Der Grundriss selbst beeinflusst den
Energieverbrauch sehr stark. Da die
Gestaltung des Grundrisses persönlichen
Vorlieben entsprechen muss, kann der
Energie-Aspekt hier nur bedingt
berücksichtigt werden. Einige Anregungen
finden Sie hier.
Versuchen Sie, Ihr Haus in
thermische Zonen zu unterteilen! Die Kernzone (oder auch der
Südteil) soll der wärmste Bereich sein.
Hier können die Wohnräume vorgesehen
werden. Nach Norden hin sollten die
Temperaturniveaus der Räume abnehmen.
Die nördliche Grenze können unbeheizte
Gebäudeteile bilden (z.B. Stiegenhaus
oder Abstellraum).
Bauen Sie kompakt!
Jedes zusätzliche Außeneck vergrößert
die wärmeabgebende Oberfläche. Bei
gleichem umbauten Volumen hat ein
kompakter Quader weniger wärmeabgebende
Oberfläche wie ein verwinkelter
Baukörper (eine Kugel oder eine
Iglu-Form wäre theoretisch noch besser).
Kompaktes Bauen verlangt aber auch etwas
räumliche Vorstellungskraft.
Durch
die Überlagerung von Obergeschoß und
Erdgeschoß ergeben sich auch oft
vermeidbare Flächen. Überlegen
Sie, ob Rücksprünge (z.B. Balkone über
Wohnräumen) oder Auskragungen (z.B.
Räume über Terrassen) wirklich sein
müssen, oder ob eine gleichwertige Optik
nicht auch anders erreichbar ist.
Planen Sie die
Haustechnik von Anfang an mit ein! Kurze Leitungen vom
Warmwassererzeuger zu den Entnahmestellen
sparen nicht nur Energie, sondern
erhöhen auch den Komfort, weil das
Warmwasser schneller verfügbar ist.
Bauen
Sie so klein wie möglich!
Vorteil: Geringere Gestehungskosten
(Baumaterial, Kanalgebühren, Finanzamt
etc.) und geringere Betriebskosten
(Heizung, Versicherung, Instandhaltung,
Hausarbeit etc.).
Bauen Sie nur Räume, die Sie
wirklich brauchen!
Das teuerste Stockwerk ist der Keller. Nicht nur
die Errichtung selbst ist wesentlich teurer als
eine Bodenplatte. Es entstehen noch hohe weitere
Kosten, wie z.B. Boden meist mit Fliesen,
Heizkörper samt Verrohrung, Türen und
Elektroinstallationen. Überlegen Sie sich, ob
die vorgesehene Nutzung als Lagerraum, Werkstatt,
Abstellfläche etc. nicht vielleicht
kostengünstiger erbracht werden kann. Weitere
Denkanstöße: Braucht das Auto wirklich ein
eigenes kleines Haus (Wände, Fenster, Dach,
Tore) oder reicht ein Carport und eine
Standheizung für's Auto? Wird das ausbaufähige
Dachgeschoß jemals ausgebaut oder ist es nur
zusätzliches Volumen, das beheizt werden muss?