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KELAG Sonnenplus Speicher

9 Beiträge | letzte Antwort 4.6.2018 | erstellt 22.3.2017
Was haltet ihr vom aktuellen Angebot der Kelag, dass sie "Speicherplatz" zur Verfügung stellt. Dass die Kelag also gegen Gebühr den von meiner PV Anlage überschüssig produzierten Strom "speichert" und ihn mir dann wieder zur Verfügung stellt?

Konkret z.B. laut Website: für zwei Jahre 1400 kWh je Jahr speichern und dafür zahle ich 346€ insgesamt. Unter kelag.at sonnenplus-speicher finden sich weitere Infos.
Ich bin ja gar nicht in Kärnten wohnhaft. Mich interessiert a) ob dieses Modell in Restösterreich Schule machen könnte, b) ob es irgendeinen ökologischen Mehrwert hat und c) ob es die Hausbatterien-Nutzung ausbremsen könnte?

Was halten die kritischen Geister in diesem Forum von der Speicherung beim Betreiber versus der Speicherung in meiner eigenen Sonnen-Batterie?

Zur Erläuterung: ich muss mich noch für oder gegen eine Sonnen-Batterie mit 4kWh um 4600€ inklusive Montage und Anschluss entscheiden


mfg
mfg

23.3.2017 9:32
Sieht interessant aus. Aber was bedeutet 1400KWH, darfst du dieses Plus für den Winter aufbauen und komplett einlagern?
Das heißt im Sommer ordentlich + aufbauen und im Winter nutzen. Muss ich denen auch dann den Strom abkaufen? Oder kann ich nur "Batterie mieten".

Wenn ich 1400KWH Plus aufbauen darf und dann wieder beziehen, das wäre eine feine Sache und würde sehr gerne dafür 173,-/Jahr bezahlen. Dann rentiert sich aktuell keine einzige Speicherlösung. Mit diesem Model würde ich 3 Monate im Winter autark sein...
Übers ganze Jahr könnte ich aber leider nur dann autark werden, wenn ich dann trotzdem noch einen Speicher kaufe.
Und die Krux an dieser Geschichte ist, das man Netzgebühren zahlt, sobald man den Strom wieder zurück geliefert bekommt. Also müsstest auch die Netzgebühren für diese 1.400KWH mit einrechnen in deiner Amortisationsrechnung.
Schwierige Frage was sinnvoller ist.....
23.3.2017 10:40
ökologischer Mehrwert?
Hi Richard3007,
ja man kann im Sommer aufbauen und im Winter den Strom beziehen. Ich denke man könnte damit eben schon fast "autark" durch das Jahr kommen. Nur ist die Frage wie "autark" ist es, wenn ich meinen Strom dem Anbieter schicke und dann irgendeinen Strom zurückbekomme? Es ist ja nicht genau mein Strom.

Irgendwie habe ich das System glaube ich noch nicht ganz verstanden. Im Prinzip zahle ich die KELAG dafür, dass sie meinen Strom abnimmt und mir wieder zur Verfügung stellt - wenn ich jetzt was einspeise, funktioniert es doch schon recht ähnlich.
Hmm... irgend jemand schon Erfahrungen mit der KELAG Speicherung bzw. irgendjemand Erfahrungen mit der Sonnen-Batterie?
mfg
mfg
23.3.2017 10:45
ENERGIE AG in OÖ hat auch ein solches Produkt, schon länger am Markt

Die Vorteile des Sonnenstrom-
Speicherpakets auf einen Blick:
• Mehr Effizienz: Sie können den Eigenverbrauch Ihrer
Photovoltaik-Anlage auf über 80 Prozent steigern.
• Mehr Komfort: Sie können am Tag Strom erzeugen
und ihn erst am Abend verbrauchen.
• Mehr Ersparnis: Sie verringern Ihre Energiekosten,
weil Sie weniger Strom zukaufen müssen.
• Mehr Unabhängigkeit: Sie können auch dann auf
Ihren selbst erzeugten Strom zugreifen, wenn Ihre
Anlage gerade wenig produziert (z.B. im Winter).
• Mehr Umweltfreundlichkeit: Sie erzeugen ihren
sauberen Sonnenstrom selbst und nutzen ihn fast zur
Gänze im eigenen Haushalt.
• Mehr Transparenz: Die Gutschrift der Strommenge
aus dem Sonnenstrom-Speicherpaket sowie die Kosten
für das Speicherpaket werden auf Ihrer Jahresstromrechnung
ausgewiesen.
• Geringere Kosten, kein Wartungsaufwand, keine
Stromverluste und kein technisches Risiko verglichen mit
einem Batteriespeicher

Die Größe des Sonnenstrom-Speicherpakets hängt von
Ihren Anforderungen und der Jahreserzeugung Ihrer
Photovoltaik-Anlage und vom bisherigen durchschnittlichen
Eigenverbrauch ab. Die Speichergröße darf 50 Prozent
der Jahreserzeugung der Photovoltaik-Anlage nicht
übersteigen. Die gespeicherte Energie kann nur am selben
Zählpunkt verbraucht werden, an dem sie auch eingespeist
wird.
1.000 kWh ab 2 kWp EUR 7,80
1.500 kWh ab 3 kWp EUR 11,70
2.000 kWh ab 4 kWp EUR 15,60
2.500 kWh ab 5 kWp EUR 19,50
(Preise pro Monat, inkl. 20 % Ust.)

Die Vergütung und das „Speicher-Entgelt“ werden einmal
jährlich mit der Jahresstromabrechnung abgerechnet und
ausgewiesen. Darüber hinaus als Überschuss ins Netz eingespeister
Strom wird zum Marktpreis vergütet.

Die Lösung für Ihren
Sonnenstrom-Überschuss
Das Problem ist Ihnen als Betreiber einer Photovoltaik-Anlage
sicherlich bekannt – wenn die Sonne scheint, funktioniert
die Erzeugung bestens, aber man schafft es nicht, den
erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen. Stattdessen
wird der Überschuss gegen eine festgelegte Vergütung in
das allgemeine Stromnetz eingespeist. Später müssen Sie
den Strom wieder zurückkaufen.
Das Sonnenstrom-Speicherpaket der Energie AG bietet nun
erstmals eine innovative Lösung: einen virtuellen Speicher,
mit dem der selbst erzeugte Strom optimal genutzt werden
kann. Virtuell ist dieser Speicher deshalb, weil keine individuelle
Anlage (z.B. Batteriespeicher) dazu notwendig ist. Der
Strom wird bei der Energie AG „zwischengelagert“ und
kann von Ihnen zum Beispiel am Abend (oder wann immer
er benötigt wird) wieder abgerufen werden.
Der Vorteil für Sie liegt auf der Hand: Für das Sonnenstrom-
Speicherpaket ist zwar ein geringes monatliches
Entgelt zu bezahlen, der selbst erzeugte Strom bleibt
aber kostenlos – auch, wenn er zu einer Zeit verbraucht
wird, zu der die Photovoltaik-Anlage nicht produziert.
Unterm Strich heißt das: Sie ersparen sich die Differenz aus
Einspeisevergütung (für zu viel erzeugten Strom) und Strombezug
(zum jeweils gültigen Energiepreis), wenn Sie Strom
zukaufen müssen, der aus Ihrer Photovoltaik-Anlage gerade
nicht zur Verfügung steht. Somit haben Sie keinen kostenmäßigen
Nachteil gegenüber dem direkten Eigenverbrauch
(bis auf das Speicher-Entgelt).
Jenen Betrag, der beim Bezug des gespeicherten Stroms in Form
von variablen Netzgebühren und Abgaben anfallen würde,
übernimmt die Energie AG in Form eines „Infrastrukturbeitrages“
in der gleichen Höhe.
Das Sonnenstrom-Speicherpaket können exklusiv Kunden
der Energie AG OÖ Vertrieb GmbH & Co KG nutzen!
Ausgenommen sind Energielieferverträge betreffend „Float“-
Preisprodukte.


23.3.2017 10:47
die texte sind von der Broschüre kopiert, ich bin kein Energie AG Kunde zurzeit, hab aber auch noch keine PV Anlage
23.3.2017 10:58
Hi,
ja das ist sehr interessant. Habe das in meinem Post im Energie-Forum angesprochen.
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=44941
Dort habe ich zwar keine "Namen" genannt aber ich hatte das Angebot der Energie AG gemeint.

20 Euro im Monat - dafür kann ich 2500kWh speichern und wann immer ich will im Jahr verbrauchen. Alles was ich über die 2500kWh einspeise wird normal vergütet. Das tolle an dem Angebot finde ich, dass man den gespeicherten Strom wirklich kostenlos (bis eben auf die 20 Euro/Monat) zurück bekommt. Die Netzgebühren und Abgaben für den zurückgelieferten Strom übernimmt ja die Energie AG.

Also auch hier in diesem Thread meine Frage:
Ist das ein gutes Angebot und zahlt sich das aus?

PS: Energie AG ist aus OÖ beliefert aber auch Gebiete in NÖ, STMK und SBG. Wichtig für mich da aus NÖ.
23.3.2017 11:10
Wenn man damit 100% autark wird, wäre es sehr interessant. Das Problem ist eher wie trimme ich meinen Eigenverbrauch so hin um möglichst nah an die 50% zu kommen. Wenn ich jetzt 4000 kwh benötige und eine 5kwp Anlage installiere. Würde ich in der Theorie rund 3500 kwh einspeisen, 1500 selber verbrauchen. Somit geht sich die Autarkie knapp aus oder knapp nicht. 2017 vermutlich um 300 kwh nicht. 2016 hätte ich diese um 60kwh verpasst.
Ich könnte aber 400,- pro Jahr Stromkosten sparen. Meine Anlage kommt aber wegen Fassade + Terrassenüberdachung bestimmt auf 12k. Somit 30 Jahre bei derzeitigen zu niedrigen Strompreisen.... Wenn der durchschnittliche Strompreis um 2cent steigt wird es rentabel. Da reden wir aber von 60% Preiserhöhung nur auf den Strompreis gerechnet.
23.3.2017 11:48


Richard3007 schrieb: Wenn ich jetzt 4000 kwh benötige und eine 5kwp Anlage installiere


wenn ich 4000kwh übers jahr benötige und meine 5kWp Anlage ca. 5000kWh produziert bin ich autark oder nicht?
23.3.2017 11:55
Du rechnest ja die Anlagenkosten mit hinein. Was ist aber wenn eine PV Anlage bereits vorhanden ist?
Wenn ich von deinem Beispiel mit 4000kWh ausgehe und ebenfalls 1500kWh Eigenverbrauch habe und 2500kWh für ca. 240 Euro im Jahr speichern kann, müsste ich theoretisch keinen weiteren Strom dazu kaufen. Nicht dazugerechnet die zusätzlichen überschüssigen 1000 kWh die ich bei einer 5kWp Anlage einspeise und normal vergütet bekomme. Über bleiben würden Kosten von 240 Euro minus der Vergütung. Wenn man jetzt keine 1500 kWh Eigenverbrauch hat sondern weniger müsste man halt Strom dazukaufen. Das rechnet sich mit der Vergütung gegen.
Insgesamt müsste es ca. bei den 240 Euro im Jahr bleiben. Oder habe ich hier einen Denkfehler?

PS: Was ist der ungefähre Verbrauch eines 2/3-Personen Haushaltes (normale Verbraucher + Heizen und Warmwasser über Wärmepumpe)??
4.6.2018 16:39
Also, mit etwas Verspätung bin ich auf diesen "virtuellen Kelag Speicher " gestossen, wobei die neueste Regelung so aussieht: https://www.kelag.at/sonnenplus-speicher ;

Angeboten wird: "Als Kelag-Sonnenplus-Kunde haben Sie jetzt die Möglichkeit, bis zu 100 % Ihres selbst erzeugten Stroms selbst zu nutzen — ganz ohne Batteriespeicher." Zb kauft man einen "Speicher" für 2.800 kWh (oder Vielfache davon) für 4 Jahre für €334.

Wer nun glaubt er hat in der Tat einen Speicher zur Verfügung den er 4 Jahre lang im Sommer mit bis zu 2.800 kWh befüllen und nächtens/im Winter wieder konsumieren kann, und wenn der Speicher  etwas leer geworden ist im Frühjahr wieder befüllen kann, täuscht sich gewaltig! Das ist eine grosse Irreführung!

In Wahrheit ist das nur ein Buffer, der einmalig in Summe mit 2.800 kWh befüllt werden kann, und diesen Strom nutzen kann wenn PV nicht arbeitet. Dh aber gegenüber dem normalen Einspeismodell: eine kWh einspeisen bringt Gutschrift von 3-6 cent, diese kWh in der Nacht oder bei schlechtem Wetter wieder von Kelag zubeziehen, kostet 12,33 cent.
Beim Speichermodell: die Einspeisgutschrift von 3-6 cent gibt es weiterhin. kann aber in Summe nur 2.800kWh auf diese Weise speichern und gratis beziehen. Wenn man nun aber €334 durch 2.800 dividiert kostet das Ablegen einer kWh 11,93 cent.

Dh die selbstproduzierte kWh über den Kelagspeicher konsumiert kommt um 0,4 cent billiger als beim normalen Einspeismodell diese kWh von der Kelag zu beziehen.

In anderen Worten: dieses Paket ergibt eine Ersparnis von €11,20 über 4 Jahre! Und das nur wenn man das gekaufte Volumen auch voll ausnutzt, sonst ist es eventuell sogar ein Verlust.

Das wie eingangs schon zitiert als "Möglichkeit, bis zu 100 % Ihres selbst erzeugten Stroms selbst zu nutzen" anzupreisen ist wohl etwas stark. Würde sagen es handelt sich um eine Möglichkeit den Einspeistarif von 3-6 cent auf bis zu 3,4-6,4 cent zu erhöhen (wenn man nicht Pech hat und darunter aussteigt).

Leider, es klang sehr interessant, ist aber lediglich für die Katz'!
 



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