Erdwärmeheizung:
Grundwasser als Wärmequelle (Wasser-
Wasser- Wärmepumpe)
gute Arbeitszahl möglich, da das
Grundwasser das ganze Jahr über eine
Temperatur über etwa 8°C hat wasserrechtliche Bewilligung
nötig Wasserqualität und -menge
kann sich im Laufe der Zeit ändern mehr Wartungsaufwand als bei
anderen Wärmequellen
Grundwasser stellt grundsätzlich
eine sehr gute Wärmequelle dar, wenn es
in ausreichender Menge vorhanden ist und
eine wasserrechtliche Genehmigung
vorliegt. In Österreich ist seit 2006
(Wasserrechtsnovelle 2006,
Bundesgesetzblatt 123) die Errichtung per
Anzeigeverfahren geregelt, die
Bewilligung läuft 25 Jahre. Mit
Eigeninitiative (Vorinformation bei der
Bezirkshauptmannschaft) und etwas
Unterstützung durch den Installateur
(technische Daten der Anlage) kann der
Antrag auch selbst gestellt werden,
wodurch sich die Kosten deutlich
reduzieren lassen.
Anlagenplanung
Zur
Entnahme von Wärme aus dem Grundwasser
müssen 2 Brunnen angelegt werden (ein
Entnahmebrunnen und ein Schluckbrunnen).
Die beiden Brunnen sollten mindestens 10
bis 15m voneinander entfernt sein, um
einen thermischen Kurzschluss zu
vermeiden. Die Tiefe beträgt etwa 6 bis
10m, mit der Tiefe der Brunnen erhöht
sich die erforderliche Pumpenleistung,
was die Wirtschaftlichkeit reduziert.
Für ein Einfamilienhaus sollte eine
Entnahme von mindestes 2m³ Grundwasser
pro Stunde möglich sein (Pumpversuch
durchführen).
Im Zweifel kann eine
Wassermangelsicherung eingebaut werden, um das
Einfrieren des Wärmetauschers zu verhindern
(wiederholtes Einfrieren kann zu Schäden
führen). Bei sehr eisenhältigem Wasser wird ein
meist zweiter (externer) Wärmetauscher
vorgeschaltet, der bei Korrosion leicht getauscht
werden kann (Alternative:
Edelstahlwärmetauscher). Bei sehr sandigem
Wasser ist der Einbau eines Rückspülfilters
möglich. Eine Analyse des Wassers vor der
Anlagenplanung ist zu empfehlen.