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Lohnt sich eine PV? Erfahrungen

53 Beiträge | letzte Antwort 21.2.2018 | erstellt 4.2.2018
Hallo,

wir planen heuer mit dem Hausbau zu beginnen haben soweit alles zusammen und sind nun am überlegen ob wir eine PV dazu nehmen sollen.

Die Anlage hat 2,2kwp und würde uns 5000€ kosten. Laut unseres Bauunternehmens ist diese nötig um die Wohnbauförderung in vollem ausmaß zu bekommen.

Soweit ich jetzt recherchieren konnte sollte die Anlage im Jahr zwischen 1800-2400kw bringen, wenn man den Strom nutzen kann wären das rund 360-480€ im Jahr Ersparnis.

Nun hätte ich dazu ein paar Fragen da ich micht damit nicht so richtig auskenne.

Ist der Preis der PV ok?

Würde es etwas bringen auf den Wärmepumpenzähler zu verzichten und die Wärmepumpe direkt über den Haushaltsstrom anzuschließen um den Strom der PV ganzjährig für Warmwasser, zt. auch für Heizung zu nutzen?

Das Problem sehe ich da dass man ja Tagsüber wo die PV läuft wenig Zuhause ist somit den Strom nicht braucht oder sehe ich das falsch?

Es gibt viel was dafür und dagegen spricht und würde mich über eure Erfahrungen freuen.

Grüße
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4.2.2018 20:56
Wir haben unser Haus für PV herrichten lassen, aber die Anlage selber haben wir noch nicht montiert. Warum ? Wie du schon sehr richtig sagst kann man eine PV in der Zeit wo sie am meisten liefert meist nicht so wirklich nutzen, weil man da oft nicht zuhause ist. Dann wenn der meiste Stromverbrauch anfällt, nämlich Abends, liefert sie nichts. Daher werden wir warten, bis die Speichertechnik so weit ausgereift und preislich attraktiv ist, daß sich das Ganze dann finanziell lohnt, weil man eben den selbst erzeugten Strom dann nutzen kann wann man ihn braucht. Momentan amortisiert sich das rechnerisch innerhalb von 20 Jahren noch nicht.

Allerdings Förderungen außer Acht gelassen. Ich weiß jetzt nicht wie hoch eure Förderung da wäre, bzw was ihr ohne die Anlage verliert und ob es scih dann dadurch eher rechnet. Wir konnten die volle Förderung allerdings auch ohne PV-Analge bekommen, weil wir eine KWL haben. Ev ist das bei euch auch so ?
4.2.2018 21:02
Das wäre der Punkt damit wir die volle Förderung bekommen müsste man die PV nehmen allerdings was das jetzt im Detail ausmachen würde kann ich nicht sagen.
4.2.2018 22:02


Scar schrieb: Das wäre der Punkt damit wir die volle Förderung bekommen müsste man die PV nehmen allerdings was das jetzt im Detail ausmachen würde kann ich nicht sagen.


Dann würde ich mir das mal anschauen und mir dann durchrechnen, ob es sich innerhalb von 20 Jahren amortisieren würde, wenn man davon ausgeht, daß ihr durschnittlich viel von dem Strom verwenden könnt.


4.2.2018 22:02
S


Scar schrieb: Soweit ich jetzt recherchieren konnte sollte die Anlage im Jahr zwischen 1800-2400kw bringen, wenn man den Strom nutzen kann wären das rund 360-480€ im Jahr Ersparnis.


der Strompreis ist stark gesunken, du kannsst je nachdem du in welchem Netz du bist, mit unter 15 Cent rechnen. 100% Eigenverbrauch wirst du auch nicht haben.

Was meinst du mit "Wärmepumpenzähler"

Netten Eigenverbrauchrechner findest du hier:
http://pvaustria.at/sonnenklar_rechner/

bei 2.2kW peak und einem 3 Personenhaushalt wären es knapp unter 50%
4.2.2018 23:38


Scar schrieb: Laut unseres Bauunternehmens ist diese nötig um die Wohnbauförderung in vollem ausmaß zu bekommen.


In nö ist es nur dann nötig, wenn die ekz nicht so gut ist.
Wir haben die anfangsinvestition in bessere dämmung gesteckt. Also die idee war lieber weniger heizen zu müssen als mehr. Dadurch ergibt sich eine bessere ekz und volle förderung, sowie sehr niedrige heizkosten.
Heizen + ww 2017 .. ~250€.
Für pv fehlen uns derzeit noch die verbraucher.
2017 hatten wir insgesamt (wp + haushalt) 3100 kwh strombezug gehabt.


Scar schrieb: Würde es etwas bringen auf den Wärmepumpenzähler zu verzichten und die Wärmepumpe direkt über den Haushaltsstrom anzuschließen


Klar, haben wir auch. Extra zähler für wp kostet extra für den zähler selbst. Dadurch zahlt sich das nicht mehr aus.
4.2.2018 23:47


brink schrieb: In nö ist es nur dann nötig, wenn die ekz nicht so gut ist.


Auf welche Förderung beziehst du dich?

Meines Wissens muss man bei der NÖ Eigenheim Förderung Neubau im Normalfall bei Wärmepumpen eine PV- oder Solaranlage verbauen, außer ein Ausschlussgrund ist zutreffend. Eine Abhängigkeit vom EKZ hab ich nicht entdeckt oder überseh ich was?

Siehe: http://www.noe.gv.at/noe/Wohnen-Leben/EH-broschuere2017final.pdf
4.2.2018 23:56
Richtig, die förderung.
Hier hatten wir schon mal 80 punkte..
Lohnt sich eine PV? Erfahrungen
Kwl 10, restliche 10+ beratung, berechnung e/a, baustoffe, gartengestaltung, sicherheitspaket...


Baumau schrieb: Meines Wissens muss man bei der NÖ Eigenheim Förderung Neubau im Normalfall bei Wärmepumpen eine PV- oder Solaranlage verbauen


Richtig, für die wp haben wir keine förderung. Eigentlich ein witz, da wir mit jaz 6 sowas von "förderungswürdig" wären..
5.2.2018 9:27
Ah, ok stimmt. Soweit hab ich gar nicht gedacht 

@Scar
Wenn du gewisse Voraussetzung erfüllst, kann in Kombi mit einer Wärmepumpe auf die PV verzichtet werden.

Unser Satteldach mussten wir lt Baubauungsbestimmungen der Gemeinde nach Osten bzw. Westen richten, somit besteht für uns schon mal keine Verpflichtung mehr. Die Westseite ist durch das Nachbargrundstück verschattet, somit werde ich auf absehbare Zeit keine PV installieren. Ist mit meinen Voraussetzungen noch zu unwirtschaftlich. 

So eine kleine Anlage wird sehr lange brauchen um die Investionskosten wieder einzuspielen. Nach ca. 10 Jahren kannst mit einem neuen Wechselrichter rechnen.

Ich würde entweder darauf verzichten (falls möglich) oder gleich eine größere Anlage installieren.

Kommt natürlich auf deine Voraussetzung an wie sinnvoll das ist, da fehlen uns die Info.
5.2.2018 9:32
ich habe mich auch schon zum thema PV informiert, meine meinung ist wenn PV dann gleich 10kwp oder was aufs Dach passt

erstens sinkt der m² Preis bei einer größeren Anlage, zweitens hat man in den klaten Monaten einen besseren Eigenverbrauch (duch WP)

Speicher rentiert sich momentan nicht

ist auch eine Frage von der Finanzierung, wenn ich das Geld eh übrig habe ist das bei Niedrigzins eine sichere Investition, ich habs nicht also ist es für mich verschoben
5.2.2018 9:40
Ich kann dir ein paar Praxiszahlen geben, wir haben 2,5kWp mit Ewp und derzeit 2 Personen-Haushalt.

Ertrag würd ich sagen im Schnitt ~2800kWh (letztes Jahr sogar an die 3000kWh), davon gut 45% Eigenverbrauch. Wenn die Frau zuhause ist wird’s etwas mehr sein (gut 50%).

An Netzbezug haben wir dann für HH und WP noch ca. 3000-3500kWh.

Ökologisch lohnt sich eine PV immer, wenn mans durchrechnet kommt es schwer auf die Eigenverbrauchsquote und die Erstellungskosten ab wann die Anlage abbezahlt ist.

Die genannten 5k für 2,2kWp kommen mir zu hoch vor, um dieses Budget muss mehr Leistung drinnen sein oder die Anlage günstiger sein.

Je größer die Anlage desto niedriger wird die Eigenverbrauchsquote sein, desto länger dauert die Amortisation. Vernünftige Größe würde ich sagen 3-5kWp.

Wenn man das Geld freimachen kann ists ein nachhaltiger Invest, wenn nicht dann die Vorkehrungen treffen damit später eine einfache Umsetzung möglich ist (Leerrohre etc).
5.2.2018 10:18
Zu dem Preis würde ich die Anlage auf keinen Fall nehmen. Trotzdem würde ich mir genau überlegen, gleich eine aufs Dach zu bringen. 
Für die Berechnungen gibt es das https://www.photovoltaikforum.com/ dort wird kompetent geholfen. Dachneigung, Dachausrichtung, Standort, Fläche sind die wichtigen Grundinfos die fehlen. 
Wenn sowieso das Gerüst steht, wäre das ein idealer Zeitpunkt um die Anlage auf das Dach zu bringen. Über die ÖMAG gibt (anmeldbar im März) einen Investzuschuss für Speicher und Anlagen. Bei Anlagen >5kWp gibt es auch eine Tarifförderung (aber erst wieder nächstes Jahr).
gute Infoseite pvaustria wurde schon genannt.
Ich habe im Januar für eine 12kWp Anlage die ÖMAG Tarifförderung beantragt. Wenn ich die bekomme (7,91Cent/kWh Einspeisung) wird sich die Anlage (sofern nichts zwischendurch kaputt geht) nach 9 Jahren amortisiert haben. Das geht aber nur mit Eigenleistung. Die 2,2kWp empfinde ich pauschal als zu wenig. Wenn du EVN Gebiet bist ist häufig bei 5kW Nennleistung des Wechselrichters für den Zugangspunkt Schluss (das wären dann max. 6kWp Anlagenleistung).
Bloß wegen der Wohnbauförderung würde ich es nicht machen. 
5.2.2018 10:27


Executer schrieb: Die genannten 5k für 2,2kWp kommen mir zu hoch vor, um dieses Budget muss mehr Leistung drinnen sein oder die Anlage günstiger sein.


um 5k bekommst locker im Einkauf eine 4Kwp Anlage
5.2.2018 10:30
Vielen Dank für die Antworten. 

Ok eigentlich dachte ich die 5k wären günstig das es zu teuer ist hätte ich nicht gedacht.

Bezüglich Wohnbauförderung ist diese soweit ich das mitbekommen habe bei einer Luft Wärmepumpe nur im Kombination mit Solar oder Pv möglich seit 1.01.2018. 


Wenn ich das von der anderen Seite sehe. Die Pv würde 5000€ kosten. Nehme ich dann den Einmalbonus von der Wohnbauförderung (zw 3000-4000€) welche ich eh nur mit Pv bekomme, würde mich die Anlage im Endeffekt zw. 1000-2000€ kosten.

Die Produktion mit rund 2000kw finde ich eigentlich gut. Man sollte nur den Haushalt darauf einstellen. Sprich Waschmaschine Trockner Geschirrspüler z.b über Programmierte Zeiten nacheinander laufen lassen. Dann sollten diese ausser beim aufheizen nahezu ohne Fremdstrom laufen. 

Wenn man das so sieht hätte sich die Pv dann innerhalb von 3-4 Jahren rentiert. 

Grüße
5.2.2018 11:14
Bekommst du wirklich einen nichtrückzahlbaren Investzuschuss?
Wohnbauförderung war meines Wissens nur ein Darlehen. Steck das Geld lieber in eine EWP mit Grabenkollektor. Aber wahrscheinlich kostet deine LWP sowieso zuviel bei den Preisen für die PV.
5.2.2018 11:23
ich habe für 3,36kWp etwa 6500€ bezahlt.
Wenn die Sonne denn im Sommer richtig knallt habe ich 2,8-3,0kW.
Geschirrspüler oder Waschmaschine brauchen immer nur für ein paar Minuten ihre 2kW.

Lohnt sich eine PV? Erfahrungen
5.2.2018 11:43


Executer schrieb: Je größer die Anlage desto niedriger wird die Eigenverbrauchsquote sein, desto länger dauert die Amortisation. Vernünftige Größe würde ich sagen 3-5kWp.


Bei Pauschalaussagen immer mit Vorbehalt.
Ich habe zwar eine 12 Kwp Pv am Dach und der Fassade, speise aber grade mal 3000 bis 3500Kwh in das Netz ein.
Amortisiert hatte sich meine Anlage nach 6,5 Jahren und ist nun insgesamt 8 Jahre problemlos in Betrieb.
Es kommt immer auf den Haushalt an.

edit: der Vollständkigkeit halber, bezahlt habe ich ca. 1050.- Euro pro Kwp
5.2.2018 12:06


New_Projekt schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von Executer: Je größer die Anlage desto niedriger wird die Eigenverbrauchsquote sein, desto länger dauert die Amortisation. Vernünftige Größe würde ich sagen 3-5kWp.


Bei Pauschalaussagen immer mit Vorbehalt.
Ich habe zwar eine 12 Kwp Pv am Dach und der Fassade, speise aber grade mal 3000 bis 3500Kwh in das Netz ein.
Amortisiert hatte sich meine Anlage nach 6,5 Jahren und ist nun insgesamt 8 Jahre problemlos in Betrieb.
Es kommt immer auf den Haushalt an.

edit: der Vollständkigkeit halber, bezahlt habe ich ca. 1050.- Euro pro Kwp


Dann hast aber keinen "normalen" Haushalt. Wie verbrauchst die Menge an Energie?
Zusätzlich einen Batteriespeicher, E-Auto, Werkstatt, etc.?

Wir haben 3kW und haben im letzten Jahr nicht ganz 40% Eigenverbrauch (Haushalt inkl. EWP) erreicht.
5.2.2018 12:11


Hannes17 schrieb: Dann hast aber keinen "normalen" Haushalt. Wie verbrauchst die Menge an Energie?
Zusätzlich einen Batteriespeicher, E-Auto, Werkstatt, etc.?


2 Erwachsene, 3 Kinder, Wärmepumpe, E-Auto, 20Kwh Batteriespeicher
ganz normal also...
5.2.2018 12:15


Hannes17 schrieb: Wie verbrauchst die Menge an Energie?


Findest du, das das viel Energie ist?
5.2.2018 12:25


New_Projekt schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von Hannes17: Wie verbrauchst die Menge an Energie?


Findest du, das das viel Energie ist?


Ja, schon, wenn es keine speziellen zusätzlichen Verbraucher gibt.

Wir hatten im letzten Jahr einen Gesamtverbauch von ca. 4000 kWh. Davon 2100 kWh für die WP und 1900 kWh für den Haushalt.
Die PV hat ca. 3300 kWh produziert und davon haben wir 1200 selber verbraucht.
5.2.2018 12:30


New_Projekt schrieb:
__________________
..., E-Auto, 20Kwh Batteriespeicher
ganz normal also...


Ist aktuell noch eher selten der Standard, aber auf jedenfall die Zukunft.

20kW Speicher mit oder ohne Auto?



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