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Ist Passivhausen gesund?

48 Beiträge | letzte Antwort 3.4.2014 | erstellt 18.12.2013
Unter diesem Titel stand der diesjährige Innenraumtag des Arbeitskreises Innenraumluft. Wer die kommenden Feiertage für vertiefende Informationen rund um das Thema "Raumluft und Passivhaus allgemein" nutzen will, hat hier die Möglichkeit die Vorträge durchzusehen:
http://www.raumluft.org/texte-links/innenraumtage-des-bmlfuw/innenraumtag-2013-ist-passivhausen-gesund/

lG
leitwolf
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7.2.2014 18:49
Die verlinkten Diagramme sind Muscheldiagramme, wobei die Linien gleicher Behaglichkeit nicht detailliert genug aufgelöst sind.
Man kann daher nicht ableiten, dass alle Zustände, die sich im gleichfarbigen Feld befinden, als gleich behaglich empfunden werden.

Ich habe irgendwo ein Diagramm, wo man für den Sommer- und Winterfall die Behaglichkeit in Abhängigkeit von Feuchte und Temp. herauslesen kann.
Was ich mich erinnern kann: Die Luftfeuchte hat vor allem bei höheren Sommertemperaturen einen signifikanten Einfluss auf das Behaglichkeitsempfinden, da sich der Körper zunehmend über Verdunstung (Schwitzen) kühlt.
Bei Raumtemp. unter 24°C kühlt sich der Körper vorwiegend über Konvektion, daher hat die Luftfeuchte nicht so einen hohen Einfluss.
Da ich das Diagramm nicht zur Hand habe, schätze ich mal:
21°C und 50% r.F. wird thermisch genau so empfunden, wie 22,5°C und 25%
13.2.2014 9:16
hilfe
es wird sie immer geben die zweifler,nörgler und besserwisser, wenn ein passivhaus oder ein aktivhaus richtig von einem planer mit ahnung geplant, überwacht und entsprechend richtig gebaut wird, wird das passivhaus und jedes andere haus alle anforderungen vollinhaltlich erfüllen.

wenn man eine stahlbetondecke nicht bewehrt, wird sie runterfallen, und wenn man beim passivhausbau keine ahnung hat wird ähnliches der fall sein.

wichtig ist sein hirn einzuschalten, den hausverstand zu aktivieren, und mal darüber nachzudenken welche interessensvertretung was und wann sagt.

eine wohnraumluftung unterliegt genau so einer wartung und reinigung ,jedoch ist das für den hausbesitzer in eigenregie möglich, wer keine lust hat einmal im jahr ca. 2 hr zu investieren, der kann sich ja einen techniker kommen lassen.

ein passivhaus ist kein luftansaugendes monster, sondern ein ganz normales haus, mit dem angenehmen effekt sehr viel weniger energie zu verbrauchen als andere bauweisen.

wenn wir weiterhin so verschwenderisch mit den energien dieser erde umgehen, werden wir bald über dieses thema nicht mehr nachdenken müssen passivhaus ja oder nein, weil es dann egal ist in welchen haus man lebt.

ich beschäftige mich seit fast 20 jahren mit dem thema energie und bauen, und kann nur soviel dazusagen, dass es letztendlich egal ist wie man baut, welche heizung man hat, man sollte einfach so wenig wie möglich an errichtungskosten und heizkosten haben, und das bei maximalen komfort und wohnqualität.

und das ist ganz einfach

13.2.2014 10:46


pmiaustria schrieb: und das ist ganz einfach

hmmm, das hat mich 12 Monate hardcore-Planung gekostet, da das Budget beschränkt war. Herausgekommen ist ein Kompromiss für mich und die Umwelt, mehr war nicht drin - aber ich hätte nicht viel anders bei "freien" Budget gebaut.

Ich sehe häufig Bauherren und -frauen die damit angeben ein Passivhaus (oder noch besser ein Plus-Energie-Haus) zu haben und vergessen gleichzeitig, dass sie der Umwelt mit all den Tonnen an Spezialmaterialien die sie verbaut haben, mit all dem zusätzlichen Transport der gleichen, und unausweichlich kommender problematischer Entsorgung (samt Abtransport) - keinen Gefallen getan haben.


13.2.2014 11:09
@minmax, das stimmt schon, die primärenergie haben aber auch die verbraucht, die auf PH oder NEH pfeiffen. da gibts nur sehr wenige ausnahmen aus der grünen ecke, die eine krasse minderheit darstellen.
da geht´s aber meiner meinung nach um eine lebenseinstellung.

wichtig sind mir folgende punke: die laufenden kosten so niedrig als möglich zu halten bei gleichzeitig höchstmöglichem komfort.

da kann sich sich leitwolf und auch viele andere mit fakten und studien noch so die finger wund schreiben, schreihälse gegen PH und KWl mit teils abstruser argumentation (leitwolf, "du verkaufst ja die dinger" oder wie bei eggerhau der verweis auf seine homepage als "werbung eines bösen haustechnikers")wirds immer geben.

dass die planung ned ganz einfach und so nebenbei geht, viel zeit durch einlesen und studieren der materie in anspruch nimmt, dahingehend kann ich dich bestätigen.

14.2.2014 14:14


MinMax schrieb: Ich sehe häufig Bauherren und -frauen die damit angeben ein Passivhaus (oder noch besser ein Plus-Energie-Haus) zu haben und vergessen gleichzeitig, dass sie der Umwelt mit all den Tonnen an Spezialmaterialien die sie verbaut haben, mit all dem zusätzlichen Transport der gleichen, und unausweichlich kommender problematischer Entsorgung (samt Abtransport) - keinen Gefallen getan haben.


Wie so oft - wenn der Hausverstand rechtzeitig eingesetzt hat, ist es egal, welchen Namen das Kind hat (was die Herstellungsenergie betrifft) ... denn jedes Haus lässt sich ohne "Tonnen von Spezialmaterialien" (was genau fällt da drunter?) errichten.
3.4.2014 16:58
temperaturbereich
1.an der know how weiterentwicklung wollen wir ja hier alle mitarbeiten.
2.die temperatur-anpassung / verträglichkeit werden sich wohl auch nach den umweltparametern orientieren können > für einen kasachen sind schon 11° frühlingshaft gemütlich ( ? survival o t fittest ? )
3.4.2014 18:31


neoplan schrieb: für einen kasachen sind schon 11° frühlingshaft gemütlich

und eine Stunde Sonnenschein reicht einem Schotten für eine Woche super-Laune... wir, die Mitteleuropäer sind verfronene Kücken, die es im Winter warm haben wollen.
3.4.2014 20:33
ok,research:
? wie ist zz im forum die statistische verteilung der MINDEST-TEMPERATURen im auslegungspunkt ?
startwerte ( lt.dz.postings ):
11°=1
14°=1
16°=1
17°=1
18°=...
20°=...
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