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Auskragende Betonplatte an Attika

16 Beiträge | letzte Antwort 15.1.2018 | erstellt 12.1.2018
Hey Leute,
wie schon im Titel ersichtlich habe ich eine Frage wie man am besten eine Betonplatte an der Attika "montiert"

Also ich möchte jetzt nicht die Decke auskragen lassen und darauf die Attika machen sondern sozusagen an der Oberkante der (betonierten) Attika eine (ca 20cm dicke) Betonplatte auskragen lassen finde aber im Internet dazu keine passenden Schnitte/Details wie das am sinnvollsten zu lösen ist

Anbindung mittels Isokorb ist wahrscheinlich die sinnvollste und wärmebrückenfreiste Variante auch wenn natürlich nicht die günstigste ;)

Wäre euch für eure Hilfe sehr Dankbar
12.1.2018 21:31
Kann mir das nicht so recht vorstellen, aber ein Punkt, der dir vielleicht hilft. Die Attika gehört ja an sich schon thermisch getrennt. Insofern brauchst du eine Auskragung von der Attika ausgehend nicht zusätzlich mit Isokörben ausführen.
12.1.2018 22:10
Ja genau hab eh gemeint den Isokorb sowohl als termische Trennung als auch als anbindung zu verwenden
#BILD#20180112403292.jpg

Von der machart her so ähnlich würd ich mir die Auskragung vorstellen (das Bild ist aus der Hausbaugalerie von Anschi2 - hoffe das darf ich so verwenden)
12.1.2018 22:49
Den Statiker, der dir das berechnen kann, bzw.die Baufirma,die das so ausführen kann müssen erst geboren werden.


13.1.2018 9:50
wozu soll das vordach gut sein, wenn es so hoch montiert ist.
um die funktion einer konstruktiven verschattung zu erfüllen, muss es je länger sein, je höher es steht. dadurch ist je teurer. wie das statisch gehen soll, was du dir wünschst, weiß ich nicht. wahrscheinlich geht's kostenmäßig vernünftig eh nicht.
wir haben ein betonvordach, aber klarerweise mit der betondecke via isokörben getrennt. verschattung im sommer ist ideal, 100% sonne im winter auch ideal. wir sind sehr zufrieden mit unserer lösung.
#BILD#20180113710415.png
#BILD#20180113208768.png
(foto 17.12. ~12:30)
13.1.2018 13:00
Wenns ein Neubau ist würde ich so etwas mit CLT umsetzen.
Auf ein bestehendes Betondach könnte sicher auch eine auskragende CLT-Platte gedübelt und mit Folie abgedichtet werden.

Andreas Teich
13.1.2018 13:45
Hallo Projext X!

Bei uns ist das eine Hozunterkonstruktion und nicht betoniert:
#BILD#20180113962463.jpg

#BILD#20180113200679.jpg

Vielleicht hilft dir das!
Hauptgrund war bei uns die Optik und zweitrangig die Beschattung. Wir wollten halt einfach eine Dachauskragung ums Eck :)

LG
Anja
14.1.2018 19:15
Vielen Dank :)
Anscheinend gibt es sowas ja wirklich nicht in Massivausführung - egal wenns mit Holz funktioniert werden wir das so machen
Ich schätze einmal meine Angst das durch fehlerhafte Abdichtung ect. das Holz morsch wird und mir eines Tages auf den Kopf fällt ist unbegründet?


14.1.2018 19:36
ich glaub wir haben genau das was du suchst. kann morgen mal unseren schnitt posten. wir haben eine auskragung von 2,5 m.
isokorb geht natürlich. habe aber damals ein paar berechnungen gemacht und mich dann für das komplette einpacken der auskragung ohne isokorb entschieden.
15.1.2018 8:59
Die aufgesetzten Konstruktionen sind bei uns in der Ortschaft als erstes weggeflogen (Yves). Aber waren auch ein wenig unterdimensioniert wenn ich das mit der Konstruktion von Anschi vergleich. :)

Eine Auskragung an der Attika (selbst wenn diese als Betonkranz ausgeführt) in massivbauweise gibt es so nicht. Wenn dann im Leichtbau oder halt an der Decke. Du brauchst dann aber sowieso einen Dachaufbau/Entwässerung (eventuell. Isolierung) und dann ists optisch eh schon vorgegeben.
15.1.2018 11:12
so bei uns ausgeführt... auskragung 2,5 m mit spannweite 19 m. statisch sind die auflager an den seiten nicht berücksichtigt. hoffe das hilft!

#BILD#20180115419875.png
#BILD#20180115151879.jpg
#BILD#20180115659287.jpg
15.1.2018 11:22
@gsilly massiv! .. was war der vorteil dieser lösung ggü thermisch getrenntem vordach mit iso-körben? oder ggü eingepacktem betonvordach, das "in linie" mit decke verbunden ist?
15.1.2018 11:39
tja, ohne massiv geht da wenig 

überlegungen waren folgende:

- welche auskragung braucht man um sitzmöbel/sonstiges auf der terrasse nicht ständig komplett wegräumen zu müssen --> ca. 2,5 m wären super

- nächster schritt waren die sonnenstandsberechnungen. wie muss was sein damit solarer eintrag im spätsommer nicht zu früh und im frühjahr nicht zu lange

die 2,5 m stellten sich als passend heraus. terrasse hat nun an der tiefsten stelle 4 m wovon eben 2,5 m überdacht sind.

- und die optische komponente darf natürlich auch nicht fehlen. die attikahöhe in der ansicht konnte damit im vergleich zur deckengleichen lösung deutlich reduziert werden.

- wenn man im wohnzimmer mit der riesen hebe-schiebetür steht ist es auch "schöner" wenn die auskragung etwas höher läuft. aber das sind geschmacksdinge und bei jedem anders

im großen und ganzen wars das glaube ich 

edit: nachtrag isokorb

wenn isokorb dann bestenfalls mit sichtbeton. ansonsten kommt einpacken günstiger und ist dämmtechnisch mind. gleichwertig wenn nicht besser. wir hätten dann doch einige lfm isokorb gehabt (teuer) und uns für die überdämmte version entschieden.
15.1.2018 14:37
Aaaaber, das sind jetzt nicht 2,5m "frei" auskragend 
Selbst wenn:


gsilly schrieb: statisch sind die auflager an den seiten nicht berücksichtigt.

15.1.2018 14:40
nein, in diesem fall nicht frei. aber du könntest die seitlichen auflager auch rausnehmen und es würde trotzdem funktionieren 
15.1.2018 16:43
Wer Holz nicht vertraut kann auch eine Metallunterkonstruktion aus verzinkten Profilen verwenden und diese zB mit zementgebundene Platten oder Sperrholzplatten/ Siebdruckplatten verkleiden.

Andreas Teich
15.1.2018 20:48
Danke gsilly - genau sowas hab ich gesucht ;)



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