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Welche Heizung im Passivhaus

39 Beiträge | letzte Antwort 29.11.2017 | erstellt 22.2.2017
Hallo!
Wir beginnen demnächst mit der Planung. Es solle in Passivhaus oder sehr gutes Niedrigenergiehaus werden, falls es sich nicht vernünftig ausgeht. Klar ist, dass wir nicht auf eine konventionelle Heizung verzichten wollen. Photovoltaik soll auch kommen, ev. erst etwas später, je nachdem wie es sich ausgeht.

Wir hätten aus Behaglichkeitsgründen gerne eine Ofen mit Sichtfenster, der wäre vermutlich an den Wochenenden und in der Übergangszeit im Einsatz.

Erdwärme wird sich vermutlich aufgrund der höheren Investitionskosten nicht rentieren oder?
Also doch eher eine LWP?
Oder doch einen schönen Pelletsofen? Doch wie kommt die Wärme ins restliche Haus?

WW wir im Winter eher viel gebraucht, ich bade sehr gerne....

Was habt ihr? Was macht Sinn? Ich finde das Thema Heizung im Passivhaus schwierig, da man aufgrund der geringen Heizkosten nicht zu viel investieren sollte. Ich würde vermutlich auf den Ofen verzichten, mein Mann möchte den aber unbedingt.

Lg, Ulli
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22.2.2017 22:07
Hab zwar kein Passivhaus, aber meine Erdwärmepumpe war günstiger als die mir angebotenen LWP.
Ich habe auch einen Kachelofen, das ist reiner Luxus und dient nur zum Feuerschauen.
23.2.2017 9:47

Wenn ihr sowieso einen Feuerschauofen und FBH wollt, dann ist Passivhaus der falsche Begriff.
Ihr baut ein Haus dass eigentlich gar keine Heizung braucht und baut trotzdem gleich zwei Heizsysteme ein?
23.2.2017 11:06
Wenn ihr nicht viel Geld für Anschaffung einer Heizung ausgeben wollt und keinen hohen Energiebedarf habt, dann heizt mit Infrarotpaneelen.
und wenn ihr wollt stellt euch zum zusätzlich Heizen oder Feuer schauen einen Holz oder Pelletsofen auf.

mit hohen WW verbrauch habe ich mich nicht so beschäftigt.
viel. kann ein Wassergeführter Pelletsofen im WZ einen E-Boiler unterstützen oder so. bzw. die PV Anlage. (Die sich durch die Anschaffungskostenersparnis viel. auch gleich ausgeht)
Da gibt's sicher auch eine gute Lösung.


24.3.2017 23:05


jakjak schrieb: heizt mit Infrarotpaneelen


OMG
24.3.2017 23:21
ich schreibe mal aus sicht eines passivhauses..


ulli1979 schrieb: Es solle in Passivhaus


spezifiere das mal.
ein passivhaus hast, wenn dir der phpp kleiner/gleich 15 hwb/m² berechnet. das erreichen sehr wenige häuser. wenn so ein niedriger hwb erreicht wird, kann man auf eine wassergeführte heizung verzichtet werden und man spart sich eine menge geld.
"passivhaus" mit wp+fbh+.. ist womöglich die teuerste bauvariante.


ulli1979 schrieb: Wir hätten aus Behaglichkeitsgründen gerne eine Ofen mit Sichtfenster, der wäre vermutlich an den Wochenenden und in der Übergangszeit im Einsatz.


ein ofen wird ein passivhaus überhitzen. keine gute kombination.
eigentlich ist gegenteil der fall. ein ofen reduziert behaglichkeit.
ein passivhaus zeichnet sich dadurch aus, dass die raumtemperatur sehr stabil ist. es braucht keine ofen-heizung für übergangszeiten, weil in den übergangszeiten gar nicht geheizt werden muss und trotzdem wird die raumtemperatur behaglich, stabil bleiben.


ulli1979 schrieb: Erdwärme wird sich vermutlich aufgrund der höheren Investitionskosten nicht rentieren oder?
Also doch eher eine LWP?


du hast also noch wenig hier darüber gelesen...


ulli1979 schrieb: Was habt ihr?


ein niedristenergiehaus, ewp + rgk, kwl, fbh, ..
realerweise sind wir bei ca. 20 hwb. (laut e/a bei 14. phpp haben wir keinen gemacht)


ulli1979 schrieb: Was macht Sinn? Ich finde das Thema Heizung im Passivhaus schwierig, da man aufgrund der geringen Heizkosten nicht zu viel investieren sollte. Ich würde vermutlich auf den Ofen verzichten, mein Mann möchte den aber unbedingt.


was möchtest du nun genau?
wieso / wozu ein passivhaus?
vielleicht magst du dir einiges aus diesem thread durchlesen: http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=39651
---
spezifiziere deine wünsche, dann können wir weiter reden

24.3.2017 23:35


jakjak schrieb: mit hohen WW verbrauch habe ich mich nicht so beschäftigt.
viel. kann ein Wassergeführter Pelletsofen im WZ einen E-Boiler unterstützen oder so...


OMG 2
27.3.2017 15:29


brink schrieb: OMG


na geh,...sei nicht so streng andere Menschen haben andere Ideen andere Anforderungen und Mittel.


dyarne schrieb: OMG 2


OK...der Pelletsofen im WZ im Passivhaus ist wirklich nichts.

Zum Feuer schauen ev. einen kleinen Bio Ethanol Ofen ich habe erst letztens einen in eine Tischplatte eingearbeitet sieht wirklich gut aus finde ich und gibt auch etwas wärme ab.
27.3.2017 16:21


jakjak schrieb: einen kleinen Bio Ethanol Ofen

bravo, bravo !!!
9.5.2017 8:40


jakjak schrieb: ev. einen kleinen Bio Ethanol Ofen ich habe erst letztens einen in eine Tischplatte eingearbeitet sieht wirklich gut aus


Hättest du ein Foto davon?
mfg
Sektionschef
9.5.2017 13:07
2moose hat so ein teil im einsatz...

die feuerstätte des passivhauses, romantikkamin 2.0

http://www.planikafires.com/ethanol-fireplaces/
9.5.2017 13:45
zb das günstigste modell von planika
https://goo.gl/JK0mw5
9.5.2017 14:47


Sektionschef schrieb: Hättest du ein Foto davon?
mfg
Sektionschef


nein leider..war Nachbarschaftshilfe bei Unbekannt.
so ein Ding ca. Edelstahl gebürstet..
http://www.planikafires.com/ethanol-fireplaces/
15.5.2017 14:29
Hat schon jemand Bio Ethanol verwendet, welches nicht "stinkt"??? Hab bis jetzt noch keines gefunden.
26.9.2017 16:39
Hallo
die Heizung für ein Passivhaus kann man nicht mit einer normalen Heizung vergleichen, auch wenn die Kosten dafür gleich sind. Der Energiebedarf ist sehr gering und da hat man gleich auch einmal zuviel, aber auch zuwenig. Wichtig ist das genau gerechnet wird und bitte nicht den Heizwärmebedarf für eine Raumtermperatur von 20 ° berechnen lassen (PHPP) das ist einfach zu wenig. Wir haben ein Kompaktgerät, Lüftung, Heizen und Warmwasser in einem.

lg
Nelly
26.9.2017 19:20


P**** schrieb: Hat schon jemand Bio Ethanol verwendet, welches nicht "stinkt"???


Bioethanol riecht eben nach Ethanol. Alle- da kannst nix machen.

die zugesetzten Vergällungsmittel können schon etwas eigen riechen. aber ohne bekommst du den Ethanol nicht.
18.10.2017 8:52
der Thread zeigt mir wieder einmal sehr gut wieso ich mein kein Passivhaus bauen wollte :D
Bioethanol :D ich find die dinger irgendwie so US Style, da kannst dir gleich das Kaminfeuer im TV ansehen, produziert weniger CO2 :D

Wenn passivhaus dann gleich richtig, dann gibts auch keine Heizung im herkömlichen sinn.

Das Ganze klingt eher nach einem Niedrigstenergiehaus, was in meinen Augen auch noch immer in jeder Hinsicht das sinnvollste haus.
Passivhaus + Kaminofen geht nicht, weil selbst die kleinsten Kaminofen haben 4-8kW ... wo soll die Energie im Passivhaus denn hin ... also wennst nicht gerade bei offenem Fenster heizen willst ... machs nicht.

Wennst sowieso einen Ofen und eine WP willst, oder zumindest nichts dagegen hast -> Niedrigstenergiehaus
Wennst ein Passivhaus willst -> kein Ofen, bzw. kein Wassergeführtes Heizsystem.
30.10.2017 12:15
der heizwärmebedarf allein macht noch kein passivhaus (im sinne des erfinders). dieser könnte theoretisch 0 sein und trotzdem kann eine konventionelle heizung erforderlich sein.

um das thema heizung zu behandeln, muss zuerst die heizlast bekannt sein - eins nach dem anderen!
30.10.2017 12:34
ein passiv Haus braucht auch Energie, und wenns sehr groß ist, auch etwas mehr

bei 4 Personen kann es ruhig größer sein und eventuell ein beheizter Keller?
dann macht eine WP schon wieder Sinn....
1.11.2017 19:08
wenns ein wirklich guter passivhaus-standard ist, wäre eine luft-luft-wärmepumpe in multisplit-ausführung das preisgünstigste und einfachste von den üblich verdächtigen japanern (aquarea, daikin, mitsubishi,...). pro stockwerk zwei geräte wären ausreichend, aber schön mit trockenbauklappen verkleiden und die klimaleitungen abkoffern.

in skandinavischen ländern sind solche heizformen durchausüblich, sobar ein einzelgerät wird da für ein 100m2-haus verwendet. in österreich raten viele davon ab, weil es nicht üblich ist ohne richtiger begründung. besser eine klimaanlagen-firma fragen statt dem installateur.
22.11.2017 11:19
Hallo!
Wir haben uns entschieden "trotz" Passivhaus einen Kachelofen als Hauptheizung zu machen. Als Backup (bzw. wenn man zu faul ist einzuheizen) ist eine Infrarotheizung (von redwell) geplant. Dadurch sparen wir uns eine aufwendig verteilte Heizungsanlage.
Als Warmwasseraufbereitung soll eine kleine Luft-Wärmepumpe eingebaut werden.
lg
22.11.2017 11:33
ihr baut euch 3 Heizungssysteme in 1 Passivhaus ein? und redet trotzdem von sparen?

mit dem kachelofen überhitzt du dir die bude auch mit kwl, die infrarotheizung kostet vermutlich mehr wie die verlegung von wand-oder Decken- oder Fußbodenheizung und die kleine LWP kostet auch klein noch genug.

ich sehe da weder einen komfortgewinn noch kostenersparnis. eher das Gegenteil in beiden fällen.

ich plane auch ein PH mit Heizung. Werden wirds vermutlich ein Kompaktgerät für Warmwasser, Heizung und Lüftung und (vermutlich) Betonkernaktivierung (zumindest wenn ich eine Zwischendecke aus Beton mache) sonst halt wand-oder fbh.
fertig. 1 Gerät keine zusätzlichen kosten, kein Kamin, kein Kaminkehrer, kein Komfortverlust (in meinen Augen) da sich das alles ohne mein zutun erledigt.

das hilft natürlich nicht, wenn einer feuer schauen will, der wills meistens auch richtig knistern hören, kann ich nachvollziehen aber fürs PH nicht empfehlen.
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