In modernen und gut geplanten
Wohngebäuden kommt man heute durchaus
ohne elektrische Kühlung aus. Tipps zum
sommertauglichen Bauen finden Sie [hier...].
Kühlung mit Klimageräten ist
kostenintensiv und belastet Ihr
Haushaltsbudget. In bestehenden Wohnungen
oder im Bürobau, aber auch bei
ungünstig geplanten Häusern kann eine
Klimaanlage aber zu einer deutlichen
Verbesserung des Wohnkomforts führen.
Tipps zum
Klimagerät-Kauf:
Klimageräte sind robust und
funktionieren oft mehr 10 Jahre. Wenn Sie
also in der Situation sind, dass Ihre
Wohnung im Sommer ohne Klimagerät zu
stark überhitzt, sollten Sie folgende
Tipps beim Kauf berücksichtigen:
Einschlauchgerät
vermeiden
Mobile Einschlauch-Geräte saugen
die Raumluft an, sodass beim Ausblasen
der Abluft durch den entstehenden
Unterdruck warme Luft ins Haus
nachströmt, zB. über gekippte Fenster.
Dadurch gehen etwa 25% der Leistung
verloren.
Besser sind Zweischlauch-Geräte,
bei denen der Luftstrom sowohl in das Haus als
auch aus dem Haus über je einen eigenen Schlauch
gelöst wird. Dadurch entsteht kein Unterdruck im
Haus, die Kühlung passiert unabhängig von der
Lüftung und ist somit deutlich effizienter.
Sowohl das Einschlauchgerät als auch das
Zweischlauchgerät haben den Nachteil, dass das
Betriebgeräusch recht stark hörbar ist und oft
als störend empfunden wird. Die
Schlauchdurchführungen müssen immer abgedichtet
werden, sonst arbeiten die Geräte sehr
ineffizient und der Stromverbrauch steigt stark
an. Auch wenn Ihnen der Verkäufer sagt, dass die
Abluftführung über einen Fensterspalt ausreicht
- er sagt Ihnen meist nicht dazu, dass damit eine
wesentliche Erhöhung des Energieverbrauchs
einhergeht. Überlegen Sie vor der Anschaffung,
wo Sie die warme Abluft ins Freie blasen können
und ob der Abluftschlauch lang genug ist. Bei
allen Geräten sollten Sie beim Kauf auf die
Energieplakette achten, kaufen sie nur A-Geräte.
Die Anbringung einer Energieplakette durch den
Händler ist bei den in Privathaushalten
verwendeten Geräten verpflichtend.
Die beste (aber auch aufwändigste) Lösung
ist der Einsatz eines Splitgerätes.
Bei diesen Geräten wird der laute Verdichter
außerhalb des Hauses angebracht, der Ventilator
und der Verdampfer sind leise und werden
innerhalb des Hauses montiert. Bei der Anbringung
des Verdichters sollten Sie eine Stelle im
Schatten an der Nordseite wählen, um einen
möglichst energieeffizienten Betrieb zu
ermöglichen.
Zukünftig könnte auch die Technik der
solaren Kühlung Abhilfe bringen, bei der die Wärme
von Sonnenkollektoren zur Gebäudekühlung
verwendet wird.
Ermittlung der notwendigen Leistung
Eine genaue Abschätzung ist nur mit einer
Kühllastberechnung möglich. Für eine
ungefähre Abschätzung können folgende
Richtwerte hilfreich sein.
Fenster ohne Abschattung Richtung S, SW,
W: 300 W pro m² Glas
Fenster ohne Abschattung Richtung SO, O,
NW: 250 W pro m² Glas
Fenster mit außenliegender Abschattung =
obige Werte dividiert durch 4
Fenster mit innenliegender Abschattung =
obige Werte dividiert durch 2
Fenster Richtung Norden: 50 W pro m²
Glas
Dachflächenfenster: 400 bis 500 W pro
m² Glas
Außenwände, Innenwände zu
unklimatisierten Nachbarräumen, Decke,
Boden (außer Erdreich oder Keller): 10
bis 20 W pro m²
Pro Person, die sich dauernd im Raum
aufhält: 150 W
Um die in etwa erforderliche Leistung des
Klimagerätes in W (Watt) zu ermitteln, summieren
Sie die Einzelwerte. Um die Leistung in kW
(Kilowatt) zu erhalten, dividieren Sie durch
1000. Bei Einschlauch-Kompaktgeräten sollten Sie
den ermittelten Wert noch mal 1,3 rechnen.