Undurchschaubare Klauseln und
versteckte Nebenkosten sind leider bei
vielen Kreditverträgen zu finden. Der
Zinssatz Ihres Darlehens ist deshalb für
einen Kreditvergleich nur bedingt
geeignet. Selbst der effektive Zinssatz
enthält nicht alle Nebenkosten. So sind
zB. Steuern, Pfandrechtsgebühren und
Versicherungen nicht enthalten, aber auch
die Kontoführung muss nicht darin
enthalten sein.
Es gibt eine Reihe von Nebenkosten,
die Ihnen bei der Darlehensaufnahme in
Rechnung gestellt werden. Teilweise
werden diese nebenkosten von der Bank
einbehalten, diese Positionen sind dann
durchaus verhandelbar. Manche Nebenkosten
sind allerdings fixe Größen, die Sie
jedoch kennen sollten, um keine
Überraschungen bei der
Darlehensauszahlung zu erleben.
Folgende Nebenkosten werden
Ihnen in Rechnung gestellt:
Bearbeitungsgebühren
der Bank: Je nach ihrer Bonität und Ihrem
verhältnis zur Bank können hier bis zu
3% der Darlehenshöhe anfallen. Diese
Gebühr bleibt aber bei der bank und ist
somit durchaus verhandelbar. In diesem
Zusammenhang werden manchmal auch
"Erhebungsgebühren" oder
"Erhebungsspesen" verIangt. Auch diese
sind verhandelbar.
Schätzungsgebühren:
Wenn Sie ein Haus oder ein Grundstück
kaufen, schätzt die Bank den Wert. Auch
dafür werden Ihnen Gebühren in Rechnung
gestellt, so etwa 0,5%.
Kontoführung:
Hier ist meist großes Einsparungspotential
vorhanden. Für die Kontoführung verIangen die Banken bis zu etwa
10,- pro Monat, speziell bei
Fremdwährungskrediten ist die Kontoführung
meist kostspielig. Die Kosten summieren sich
über die Laufzeit (20 Jahre x 12 Monate x 10
Euro = 2400,- Euro + entgangene Zinsen).
Pfandrechtseintragung:
Jede bank verlangt einne Gebühr für die
Eintragung ins Grundbuch. Vergleichen Sie diese
bei der Kreditverhandlung.
Steuer:
Die Kreditsteuer ist in jedem Fall abzuführen
(beträgt 0,8%).
Grundbucheintragung:
Die Grundbucheintragung kostet 1,3% der
eingetragenen Summe. Überlegen Sie und sprechen
Sie mit der bank, o b es andere Möglichkeiten
der Darlehensbesicherung gibt, die
kostengünstiger sind (die Löschung aus dem
Grundbuch nach der Darlehensrückzahlung kostet
nochmals).
Aufschläge bei
Transaktionen:
Vergleichen Sie, welche Transaktionen für Sie
wichtig sind und verhandeln Sie diese nach.
Speziell der Umstieg von einer Fremdwährung auf
einen Eurokredit (die "Switch"-Gebühr)
ist oft teuer. Pro Switch können hier bis etwa
zu 250,- in Rechnung gestelt werden. Auch die
Wechselspesen in Fremdwährungen
(Konvertierungskosten) sind durchaus
unterschiedlich. Etwa gleich teuer wie der
Währungs-Switch kommt ein
Tilgungsträgerwechsel.
Sonstige Gebühren:
Die Banken sind hier durchaus kreativ:
Bonitätsprüfung, Vinkulierungsgebühr oder
Ausfertigungsgebühren können hier anfallen,
auch weitere Gebühren je nach Kreditinstitut
sind möglich.