Ökohaus-Althaus, das
Vorzeigebeispiel für eine nachhaltige Sanierung,
feiert Geburtstag: Drei Jahre lang demonstriert
das Projekt eindrucksvoll den hohen Komfortgewinn
und die gewaltige Ressourceneinsparung bei
Wärme, Trinkwasser und Strom. Sanieren mit den
Elementen der Natur wie Sonne, Regen und Erde
wurde zur Erfolgsgeschichte. Wesentlich
beigetragen haben dazu das engagierte Handwerk
sowie die Industrie, um solch eine bahnbrechende
Bauerneuerung umzusetzen
Mehr als lohnend war dieser
Weg der ökologischen Modernisierung
unterstreicht der Bauherr Leo Liebminger. Denn
die Fakten sind bestechend: Minus 87 Prozent
weniger Gasverbrauch und eine Reduktion des
Trinkwasserverbrauchs um 67 Prozent. Daneben
konnte durch den Einsatz von energieeffizienten
Elektrogeräten und Energiesparlampen auch beim
Strom beträchtlich gespart werden.
Wie alles begann
Am Anfang war ein Zweifamilienwohnhaus, welches
in den wirtschaftlichen Aufbruchsjahren der 60er
Jahre erbaut wurde. Einfach nur mit vier
Hausecken und darüber ein Satteldach mit einer
Dachfläche nach Süden. Große Fenster nach
Süden kennzeichnen das Haus noch. Aber sonst ein
Haus wie jedes andere.
| Irgendwann stellte sich die
Frage der Sanierung, denn am Dach gab es
undichte Stellen, erzählt der
Dachdeckermeister Walter Öffel.
Und eigentlich träumte ich immer
schon die kostenlose Sonnenenergie am
Dach anzuzapfen ergänzt der
Eigentümer. Und aus dem Traum
entwickelte der Dachdecker- und
Spenglerbetrieb Walter Öffel mit der
Familie Liebminger den Plan eine große
Solaranlage im Zuge der Dachsanierung zu
bauen. Diese sollte das Wohnhaus mit
Warmwasser und zum Teil auch mit
Heizenergie aus der Sonnenwärme
versorgen. |
 |
Na klar einfach
Solar!
Im Jahre 1998, Anfang Mai, erfolgte der
Startschuss für die Erneuerung des Hausdaches
und der Bau einer Vakuumkollektoranlage. Die
Entscheidung fiel auf den Vakuumkollektor aus
Gründen der höheren Solarträge im Winter für
den Heizeinsatz. Aber auch die Optik der
notwendigen Aufständerung zur Optimierung der
Sonnenstrahlung war beim Vakuumkollektor
schöner.
Zur Speicherung der erneuerbaren Sonnenenergie
stand im Keller schon ein 500 Liter Solarboiler
bereit. Daneben wurden noch zwei 1000 Liter
Pufferspeicher zur Wärmespeicherung für
Raumheizung installiert.
| Im Sommer 1998 nahm die
Solaranlage erfolgreich ihren Betrieb auf
und sorgt nun Tag für Tag für warmes
Wasser und größtenteils auch für die
notwendige Heizenergie. Auch die beiden
Geschirrspüler werden direkt mit solarem
Warmwasser versorgt, was wertvollen und
kostspieligen Strom spart. Seit Sommer
2003 wäscht auch eine besondere
Waschmaschine mit einem Warmwasser- und
Kaltwasseranschluss im Haus. Über dem
Warmwasseranschluss gelangt solares
Warmwasser und über den
Kaltwasseranschluss kommt Regenwasser in
die Waschmaschine. |
|
Wenn die Sonne mal nicht
ausreicht, dann wird mit Holz oder mit einem
Gasbrennwertkessel nachgeheizt.
Superniedrigenergiehaus
Die Wärmedämmung der obersten
Geschossdecke war der erste Schritt zum
Superniedrigenergiehaus, erläutert Leo
Liebminger. Nach der Dachsanierung erfolgte die
Wärmedämmung der obersten Geschossdecke aus
hochverdichteter Steinwolle und einem begehbaren
sowie unbrennbaren Belag.
Durch die höhere Wohnqualität, Behaglichkeit
und Einsparung der Wärmedämmung überzeugt, kam
schon der nächste Gedanke des Bauherrns: Das
Haus ringsum mit Wärmedämmung einpacken und die
Fenster tauschen. Jedoch nicht nur die
Wärmedämmfähigkeit der Baumaterialien sollte
eine Rolle spielen, sondern auch die anderen
bauphysikalischen Eigenschaften wie
Wasserdampfdurchlässigkeit, Schallschutz,
Brandschutz usw.
| 2003 war es soweit: Die Kellerwände
dämmte man mit 13 cm dicken
Schaumglasplatten die eine echte
ökologische Alternative zum
herkömmlichen extrudierten Polystyrol
sind. Schaumglas ist wie der Name schon
sagt ein mit Kohlendioxid aufgeblähter
Glassand. Bei den Außenwänden fand eine
wasserdampfdiffusionsoffene
Dreischichtwärmedämmplatte aus
Steinwolle beidseitig kaschiert mit
magnesitgebundenen
Holzwolleleichtbauplatten Anwendung.
Diese Wärmedämmplatte hat eine Stärke
von 12,5 cm. |
 |
Für den Bauherrn war nicht
nur die Wärmedämmung entscheidend, sondern auch
die Ökologie der Baustoffe, unterstreicht
Ing. Klaus Strimitzer, Technischer Fachberater
der Heraklith AG, wenn er auf die Fassade klopft.
Während der Fassadensanierung sind auch die
Fenster gegen neue hochwärmegedämmte
Holz-Aluminium-Fenster getauscht worden. Auch
hier legte man große Sorgfalt an den
fachgerechten Anschluss der Wärmedämmung an die
Fenster, wie Gottfried Amreich, Technischer
Außendienstmitarbeiter von Baumit, ausführlich
beschreibt. Aber auch bei den auskragenden
Edelstahlvordächern haben wir auf eine
wärmebrückenfreie Befestigung großen Wert
gelegt, ergänzt der Schlossermeister Franz
Schweiger vom Stahl- und Alubau Franz Schweiger.
Regen bringt Segen
Das Wasser rauscht durch die WC-Spülung und der
Bauherr erklärt mit ruhigen Gewissen
Wertvolles und kostspieliges Trinkwasser
wird hier nicht mehr vergeudet!
Klospülung, Waschmaschinen, Gartenbewässerung
und Reinigungswasserhähne werden mit glasklarem,
geruchsneutralen und reinem Regenwasser bedient.
Das Regenwasser wird über Dachflächen gesammelt
und in einer unterirdischen Betonzisterne
gespeichert. Von dort saugt ein
Regenwassermanager das Regenwasser bei Bedarf
eines Verbrauchers an und speist es in die
Nutzwasserleitung ein.
| Ökohaus-Althaus
verwendet seit mehr als drei Jahren
erfolgreich eine Regenwassernutzung von
GEP-Umwelttechnik GmbH für die
WC-Spülungen, Waschmaschinen,
Hausreinigung und die Gartenbewässerung.
Die Regenwasserqualität entspricht nach
einer Laboruntersuchung der
Hygieneparameter der deutschen
Trinkwasserverordnung (TVO) für
Trinkwasser aus Eigen- und Einzelanlagen
bis zu einer Entnahme von 1000 m³ pro
Jahr. |
|
"Ökohaus-Althaus
demonstriert eindrucksvoll die hohe Qualität
unserer
Regenwassernutzungsanlagen, insbesondere die
hervorragende Wassergüte" so Klaus Zotter,
Geschäftsführer von GEP-Österreich.
Viel Licht mit wenig Strom
Die neueste Innovation im Bereich der
energieeffizienten Beleuchtung sind die
Facility-Energiesparlampen. Sie haben während
der gesamten Lebenszeit (15.000 h) eine
unbegrenzte Schaltbarkeit und einen Quickstart.
Dieser ermöglicht einen raschen Lichtstromanlauf
wie bei einer Glühbirne. Somit haben diese
Facility-Energiesparlampen eine ideale Eignung
für Beleuchtungsanlagen von STEINEL mit
Sensorsteuerung bzw. Abschaltautomatik. Oder
einfach überall in Haushalten, wo das Licht oft
und nur kurz angeschaltet wird, sowie eine
schnelle Lichtquelle erwartet wird.
Im Zweifamilienwohnhaus Ökohaus-Althaus werden
OSRAM-Facility und OSRAM-Dulux
EL-Longlife-Energiesparlampen sowie
STEINEL-Sensorlampen eingesetzt. Begleitet wird
dieses Projekt durch eine Strombuchhaltung um die
Einsparung und Wirksamkeit in der Praxis zu
dokumentieren.
Alle feiern mit
Alle Partner wie BAUMIT, ECOTECH, GEP,
HERAKLITH, OSRAM, RIEGER-HOFMAN,
SEPPELFRICKE, STEINEL, VERBUND, WIENER
STAEDTISCHE und ENERGIESPARHAUS feiern
mit und wünschen ÖKOHAUS-ALTHAUS
www.oekohaus.net alles Gute. |
 |
© by energiesparhaus.at, powered by tripple@
Unabhängige Beratung für Wohnen,
Hausbau und Sanierung
|