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Kinderbetreuungsgeld & Partnerschaftsbonus

38 Beiträge | letzte Antwort 21.10.2017 | erstellt 18.10.2017
(wenn nicht erwünscht bitte das Thema in Sonstiges verschieben)

Ich acker mich gerade durch das Thema:
https://www.arbeiterkammer.at/beratung/berufundfamilie/kinderbetreungsgeld/KBG_bei_Geburten_ab_01.03.2017.html
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/359/Seite.3590009.html

Wir werden das ea KBG nutzen, SIE bleibt 24 Monate daheim. ICH geh normal arbeiten. Baby ist jetzt ~2 Monate alt

Gibts noch eine gängige Möglichkeit dass ich 1-2 Monate gemeinsam (oder irgendwann später allein) zu Hause bleib? (ohne beim Dienstgeber unbezahlten Urlaub zu erbetteln?)

Der Partnerschaftsbonus ist auch ein Topfen (soweit ich es verstehe?) weil der Kleine 1) sehr viel Zeit mit der Mama braucht und 2) ich schlechter verdien und die 1000€ Bonus nicht aufwiegen.

Das einzige was attraktiv wäre (es sei denn ich verstehe es falsch) ist die Zuverdienst-Möglichkeit weil SIE als Krankenschwester evtl. flexibel ein paar Stunden machen könnte ohne dass wir gleich eine Kinderkrippe brauchen.
6.800 jährlich? im ersten und zweiten Jahr?

Vielleicht hat sich da schon jemand von euch durchgeackert, ansonsten wird eh eine Beratung bei der GKK fällig...

LG
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18.10.2017 7:10
Kennst du das parents.at Forum? Da gibt es viel Schwarmwissen zu diesen Themen.
18.10.2017 7:35


Andi1979 schrieb: Vielleicht hat sich da schon jemand von euch durchgeackert, ansonsten wird eh eine Beratung bei der GKK fällig...


wir waren bei der AK zu einem Info Gespräch.
War bei uns ähnlich. EA-Kindergeld für 12 Monate, aber 24 Monate Karenz. Meine LG hat im 2 ten Jahr wieder geringfügig in ihrer alten Arbeit angefangen. Zumindest so viel das sie nicht über die Grenze gekommen ist. Sie war dann für das eine Jahr bei mir kostenlos mitversichert. Sie hat ab den 2 ten Geburtstag von unserem Junior wieder mit der Elternteilzeit (30Std) angefangen. Ab diesen Tag ist der Kleine auch in die Kindergrippe gegangen.

mbg
18.10.2017 7:54
Du kannst beim ea kbg nach den 12 monaten (oder irgendwann dazwischen) 2 monate in karenz gehen. Dann bekommst du das kbg. Deine frau müsste dann entweder arbeiten gehen in diesen 2 monaten oder, so wie bei uns, in unbezahlten urlaub bzw. geringfügig gearbeitet (man muss sich beim partner mitversichern lassen!)
Ob es beim neuen modell diesbezüglich Änderungen gab, weiß ich leider nicht.


18.10.2017 8:20
danke schonmal!
sinnvoll wäre vermutlich dass meine Partnerin die 10?20? Stunden 2 Monaten vor dem Ende der 2jährigen Karenz beginnt...
Oder irgendwie (mit einem 10h-Dienst am Wochenende) schon nach dem ersten Jahr falls es finanziell zwicken sollte. Kinderkrippe schon mit 12 Monaten möchten wir momentan nicht. Wochenenddienst wäre finanziell sehr entlastend, aber bleibt halt dann weniger Zeit für die Familie....

Die Stunden sollten dann denke ich mal auch recht fix sein, damit es kein ständiges erhöhen/reduzieren/kommen/gehen gibt?

Wir werden natürlich die Hälfte des EA-Kindergeldes fürs 2te Jahr beiseite legen und halt schauen wie es im magischen 2ten Jahr finanziell läuft (speziell dann wenn wir wirklich 2 Monate gemeinsam daheim bleiben und dann nur die "gesparte Hälfte" und "meine 80%" hätten)

Wie gesagt - ich würde schon sehr gern 2 Monate zu zweit daheim verbringen. Vermutlich ists sinnvoller meine Partnerin fängt da wieder mit weniger Stunden zu arbeiten an und wenn der Kleine 2 Jahre ist dann gehts in die Kinderkrippe.

Wie schaut man (gerade bei wechselnden Diensten = schwankendes Einkommen als Krankenschwester) am besten auf die Verdienstgrenzen?
Einschleifregelung etc. hab ich da gelesen...
18.10.2017 9:17
Gibts da nicht dieses Papamonat?!
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/359/Seite.3590009.html

Da bekommt der Mann zwar auch weniger, nur 700€ so weit ich raus gelesen habe, aber gerade in den ersten Wochen ist es ganz gut zu zweit zu sein.
18.10.2017 9:26
Bei uns wars ähnlich wie bei Microft...

Ich hatte EA-Kinderbetreuungsgeld bis zum 1. Geburtstag, aber Karenz bis zum 2. Geburtstag. Hab begonnen geringfügig zu arbeiten als der Zwerg 4 Monate alt war. Im 2. Jahr (nach Ablauf vom EA-KBG) war ich dann mit meinem GG mitversichert. Hab jetzt als Junior 2 geworden ist mit Elternteilzeit (20h) begonnen und Junior geht in die Kinderkrippe.

Finanziell wärs bei uns nicht gegangen, dass mein GG auch daheim bleibt. Wir habens dann so geregelt, dass er ab dem Zeitpunkt wo ich wieder geringfügig gearbeitet hab (habs in der Firma auf wenige Tage im Monat zusammenfassen können) 1-2 Tage pro Monat - also immer dann wenn ich gearbeitet hab - "Papatag" hatte. Dafür hat er sich halt Urlaub oder ZA genommen.

LG BK
18.10.2017 9:43
meine frau ist auch krankenschwester. hat das einkommensabhängige genommen und ist nach ca 6 monaten wieder 10 stunden arbeiten gegangen weil die auf ihrer alten station frei wurden. da hat sie dann 3 nachtdienste im monat gemacht.
dazu ist zu sagen das unser kleiner sehr brav war und ich auch schichtlt.
das war easy zu handeln
18.10.2017 10:15


dynamite schrieb: Gibts da nicht dieses Papamonat?!


Ja, aber gerade in den ersten 3 Monaten braucht man viel Geld und 22,60 waren uns einfach zu mager, es hilft nix.


Der Familienzeitbonus beträgt EUR 22,60 pro Tag. Er wird im Nachhinein ausbezahlt, jeweils bis zum 10. des Folgemonats.
Sie müssen die Familienzeit innerhalb der ersten 91 Tage ab der Geburt konsumieren, und zwar mindestens 28 Tage bis maximal 31 Tage ohne Unterbrechung.



Stefan86 schrieb: wieder 10 stunden arbeiten gegangen


Was ich weiß ist man mit Ausbildung, Nachtdiensten/WE sogar bei 10h schnell mal bei 1000€, habt ihr euch das mit den Zuverdienstgrenzen angeschaut oder versteh ich da was falsch?
18.10.2017 10:30


BK1982 schrieb: Im 2. Jahr (nach Ablauf vom EA-KBG) war ich dann mit meinem GG mitversichert.


Über das mit dem versichert sein hab ich mich echt noch nicht informiert bzw kenn ich mich nicht gut aus.

Geplant ist bei uns, dass ich (Frau) das EA Modell wähle und eben eh wie die meisten Mütter 50% auf die Seite lege für das 2te Jahr. Ich werde/will/muss/kann/möchte aber ziemlich zügig wieder meine Arbeit aufnehmen - jedoch bestenfalls zum großteil von zuhause aus, schätzemativ 5-8 h/Woche. im Zweiten Jahr +/- die Stunden je nachdem wie sich das eingependelt und entwickelt hat. Dann bin ich ja aber eh die ganze Zeit über meinen AG versichert ?

danke

18.10.2017 10:37


vandini schrieb: Dann bin ich ja aber eh die ganze Zeit über meinen AG versichert ?


Wenn du geringfügig arbeitest dann nicht.

Ist aber keine Hexerei sich da mitzuversichern.
Wenn ihr verheiratet seid geht das automatisch (hab ich ghört), wenn nicht, so wie bei uns, dann füllt man einfach ein Formular aus.

Aber Achtung: wenn das Jahr mit dem EA-Kinderbetreuungsgeld um ist, dann erinnert einen niemand daran sich mitzuversichern....
Ich habs verschwitzt und war 1 Monat nicht versichert. Gsd ist in diesem Monat nix passiert/nix gewesen....
18.10.2017 10:54


BK1982 schrieb: Wenn du geringfügig arbeitest dann nicht.


Korrekt


BK1982 schrieb: Ist aber keine Hexerei sich da mitzuversichern.
Wenn ihr verheiratet seid geht das automatisch (hab ich ghört), wenn nicht, so wie bei uns, dann füllt man einfach ein Formular aus.


Auf Automatisch würde ich mich nicht verlassen. Ich habe aber nochmals bei der NÖGKK angerufen und nachgefragt, wurde aber automatisch erledigt, inkl. Kind

Wir hatten 30+6 und Gattin hat sich dann nochmals halbes Jahr freistellen lassen aber übers Land die Chance bekommen für 20h aushilfsweise als Springer zu arbeiten. Somit war die kleine die ersten 2 Jahre voll daheim und dann Tageweise immer Vormittags in der Krippe um sich an den Kindergartenalttag zu gewöhnen..
18.10.2017 11:35
Danke für Eure Info's - echt spitze! Dieses Thema beschäftigt mich die letzten Wochen schon etwas..

Gut, wenn Kind kommt sind wir schon verheiratet - aber ich setz mir da einfach eine Erinnerung und frag mal nach (gut wenn mans weiß geht das ja)

Wieviel und wie das genau abläuft mim Arbeiten kann ich sowieso nicht planen,... glaub das kommt viel aufs Kind, Wohlbefinden und auch auf Unterstützung (Eltern, AG) drauf an.

18.10.2017 11:48


vandini schrieb: Wieviel und wie das genau abläuft mim Arbeiten kann ich sowieso nicht planen,...


Stimmt. Bei mir wars auch nicht geplant, dass ich nach 4 Monaten wieder geringfügig bzw. dass ich überhaupt während der Karenzzeit geringfügig arbeiten geh...

Das ging deshalb ganz gut, weil unser Kleiner sehr pflegeleicht war, meine Mum Zeit hatte während meiner Arbeitstage auf ihn zu schauen (bzw. mein GG sich freinehmen konnte) und es von meinem AG aus problemlos möglich war und ich mir meine Arbeitstage auch recht flexibel selber einteilen konnte.
18.10.2017 12:46
Komm gerade aus der 2 monatigen Karenz. August/September und der kleine wird jetzt 2 im Nov. Meine ging in der Zeit 15h arbeiten und alles easy cheesy also viel zeit gemeinsam mit super Wetter. War aber noch ein altes Modell (auch nicht Einkommen) und ich hab in den 2 Monaten knapp 680Euris bekommen. Sind aber auch so über die Runden gekommen und ein wenig gespartes genutzt. Statt dem Papa Monat hab ich Resturlaub genutzt um die ersten Wochen zuhause zu sein.
Jedenfalls wars das beste was ich hätt machen können und ich würd sogar komplett auf die Kohle verzichten wenns sichs irgendwie trotzdem ausgeht.
18.10.2017 14:04
Also wir haben (noch im altes System), das gehaltsabhängige Kinderbetreuungsgeld für 1 Jahr genommen und dann monatlich die Hälfte davon auf die Seite gelegt.
Im 2ten Jahr war sie dann bei mir mitversichert und wir haben dann monatlich die gesparte hälfte vom Kindergeld genommen. Jetzt wird sie dann wieder Teilzeit arbeiten gehen
Wir haben so gesamt mehr bekommen, als wenn sie gleich das Modell mit 2 Jahren genommen hätte und sie ist auch flexibler bei dem Thema, wann möchte ich wieder arbeiten und muss ich auf die Zuverdienstgrenze achten
18.10.2017 14:48
Ich (Mann) war ein Mal in Karenz und ein mal auf Zeitausgleich um Zeit mit den Kindern zu verbringen. Dies betraf allerdings noch das alte System.

1. Karenz: Ich bin direkt nach dem Mutterschutz (im Normalfall 4 Wochen vor und 4 Wochen nach der Geburt) für 2 Monate in Karenz gegangen. Ich habe das ea KBG bezogen und währenddessen geringfügig dazuverdient. Meine Frau hat in dieser Zeit mit ihrem Dienstgeber eine freiwillige Karenz (es ginge auch Freistellung, unbezahlter Urlaub) vereinbart und war bei mir mitversichert. Somit haben wir insgesamt 14 Monate KBG bezogen und nur geringe Einkommenseinbußen gehabt. Wir haben die Zeit aber gemeinsam verbringen können.

2. Zeitausgleich: Meine Frau hatte kein Anrecht mehr auf ea KBG und wir haben das 30+6 Modell gewählt. Sie hat bis 06/17 KGB bezogen und ich von 07-08/17 und jetzt wieder sie. Wegen dem anstehenden Hausbau und der anstauenden Arbeit wollte ich mir nur einen Monat mit der Familie gönnen.

Bei einer Karenz darf man max. geringfügig dazuverdienen. Ich habe daher in Absprache mit meinem Dienstgeber für zwei Monate meine Stunden (bis zur individuellen Zuverdienstgrenze) reduziert und im ersten Monat normal gearbeitet und im zweiten Monat Zeitausgleich genommen.

Ich hatte hier im Gegensatz zur Karenz keinen Kündigungsschutz, aber war für mich kein Problem.

Würde dir nur raten dich sehr genau zu informieren, welche Variante für euch die sinnvollste ist und auch bei Aussagen der Gebietskrankenkassa vorsichtig zu sein. Es ist nicht einmal passiert, dass Leute dort falsch beauskunftet wurden.
18.10.2017 15:16
Wir haben das so gelöst, dass mein Mann 2 Monate in Bildungskarenz war.
18.10.2017 17:18
Warum planst du denn nur zwei Monate ein? Und dann auch nur gemeinsam mit deiner Partnerin?

Ich würde von einem Vater heute eigentlich tendentiell mehr erwarten. Ich finde es wichtig, dass der Vater das Kind genausogut betreuen kann wie die Mutter. Noch dazu sagst du, dass du weniger verdienst als deine Partnerin. Da sollte doch eigentlich eine gleichmäßigere Aufteilung der Kinderbetreuung machbar sein...
18.10.2017 17:50
@supernova:

das mit dem schlechter verdienen war imho auf den Partnerschaftsbonus bezogen.

Ich finde "mehr erwarten" a bissal von oben herab gesagt. Grad hier im Hausbauforum werden es sich wohl die wenigsten schlicht und einfach leisten können die Betreuung 50:50 aufzuteilen.
18.10.2017 19:17
Leider sind die Rollenverteilungen in der Gesellschaft noch immer fix verankert und wenn man als Chef einen Buisnessmen hat und keinen Fanilienvater wird man gleich etwas schief angeschaut wenn man vom Papamonat oder Karenz spricht...
Auch wenn es vom Gesetz so geregelt ist, angekommen ist es leider noch immer nicht überall.
Man muss immer beide Seiten sehen bevor man so einen Spruch ablässt...
18.10.2017 21:54
Ja, eh klar dass es schwierig ist. Aktive Vaterschaft gibt‘s eben nicht auf dem Silbertablett. Österreich ist (leider) noch sehr auf traditionelle Rollenverteilung gepolt. Aber wenn man sich als Vater um sein Kind kümmern will, sollte man m.E. schon mehr Zeit anstreben als Abende, Wochenenden und 2 Monate während auch die Mutter da ist...
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