundstückrand führen, sondern den kollektor. zuleitungen dann mit kollektor kreuzen, wobei du den kollektor da gerade ausführen kannst und gut 1-1,5 tiefer in einen schlitzgraben legst. die zuleitungen in extra leerrohr an diese stelle packst.
dadurch, dass der kollektor möglichst an den aussengrenzen liegt, erfasst er die meiste fläche.
wenn das spitzerl nutzbar wäre, würde ich die slinkies bis nach unten ziehen. die "zuleitung" zuvor in 1-1,5 tieferen schlitzgraben legen.
15.5.2018 19:21


evo schrieb: Rasengittersteine...

wird ja immer besser ...

als wir seinerzeit die studie gemacht haben waren die knackpunkte ob die einfahrt sickerfähig wird und wie die bodenklasse ist.
da jetzt beides als tiefgrün bekannt ist kann man hier einen RGK sehr gut umsetzen.
der rest ist feinarbeit...
15.5.2018 20:47


brink schrieb: was ist eigentlich das spitzerl unten, kann es nicht genutzt werden?
die zuleitungen würde ich nicht zuerst an grundstückrand führen, sondern den kollektor. zuleitungen dann mit kollektor kreuzen, wobei du den kollektor da gerade ausführen kannst und gut 1-1,5 tiefer in einen schlitzgraben legst. die zuleitungen in extra leerrohr an diese stelle packst.
dadurch, dass der kollektor möglichst an den aussengrenzen liegt, erfasst er die meiste fläche.
wenn das spitzerl nutzbar wäre, würde ich die slinkies bis nach unten ziehen. die "zuleitung" zuvor in 1-1,5 tieferen schlitzgraben legen.


Bei unserem Grundstück handelt es sich um ein Fahnengrundstück, sprich von der Hauptstraße aus gesehen, in welcher der Kanal, Wasser & co verlaufen, liegen wir in zweiter Reihe und sind mittels Wegerecht über ein anderes Grundstück an diese Straße angeschlossen ;) 

Betreffend der Zuleitungen haben wir zwei Herausforderungen:
1) Der Kanal liegt sehr tief, ist einer der Hauptkanäle, die's so in Linz gibt ;)
2) Der Weg vom Kanal bis zum Schacht in meinem Trenchplannerentwurf ist ca. 35m lang

Damit wir aufgrund der Kanaltiefe und der Leitungslänge nicht enorme Erdmassen für die Zuleitung des Kanals bewegen müssen, werden wir im Haus den Kanal unter der Kellerdecke durch die Kellerwand in den eingezeichneten Schacht nach ausführen. Vom Schacht aus gehts in relativ geringer Tiefe Richtung geradlinig Richtung Hauptstraße. Kurz vor der Straße wird ein weiterer Schacht mit einer Absturzpfeife errichtet.

Wenn wir, wie in meiner Version, auf die Zufahrt verzichten, dann gibts da sicher keine Kreuzungsprobleme etc. - natürlich geht dann auch noch ein wenig Entzugsleistung verloren. Ausm Bauch raus (habs noch nicht genau ausgerechnet), müssten die Slinkeys vom RGK tiefer als die Zuleitungen liegen, das heißt es dürft imho per se keine Troubles machen. Aber das muss ich mir nochmals anschaun.
15.5.2018 21:00


dyarne schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von evo: Rasengittersteine...

wird ja immer besser ...

als wir seinerzeit die studie gemacht haben waren die knackpunkte ob die einfahrt sickerfähig wird und wie die bodenklasse ist.
da jetzt beides als tiefgrün bekannt ist kann man hier einen RGK sehr gut umsetzen.
der rest ist feinarbeit...


Danke Arne, das hört sich ja dann super an! ;) 

Hab heut übrigens das ausverhandelte TB Angebot bekommen, 7k inkl. und ein paar zerquetschte; mehr geht da nicht mehr, wobei das nur die Bohrung an sich ist ohne Sole etc. Hab mir grad im RGK Shop mal das Kollektorpaket 2x DN32 um 1.500 € inkl. angesehen und eigentlich. Sofern meine zweite Hälfte jetzt da kein Veto einlegt, is es aus meiner Sicht eigentlich sonnenklar wohin die Reise gehen muss, weil um 5.500 € Differenz kann der Bagger ordentlich lang baggern bis die Kosten annähernd gleich sind ;)

Ich hab mir auf der RGK Seite mal die Karte angesehen und es gibt ja doch einige erfahrene Kollektorbauer/helfer in unserer Nähe; ich glaub ich muss mal ein paar PN's schreiben :D

Danke für euren Support bisher! coole Sache! 
17.5.2018 20:41
Eine Frage hätt ich noch, in Linz (OÖ) ist ja so ziemlich alles zumindest anzeige- und teilweise genehmigungspflichtig. Die Tiefenbohrung ist auf jeden fall genehmigungspflichtig und ein "Flachkollektor" ist zumindest anzeigepflichtig; zumindest gibts die Formulare online...

Nur wie schauts da beim RGK aus? Imho ist das ja als Flachkollektor zu sehen und dementsprechend anzeigepflichtig? Weiß das jemand?

Danke!
17.5.2018 22:22
flachkollektor = oberflächennaher erdkollektor
RGK = oberflächennaher erdkollektor
18.5.2018 11:46
Hab mal mit dem Magistrat Linz telefoniert; RGK bzw. Flachkollektor sind nur bewilligungs- und anzeigepflichtig sofern sie in einem Wasserschutz- bzw. Wasserschongebiet errichtet werden sollen.

Somit steht dem Projekt nix mehr im Weg! :)



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