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Ich kenn mich nicht mehr aus...

114 Beiträge | letzte Antwort 10.11.2017 | erstellt 3.11.2017
Hallo liebe Häuslbauer!

Ich brauche eure Expertise.

Wir sind noch ganz am Anfang unserer Planung. Aber was ich jetzt schon feststelle: Es sind enorme Preisunterschiede (eh klar).
Ich habe gerade so das Forum durchforstet und lese, dass Häuser zwischen 1500-2000€ pro m² schlüsselfertig gebaut werden.
Wir waren gestern beim Griffner und lagen pi mal Daumen bei 2400€ pro m² (wenn man überhaupt auskommt) schlüsselfertig.
Bei einem 160m² Haus wäre das ein Preisunterschied fast 150.000€. Das ist ja nicht kein Kleinmist.

Liegt der Unterschied echt nur zwischen Ziegel und Holzriegel?!
Ich steh komplett daneben. Wie baut ihr für 1500€ pro m²?

Bringt Licht in mein Dunkel!
DANKE
9.11.2017 20:42


utes schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von rabaum: an einem Tag Eigenleistung, wo ein Hilfsarbeiter (offiziell) eingespart wird 1.000,- EUR sparen.

wo werden Hilfsarbeiter dermassen gut bezahlt???


Verdient nicht jeder pro Arbeitstag mindestens 400 € netto? Also, wieviel wär das noch einmal im Monat?  ... 🤔
Ich werd Hilfsarbeiter! https://www.energiesparhaus.at/images/em_smile.png
9.11.2017 22:04


MissT schrieb: Ich würde sagen - ein Rechenfehler.


sicher nicht.


MissT schrieb: Ein Facharbeiter bekommt am Bau meines Wissens offiziell so ca. 48 € pro Stunde (brutto? netto?). Ein Hilfsarbeiter sicher weniger.


Ein Facharbeiter bekommt das sicher nicht, aber du musst soviel dafür zahlen. In OÖ für einen Hilfsarbeiter sogar 42,- netto. Ist offizell schon a guter 50er. Wenn ich selbst am Wochenende was gemacht hab dann auch nicht 8-16h sondern gleich 10h oder mehr. Bei 2 Personen ist das halt schon ein Tausender.

Haben zB unsere ganze Dachbegrünung in Eigenregie gemacht. Nicht besonders kräfteraubend oder mit viel Technik verbunden. Man muss einfach gewissenhaft arbeiten. Vlies ausrollen, Matten legen, Substrat verrechen, Sedum einrechen. Glaub nicht dass die Dachpartie soviel mehr angerissen hätte als wir selbst. Hat uns 5k gespart.
9.11.2017 22:07


Verdient nicht jeder pro Arbeitstag mindestens 400 € netto?


sag mal kennts ihr den Unterschied net zwischen dem was ein Arbeiter netto bekommt und was man einer Firma für die Leistung zahlen muss?


9.11.2017 22:40
Doch, das verstehen wir:
2000 € brutto ➜ knapp 1500 netto
Arbeitgeberanteil gut 2600 € monatlich

Das sind sehr über den Daumen gepeilt 45 % weniger, die beim Arbeitnehmer ankommen. Da der Unternehmer auch Umsatzsteuer bezahlt, hab ich von deinen 1000 € 60 % abgezogen. Gut, ziehen wir 70 ab ➜ ergibt immer noch 300 € täglich, oder 80 ➜ 200 €. 



rabaum schrieb:
sag mal kennts ihr den Unterschied net zwischen dem was ein Arbeiter netto bekommt und was man einer Firma für die Leistung zahlen muss?


Naja ...
9.11.2017 22:58
Sag mal Vardi was rechnest du da?

Erstens hast du den Unternehmeraufschlag komplett vergessen, die Firma will ja auch was verdienen, zweitens zahlt eine Firma keine Umsatzsteuer, für ein Unternehmen ist das ein Durchlaufposten, die USt bleibt am Konsumenten hängen.

Weiters bekommt ein Arbeiter bei angenommenen 1.600,- netto im Monat und 160 Arbeitsstunden (vereinfacht) 10,- EUR netto die Stunde. Zahlen musst du für ihn vermutlich 50,- inkl. USt. Macht ein Verhältnis von 1:5

Er bekommt an einem langen Tag 100,- EUR, ich muss für ihn 500,- zahlen. So einfach ist das.
9.11.2017 23:09
Du hast aber 1000 € geschrieben ...
9.11.2017 23:11


Vardi17 schrieb: Du hast aber 1000 € geschrieben ...


beim Bauherrenpaar verdoppeln


Ein Bauherrenpaar kann sich an einem Tag Eigenleistung, wo ein Hilfsarbeiter (offiziell) eingespart wird 1.000,- EUR sparen.

9.11.2017 23:29
Ich hatte deinen Beitrag so gelesen: ein Hilfsarbeiter wird eingespart. Danke für die Verständnishilfe!

Für Cathaleah ist aber letzten Endes relevant, ob und wieviel sie an Eigenleistung einbringen können / wollen. 
@Cathaleah: zu deiner Zusammenfassung noch ergänzend - nicht übergroß und auf euren Bedarf zugeschnitten, hab ich das schon erwähnt?
10.11.2017 19:32


MissT schrieb:
Ein Facharbeiter bekommt am Bau meines Wissens offiziell so ca. 48 € pro Stunde (brutto? netto?). Ein Hilfsarbeiter sicher weniger.


Habe mich leider falsch ausgedrückt, meinte eigentlich: Ein Facharbeiter kostet mich offiziell ...

Bei all den Beträgen, die hier genannt werden, muss man halt unterscheiden, worum es genau geht:
Was kostet die Einsatzstunde eines Facharbeiters/Hilfsarbeiter/Poliers den Bauherrn bzw. was bekommt die Firma?
Was bekommt davon ein Facharbeiter/Hilfsarbeiter/Polier pro Stunde brutto bzw. netto?
Was bekommt der Bauherr als Abzug pro Stunde Mithilfe?
Was kostet das Material allein, wenn ich die Arbeit zur Gänze selber mache?
10.11.2017 22:23


Vardi17 schrieb:
@Cathaleah: zu deiner Zusammenfassung noch ergänzend - nicht übergroß und auf euren Bedarf zugeschnitten, hab ich das schon erwähnt?


Nein. Wie meinst du das?
Nicht zu groß bauen? Sondern bedarfsmäßig?

Also falls du die m2 meinst...
Ich BRAUCH wahrscheinlich keine 185m2, aber cool wäre es schon ;)
Wir brauchen auch Vl keine 160m2, ABER ich will mich bewegen können.
Ist jetzt a reine Gefühlssache aus den bisherigen hausbesichtugungen: alles unter 130m2 da bekomm ich Platzangst (auf 2 Ebenen)
10.11.2017 23:00


Cathaleah schrieb: Nein. Wie meinst du das?
Nicht zu groß bauen? Sondern bedarfsmäßig? Also falls du die m2 meinst...
Ich BRAUCH wahrscheinlich keine 185m2, aber cool wäre es schon ;)
Wir brauchen auch Vl keine 160m2, ABER ich will mich bewegen können.
Ist jetzt a reine Gefühlssache aus den bisherigen hausbesichtugungen: alles unter 130m2 da bekomm ich Platzangst (auf 2 Ebenen)


stimmt aber selbst mit Kinder ist das mehr als Ausreichend und bedenke im Alter bist dann max. zu zweit im Haus.. da werden ganze Räume nimmer genutzt.
Wir haben 145m² und mehr braucht es auch gar nimmer sein.
Hatten zuvor ein Haus mit 170m² WFL und nochmal 90m² Keller... viel zu viel. da waren drei Räume im Keller nicht genutzt sondern nur mit Gerümpel voll wo man sich denkt "lieber aufheben, könnte ich ja noch brauchen "
Sauna und Fitnesskammerl... 5 mal im Jahr benutzt, selbiges galt fürs Kellerstüberl.
wären schon mal 60 m² zum Einsparen gewesen
10.11.2017 23:04
Den Smiley hab ich gemacht, weil ich mich eben wiederholt hatte 

Dein Bedürfnis nach Raum kann ich gut nachvollziehen. Vom “Brauchen” her könnten wir auch noch kleiner werden, und natürlich wollen auch wir uns rühren können. Endlich Platz in der Küche haben, einen schönen großen Essbereich für Familie und Freunde ...

Was ich meinte ist lediglich, dass schlaue Planung hilft. Es gibt Häuser mit 150 m2, die beengt wirken und zugleich nicht das Raumangebot haben, das ich brauche/ möchte. Es gibt Häuser mit weniger m2, die so klug geplant sind, dass man bewegen kann, sich wohlfühlt und die die passende Raumaufteilung haben. 

185 oder 160m2 muss man sich auch leisten können. Wir wollten nicht bei der Qualität sparen, aber dennoch nicht beengt sein, da war eine gute Planung vonnöten.
10.11.2017 23:11


maider187 schrieb:
stimmt aber selbst mit Kinder ist das mehr als Ausreichend und bedenke im Alter bist dann max. zu zweit im Haus.. da werden ganze Räume nimmer genutzt.


Wo maider recht hat, hat er recht ... 

Unser OG wird abtrennbar gestaltet. Jetzt mögen viel m2 cool sein, aber die meisten älteren Leute, die wir kennen, sind froh, wenn sie nicht eine riesen Hütte am Hals haben. 
10.11.2017 23:17
@maider187, vom Gerümpel und dem Saunen fang ich gar nicht erst an 

@Cathaleah:
->
Zu wenig Stauraum: mühsam
Zu viel Stauraum: Müllsammlung

Lösung: ausreichend Stauraum 😉



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