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Haustechnik Mietwohnung optimieren

1 Beiträge | letzte Antwort 8.11.2017 | erstellt 7.11.2017
Hallo ihr Energiesparer,

nachdem ich vor kurzem von einer Mietwohnung (BK inkl.) zu einem gemieteten Haus (BK exkl.) gewechselt habe, versuche ich nun, die Betriebskosten zu drücken.
-unsanierter 80er-Jahre Bungalow, ~70m², kalter Keller, 38er Ziegel, 2-fach vergl. Holzfenster
Nachfolgend versuche ich die wichtigsten Punkte aufzulisten und hoffe auf ein paar Tipps:

1) Heizung:
Fernwärme wird über das Nachbarhaus (ursprünglich gleicher Besitzer - eigener Wärmemengenzähler beim Eingang im Keller) eingeleitet und über Kupfer-Fußbodenheizung mit 6 Heizkreisen verteilt.
Im Heizkreis-Verteiler sind alle Kreise regelbar, zusätzlich gibt's raumweise Einzelthermostate.
Die Vorlaufthemperatur kann ich mit einem mechanischen Mischer (VL/RL) im Keller regeln (Thermometer gleich hinter Pumpe) und die Umlaufpumpe hat 3 Stufen (45W, 60W, 80W).
Die Umlaufpumpe kann lediglich per Lichtschalter im Keller Ein- oder Ausgeschaltet werden.

Meine Idee wäre, einen WLan-Steckdose dazwischen zu schalten, welche via App geschaltet werden kann. (Zeitschalt-Funktion, Ein/Aus)
Hiermit könnte Pumpenstrom gespart, Nachtabsenkung komfortabel realisiert und flexibel geschaltet werden.
Was haltet ihr davon und was würdet ihr wie regulieren?

2) Elektroboiler:
Für die Warmwasserbereitung werkelt ein 80er-Jahre 200l E-Boiler im Keller, geschaltet über eigenen Stromzähler mit Relais, damit er nur in der Nacht läuft und somit Nachtstromtarife nutzen kann.
Ich habe es mir noch nicht durchgerechnet, aber vermute mit Grundgebühren ist hier der Preisvorteil eher nicht vorhanden.

Für meine Freundin und mich reicht es, wenn diese 200l auf ~45° geheizt werden.
Kann hier ein Legionellen-Problem entstehen?
-Zapfstellen (Dusche, Wanne, 2x Wasserhahn) direkt darüber - kurze Leitungswege

Wäre es wirtschaftlich, eine effizientere Alternative zu suchen und nur einen Zähler zu nutzen, natürlich "einfach" rückbaubar?
-21KW Durchlauferhitzer falls möglich (Hausanschluss)
-neuen 230V 50l Boiler - auch mit WLan Steckdose um regeln zu können

3) Licht:
14 Stück 100 Watt Glühbirnen leuchten momentan, werden alle gegen 10 Watt LED getauscht. Können bei Auszug wieder gewechselt werden und bis dahin sparen sie eine Kleinigkeit..

4) Kühlschrank:
Es ist eine freistehende Kühl-Gefrierkombi ebenfalls aus den 80ern vorhanden. ("50% FCKW-reduziert"-Pickerl an der Tür)
Klar, Strombedarf messen - vergleichen - kalkulieren, liefert hier die Antwort.
Aber vielleicht hat das schon jemand hinter sich und kann mir seine Eckdaten liefern.
Vermutlich hätte sich hier ein neues Gerät bald amortisiert.


Über Ergänzungen und weiteren Input würde ich mich sehr freuen!

 
8.11.2017 9:24
Mein Senf

Ich würd die Umlaufpumpe über nacht nicht gänzlich abschalten, da die FBH ja ein träges System ist usw usw
=> auf der kleinsten Stufe laufen lassen, wenn möglich und nicht zu kalt.
=> ev. kannst sie ja stundenweise ausschalten, fragt sich nur, ob Du Dir da viel ersparen wirst

abgesehen davon, ich verstehe den Sinn der APP-gesteuerten FBH Pumpe net ganz (ok- überhauptnicht...)
Du kannst im Besten Fall die Pumpe per Billigsdorfer Zeitschaltuhr in der Nacht für 2..3 Std abschalten,
wozu willst das per APP machen?


Es gibt noch Nachtstrom ??


Legionellen:
Hab a bissl wikiert und gegooglet, Empfehlung ist, die Wassertemp nicht unter 60 Grad zu senken
andererseits heissts, daß Legionellen vermehrt dort entstehen, wo keine Wasserentnahme stattfindet...
da traue ich mich keine verbindliche Aussage zu treffen...
Im Zweifelsfall ev wirklich Deinen Vorschlag umsetzen mit dem 21KW Durchlauferhitzer...

Bezüglich Kühlschrank:
Vermutlich hätte sich hier ein neues Gerät bald amortisiert. Da würd ich mal schauen,
wie hoch der Mehrverbrauch des alten Kühlschranks ist, u.U. zahlt sich ein neues Gerät gar net aus.
Der Neue Kühlschrank muß ja nicht nur den Anschaffungswert in x Jahren einsparen, sondern erheblich drüber,
sonst kannst ja gleich den Alten lassen...
=> Mußt Dir durchrechnen.


viel Erfolg

lg Wolfgang


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