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DC Leitungen gegen Feuer geschützt?

6 Beiträge | letzte Antwort 11.2.2017 | erstellt 11.2.2017
Bei einem Vortrag in der Feuerwehr hat ein Sachverständiger für Elektrotechnik darauf hingewiesen, daß Spannung führende DC Leitungen im Gebäude eine gegen Feuer geschützte Verlegung erfordern.
Eine Verlegung der DC Leitungen auf dem Dachboden in Kunststoffrohren sei daher nicht zulässig.
Ebenfalls sollten im Dachboden Leitungen mit Drahtmantel Verwendung finden damit ein Schutz vor Nagetieren gegeben ist.
Stimmen diese Aussagen ?

11.2.2017 19:20
Der Sachverständige wird Dir sicher die zugehörigen Normen und Vorschriften nennen, auf denen seine Aussagen basieren ... frag mal nach. Da wird nix kommen, nehm ich an.
11.2.2017 20:08
Folgenden Bericht habe ich gefunden:
https://www.wko.at/Content.Node/Service/Umwelt-und-Energie/s/Ing.-Becker---Vorkehrungen-fuer-Einsatzkraefte.pdf
Vorkehrungen für Einsatzkräfte
ÖVE Richtlinie R11-1
Unter 5.2.
werden baulich Maßnahmen beschrieben....
Dann gibt es noch die VDE-AR-2100-712 - Mindestanforderungen an den DC Bereich....

Bei Ing.Becker wird auch gesagt, daß Leistungsopimierer nicht zulässig sind........
Siehe Absatz: Technische Maßnahmen


Dieser Absatz stellt die Verwendung von
Leistungsoptimierern in Frage – eigentlich nicht zulässig


Bei uns hat jedes Modul einen Leistungsoptimierer, damit alle Module in Serie mit SolarEdge WR.(750V DC)

@2moose
Kannst du sagen was in A gefordert wird?

Der SV will nächste Woche die Norm mit Mail senden.
11.2.2017 21:09
Das Thema scheint doch nicht so wichtig zu sein - wenn sowohl in D als auch in A nicht mehr als Richtlinien existieren. In D seit 2013. Das ist nach den Spannungsüberwachern der EVN, den DC Freischaltern (bei denen man nach jedem Stromausfall raufkraxeln darf zum Wiedereinschalten) nun der nächste Angriff auf Kleinanlagen. Feuersichere Verlegung in durchgehen leitfähigen Rohren/Tassen samt beidseitigem Potentialausgleich (bin schon gespannt, ob F30, F90, ...), geschirmte Leitungen ... denen muss so richtig langweilig sein. Warten wir mal ab, bis die draufkommen, dass im Keller noch ein Batteriespeicher steht, der beim Löschen möglicherweise geflutet werden könnten => druckwasserdichte Kellertüren werden in der nächsten Richtlinie stehen. Und das Elektroauto vor der Tür ... aahh ... da gibt's schon was: Den Löschcontainer => Elektroauto rein, Tür zu und fluten. Spitzen Idee. https://ecomento.tv/2017/02/10/dieser-loesch-container-fuer-brennende-elektroautos-macht-es-der-feuerwehr-einfacher

Vielleicht kommt bald der EFH-Sarkophag ... wenn brennt, über EFH stülpen und füllen bis Oberkante

Du hast nicht zufällig Leistungsoptimierer mit SafeDC-Funktion? https://www.solaredge.com/de/products/power-optimizer# Die tun genau das, was sich die Feuerwehr wünscht. G'hörn aber trotzden verboten ... sicher ist sicher

Es wär gscheiter, die würden auf die Bauherren zugehen und mit sinnvollen und umsetzbaren Lösungen daherkommen als mit sauteuren Ideen übers Ziel hinauszuschiessen und mit Brandbildern rumfuchteln, die suggerieren sollen, dass PVs Häuser abfackeln. Statt umgekehrt. Im Gegensatz zur Eisenbahn hat ne PV (bis auf wenige Dünnschichtanlagen mit Trafo-WR und DC-Erdung ... die man nicht auf EFH's findet) keinen Bezug zum Erdpotential => man müsste schon zwischen Plus- und Minusleitung geraten. Im schlimmsten Fall wirkt der Kurzschluss der blankgebrannten DC-Leitungen wie ein 5kW-Brandbeschleuniger in einem 100kW? 200kW? Gebäudebrand.


11.2.2017 21:19
wir haben Axitec 260 wp poly mit Solaredge Optimierer,
Montage 09 2015, verkabelt nur am Dachboden.

Ich werde am Mo. bzgl. der SafeDC Funktion nachfragen.


SolarEdge Wechselrichter jetzt konform den normativen Anforderungen UL 1699B zur Lichtbogenerkennung und mit der österreichischen OVE-Richtlinie R11-1
Dienstag, Dezember 13, 2016



Mit der neuen Lichtbogen-Erkennung können SolarEdge Wechselrichter Lichtbögen erkennen und daraufhin automatisch abschalten, wie in der UL 1699B definiert. Entsprechend der österreichischen OVE-Richtlinie R11-1 ist die SolarEdge Wechselrichterlösung so konzipiert, dass die DC-Spannung bei Trennung vom AC-Netz abgeschaltet wird. Die SolarEdge Sicherheitsfeatures erfüllen diese Standards, ohne dass Eingriffe im System nötig sind oder extra Kosten für feuerfeste Kabel, Brandschutzkanäle oder separate Feuerwehrtrennschalter entstehen. Gleichzeitig vereinfachen sie die Installation.


Mit dem neuen Wechselrichter sollte auch der Feuerwehrtrennschalter nicht mehr nötig sein.

11.2.2017 21:37
Wenn der WR auch am Dachboden ist, bist richtlinienkonform (Seite 22).
11.2.2017 22:09
WR kommt in den Tenikraum. Zugang zum Dachraum von außen über Dachluke.
Der neue WR von Solaredge sollte aber die Anforderungen betreffend Freischaltung erfüllen.
Von Schrack gibt es einen Feuerwehrschalter mit Steuerleitung. Damit ist eine Wiedereinschaltung vom EG möglich ohne auf den Dachboden zu gehen. Für den Fall, daß der Schalter am Anfang der DC Leitung ist (Vorteil DC Leitung größtenteils Spannungsfrei).
Wenn ich es richtig lese braucht es bei der neuen SolarEdge WR Technik das ganze nicht.



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