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Finanzierung EFH

30 Beiträge | letzte Antwort 4.1.2018 | erstellt 2.1.2018

Guten Tag,

ich stehe vor einer Grundsatzentscheidung und benötige eure grobe Einschätzung, bitte!

Nämlich stellt sich für mich die Frage ob ich mit meiner Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder 3/7)
in absehbarer Zeit ein EFH errichten lasse oder ob wir in unserem kleinen RH bleiben.

Genanken mache ich mir besonders zur Finanzierung, ob diese leistbar ist bzw. ob wir die nötigen, gesunden finanzielle Voraussetzungen dafür mitbringen.

Dafür hier ein Überblick:

Eigenkapital: ca. 150.000.-
Baugrund: bereits vorhanden
Plane mit Ausgaben von ca. 350.000.- für ein 150m² Haus mit Keller (wsl. Ziegelmassiv)
Wir verdienen beide zusammen: EUR 3650.- / monat, (Prämien, Urlaubs&Weihnachtsgeld kommen noch dazu).

Kommt euch das auf den ersten Blick stemmbar vor, oder ist es ein eher riskantes Unterfangen eurer Meinung nach?

Ich weiß, dass es eine Vielzahl von Faktoren gibt die es zu beachten gibt. Ich wäre euch jedoch sehr dankbar, mir vorab einmal eure Einschätzung zu geben!

Vielen Dank,
Delano

3.1.2018 14:16


BoZm schrieb: Ich würde immer mit Keller machen.


Ansichtssache.. was machst im Keller wennst schon fast nimmer Stiegen steigen kannst?


BoZm schrieb: Fakt ist dass du mehr Stauraum hast und der Wert steigt.


Stauraum für was? 90% klumpad.. mehr Platz mehr Zeug.. ich baue ja nicht um den Wert zu steigern sondern um mich wohl zu fühlen. Und nur um einen bessere Kondi zu bekommen mit Keller zu bauen ist sicher der falsche weg.


BoZm schrieb: Es ist auch ein Extra, welches später nicht "nachgerüstet" werden kann.


stimmt und viel später so gut wie nie mehr genutzt wird aber es dir auch nicht abgeht wenn du es nie hattest
3.1.2018 14:27


maider187 schrieb: stimmt und viel später so gut wie nie mehr genutzt wird aber es dir auch nicht abgeht wenn du es nie hattest


hier auch kein Keller.

Haben im EG und auch im OG jeweils 1 Hauswirtschaftsraum plus im EG einen Technikraum. Keinen Tag bereut.

Wäsche ziehe ich im OG aus, wasche ich im OG, trockne ich im OG (drinnen oder auch Dachterrasse), bügle ich im OG und räume ich im OG wieder in den Schrank.

Lebensmittel-Überlager brauche ich im EG, lagere ich im EG, koche ich im EG und entsorge ich im EG. Fetzen, Hundesachen, schmutzige Gartensachen wasche ich im EG (alte WaMa im Technikraum), trockne ich auch dort und verräume ich wieder im EG.

Rasenmäher, Räder etc sowieso alles im Nebengebäude und Gartenhaus.

Mir fällt auf Anhieb kein einziges "Ding" ein, was bei uns in den Keller sollte - entweder ich brauchs nicht, dann hau ichs weg oder ich brauchs ständig, dann renn ich dafür sicher nicht täglich mehrere Male in den Keller.

Sauna, Fitnessraum etc - kein Bedarf - ich trainiere sicher nicht im Keller. :)

Und diese angebliche "Wertsteigerung" muss ja auch erst mal bezahlt werden. Sind halt bissl antiquierte Ansichten, die meines Erachtens nur Gültigkeit haben, wenn ich im EG und OG platzmäßig sehr beschränkt bin (Reihenhaus oder so). :)
3.1.2018 14:34


BoZm schrieb: Ich würde immer mit Keller machen.
Fakt ist dass du mehr Stauraum hast und der Wert steigt.
Es ist auch ein Extra, welches später nicht "nachgerüstet" werden kann.


Mir reden auch viele Leute ein wenn ich baue unbedingt einen Keller zu machen. Alle kommen sie mit dem Argument Stauraum/Lagerfläche. "Wo tust du denn die ganzen Sachen hin?" fragen sie. Ich denke da sollte man auch ehrlich zu sich selber sein. Bin ich ein "Sammler"? Hab ich soviel Zeug? Wie ist es später mit Kindern --> Ski, Bob, Fahrrad? Brauch ich einen Platz für die Modelleisenbahn oder Legostadt? Wenn ja, dann einfach prüfen ob es finanziell machbar ist und wenn nicht dann eben nicht. Mir persönlich aber wäre ein schönes Nebengebäude oder Gartenhaus 10x lieber als ein dunkler Keller.

PS: Wozu hab ich denn ein sonniges Grundstück? Das ich mich dort "eingrabe"?


3.1.2018 14:40


Landei88 schrieb: Mir reden auch viele Leute ein wenn ich baue unbedingt einen Keller zu machen.


Letztens wurde mein Mann gefragt, wo er denn dann bitteschön laut Musik hören würde, wenn er keinen Keller habe ("Press-Keller" - nie gehört) ----> äääähhhh .... welcher Mensch geht zum Musikhören in den Keller?

Wäre bei uns eher umgekehrt - wenn mein Mann mal wieder aufdreht, dann würden der Hund und ich in den Keller gehen. Insofern doch blöd, dass wir keinen haben. :)
3.1.2018 15:00

Danke für die zahlreichen Rückmeldungen!

@Landei88, ja ich würde gerne mal den Plan/Grundriss eures Hauses sehen!

Grundsätzlich ist es so, dass wir nicht mehr als 2. Ebenen wollen. Da denken wir schon jetzt ans Alter, da will ich nicht vom ersten Stock in den Keller pendeln. Wir wohnen jetzt in einem RH mit 100m² auf 2 Ebenen und nochmals 40m² Keller + ein kleiner Dachboden. Im Keller haben wir neben Waschmaschine und Trockner zu 80% nur Sachen die wir lagern bis wir sie irgendwann einmal wegwerfen.

Also ein Keller wird wsl vermieden werden da wir auch jetzt schon Erfahrungswerte haben und dieser gut durch eine größere Garage und Technick bzw einfachen Stauraum ersetzt werden kann.

Musik wird natürlich im WHZ gehört, damit alle anderen auch etwas davon haben

Wir sind noch ganz am Anfang, haben weder bei einer Baufirma noch bei einer FTH Firma angefragt.

Es muss vom Aussehen her jetzt nicht das absolute Designerhaus sein, da lege ich dann mehr Wert auf die Inneren Werte, dort will ich jetzt nicht unbedingt sparen.

Kann man davon ausgehen dass ein ziegelmassiv kostenintensiver ist als ein FTH von den diversen namhaften Anbietern? Oder kann es auch sein dass der lokale Baumeister auf ähnlichem Niveau hinbekommt?

lg
Delano
4.1.2018 7:04


Delano schrieb: Kann man davon ausgehen dass ein ziegelmassiv kostenintensiver ist als ein FTH von den diversen namhaften Anbietern? Oder kann es auch sein dass der lokale Baumeister auf ähnlichem Niveau hinbekommt?


Kann man leider so nicht sagen...
Das kommt auf deine Wünsche, Region, mögliche Eigenleistung und Verhandlungsgeschick an.

Ich habe viel mit Firmen aus der Umgebung gemacht weil die etwas "Steuerschonender" Arbeiten können als die Namhaften Firmen. Noch dazu ist die Anreise leichter, meist keine massive Baustellen Einrichtung notwendig weil ja gleich alles ums Eck ist und man auch mal kurz was zwischendurch erledigen kann wenn zb. eine andere Baustelle ausfällt wegen Schlechtwetter usw... Auch die Kommunikation "kann" etwas einfacher sein weil man nicht nur eine Nummer von vielen ist sondern auch den Ruf in der Region nicht verlieren will

Anderseits kann die Wartezeit auch wieder etwas länger ausfallen oder auch Verzögerungen auftreten weil Materiallieferung nicht rechtzeitig kommt, Krankenstände, Urlaube usw.. das trifft halt kleiner Unternehmen wieder etwas schwerer...

Es hat alles sein Vor- und auch Nachteile. Ihr müsst dann abwägen was das bessere für euch wäre.
4.1.2018 8:33
Zum Thema Keller:

ist und bleibt eine Grundsatzdiskussion. Fast jeder der ohne Keller gebaut hat, wird auch überleben und zu seiner Entscheidung stehen. Jene die mit Keller gebaut haben - ebenso! Mein Bruder hat mit seiner Freundin ohne Keller gebaut...alle Kinderzimmer (sie haben noch keine) sind vollgeräumt - und das sind KEINE Sachen, welche man einfach in eine Gartenhütte packt. (P.S. auch sie haben einen größeren Technikraum und ein kleinen "Nebenschuppen" unterm Carport).
Zum Thema...Keller kann man nicht nachrüsten: sehe ich sehr pragmatisch...wer nie einen Keller hatte...wird irgendwie schon zurecht kommen

Kosten Keller vs. mehr Fläche / Nebengebäude:

macht einfach 2 Versionen (mit und ohne Keller [dafür mehr Fläche im EG])von eurem Grundriss (so habe ich es gemacht) und lasst diese von 3 versch. Firmen anbieten. Du wirst sehen wie erstaunlich wenig finanzieller Unterschied das dann ausmacht. Bei mir wären es um die 20.000€ weniger gewesen, jedoch auch mit 40m2 weniger Fläche!

Stiegendiskussion:

nur nachvollziehbar, wenn man sowieso barrierefrei baut. Ansonsten sollte man auch im hohen Alter bei Gesundheit möglichst viel Sport treiben. Ein Verwandter (Arzt) hat mir gesagt, Menschen die nicht mehr Zuhause (ohne Zeitdruck) Stiegen seigen können, sind meistens sowieso Pflegefälle (ausgenommen Sportverletzungen natürlich!), denen fällt dann sogar der Bungalow mit den weiten "Strecken" schwer.

Mischvariante fürs Alter:

Grundriss im EG so auslegen, dass man im Notfall auch im EG wohnen könnte...so werden wir es machen, doch auch HIER ist momentan eher meine Einstellung, wenn ich mal nur im EG wohnen kann, verscherble ich lieber die Hütte und ziehe in eine Wohnung.
4.1.2018 9:25


AndyWagner87 schrieb: Mein Bruder hat mit seiner Freundin ohne Keller gebaut...alle Kinderzimmer (sie haben noch keine) sind vollgeräumt - und das sind KEINE Sachen, welche man einfach in eine Gartenhütte packt. (P.S. auch sie haben einen größeren Technikraum und ein kleinen "Nebenschuppen" unterm Carport).


Ohne Ersatzstauraum würde ich natürlich auch niemals ohne Keller bauen.

Aber bei uns halt kein Thema, 2 Personen-Haushalt, keine Messies, 155m² Wohnfläche, Doppelgarage mit Nebenraum und Gartenhaus. Dachboden für Fliesen-Überlager etc.

Es gibt halt schon auch Leute, die sehr ungeschickt sind, was Sachen verstauen betrifft. Man muss schon ein bisschen Ordnung walten lassen und unbrauchbare Dinge auch mal entsorgen können. Möchte halt dann auch nicht wissen, wie bei solchen Leuten dann der Keller aussieht --> völlig zugeramscht. :)


AndyWagner87 schrieb: Grundriss im EG so auslegen, dass man im Notfall auch im EG wohnen könnte...so werden wir es machen, doch auch HIER ist momentan eher meine Einstellung, wenn ich mal nur im EG wohnen kann, verscherble ich lieber die Hütte und ziehe in eine Wohnung.


Würde dann auch eine Wohnung bevorzugen, weil ein Haus mit Garten wäre dann eh nur eine Belastung. Für den Fall, dass eine Unfähigkeit in den 1.Stock zu kommen jedoch nur einen Partner oder das Kind betifft ists natürlich schon von Vorteil, wenn man im EG einen Raum hat, den man auch als SZ nutzen kann.


4.1.2018 14:45
Ist es unüblich, bei FTH Firmen bzw Baumeister um ein Angebot anzufragen, ohne dass man jetzt schon die ganz genaue größe des Grundstücks kennt?

Oder geht sowas unabhängig von dem?
4.1.2018 19:33
Wichtig für die erste Grobschätzung ist nur der Grundriss vom Haus. Das sollte förs erste reichen.



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