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PV-Ertrag prognostizieren

41 Beiträge | letzte Antwort 1.3.2017 | erstellt 4.3.2016
Guten Morgen,
bin gerade dabei das Thema PV-Anlage für mich zu durchdenken. Weitere Threads werden deshalb folgen.
Mein Ziel ist es einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erreichen. Deshalb möchte ich mittelfristig sicher eine Speicherlösung integrieren. Zuerst stellt sich mir aber die Frage, wie ich vor allem im Winter die höchsten Erträge bekomme (Gesamtertrag ist für mich zweitrangig). Ich bin mal davon ausgegangen, dass ich mit einer fassadenintegrierten Lösung (Neigung 80° oder 90°) die höchsten Erträge im Winter erreiche. Alternative wäre Flachdach mit max. 30° Aufstellwinkel (natürlich ist auch eine Kombination aus beidem denkbar).
Habe das mal mit zwei Tools durchgerechnet und komme leider auf unterschiedliche Ergebnisse.
Tool 1: http://www.solarserver.de/service-tools/online-rechner/photovoltaik-anlage-online-berechnen-solarstrom-ertrag-pro-monat-und-jahr.html
Tool 2: http://www.renewable-energy-concepts.com/german/sonnenenergie/basiswissen-solarenergie/pv-solar-rechner.html

Hat jemand noch eine Empfehlung zur Berechnung, bzw. womit habt ihr gerechnet?
Danke
25.2.2017 17:05
Warum?
Du kannst unbestimmte Variablen nicht auch noch einfließen lassen.
Es würde den Rahmen sprengen.
Dazu kommt, dass neue Geräte oft auch weniger Strom verbrauchen.
In der Zukunft geht ja alles auf Sparsamen-Energieverbrauch.

Wozu soll er ein Mehrverbrauch rechnen?
Ich würde es auch nicht machen, da meine Kids später nicht die ganze Zeit zuhause sind, bzw. meine Frau auch noch arbeiten geht.
Also verschieben sich die Lasten.

Nur das kannst nicht prognostizieren.

Er geht schon mal von einer Infaltion und Degenration der Module aus und höchstwahrscheinlich den momentanen Verbrauch der letzten Jahre im Schnitt.

Ich finde es gut gemacht und wird nicht schlimmer ausfallen.

Reicht doch dass er durch die Prognose schon sieht dass in 20 Jahren der Strom um 70% teurer ist, selbst wennst nix mehr verbrauchst.
25.2.2017 17:39
Die Kosten für den verbrauchten Strom kannst du vergessen auch wenn diese Dienstleistung 70% innerhalb von 20 Jahren teuer wird weil jemand = "Elite" oder "Mafia" immer mitschneidet = Bereitstellung von Strom, Nutzunggebühr des Systems, Wartungsentgelte, ... immer teurer wird auch wenn du selber Strom produziert. Da rede ich nicht von Kosten Reparatur wenn die PV Anlage nicht funktioniert oder von Wartungskosten.
25.2.2017 18:06
Wartungskosten?
Alle 10 Jahre den Wechselrichter tauschen?
Wenn überhaupt.

Älteste Anlage 38Jahre
https://www.solareffekt.de/wissen/%C3%A4lteste-pv-anlage/

Am Loser ist eine mit 26 Jahren.

http://www.pvnews.at/magazin/26-jahre-sonnenstrom-am-loser-oesterreichs-aelteste-photovoltaik-anlage-im-hochgebirge/

10% verluste und der Wechselrichter wurde nur getauscht da er mehr Ertrag abwerfen konnte.

Dass ein Verbrenner die x-fachen Wartungs und Erhaltungskosten eines E-Autos hat juckt doch auch keinen in unserer Wegwerfgeselschaft.

Die Grundgebühren werden natürlich steigen, tun sie ja schon seit jahrzehnten.
Ist ein alter Hut


25.2.2017 18:23
und wann machst du wenn deine super PV Felder nicht mehr funktionieren wegen Sturmschaden oder Hagelschaden welchen keine Versicherung bezahlen wird ...
Wie auch immer, für jede Sache gibt es ein Pro und Kontra, für meine persönliche Meinung, eine PV in Österreich wird sicherlich nie rentieren weil sonst würde nie ein "normal sterblicher Bürger" diese Förderung bekommen.
25.2.2017 18:43


4694 schrieb: Sturmschaden oder Hagelschaden welchen keine Versicherung bezahlen wird ...


Ist durch Versicherung gedeckt!
25.2.2017 18:53
Wirklich? ich glaube du hast nicht die Klauseln gelesen .. was ist "Sturm" und "Hagel" lol
25.2.2017 19:12
Bei mir ist es halt extra angeführt! Ob Sturm oder Hagel, ist egal! Ebenso wären Solarplatten versichert.
25.2.2017 19:53


4694 schrieb: und wann machst du wenn deine super PV Felder nicht mehr funktionieren wegen Sturmschaden oder Hagelschaden welchen keine Versicherung bezahlen wird ...


Grawe bezahlt es... und glaub mir ich liebe AGBs, hab es gelesen.


altehuette schrieb: Bei mir ist es halt extra angeführt! Ob Sturm oder Hagel, ist egal! Ebenso wären Solarplatten versichert.


Exakt!


4694 schrieb: eine PV in Österreich wird sicherlich nie rentieren


Was hat das Land damit zu tun?
Ist es in Polen oder Deutschland besser?


4694 schrieb: ich glaube


glauben = nichts wissen

Sorry, aber du kommst etwas seltsam rüber.
Total negativ.
Warum?
25.2.2017 20:06
Man kann alles negativ reden, höre es immer wieder auch! E- Autos werden auch schlecht geredet wegen der Akkus, trotzdem kommen sie immer mehr, wenn auch etwas zögerlich!
Zurück zu den PV- Anlagen, solche gibt es schon recht lange auf Almen und Schutzhütten, und in diesen Höhenlagen gibt es sich mehr Wetterextreme als herunten im Tal. Trotzdem halten sie gut.
25.2.2017 22:20
klar sind die versichert, auch gegen Leitungswasser und Brand ;)
Und gegen Prämie sogar der Ertragsausfall😉
26.2.2017 9:19
Eigenverbrauch vs. Autarkie


Casemodder schrieb: Wie kommst du auf genau 34,8% Eigenverbrauch? Da ist wohl noch viel Potential nach oben möglich mit intelligenter Steuerung, oder?


Guten Morgen. Ich beginn mal Begriffsklärung. Eigenverbrauchsquote ist das Verhältnis aus selbst verbrauchte Strom zum durch die PV produzierten Strom.
Je mehr Strom du produzierst, desto mehr kannst du davon auch absolut verbrauchen. Prozentual wird der Verbrauchsanteil mit höherer Anlagenleistung aber sinken! Deshalb sollte man die Anlagen ja auch nicht zu groß auslegen. Meine Anlage hat 5,6kWp; mehr bekomme ich in Südausrichtung und 50° Aufständerung nicht aufs Dach. SMA Tool prognostiziert dafür 6079kWh Ertrag (bei 94% Einstrahlungsskalierung). Das ist im Verhältnis zum geschätzten Verbrauch von 4800kWh relativ viel.
Zu deiner Frage. Nein, ich glaube deshalb nicht, das ich wesentlich mehr selbst verbrauchen kann. Die Autarkiequote liegt dann übrigens bei 44% (die ist mir wichtiger). Heißt ich kann 44% meines benötigten Stroms für Haushalt, Heizung, Lüftung und WW selbst decken.

Die Verbrauchsquoten hat das SMA Tool errechnet. Da habe ich mir aber wirklich mühe gegeben und 6 Verbrauchsprofile selbst erstellt und hinterlegt. Diese sollten weitesgehend auch meine Hightech Anlage (Heizung und Lüftung) abbilden, inkl. einer sinnvollen, verbrauchsoptimierten Steuerung. Bsp. WW wird nur einmal am Tag um 12:00 gemacht.

Das ergab dann Verbrauchsprofile für: Heizperiode, Kühlperiode, Übergangszeit; Jeweils für Anwesenheit tagsüber, oder Abwesenheit (beide arbeiten).

Ich denke, da ist der Eigenverbrauch schon realistisch. Aber: wie immer Annahmen über Annahmen. Ich werde auf jeden Fall später die tatsächlichen Daten mit der Prognose vergleichen und posten.

Großen Einfluss auf den Eigenverbrauch hat natürlich die Anwesenheit im Haus und die Anzahl der Bewohner. Wir sind nur zwei und arbeiten beide Vollzeit.
26.2.2017 12:34
Ich hänge mich hier mal mit einer kleinen Zwischenfrage zur Eigenverbrauchsquote mit rein: Da die Leistung der PV-Anlage mit den Jahren etwas abnimmt und hinsichtlich E-Mobilität mit einem steigenden Verbrauch zu rechnen ist - wäre es da nicht sinnvoll, die Anlage mit Blick in die Zukunft jetzt bereits etwas überzudimensionieren?

LG, Miss T
26.2.2017 17:26
Welche Anlage?


MissT schrieb: wäre es da nicht sinnvoll, die Anlage mit Blick in die Zukunft jetzt bereits etwas überzudimensionieren?


Für mich schwierig zu beantworten, ich bin auch noch am überlegen, welche Anlagengröße für mich die richtige ist. Zumal ich lieber früher als später einen Speicher haben möchte. Der rechnet sich im Moment wirklich nicht.
Vielleicht beteiligen sich die anderen ja mal an Vor- und Nachteilen einer "Überdimensionierung", was auch immer das bedeutet.

Pro: Wechselrichter und Module sind passend aufeinander abgestimmt - bei Erweiterung muss kein zweiter Wechselrichter gekauft werden, Anschlusskosten sind geringer
Contra: Wirkungsgrad der Module steigt stetig, Preis fällt, Amortisationszeit wird länger sein

Arbeiten wir doch aber mal an meiner persönlichen Anlage
PV-Ertrag prognostizieren

Welche sollte ich mir auf`s Dach setzen.
Meine Überlegungen gehen eigentlich in Richtung Süd und 50°, weil ich im Winter den höchstmöglichen Ertrag erzielen möchte. Allerdings könnte ich auch massiv überdimensionieren und auf SSW gehen (da bekomme ich mehr Module unter)

Daten sind mit den Annahmen obiger Posts errechnet.

Was meint ihr?
26.2.2017 18:41
Ssw hab ich gehört ist für den Winterertrag sinnvoller.

Mach Sinn da am Vormittag meist noch Nebel und ab mittag reist es auf.

Ich werde unterdimensionieren 3,4 kwp für 4050 kwh verbrauch. Dafür 21% Wirkungsgrad der Module. Wenn ich mehr will oder benötige könnte ich noch meine Terrasse mit integrierter PV ausstatten. Da würde ich 16 Module mit rund 5,1 kwp unterbringen.
27.2.2017 12:21
Ich weiß nicht, zweifle schon an meinem Verhandlungsgeschick. Also eine 5,6 kWp Anlage fix und fertig inkl. WR/Smart Meter von Fronius (samt Anschluß, Prüfprotokoll, etc.) auf ein Flachdach montiert um € 7.330,- schaff ich nie und nimmer - auch wenn ich die € 1.375,- Förderung abziehe.

Entweder bin ich zu blöd oder keine Ahnung ....

LG
27.2.2017 13:32


23dg schrieb: Entweder bin ich zu blöd oder keine Ahnung ....


wenn du dir die Anlage vom Solarteur machen lässt, schaffst du das auch nicht.
Ich habe das Amfang des Threads bereits geschrieben. Alle Teile von pv4all Internetversand. Aufständerung mache ich selbst und Elektriker schließt für 750 alles an. Versand habe ich hier böswilligerweise vernachlässigt, muss ich noch in die Rechnung einfließen lassen. Dafür überall SMA Tripower in der richtigen Dimensionierung eingerechnet.
Bei der Aufständerung gibt es auch erhebliche Preisunterschiede ja nach System und Anbieter. Alle Angaben ohne Förderung, die ich auch nicht bekommen würde.
hier übrigens mit diesem Modul gerechnet:
http://www.photovoltaik4all.de/pv4all-netz/solarmodule/axitec-solar/3993/axitec-axiworldpremium-ac-350m-mono Das ist ein Topmodul. Achtung mit der Größe aufpassen, ist ein Sondermaß 1x2m
noch günstiger bist mit dem:
http://www.photovoltaik4all.de/solarmodule/axitec-axipower-ac-260p-poly liegt bei 62 Cent/Wp da muss man sich dann aber immer mit der Aufständerung durchrechnen.
27.2.2017 16:44
coolew sache mit den grossen paneelen... so könnts auch billiger werden. sind diese bei schwachlicht gut? ich mein hinschreiben kann man alles.... schon mal im pv forum geschaut?
28.2.2017 9:32
Die Eigenverbrauchsquoten erscheinen mir eher hoch angesiedelt, ich habe eine 2,5kWp Anlage und hoffe auf 45% Eigenverbrauch.

Ich habe leider noch zu wenige Betriebswerte, aber jetzt im Februar war der Eigenverbrauch bei 66%, obwohl ich die Smart-Grid Eingänge der WP nutze und Warmwasser zu Mittag mache (ok das Haus ist noch nicht bewohnt).

Ich würde eher eine kleinere Anlage bauen, weil sich diese meiner Einschätzung nach schneller armotisieren wird, vor allem wenn durch Eigenleistung die Hardwarepreise (Module, Aufständerung) dominieren.
28.2.2017 10:18
Kennt wer noch andere Module die so gross und Preisklasse sind wie die Axitec Module?
Bin von den Modulen streng limitiert
1.3.2017 8:47
suche nach 72 Zellen Module
PVP hat ev. Module! Österreichischer Erzeuger! Vertreibt auch der Siblik!
1.3.2017 8:57


Twenty schrieb: Kennt wer noch andere Module die so gross und Preisklasse sind wie die Axitec Module?
Bin von den Modulen streng limitiert


Schau dir die BenQ Module an. Gefallen mir aktuell am besten. Bei 300 Watt Leistung, Zellen sind es auch noch 1640x990mm sowie mit 96 Zellen sogar etwas kleiner gehen dann bis 335 Watt

http://www.photovoltaik4all.de/solarmodule/benq-solar-sunvivo-pm060mw2-300-watt

http://www.photovoltaik4all.de/solarmodule/benq-solar-sunforte-pm096b00-335-watt



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