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Kühlung ohne WP

28 Beiträge | letzte Antwort 21.12.2017 | erstellt 13.12.2017
Hallo,

ich beschäftige mich gerade mit FBH / Wandheizung und wäre ja grundsätzlich am Thema Kühlung durch Flächenheizung interessiert. Aber ohne WP und Solekreislauf bekomme ich das vermutlich nicht realisiert.

Wir haben eine Nahwärme (Hackschnitzel). Dazu könnte ich z.B. mit Uponor EPG6 einen Kühlkreislauf integrieren - aber Preis/Leistung sind da einfach uninteressant.

Gibt es andere Möglichkeiten? Als absoluter Laie gesprochen: Kann man nicht ein aktives Kühlgerät in den Heizungskreislauf anschließen?

Danke & lg
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19.12.2017 15:44


ricer schrieb: Den kleinen Kollektor im Sommer nur für passive Kühlung über die FBH nutzen.


kosten/nutzen ist sicher am höchsten. plus wärmetauscher, pumpe, verrohrung.
wobei, wenn manuelle steuerung ok ist, dann reicht eine pumpe, wo du die leistung mit drehrädchen einstellst.
19.12.2017 16:09
BZGL: KWL-Entfeuchtung:

Ich habs aktuell so geplant:
ein KWL-Gerät mit aktiver Kühlfunktion (Pichler PKOM4 Trend) verwenden.
dahinter setz ich ein "Wasser-Heizregister" in die Zuluft-Leitung welches mit dem Rücklauf der Flächenkühlung durchströmt wird.

Warum?

Die aktive KWL kann die Luft prinzipell zu weit runter kühlen.
Das würde dazu führen, dass sich Kondensat außen an den KWL-Zuluft-Rohren bildet.
Wenn die Luft aber nach der KWL mit dem ~21°C RL-Wasser wieder erwärmt wird, ist das kein Thema mehr.
Den Zuluft-Temperatur-Sensor der KWL werde ich nach dem Heizregister setzen, und die Zulufttemp dort auf min. 17°C begrenzen.
Das bewirkt folgendes:
Die KWL kann die Luft vor dem Heizregister deutlich weiter runterkühlen und hat damit eine wesentlich höhere Entfeuchtungs-Leistung.
Trotzdem kann sich nie Tauwasser an meinen KWL-Rohren bilden.

Die Lösung finde ich super, und hoffe dass das auch alles so funktioniert.
Aber ich denke schon
Mir ist klar, dass das alleine keine ausreichende Kühlungs-Lösung ist (dazu habe ich ja die Flächenkühlung), aber eine schöne Lösung für die Entfeuchtung ist es.

Preislich kommt das Ganze ähnlich teuer wie ein KWL Sole EWT.
Nur hat meine Lösung wesentlich mehr Leistung. Und das auch noch gegen Ende des Sommers.
Aber die Betriebskosten sind klarerweise höher
19.12.2017 20:40
PV vorhanden? Damit hast du im Sommer Strom im Überfluss.
Eigener Brunnen vorhanden? Damit kannst du auch kühlen.


20.12.2017 12:41
@rocco81

wir hätten einen alten Brunnen. wäre das im gesamtpaket günstiger als rgk verlegen?
20.12.2017 14:00
nur wenn du ihn mit saugheber zapfen kannst, sprich bis max 7m wassertiefe hast.
sonst zerstört die brunnenpumpe jede bilanz...
21.12.2017 7:51


peda3 schrieb: wir hätten einen alten Brunnen. wäre das im gesamtpaket günstiger als rgk verlegen?


Das kann ich nicht beantworten, ich habe die Kühlung nicht umgesetzt.
Dank Massivbauweise und großzügigem Dachvorstand auf der S Seite blieb es auch im Hochsommer angenehm im Haus.

Einralter gegrabener Brunnen war vorhanden und wird zur Trinkwasserversorgung genutzt. Aus diesem kommt auch im Hochsommer etwa 5° kaltes Wasser, somit könnte man mit wenig Wasser eine gute Kühlleistung erzielen. 
Heizung und Brunnenwasser stehen im Technikraum nebeneinander, würde im Prinzip nur ein Wärmetauscher und eine Regelung fehlen.
Habe es aber mangels Bedarf nicht ins kleinste Detail durchdacht.



dyarne schrieb: sonst zerstört die brunnenpumpe jede bilanz...



rocco81 schrieb: PV vorhanden? Damit hast du im Sommer Strom im Überfluss.





21.12.2017 8:44
ja, schon.
dennoch paßt brunnenpumpe im kW-bereich und rund um die uhr sanft passiv kühlen nicht wirklich zusammen
21.12.2017 12:11
Vielen Dank an alle mal fürs fleißige posten - jetzt habe ich ja mal genug Grundlagen um mit meinem Installateur darüber zu reden!
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