Rohrmaterial:
In Warmwassersolaranlagen werden für den
Transport des Wärmeträgermediums
(Wasser-Frostschutz- Gemisch)
hauptsächlich Kupferrohre verwendet.
Verzinkte Stahlrohre können zu
Korrosionsproblemen führen. Ausnahme ist
die solare Schwimmbaderwärmung, wo das
mit Chemikalien versetzte Badewasser
mittels Kunststoffrohren direkt durch die
Kunststoff-Solarabsorber geleitet wird.
Weitere Faustformel
Ein Cu-Rohr 18x1mm (Innen-Durchmesser
16mm) reicht
bei Leitungslängen bis 30m für
ca. 10m² Kollektorfläche
bei Leitungslängen bis 50m für
ca. 8m² Kollektorfläche.
Die Strömungsgeschwindigkeit in den
Rohrleitungen sollte jedenfalls nicht
mehr als 1m/s betragen.
Solarkreislauf lückenlos dämmen!
In der Praxis haben sich geschlitzte
Rohrschalen aus Mineralfaser mit einer
Alufolien-Kaschierung bewährt, die über
die verlegten Rohre gestülpt und
anschließend durch ein Alu-Klebeband
verklebt werden. Die Dämmstärke sollte
bis 18mm Durchmesser 20mm betragen, bei
größeren Rohrdimensionen bzw. bei im
Freien verlegten Leitungen mindestens
30mm. Achten Sie bei geschäumten
Rohrschalen unbedingt auf die
Temperaturbeständigkeit, da im
Solarkreislauf kurzzeitig Temperaturen
bis 160°C (Vorlauf im Bereich des
Kollektorfeldes) auftreten können.
Leitungen vor Witterung und Beschädigung
schützen!
Im Freien bzw. im Erdboden geführte
Rohrleitungenmüssen
zusätzlich vor Feuchtigkeit und mechanischer
Beschädigung geschützt werden. Geeignet dazu
ist die Verlegung der gedämmten Kupferrohre in
Kunststoffrohren, wie sie für die
Abwasserinstallation eingesetzt werden oder in
ungelochten Drainageschläuchen. Ebenso können
auch vorisolierte Fernwärmerohre (ein bis zwei
Rohre, eventuell mit integrierter Fühlerleitung)
verwendet werden. Im Freien verlegte
Rohrleitungen können als Witterungsschutz auch
mit Alublech verkleidet werden.