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Fenster 5 cm in Laibung nach innen versetzt!!

27 Beiträge | letzte Antwort 13.1.2018 | erstellt 30.12.2017
Hallo,

Vor ein paar Wochen wurden die Fenster in meinen Rohbau eingebaut.
Mit dem Fensterbauer wurde eigentlich ausgemacht, die Fenster bündig außen Mauerwerk einzubauen.
Als ich von der Arbeit kam, bemerkte ich, dass die Fenster 5 cm nach innen versetzt wurden. Die Begründung war, dass das Styropor oberhalb des Fensters zum Teil nicht bündig mit dem Mauerwerk und die Fenster deshalb nach innen versetzt wurden.

Meine Frage jetzt:
Kann die Laibung außen noch irgendwie gedämmt werden, ohne dass eine Wärme/Kältebrücke ensteht?
Und auch beim Balkon wurde alles um 5 cm versetzt, dadurch schließen die Balkontüren nicht bündig mit den Isokörben.

Kann ich hier den Fensterbauer zur Verantwortung ziehen?
bzw. ist das ein großes Problem, da ich den Grundputz innen schon drauf habe.
Auch der Spengler meinte, es würden Mehrkosten enstehen, da er jetzt um die ganzen Ecken bei den Balkontüren abdichten muss.

Vielleicht kann mir ja jemand einen guten Tipp geben (wäre Froh)!!!
(Habe noch ein paar Bilder mit hochgeladen)
#BILD#20171230248570.jpg
#BILD#20171230880021.jpg
#BILD#20171230874052.jpg
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30.12.2017 17:35


woerz77 schrieb: Mit dem Fensterbauer wurde eigentlich ausgemacht


klingt nach mündlich ausgemacht, da wirst den fensterbauer wohl nicht mehr kriegen. ich seh auch nicht das grosse problem. vollwärmeschutz um die ecke ziehn, in der laibung wird halt noch max. 30er platte platz haben, damit der fensterrahmen nicht zu schmal wirkt.
30.12.2017 18:35


NTWK schrieb: ich seh auch nicht das grosse problem...


NTWK schrieb: in der laibung wird halt noch max. 30er platte platz haben...


30.12.2017 22:14
30 .... Zentimeter oder Millimeter?

Wieviel Dämmmung ist geplant?

Der Tipp wäre raus und neu machen ... könnte aber schwierig werden mit Monteuren, die Ihre eigenen Ideen haben. Wennst einen Sisyphos auf der Baustelle hast, kannst den alternativ die Laibung im 45°-Winkel abschrägen und einen ebensolchen Dämmkeil einsetzen lassen. Is aber eher nur theroretisch umsetzbar.


31.12.2017 8:39
eine 30 mm xps-platte hat in etwa einen u-wert von 0,95. das entspricht in etwa dem u-wert des fensterrahmens uf = ca. 0,85 - 1,00 je nach fenster. wenn jetzt jemand an diesem 5cm laibungsstreifen der nur 30 mm dämmdicke besitzt ein problem erkennt, dem muss der anschliessende fensterrahmen der doppelt so breit ist wie die laibung noch ein viel grösseres problem sein.
31.12.2017 8:56
Genau aus dem Grund überdämmt man den Rahmen so weit wie möglich und das mit größtmöglicher Dämmstärke - WEIL der Rahmen eine Schwachstelle in der thermischen Hülle darstellt. Wurde hier aber wirkungsvoll verhindert. Wobei mir schleierhaft ist, warum Fensterhersteller die Aluschale bis außen ziehen ... auch, um einen sauberen Anschluss der Dämmung zu verhindern?

Das hier ist so ein typisches Hausbauproblem ... der Bauherr macht sich Gedanken - was im System nicht vorgesehen ist. Die Professionisten wissen es schließlich besser und überfahren den Bauherren - anstatt mal kurz nachzufragen. Dann kommt das noch typischere "scheissdinedan", natürlich in höflichen Worten verpackt, weil man den Mangel den man fabriziert hat, nicht gutzumachen gedenkt. #Hammaimmaschinsogmacht und #Beiderletztbbaustöwoasawuascht.

Klar wird woerz77 das nicht in der Heizkostenabrechnung bemerken ... aber es ist wieder eine Chance vertan, wo "das Bauen" sich einen Millimeter weiterentwickeln hätte können.
31.12.2017 10:34
Wir haben aktuell das exakt! selbe Problem...


NTWK schrieb: eine 30 mm xps-platte hat in etwa einen u-wert von 0,95. das entspricht in etwa dem u-wert des fensterrahmens uf = ca. 0,85 - 1,00 je nach fenster.


Nur dass unser Fensterbauer (ist die Firma Internorm!!) dann gesagt hat, die 2 oder 3 cm XPS Laibungsüberdämmung haben keinen platz mehr weil die Führungsschienen für die Beschattung ja auch noch platz brauchen... (so wie ich die Photos oben sehe - wird dieses problem auch noch auf eich zu kommen - sofern ihr Beschattung auch habt - sieht es bei uns genauso aus, wie auf deinen Photos)...
Der Fensterbauer meinte dann dazu dass nur 5mm (nicht cm!!!) XPS möglich sind... und die Voderseite der Führungschine wird dann eh! mit der Fassade überdämmt wird, und dass passt dan schon so... bla bla bla


2moose schrieb: Klar wird woerz77 das nicht in der Heizkostenabrechnung bemerken ... aber es ist wieder eine Chance vertan, wo "das Bauen" sich einen Millimeter weiterentwickeln hätte können.


Naja aber die Wärmebrücke bei nichtausreichender Überdämmung der Laibung (im Bereich der Führungsschine der Beschattung) wird sich dann im Schimmel aufgrund Kondenzwasser im Bereich der Laibung innen wiederspiegeln... (Weil ja der Rahmen der Fenster sowieso schon kälter ist) oder?? Ist das nicht ein massiver Baumangel???

Gott sei dank haben wir einen GU, und der überlegt sich jetzt einmal etwas... (Noch bin ich hier guter Dinge,...)

Bin mal gespannt was die anderen so dazu sagen?!
31.12.2017 11:09


Clemens1 schrieb: wird sich dann im Schimmel aufgrund Kondenzwasser im Bereich der Laibung innen wiederspiegeln... (Weil ja der Rahmen der Fenster sowieso schon kälter ist) oder?? Ist das nicht ein massiver Baumangel???


*Glaskugelbefrag* .... wird vermutlich nicht schimmeln. Und wenn, ist einfach woerz77's Lüftungsverhalten der Mangel und nicht der Fenstereinbau. Wenigstens hat er dann die Chance auf einen Auftritt in PfuschAmBau.
Man kämpft hier seit Jahren für mehr Detail-Bewusstsein ... Du siehst aber, was die Reaktion ist - Wurschtigkeit. Hatte das erst mit der Architektenvilla und den 9 LWP-Außeneinheiten ... man macht sich eher Sorgen um verletzte Persönlichkeitsrechte ob eines Fotos denn um technische Fauxpas der Extraklasse.
31.12.2017 11:49


2moose schrieb: ist einfach woerz77's Lüftungsverhalten der Mangel und nicht der Fenstereinbau. Wenigstens hat er dann die Chance auf einen Auftritt in PfuschAmBau.


Das hilft jetzt weder woerz77 noch mir weiter... 
31.12.2017 13:23
Am liebsten würde ich den Fensterbauer alle Fenster noch einmal ausbauen und bündig mit außen Mauerwerk setzen lassen.
Leider ist aufgrund des fertiggestellten Innenputzes und der Anzahl der Fenster der Aufwand zu groß.
Hoffe ich kann wenigsten die Laibung noch mit 3 cm Dämmen!!
Werde mich demnächst nochmal mit Fensterbauer und Bauphysiker treffen, um eine gute Lösung zu finden.

Mein Wandaufbau besteht aus 25 cm HLZ und 16 cm Dämmung und es ist eine Beschattung (Raffstore) vorgesehen.

Danke schon einmal für die bisherigen Antworten.
31.12.2017 14:04
Woerz.... Bei uns alles das selbe...  und wie auf den Fotos ersichtlich bei dem schmalen Fenster Rahmen...  wenn du die Führungsschiene des raffstore noch dazu nimmst...  bleibt nicht viel Dämmung über ....  wenn du eine Lösung gefunden hast ....  gerne auch per PM ....
31.12.2017 15:51
oder man baut mit 50er Ziegel dann hat keine Probleme mit Styropor .... oder man gibt alle Leistungen nicht "Pfuscher" weil Geiz ist Geil

mfg

ein glücklicher 50er Ziegelhaus Besitzer
31.12.2017 16:15


Clemens1 schrieb: Das hilft jetzt weder woerz77 noch mir weiter..


Wirklich helfen würde nur eine schriftliche Vereinbarung. Wenns die ned gibt, hilft nur verhandeln oder damit leben.
31.12.2017 17:01


4694 schrieb: oder man baut mit 50er Ziegel dann hat keine Probleme mit Styropor .... oder man gibt alle Leistungen nicht "Pfuscher" weil Geiz ist Geil

mfg

ein glücklicher 50er Ziegelhaus Besitzer


die schadenfreude ist hier aber falsch am platz.
31.12.2017 21:56


2moose schrieb: Wirklich helfen würde nur eine schriftliche Vereinbarung. Wenns die ned gibt, hilft nur verhandeln oder damit leben.


Gibt es eine entsprechende Norm oder so was??
1.1.2018 8:07


4694 schrieb: oder man baut mit 50er Ziegel dann hat keine Probleme mit Styropor .... oder man gibt alle Leistungen nicht "Pfuscher" weil Geiz ist Geil

mfg

ein glücklicher 50er Ziegelhaus Besitzer


grade beim 50er ziegel sind die fensterstürze/laibungen etc. problemzonen
1.1.2018 20:14


Clemens1 schrieb: Gibt es eine entsprechende Norm oder so was??



dyarne schrieb: normen sind der bodensatz der technischen entwicklung und dem stand der technik oft 10-15 jahre hinterher.


Zum schriftlichen Festhalten von Vereinbarungen ... das ist Standard, Usus in der Projektabwicklung. Gerade bei solchen Details - wenn es schon keine Detailplanung/Führungsplan gibt - essentiell wichtig. Da reicht ein Einzeiler oder ne Skizze auf der Bestellung. Es soll immer noch Ausführende geben, die dann doch machen was se wollen oder was 5 Minuten Telefonieren oder ein wenig Umdenken/Nacharbeiten spart.
1.1.2018 20:26
Also bei uns gibts detailplane für den sturz, die raffstorekasten, die rollädenkasten bei überlager, bei betonierten Teilen! Details zu innenfebsterbanken und zu aussenfansterbanken... etc etc...

weil ja ja ursprünglich geplant war dass die Fenster bündig mit den Ziegeln kommen... entsprechende uberdammung war in der polierplanung sichtbar... (bei betonierten Teilen mit entsprechender zusätzlicher Dämmung)

Nur haben sie das jetzt ändern müssen (4cm hinein) weil sich sonst der von Beginn an bestellte Insektenschutz Nicht ausgeht ...

und jetzt haben wir das Problem... (siehe oben) 

ich wurde mich über Lösungsansätze freuen und nicht uber ... was hatte schriftlich festgehalten werden sollen oder Geiz ist geil (ist internorm, österreichischer großer Baumeister etc etc)....

was sollte man verlangen, was sind die zu erwartenden Probleme, worauf muss man achten... etc etc etc 
2.1.2018 9:08


woerz77 schrieb: Am liebsten würde ich den Fensterbauer alle Fenster noch einmal ausbauen und bündig mit außen Mauerwerk setzen lassen.
Leider ist aufgrund des fertiggestellten Innenputzes und der Anzahl der Fenster der Aufwand zu groß.


Wenn du noch keinen Innenputz hättest, wäre es relativ einfach gewesen, den Fenstermonteur dazu zu bewegen die Fenster so zu versetzen wie du es wolltest und wie es die ÖNORM B 5320 vorschreibt. Den Aufwand hätte der Monteur gehabt, ebenso die Kosten.
Wenn eine Montageplanung vorlag, welche die von dir gewünschten Einbausituation darstellt, hättest du den Joker.

Da du das aber offensichtlich so hingenommen hast und den Innenputz hast herstellen lassen, warst du mit der Versetzsituation einverstanden (auch wenn es nicht so war, wird es dir angelastet).

Jetzt kannst nur mehr die Leibung gut dämmen. Ich würde zur Vermeidung von Wärmebrücken ein besser dämmendes Material verwenden.

@Clemens1
Wie wäre die Option mauerbündig zu versetzen und die Dämmung um die 40mm zu erhöhen. Wärmetechnisch die beste Alternative. Ansonsten gehört sich die Isotherme genauer angesehen. Das wird das Forum hier nicht schaffen
2.1.2018 14:54


Squawvally schrieb: Dämmung um die 40mm zu erhöhen.


Weil das viele Tsd Euro extra kosten sind (ges. Haus)... und ich glaube nicht dass der GU das zahlen will... ist aber sicher eine Variante! 

fur mich ich stellen sich 2 Varianten da: entweder der BM flext links und rechts vom Fenster ca 5 cm breite und die besagten 4 cm Tiefe heraus setzt dort ein xps ein... oder Variante 2 in dem übrig bleibenden Spalt zwischen beschattungsschiene und Laibung kommt eine Dämmung mit einem entsprechend höheren Dammwert... Vakuum oder so was...

Squawvally was meinst du zu diesen Varianten... so uberschlagsmassig, ohne sich die Isotherme angesehen zu haben...
2.1.2018 19:18
Variante 1 finde ich besser. Auf die Nutzungsdauer können die Vakumpaneele den Dämmwert nicht halten.
2.1.2018 23:22
Danke squawally

@woerz77 - das erscheint mir als sinnvolle Lösung... 
falls sich was anderes auftut oder wer anderer noch Alternativen hat... jederzeit....
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